Oligarchen, Tech-Milliardäre

Wir haben seit 1946 nichts dazugelernt: Aldous Huxley warnte vor Entmündigung durch Oligarchen und Verdummung der Massen

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 09:45 Uhr | pressetext, AD HOC NEWS

Wien - Schon 1946 veröffentlichte Aldous Huxley "Science, Liberty and Peace", heute auf Deutsch als "Zeit der Oligarchen" erhältlich. Internet, Smartphones und Künstliche Intelligenz gab es damals nicht. Trotzdem liest sich das Buch heute stellenweise wie ein Kommentar zur Gegenwart. "Das macht mir Angst um unsere Zukunft mit KI", sagt Alois Gmeiner, Präsident von ETHIK PRO AUSTRIA. "Warum nutzt niemand die KI, um aus den politischen und wirtschaftlichen Fehlern der letzten Jahrhunderte zu lernen? Stattdessen wiederholen wir sie und überlassen es Tech-Oligarchen und Milliardären, über uns zu bestimmen."

Die neue Bequemlichkeit des Nichtdenkens

Noch nie war Wissen so leicht verfügbar. Die Infrastruktur dahinter liegt aber bei einer Handvoll Konzerne. Algorithmen entscheiden mit, welche Nachrichten, Bilder und Meinungen überhaupt zu uns durchdringen. Mit der KI geht es noch einen Schritt weiter: Wir lagern nicht mehr nur Arbeit aus, sondern Teile unseres Denkens.

"KI kann Menschen klüger machen. Sie kann aber genauso gut zur gigantischen Bequemlichkeitsmaschine werden", warnt Gmeiner. Wer sich seine Wirklichkeit fertig erklären lässt, ist leichter zu lenken. Dabei ist es egal, ob die Erklärung von einem Politiker, einem Influencer oder einem Algorithmus kommt. "Genau darum habe ich mein Buch 'Die Brot & Spiele Generation' genannt, weil wir uns in einer ähnlichen dystopischen Situation befinden, wie es am Ende des römischen Reiches war und heute wieder zu sehen ist. Ruhigstellung der Massen durch Brot und Spiele."

Gewinne privat, Risiken für die Allgemeinheit

Ausgerechnet die Tech-Bosse, die das KI-Wettrennen antreiben, rufen inzwischen nach Regulierung und nach dem Staat. "Den Geist haben sie selbst aus der Flasche gelassen. Aufräumen soll jetzt die Allgemeinheit", so Gmeiner. "Es wäre fatal, wenn die Gewinne der KI privatisiert, ihre Risiken und Kontrollkosten aber sozialisiert werden."

Hinzu kommt: Teure Auflagen sind für Konzerne verkraftbar, kleine Anbieter können daran scheitern. So kann Kontrolle bestehende Macht sogar absichern, statt sie zu begrenzen. Oligarchen brauchen heute keinen Palast mehr. Ihnen reichen Daten, Plattformen und Algorithmen.

Werkzeug zum Denken, kein Ersatz dafür

ETHIK PRO AUSTRIA warnt ausdrücklich davor, die KI zu verteufeln. "Ich arbeite selbst mit KI. Gerade deshalb halte ich Kritik für notwendig", betont Gmeiner. Der Verein fordert, KI-Kompetenz zum Teil der ethischen Bildung zu machen. Junge Menschen sollen lernen, KI zu nutzen und ihr auch zu widersprechen. Denn eine perfekt formulierte Antwort ist noch lange keine Wahrheit. "Wir haben alles Wissen der Welt und keine Ausrede mehr. Wir bauen immer intelligentere Maschinen, ohne dafür zu sorgen, dass auch unsere Gesellschaft intelligenter wird."

Buchtipp Alois Gmeiner: "Die Brot & Spiele Generation. Wie eine Generation sich füttern, lenken und entmündigen lässt". Erhältlich unter: https://amzn.eu/d/058zWSRm ( https://amzn.eu/d/058zWSRm )

Kontakt: Alois Gmeiner, ETHIK PRO AUSTRIA, https://www.ethikproaustria.at

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Aussender: ETHIK PRO AUSTRIA Ansprechpartner: Alois Gmeiner Tel.: +43 699 133 20 234 E-Mail: office@ethikproaustria.at Website: www.ethikproaustria.at

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