Zuckerhut Rio de Janeiro, Pao de Acucar

Zuckerhut Rio de Janeiro: Warum der Pao de Acucar Reisende aus Deutschland magisch anzieht

03.06.2026 - 12:51:27 | ad-hoc-news.de

Der Zuckerhut Rio de Janeiro, lokal Pao de Acucar genannt, ist mehr als nur ein Fotomotiv. Was das Wahrzeichen von Rio de Janeiro in Brasilien so einzigartig macht – und was Reisende aus Deutschland unbedingt wissen sollten.

Zuckerhut Rio de Janeiro, Pao de Acucar, Rio de Janeiro
Zuckerhut Rio de Janeiro, Pao de Acucar, Rio de Janeiro

Wenn sich am späten Nachmittag das Licht über der Guanabara-Bucht golden verfärbt, scheint der Zuckerhut Rio de Janeiro wie ein schwebender Granitkoloss über Stadt, Strand und Meer zu wachen. Der Pao de Acucar (wörtlich „Zuckerbrot“) erhebt sich fast senkrecht aus dem Wasser und ist längst zum Sinnbild für Rio de Janeiro und Brasilien geworden – ein Bild, das für viele Reisende aus Deutschland der Inbegriff von Fernweh ist.

Zuckerhut Rio de Janeiro: Das ikonische Wahrzeichen von Rio de Janeiro

Der Zuckerhut Rio de Janeiro ist einer der wenigen Orte auf der Welt, die selbst Menschen erkennen, die noch nie dort waren. Der markante Granitfelsen ragt rund 396 m über dem Meeresspiegel auf und bildet gemeinsam mit der weiten Guanabara-Bucht, der Christusstatue Cristo Redentor und den Stränden von Copacabana und Ipanema die berühmte Skyline von Rio de Janeiro. Viele Brasilien-Reisende aus Deutschland verbinden genau dieses Panorama mit dem Gefühl, „in Rio angekommen“ zu sein.

Geologisch gehört der Pao de Acucar zu einer Reihe von steilen, rundlichen Granit- und Gneisformationen, die sich entlang der Küste erheben. Sie entstanden im Zuge sehr alter geologischer Prozesse, bei denen besonders widerstandsfähige Gesteinskerne aus der Umgebung herauspräpariert wurden. Die starke Bewitterung und der tropische Regen ließen über lange Zeiträume die typischen, fast kugelförmigen Felsformen entstehen, die heute so charakteristisch für die Landschaft von Rio sind.

Auch wenn der Zuckerhut Rio de Janeiro selbst nicht als eigenständige UNESCO-Welterbestätte geführt wird, gehört er visuell und räumlich zum Ensemble „Rio de Janeiro: Carioca-Landschaften zwischen Bergen und Meer“, das von der UNESCO als Kulturlandschaft ausgezeichnet wurde. Diese Einstufung unterstreicht, dass es hier nicht nur um ein einzelnes Wahrzeichen geht, sondern um das Zusammenspiel von Natur, Stadtentwicklung, Kultur und Lebensgefühl.

Für deutsche Besucherinnen und Besucher wirkt der Aufstieg mit der Seilbahn – der berühmten „Bondinho“ – auf den Zuckerhut oft wie die Essenz einer Rio-Erfahrung: das leise Schwingen der Gondel, der Blick auf die dichte Stadt, die Strände, den dichten Regenwald an den Hängen und die allgegenwärtige Weite der Bucht. Ob bei Tageslicht, im Sonnenuntergang oder in der Dunkelheit, wenn Rio zur glitzernden Lichterfläche wird – der Pao de Acucar ist Bühne und Loge zugleich.

Geschichte und Bedeutung von Pao de Acucar

Der Name Pao de Acucar geht wahrscheinlich auf die koloniale Zuckerwirtschaft zurück. In der portugiesischen Kolonialzeit wurde Zuckerrohr in Brasilien zu kegelförmigen Laiben gepresst und getrocknet, die an die Form des Felsens erinnerten. So bürgerte sich der Name „Zuckerbrot“ bzw. Zuckerhut ein, der auch auf Deutsch übernommen wurde. Der Felsen selbst war für die indigenen Bevölkerungsgruppen der Region lange vor der Ankunft der Europäer ein markanter Orientierungspunkt an der Küste.

Mit der Gründung von Rio de Janeiro im 16. Jahrhundert begann der Zuckerhut eine wichtige Funktion als natürlicher Landmark und Orientierungspunkt im Schiffsverkehr zu übernehmen. Die geschützte Guanabara-Bucht war ein begehrter Naturhafen, und der Pao de Acucar markierte quasi das Tor zur Stadt. In der Zeit des portugiesischen Kolonialreiches spielte Rio zunehmend eine zentrale Rolle als Umschlagplatz für Ressourcen – darunter Zucker, Gold und später Kaffee – und wurde kurzzeitig sogar Hauptstadt des gesamten portugiesischen Reiches.

Die touristische Bedeutung des Zuckerhut Rio de Janeiro entwickelte sich besonders im 20. Jahrhundert, parallel zum wachsenden internationalen Reiseverkehr. Mit der zunehmenden Popularität des Atlantikflugverkehrs und der Vermarktung Brasiliens als exotisches Reiseziel rückte das Panorama des Zuckerhuts an der Guanabara-Bucht ins Zentrum der Bildsprache über Rio. Fluggesellschaften, Reiseveranstalter und Tourismusorganisationen nutzten das Motiv auf Plakaten, in Werbefilmen und Broschüren.

Ein entscheidender Schritt war der Bau der Seilbahn auf den Zuckerhut. Die erste Linie wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts eröffnet und war damals eine technische Pionierleistung. Der Zugang zum Gipfel wurde dadurch auch für Menschen möglich, die nicht klettern konnten oder wollten. Die Seilbahn machte den Pao de Acucar vom beeindruckenden Naturmonument zur niederschwelligen Besucherattraktion, ohne die schroffe Felsform zu zerstören.

Im Laufe der Jahrzehnte erlebte die Anlage mehrere Modernisierungen. Die Gondeln wurden vergrößert, die Technik auf den neuesten Stand gebracht, die Sicherheitsstandards laufend angepasst. Dennoch blieb das Grundprinzip erhalten: eine erste Fahrt auf den vorgelagerten Morro da Urca, dann die zweite Etappe hinauf zum Zuckerhut selbst. Für viele brasilianische Familien, Schulklassen und Reisende aus aller Welt ist dies ein klassisches Ausflugsprogramm – vergleichbar mit einer Fahrt auf den Kölner Domturm oder den Berliner Fernsehturm, nur mit deutlich dramatischerer Landschaft.

Kulturell ist der Zuckerhut tief im kollektiven Bildgedächtnis Brasiliens verankert. Er taucht in Filmen, Musikvideos, Fotografien, Gemälden und Werbekampagnen auf. Während der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro dienten Panoramaansichten mit dem Pao de Acucar im Hintergrund als weltweite Bühne, über die sich Brasilien präsentierte. Auch im deutschen Fernsehen werden bei Sportereignissen oder Reisereportagen über Brasilien häufig Luftbilder des Zuckerhuts gezeigt, um die Besonderheit der Kulisse zu unterstreichen.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist der Zuckerhut Rio de Janeiro vor allem durch seine Seilbahn-Infrastruktur geprägt. Die Stationen am Boden und auf dem Morro da Urca sowie die Gipfelstation auf dem Pao de Acucar sind funktionale Bauten, die nach und nach modernisiert und erweitert wurden. Sie integrieren Aussichtsplattformen, kleine Gastronomiebereiche, Wartezonen und technische Anlagen und sind so angelegt, dass der Blick auf die Landschaft möglichst wenig verbaut wird.

Die eigentliche „Architektur“ des Ortes ist jedoch die Natur selbst: Der Fels ist von charakteristischen steilen Granitwänden und schmalen Vegetationsbändern geprägt. An seinen Flanken wächst tropische Vegetation, die zum Teil zum atlantischen Regenwald gehört – einem der artenreichsten Ökosysteme der Erde, von dem in der Küstenregion um Rio noch Fragmente erhalten sind. Diese grünen Flächen bilden einen starken Kontrast zum grauen Fels und zum tiefen Blau von Meer und Himmel.

Für Kletterinnen und Kletterer gehört der Pao de Acucar zu den berühmtesten urbanen Kletterzielen der Welt. Mehrere Routen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden führen über seine Felswände, teilweise mit spektakulären Ausblicken direkt über dem Meer. Im Alltag der meisten Reisenden aus Deutschland spielt Klettern zwar eher eine Nebenrolle, aber es trägt zum besonderen Charakter dieses Ortes bei: Hier treffen Seilbahn-Tourismus und alpine Tradition unmittelbar aufeinander.

Die Gestaltung der Besucherflächen auf dem Gipfel ist in den letzten Jahren zunehmend auf Erlebnisqualität ausgerichtet worden. Es gibt mehrere Aussichtsplattformen, die unterschiedliche Blickrichtungen erschließen: über die Strände von Copacabana und Ipanema, zur Christusstatue auf dem Corcovado, in Richtung Innenstadt und über die Bucht und die Brücken. Oft finden auf dem Morro da Urca auch kleinere Veranstaltungen oder Konzerte statt, bei denen die Kulisse des Zuckerhuts bewusst inszeniert wird.

Kunsthistorisch lässt sich der Zuckerhut als Motiv in zahlreichen Gemälden und historischen Fotografien nachverfolgen. Schon im 19. Jahrhundert fertigten europäische und brasilianische Maler Ansichten von Rio de Janeiro an, in denen der Pao de Acucar als Hintergrundkulisse für Hafen-, Stadt- und Strandszenerien dient. In der Moderne wurde das Panorama zu einem Symbol für die Synthese aus Natur und Metropole – ein Motiv, das in der Landschaftsmalerei, der Fotografie und der Filmkunst immer wieder aufgegriffen wird.

Institutionen wie die UNESCO sowie nationale und städtische Behörden betonen in ihren Beschreibungen der „Carioca-Landschaft“ um Rio de Janeiro die einzigartige Verbindung von topographischer Dramaturgie, urbaner Entwicklung und kultureller Nutzung der Naturkulisse. Der Zuckerhut nimmt in dieser Erzählung eine Schlüsselrolle ein, weil er die Blickachsen der Stadt bündelt und gleichzeitig als Landmarke die Orientierung schafft. Er ist nicht nur ein schöner Aussichtspunkt, sondern ein strukturierendes Element im Stadtgefüge.

Zuckerhut Rio de Janeiro besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Der Zuckerhut Rio de Janeiro liegt im Stadtteil Urca, direkt an der Guanabara-Bucht. Von den meisten Hotelvierteln – etwa Copacabana, Ipanema oder dem Stadtzentrum – ist die Talstation der Seilbahn mit dem Taxi, einem Fahrdienst oder dem öffentlichen Bus erreichbar. Für Reisende aus Deutschland erfolgt die Anreise meist über einen internationalen Flug nach Rio de Janeiro. Von Frankfurt, München oder gelegentlich auch anderen großen deutschen Flughäfen bestehen – je nach Saison und Angebot – direkte oder umsteigepflichtige Verbindungen nach Rio, oft über europäische oder südamerikanische Drehkreuze. Die reine Flugzeit für einen Direktflug liegt typischerweise bei rund 11–12 Stunden, je nach Abflugort und Route. Innerhalb der Stadt empfiehlt es sich, auf offizielle Taxis, vorab bestellte Transfers oder bekannte Fahrdienst-Apps zurückzugreifen.
  • Öffnungszeiten
    Die Seilbahn auf den Pao de Acucar verkehrt im Regelfall täglich über weite Teile des Tages, oftmals bis in den Abend hinein, damit Besucher den Sonnenuntergang und die nächtliche Beleuchtung der Stadt erleben können. Konkrete Zeiten können je nach Saison, Wartungsarbeiten oder Veranstaltungen variieren. Es ist daher ratsam, die jeweils aktuellen Öffnungszeiten direkt auf der offiziellen Informationsseite des Zuckerhuts oder bei der Stadt Rio de Janeiro zu prüfen. Kurzfristige Änderungen – etwa bei starkem Wind oder Gewittern – sind möglich, da die Sicherheit des Betriebs Vorrang hat.
  • Eintritt und Tickets
    Für die Nutzung der Seilbahn wird ein Ticket pro Person fällig, das Hin- und Rückfahrt umfasst. Die Preise werden in der Regel in brasilianischen Real angegeben und können sich im Lauf der Zeit ändern. Reisende sollten daher vorab auf der offiziellen Website des Betreibers nachsehen, mit welchen aktuellen Kosten zu rechnen ist. Als grobe Orientierung kann man mit einem mittleren zweistelligen Betrag in Euro (umgerechnet) rechnen, je nach Wechselkurs und Tarif (z. B. Standardticket, Ermäßigungen, Online-Vorverkauf). Da Wechselkurse schwanken, sollte man bei der Planung einen kleinen Puffer einkalkulieren. Kartenzahlung (Kreditkarte) ist vor Ort weit verbreitet; Bargeld in Landeswährung kann dennoch sinnvoll sein.
  • Beste Reisezeit
    Rio de Janeiro liegt in der Tropenzone der Südhalbkugel. Die Jahreszeiten sind gegenüber Deutschland „umgekehrt“: Wenn hier Winter ist, ist dort meist Sommer und umgekehrt. Die Hochsommermonate von Dezember bis Februar können sehr heiß und feucht sein, mit Temperaturen deutlich über 30 °C. Die Monate von April bis Oktober gelten häufiger als angenehmere Reisezeit mit etwas milderen Temperaturen. Für einen Besuch des Zuckerhuts eignet sich besonders der frühe Morgen oder spätere Nachmittag, um die Mittagshitze und den größten Andrang zu vermeiden. Bei klarer Sicht bietet der Sonnenuntergang spektakuläre Lichtstimmungen, allerdings ist es dann oft auch am vollsten. Wer fotografieren möchte, sollte die Lichtverhältnisse entsprechend berücksichtigen.
  • Sprache, Zahlung und Trinkgeld
    Die Landessprache in Brasilien ist Portugiesisch. In touristischen Bereichen, insbesondere an stark frequentierten Attraktionen wie dem Zuckerhut Rio de Janeiro, sprechen viele Mitarbeitende zumindest grundlegend Englisch, teilweise auch Spanisch. Deutschkenntnisse sind eher selten. Es empfiehlt sich, einige einfache portugiesische Wörter und Sätze zu lernen, was oft positiv aufgenommen wird. In Rio ist Kartenzahlung weit verbreitet, vor allem mit gängigen Kreditkarten. Mobile Payment über internationale Anbieter wird zunehmend akzeptiert, ist aber nicht flächendeckend garantiert. Kleinere Beträge, Souvenirs oder Snacks können teils weiterhin bar bezahlt werden; daher ist etwas Bargeld in brasilianischen Real hilfreich. Trinkgeld ist in Restaurants üblich, wobei in vielen Lokalen ein Servicezuschlag automatisch auf der Rechnung ausgewiesen wird. Bei Taxifahrten und kleineren Dienstleistungen sind aufgerundete Beträge oder kleine Trinkgelder üblich, aber nicht zwingend.
  • Kleiderordnung und Fotografieren
    Auf dem Pao de Acucar gibt es keine formelle Kleiderordnung. Empfehlenswert sind bequeme, luftige Kleidung und gutes Schuhwerk, da man sich vor Ort viel bewegt und Treppen nutzen kann. Eine leichte Jacke oder ein Tuch kann bei Wind oder nach Sonnenuntergang angenehm sein. Sonnenbrille, Sonnenschutz und ggf. Hut sind sehr zu empfehlen. Fotografieren ist ein zentraler Teil des Besuchs – von klassischen Panoramaaufnahmen bis zu Selfies. Drohnen sind in der Regel nicht einfach ohne Genehmigung erlaubt; wer entsprechende Aufnahmen plant, sollte sich vorab über die örtlichen Vorschriften informieren. Professionelle Foto- oder Filmprojekte können genehmigungspflichtig sein.
  • Sicherheit und Gesundheit
    Wie in vielen Großstädten ist es ratsam, auch in Rio de Janeiro grundlegende Vorsichtsmaßnahmen zu beachten: Wertsachen möglichst unauffällig tragen, keine größeren Bargeldbeträge offen zeigen und in Menschenmengen aufmerksam bleiben. Die Umgebung des Zuckerhuts gilt tagsüber als stark touristisch geprägt, was einerseits Sicherheit durch Präsenz von Personal und anderen Besucherinnen und Besuchern bietet, andererseits Taschendiebe anziehen kann. Eine Auslandskrankenversicherung ist für Reisen nach Brasilien empfehlenswert, da sie bei medizinischen Notfällen zusätzlichen Schutz bietet. Sonnenschutz, ausreichendes Trinken und Schutz vor Mückenstichen sind in tropischem Klima grundsätzlich sinnvoll.
  • Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger
    Brasilien liegt außerhalb der Europäischen Union und des Schengen-Raums. Einreisebestimmungen können sich ändern, etwa hinsichtlich Passgültigkeit, Visabestimmungen oder Impfanforderungen. Deutsche Staatsbürger sollten vor Reiseantritt unbedingt die aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen und deren Empfehlungen berücksichtigen. Dies gilt besonders, wenn neben Rio de Janeiro auch andere Regionen Brasiliens bereist werden sollen, etwa das Amazonasgebiet oder Grenzregionen.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung
    Rio de Janeiro liegt je nach Jahreszeit mehrere Stunden hinter der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ/MESZ). Da Brasilien in den letzten Jahren seine Regelungen zur Sommerzeit mehrfach geändert hat, kann die genaue Zeitverschiebung variieren. In vielen Fällen beträgt der Unterschied zwischen 3 und 5 Stunden. Es ist empfehlenswert, vor der Reise die aktuelle Zeitdifferenz zu prüfen, insbesondere bei der Planung von Flügen, Anschlussverbindungen und Kommunikationszeiten mit Deutschland.

Warum Pao de Acucar auf jede Rio de Janeiro-Reise gehört

Der Zuckerhut Rio de Janeiro ist nicht nur ein landschaftlich außergewöhnlicher Ort, sondern bündelt die Essenz dessen, was viele Menschen an Rio fasziniert: die Mischung aus dramatischer Natur, lebendiger Großstadt und einem Lebensgefühl, das sich nur schwer in Worte fassen lässt. Wer auf dem Pao de Acucar steht, spürt, wie eng hier der Atlantik, die grünen Hügel, die dicht bebaute Stadt und die Strände zusammenspielen.

Aus deutscher Perspektive lässt sich der Besuch in etwa mit dem Gefühl vergleichen, auf dem Eiffelturm über Paris, dem Ulmer Münster über der Donauebene oder der Zugspitze über den Alpen zu stehen – nur dass der Zuckerhut zusätzlich die tropische Dimension und die Nähe zum Meer bietet. Die Aussicht zeigt die ikonischen Strände, die weiten Brücken, die aufragende Christusstatue, den Flughafen in der Bucht und die sich weit in die Hügel ziehenden Wohnviertel. So entsteht ein sehr unmittelbares Bild davon, wie vielfältig und komplex diese Stadt ist.

Hinzu kommt, dass der Pao de Acucar zu unterschiedlichen Tageszeiten verschiedene Stimmungen bietet. Am Morgen ist das Licht klar, die Konturen sind scharf, und die Stadt erwacht. Mittags dominiert das gleißende Sonnenlicht, das Meer schimmert intensiv, die Luft kann allerdings sehr warm sein. Im späten Nachmittag und zum Sonnenuntergang färbt sich die Szene in warme Töne, die Schatten werden länger, und das elektrische Licht der Stadt beginnt zu glänzen. In der Dunkelheit entsteht schließlich ein dramatischer Kontrast: schwarze Hügel, leuchtende Küstenlinie, die Konturen der Stadt als Lichtermeer.

Für viele Reisende aus Deutschland ist der Besuch des Zuckerhut Rio de Janeiro ein Höhepunkt der gesamten Brasilien-Reise. Er lässt sich gut mit anderen Attraktionen kombinieren – etwa einem Besuch des Corcovado mit der Christusstatue, einem Strandtag in Copacabana oder einem Spaziergang durch das historische Zentrum. Wer mehrere Tage in Rio verbringt, kann den Pao de Acucar bewusst für einen klaren Tag einplanen und ggf. bei schlechter Sicht auf einen anderen Tag ausweichen, um die bestmögliche Aussicht zu haben.

Nicht zu unterschätzen ist auch die Bedeutung des Pao de Acucar als identitätsstiftendes Symbol für die Menschen in Rio, die sogenannten Cariocas. Der Felsen ist mehr als ein touristisches Ziel: Er ist Teil des alltäglichen Stadtbildes, sichtbarer Hintergrund für Schulwege, Arbeitswege, Feierabendspaziergänge. Viele Bewohnerinnen und Bewohner verbinden mit ihm Kindheitserinnerungen oder persönliche Geschichten. Für Besucherinnen und Besucher eröffnet sich damit die Möglichkeit, nicht nur ein Postkartenmotiv, sondern ein Stück gelebter Stadtkultur zu erleben.

Zuckerhut Rio de Janeiro in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

Der Zuckerhut Rio de Janeiro ist in den sozialen Medien ein Dauerstar: Auf nahezu jeder Plattform finden sich Bilder, Videos und Erfahrungsberichte, die den Pao de Acucar aus immer neuen Perspektiven zeigen – von klassischen Panoramen bis zu kreativen Reels und Drohnenansichten, die im Rahmen der lokalen Regeln produziert wurden. Für Reisende aus Deutschland bieten diese Inhalte Inspiration für Bildmotive, Tageszeiten und Perspektiven, aber auch einen authentischen Eindruck davon, wie andere Besucher den Ort wahrnehmen.

Häufige Fragen zu Zuckerhut Rio de Janeiro

Wo liegt der Zuckerhut Rio de Janeiro genau?

Der Zuckerhut Rio de Janeiro liegt im Stadtteil Urca im Süden von Rio de Janeiro, direkt an der Guanabara-Bucht. Die Talstation der Seilbahn befindet sich nahe der Küstenstraße im Bereich der Avenida Pasteur. Von den touristisch geprägten Vierteln Copacabana und Ipanema ist der Pao de Acucar mit dem Taxi, Fahrdiensten oder dem öffentlichen Nahverkehr gut erreichbar.

Wie hoch ist der Pao de Acucar und wie gelange ich nach oben?

Der Pao de Acucar ist rund 396 m hoch. Besucherinnen und Besucher gelangen in zwei Etappen nach oben: Zunächst führt eine Seilbahn auf den niedrigeren Morro da Urca, anschließend eine zweite Seilbahn auf den Gipfel des Zuckerhut Rio de Janeiro. Alternativ gibt es Wanderwege auf den Morro da Urca, während der direkte Aufstieg auf den Zuckerhut selbst eher erfahrenen Kletternden vorbehalten ist.

Welche Jahreszeit eignet sich für einen Besuch am besten?

Grundsätzlich ist der Zuckerhut ganzjährig besuchbar. Viele Reisende bevorzugen die Monate zwischen April und Oktober, wenn das Klima in Rio de Janeiro häufig etwas milder ist als im Hochsommer. Unabhängig von der Jahreszeit bieten klare Tage die beste Sicht. Besonders beliebt sind frühe Morgenstunden und späte Nachmittage, um Hitze und großen Andrang zu vermeiden und spektakuläre Lichtstimmungen zu erleben.

Ist der Besuch für Familien mit Kindern geeignet?

Ja, der Besuch des Zuckerhut Rio de Janeiro ist grundsätzlich gut für Familien mit Kindern geeignet. Die Seilbahnen sind so ausgelegt, dass sie auch von Kindern und älteren Menschen gut genutzt werden können. Auf den Plattformen sollten Kinder jedoch immer im Blick behalten werden, da es sich um exponierte Aussichtspunkte mit vielen Menschen handelt. Kinderwagen sind je nach Andrang und Platzverhältnissen möglich, aber es ist sinnvoll, sich vorab über Zugangsmöglichkeiten und eventuelle Einschränkungen zu informieren.

Welche weiteren Sehenswürdigkeiten lassen sich mit dem Pao de Acucar verbinden?

Ein Besuch des Zuckerhut Rio de Janeiro lässt sich gut mit anderen Höhepunkten von Rio kombinieren. Dazu gehören der Corcovado mit der Christusstatue Cristo Redentor, die Strände von Copacabana und Ipanema, das historische Zentrum, das Künstlerviertel Santa Teresa sowie der Botanische Garten und der Tijuca-Nationalpark. Viele organisierte Stadtrundfahrten integrieren den Pao de Acucar als feste Station, aber auch individuell lässt sich die Stadt dank Taxis, Fahrdiensten und Metro gut erschließen.

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