Elementarpädagogik, Kooperation

Round Table – Zukunft Elementarpädagogik

24.06.2026 - 17:50:00 | pressetext.de

St. Pölten - Aktuelle Entwicklungen, zukünftige Herausforderungen und vielfältige Blickwinkel standen im Mittelpunkt eines Round Tables zur Elementarpädagogik der USTP – University of Applied Sciences St. Pölten. Im Herbst startet die Hochschule den neuen berufsermöglichenden Bachelor-Studiengang Elementarpädagogik1. Besonderes Augenmerk galt bei dem Event der Ausbildung künftiger Fachkräfte sowie der Bedeutung institutionenübergreifender Kooperationen. Mit der KPH Wien/Niederösterreich wurde dazu ein neuer Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Round Table – Zukunft Elementarpädagogik
Elementarpädagogik - Round Table Elementarpädagogik 24.06.2026 - Bild: Thomas Immervoll über pressetext.de

St. Pölten - Aktuelle Entwicklungen, zukünftige Herausforderungen und vielfältige Blickwinkel standen im Mittelpunkt eines Round Tables zur Elementarpädagogik der USTP – University of Applied Sciences St. Pölten. Im Herbst startet die Hochschule den neuen berufsermöglichenden Bachelor-Studiengang Elementarpädagogik 1 . Besonderes Augenmerk galt bei dem Event der Ausbildung künftiger Fachkräfte sowie der Bedeutung institutionenübergreifender Kooperationen. Mit der KPH Wien/Niederösterreich wurde dazu ein neuer Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Was Kinder in den ersten Lebensjahren erfahren und lernen, prägt ihren weiteren Bildungsweg maßgeblich. Die Bedeutung der Elementarpädagogik reicht daher weit über die frühe Kindheit hinaus. Gleichzeitig stehen Eltern, Kinder, Pädagog*innen und Entscheidungsträger*innen angesichts des Fachkräftemangels, gesellschaftlicher Veränderungen und neuer Anforderungen vor wachsenden Herausforderungen in der elementaren Bildung. Mit dem neuen Bachelor-Studiengang Elementarpädagogik1 setzt die USTP einen wichtigen Impuls für die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte. Welche Entwicklungen die Elementarpädagogik derzeit prägen und was es für die Zukunft braucht, diskutierten Vertreter*innen aus Bildung und Politik bei einem Round Table in der USTP CityLounge in der Innenstadt von St. Pölten.

Frühe Bildung als Schlüssel für die Zukunft

In den ersten Lebensjahren werden die Grundlagen für Lernen, Sprache, soziale Kompetenzen und persönliche Entwicklung gelegt. Kinder in dieser prägenden Lebensphase bestmöglich zu begleiten, ist eine zentrale gesellschaftliche Verantwortung.

Bildungsminister Christoph Wiederkehr: "Eine starke Elementarpädagogik ist die Grundlage für ein gerechtes und zukunftsorientiertes Bildungssystem. Jedes Kind soll unabhängig von Herkunft und Lebensumständen die bestmöglichen Chancen erhalten. Dafür braucht es qualifizierte Fachkräfte und attraktive Ausbildungswege. Mit der Ausweitung von Angeboten im Hochschulbereich setzen wir einen wichtigen Schritt, um die Profession weiterzuentwickeln und attraktiver zu machen. So wirken wir dem Fachkräftemangel entgegen und sichern die höchstmögliche Qualität in der frühen Bildung langfristig ab."

"In Niederösterreich sind wir derzeit mitten in der Umsetzung der ‚NÖ Kinderbildungs- und -betreuungsoffensive'. Bis Ende 2027 rechnen wir mit insgesamt 600 zusätzlichen Kindergartengruppen, die dafür in Niederösterreich in enger Kooperation mit den Gemeinden als Kindergartenerhalter entstehen werden. Dafür braucht es gut ausgebildetes Personal, das sich auf lebenslanges Lernen einlässt. Denn die Kinder im Kindergarten sind immer ein Spiegel der Zeit und der Gesellschaft. Wir von Seiten des Landes Niederösterreich stellen daher auch eine ganze Reihe von Fort- und Weiterbildungen selbst zur Verfügung, die die Elementarpädagoginnen und Elementarpädagogen fit für ihre Herausforderungen machen. Als Beispiele seien das Thema Kinderschutz oder die digitale Welt im elementarpädagogischen Kontext genannt. Bei allen Aus-, Fort- und Weiterbildungen im elementarpädagogischen Bereich muss eines im Vordergrund stehen: Es müssen Anleitungen für eine qualitätsvolle, respektvolle und liebevolle Betreuung der Kinder geboten werden", sagt Helmuth Sturm, Leiter der Abteilung K4_5 Kindergärten des Landes Niederösterreich.

Die Elementarpädagog*innen von morgen ausbilden

In Niederösterreich werden Ausbildungsmöglichkeiten für Elementarpädagog*innen unter anderem an Bildungsanstalten für Elementarpädagogik (BAfEP), an der Pädagogischen Hochschule NÖ, an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/NÖ sowie nun neu an der USTP – University of Applied Sciences St. Pölten angeboten.

An der USTP startet im Herbst der neue berufsermöglichende Bachelor-Studiengang Elementarpädagogik1. Das sechssemestrige Studium basiert auf dem an der Hochschule Campus Wien entwickelten und bereits etablierten Curriculum, das neben Wien und St. Pölten auch an der FH Salzburg umgesetzt wird. Das Studium an der USTP bietet Schwerpunkte in der interprofessionellen Zusammenarbeit mit Gesundheitsberufen sowie im Bereich multilingualer und transkultureller Lebenswelten von Kindern.

"Frühe Bildung legt den Grundstein für den weiteren Lebensweg von Kindern. Mit unserem neuen Bachelor-Studiengang qualifizieren wir Fachkräfte für diese verantwortungsvolle Aufgabe und leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Zukunft unserer Gesellschaft", so die Geschäftsführer der USTP, Johann Haag und Hannes Raffaseder.

Gemeinsam die Entwicklung der Elementarpädagogik vorantreiben

Forschung, Kooperationen und fachlicher Austausch leisten einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Elementarpädagogik. Sie schaffen Raum, um unterschiedliche Perspektiven zu betrachten, zusammenzuführen, voneinander zu lernen und gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Durch die Bündelung von Expertise können nachhaltige Impulse für Ausbildung, Praxis und die Qualität früher Bildung gesetzt werden, so die anwesenden Vertreter*innen der USTP, der Hochschule Campus Wien, der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/NÖ sowie der Pädagogischen Hochschule NÖ.

Neuer Kooperationsvertrag mit KPH Wien/Niederösterreich

Die USTP setzt bereits auf ein breites Netzwerk an regionalen, nationalen und internationalen Kooperationen. Mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrags wird dieses Netzwerk um die Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Niederösterreich nun auch formell erweitert und besiegelt.

Die KPH Wien/Niederösterreich bietet ein Bachelorstudium Elementarbildung sowie im weitere Hochschullehrgänge im Elementarbereich an, wie Inklusive Elementarpädagogik, Frühe sprachliche Förderung sowie den Hochschullehrgang Managementausbildung.

"Qualität in der Elementarpädagogik entsteht nicht im Alleingang – sie braucht den Dialog, den gemeinsamen Blick auf die Praxis und das Vertrauen zwischen Institutionen. Die Bildungsforschung zeigt klar, dass eine professionelle Begleitung frühkindlicher Lernprozesse maßgeblich über Bildungserfolg und Teilhabechancen entscheidet – deshalb ist es uns ein zentrales Anliegen, unser Engagement in der Aus- und Weiterbildung elementarpädagogischer Fach- und Führungskräfte durch starke Kooperationen kontinuierlich weiterzuentwickeln", betont Ulrike Greiner, Rektorin der KPH Wien/Niederösterreich.

Bürgermeister Matthias Stadler, der von Kultur- und Bildungsstadträtin Birgit Becker beim Round Table vertreten wurde: "Die Qualität früher Bildung ist eine gemeinsame Verantwortung. Um den Herausforderungen in der Elementarpädagogik erfolgreich zu begegnen, braucht es den Austausch und die Zusammenarbeit über Institutionsgrenzen hinweg. Dass sich in St. Pölten so viele engagierte Partner vernetzen und gemeinsam an der Zukunft der Elementarpädagogik arbeiten, ist ein starkes Signal für den Bildungsstandort und für die nächste Generation."

Impulse für eine zukunftsweisende Elementarpädagogik

In der Diskussionsrunde standen aktuelle Entwicklungen und Chancen der Elementarpädagogik und der institutionsübergreifenden Kooperation im Fokus. Die Expert*innen Christine Schmid (Studiengangsleiterin Elementarpädagogik1, USTP), Astrid Kircher (Leitung des Zentrums Elementare Bildung, Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/NÖ), Simone Breit (Departmentleiterin Elementarpädagogik, Pädagogische Hochschule NÖ), Nina Hover-Reisner (Studiengangsleiterin Sozialmanagement in der Elementarpädagogik, Hochschule Campus Wien) und Silvia Forstner (Land NÖ, Abteilung K4_5) beleuchteten die Anforderungen an zukünftige Fachkräfte und die Weiterentwicklung von Ausbildung, Forschung und Praxis für die Qualität und Zukunftsfähigkeit früher Bildung.

Mehr Informationen zu den Studienangeboten finden Sie unter:

* Studienangebot an der USTP im Bereich der Elementarpädagogik ( https://www.ustp.at/de/studium/soziales ) * Studienangebot der KPH im Bereich der Elementarbildung ( https://kphvie.ac.at/institute/zentrum-elementare-bildung/studienangebot ) * Studienangebote an der Hochschule Campus Wien im Bereich Elementarpädagogik ( https://www.hcw.ac.at/departments/sozialwissenschaften ) * Studienangebot der PH Niederösterreich im Bereich der Elementarpädagogik ( https://www.ph-noe.ac.at/de/ph-noe/wir-ueber-uns/departments/elementarpaedagogik )

1 vorbehaltlich Genehmigung durch die AQ Austria

Fotos: Fotos zum Event finden Sie zum Download unter: 20260624_Round Table Elementarpädagogik ( https://fhstp.sharepoint.com/:f:/s/BD/IgAHSeNjvMTYSo_jv7zwoWgGAVfX36YsJQj2X_nm6qKaBJY?e=ti2dPU )

Über die USTP CityLounge

Die USTP CityLounge ist ein offener Begegnungsort der USTP im Herzen der St. Pöltner Innenstadt. Unter dem Motto "Wissen.schafft.Wohnzimmer" macht sie Wissenschaft, Forschung und Innovation für alle erlebbar. In der Wiener Straße 9 können Besucher*innen mit Studierenden und Forschenden ins Gespräch zu kommen, spannende Projekte entdecken und neue Perspektiven auf aktuelle Zukunftsthemen zu gewinnen. Die USTP CityLounge schafft Raum für Austausch, Inspiration und gemeinsame Ideen.

Über die USTP – University of Applied Sciences St. Pölten

Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Pölten (vormals Fachhochschule St. Pölten) steht für innovative Lehre, wirkungsvolle angewandte Forschung und – als leitende Hochschule der European-University-Allianz E³UDRES² – für gelebte Europeanness. Als USTP – University of Applied Sciences St. Pölten unterstreicht sie ihre wachsende Internationalität und ihre Rolle als dynamischer Knotenpunkt für tertiäre Bildung, Forschung und gesellschaftliche Transformation – regional, national und in ganz Europa. Mehr als 4.000 Studierende erhalten in zahlreichen Bachelor- und Master-Studiengängen sowie berufsbegleitenden Weiterbildungsprogrammen eine praxisorientierte Ausbildung in den Themenbereichen Medien, Kommunikation, Management, Digitale Technologien, Informatik & KI, Security, Bahntechnologie, Gesundheit und Soziales. Lehre und Forschung sind dabei eng verzahnt.

(Ende)

Aussender: USTP – University of Applied Sciences St. Pölten Ansprechpartner: Sandra Lagler Tel.: +43/676/847 228 288 E-Mail: sandra.lagler@ustp.at Website: www.ustp.at

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