Yiheyuan, Peking

Yiheyuan – kaiserliche Gartenlandschaft am Kunming-See in Peking

Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 21:39 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Yiheyuan in Peking ist eine kaiserliche Gartenlandschaft aus Qing-Zeit mit Kunming-See und Langlebigkeitshügel, die chinesische Architektur und Natur verbindet.

Fotorealistische Ansicht von Sommerpalast Peking in Peking, China im Abendlicht
Fotorealistische Panoramaaufnahme von Sommerpalast Peking in Peking China, warmes Abendlicht auf Wahrzeichen, Illustration mit AI erstellt.

Yiheyuan in Peking, häufig als kaiserlicher Sommerpalast der Qing-Dynastie beschrieben, vereint einen großen See, bewaldete Hügel und historische Architektur zu einer weitläufigen Gartenlandschaft aus dem 18. Jahrhundert. Die Anlage geht auf die Regierungszeit des Kaisers Qianlong im Jahr 1750 zurück und wurde 1998 als Weltkulturerbe in die Liste der UNESCO aufgenommen.

Yiheyuan zwischen Kunming-See und Langlebigkeitshügel

Der Yiheyuan liegt im Nordwesten von Peking im Stadtbezirk Haidian und erstreckt sich über ein Gelände mit künstlich angelegtem Kunming-See und dem Wanshoushan, dem sogenannten Berg der Langlebigkeit.Kunming-See und Wanshoushan Der See nimmt einen großen Teil der Gesamtfläche ein, während der Hügel das nördliche Ufer überragt und die wichtigsten Tempel- und Palastbauten trägt. Wasserflächen, bewaldete Hänge und dichte Gruppen von Pavillons, Hallen und Brücken sind so angeordnet, dass sie eine abwechslungsreiche Abfolge von Blickachsen bilden.

Die heutige Gestalt des Gartens geht auf das Projekt „Garten der klaren Wellen“ zurück, das Kaiser Qianlong ab 1750 als kaiserliches Rückzugsgebiet anlegen ließ.Bauzeit unter Kaiser Qianlong Im späten 19. Jahrhundert wurde die Anlage nach schweren Zerstörungen erneut aufgebaut und erhielt 1888 den Namen Yiheyuan, der sinngemäß als „Garten der Harmonie und Pflege“ wiedergegeben wird.Namensgebung Yiheyuan im 19. Jahrhundert Der Charakter als Wasserlandschaft mit sanften Ufern, Inseln und Brücken blieb dabei prägend.

Kaiserliche Architektur und Gartenkunst der Qing-Dynastie

Yiheyuan gilt als herausragendes Beispiel der Gartenkunst der Qing-Dynastie mit einer Vielzahl traditioneller Gebäudeformen, die sich entlang der Ufer des Kunming-Sees und am Hang des Wanshoushan gruppieren.Beispiel chinesischer Gartenarchitektur Zu den charakteristischen Elementen gehören längere überdachte Wandelgänge, verzierte Tore, Tempel, Pavillons und steinerne Brücken, die Wege und Aussichtspunkte miteinander verbinden. Die Gebäude greifen Motive und Stile aus verschiedenen Regionen Chinas auf, sodass auf engem Raum unterschiedliche architektonische Traditionen nebeneinander erlebbar sind.

Besonders markant sind die Tempel- und Palastbauten am Hang des Langlebigkeitshügels, die in mehreren Terrassen übereinander angeordnet sind und sich zum See hin orientieren. Am Ufer stehen Hallen mit weiten Dachüberständen, deren Dächer mit glasierten Ziegeln gedeckt sind, während Pagoden und kleinere Pavillons höher am Hang über den Baumwipfeln erscheinen. Am Ostufer des Kunming-Sees liegt ein steinerner Bau in Schiffsform, der häufig als Marmorschiff bezeichnet wird und zu den bekanntesten Einzelmotiven des Gartens zählt.Traditionelle Architektur und Marmorschiff

UNESCO-Weltkulturerbe und historische Entwicklung

Der Ursprung der Anlage im 18. Jahrhundert ist eng mit der Person des Kaisers Qianlong und der Qing-Dynastie verbunden, deren Herrschaft von 1644 bis 1911 dauerte.Qianlong-Zeit und Qing-Dynastie Nach ihrer Fertigstellung im 18. Jahrhundert erlebte die Gartenlandschaft Phasen der Beschädigung und des Wiederaufbaus, blieb jedoch als kaiserliches Rückzugsgebiet erhalten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Gelände nach dem Ende der Monarchie für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, wodurch Yiheyuan eine neue Rolle als großflächiger Park mit historischem Baubestand erhielt.

1998 wurde Yiheyuan in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen und als Meisterwerk chinesischer Landschaftsgartengestaltung eingestuft.UNESCO-Eintrag von 1998 Die Kombination aus künstlich angelegtem See, aufgeschüttetem Hügel und einbezogenen natürlichen Geländestrukturen diente dabei ebenso als Kriterium wie die Vielzahl erhaltener Bauten der Qing-Zeit. Die Anlage belegt die hohe Bedeutung, die Gartenarchitektur und landschaftliche Inszenierung im kaiserlichen China hatten.

Yiheyuan besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Yiheyuan liegt im Nordwesten von Peking im Stadtbezirk Haidian, westlich der Universitätszone; erreichbar ist der Park über mehrere Tore, an denen Straßen und Buslinien der Stadt enden.
  • Zwischen den Toren, den Uferbereichen des Kunming-Sees und den Terrassen am Langlebigkeitshügel liegen längere Fußwege, teils über gepflasterte Uferpromenaden, teils über ansteigende Wege am Hang.
  • Der Aufstieg zu den höher gelegenen Tempeln am Wanshoushan führt über Treppen mit vielen Stufen, teilweise in Form von breiten Freitreppen im Freien.
  • Im Winter können die Temperaturen deutlich unter den Gefrierpunkt sinken, während die Sommermonate in Peking sehr warm werden; der weitläufige Park bietet nur stellenweise dichten Baumbestand mit Schatten.
  • Amtssprache ist Chinesisch, gezahlt wird in Renminbi (Yuan); die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Yiheyuan auf Social-Media-Plattformen

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Yiheyuan: häufige Fragen

Wo liegt Yiheyuan innerhalb von Peking?

Yiheyuan liegt im Stadtbezirk Haidian im Nordwesten von Peking am Kunming-See und am Hügel Wanshoushan.

Was bietet ein Besuch im Yiheyuan?

Ein Besuch führt durch eine weitläufige kaiserliche Gartenlandschaft mit Seeufern, Hügelwegen, Tempeln, Hallen, Pavillons, Brücken und langen überdachten Gängen.

Was kennzeichnet Yiheyuan im Vergleich zu anderen Anlagen?

Kennzeichnend ist die Verbindung aus künstlich angelegtem See, aufgeschüttetem Hügel und kaiserlicher Architektur der Qing-Dynastie, die 1998 als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt wurde.

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