Yellowstone-Nationalpark, Yellowstone National Park

Yellowstone-Nationalpark: Wo Amerikas Natur unter Dampf steht

14.06.2026 - 05:32:25 | ad-hoc-news.de

Der Yellowstone-Nationalpark in den USA, international Yellowstone National Park, ist ein brodelnder Supervulkan voller Geysire, Farben und Wildtiere – was sollten Reisende aus Deutschland wirklich wissen, bevor sie diese Ikone besuchen?

Yellowstone-Nationalpark, Yellowstone National Park, Reise
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Schon der erste Atemzug riecht nach Schwefel, während eine Fontäne aus heißem Wasser in den blauen Himmel schießt: Der Yellowstone-Nationalpark, international Yellowstone National Park (sinngemäß „Gelbsteinkanal“ nach den gelblichen Felsen des Yellowstone River), ist einer der mythenumrankten Orte der USA – ein Naturtheater aus Geysiren, heißen Quellen, Canyons und Bisons, das für viele Reisende aus Deutschland ein Sehnsuchtsziel ist.

Yellowstone-Nationalpark: Das ikonische Wahrzeichen von Yellowstone

Der Yellowstone-Nationalpark liegt überwiegend im US-Bundesstaat Wyoming im Nordwesten der USA und gilt als einer der berühmtesten Nationalparks der Welt. Er wird häufig als erster Nationalpark der Moderne bezeichnet, weil er bereits im 19. Jahrhundert als großflächiges Schutzgebiet ausgewiesen wurde. Aus deutscher Perspektive ist er ein Symbol für das, was oft als „amerikanische Wildnis“ romantisiert wird: unberührte Landschaften, riesige Tierherden und eine Natur, die sicht- und hörbar aktiv ist.

Charakteristisch für Yellowstone ist, dass er auf einem gewaltigen vulkanischen Hotspot ruht. Die dünne Erdkruste in dieser Region lässt das aufsteigende Magma Wärme und Gase freisetzen – an der Oberfläche zeigt sich das in Form von Geysiren wie dem weltbekannten Old Faithful, farbintensiven Thermalquellen wie dem Grand Prismatic Spring, dampfenden Schlammtöpfen und Fumarolen. Dazu kommen spektakuläre Landschaften wie der tief eingeschnittene Grand Canyon of the Yellowstone mit seinem Wasserfall, weite Wälder, Seen und Hochplateaus.

Der Park ist so groß, dass er aus europäischer Sicht eher einer ganzen Region als einem einzelnen Schutzgebiet gleicht. Die Fläche umfasst deutlich mehr als 8.000 km² – das ist größer als manche deutsche Flächenländer und übertrifft die Größe des Saarlands um ein Vielfaches. Wer Yellowstone besucht, bewegt sich durch verschiedene Zonen: von geothermalen Gebieten über Nadelwälder bis hin zu weiten Wiesen und alpinen Bereichen. Diese Vielfalt macht ihn zu einem besonders intensiven Reiseziel, das sich deutlich von europäischen Nationalparks wie der Sächsischen Schweiz oder dem Bayerischen Wald unterscheidet.

Geschichte und Bedeutung von Yellowstone National Park

Die Geschichte des Yellowstone National Park ist zugleich eine Geschichte des Naturschutzes in den USA. Lange bevor der Park formell gegründet wurde, lebten dort indigene Völker, unter anderem Stämme, die heute unter Namen wie Shoshone, Crow oder Nez Percé bekannt sind. Für sie war Yellowstone ein spirituell und kulturell bedeutender Raum, in dem heiße Quellen und Geysire als besondere, teils heilige Orte galten. Dieser Aspekt wird in der jüngeren Parkvermittlung zunehmend stärker betont und in Besucherzentren aufgegriffen.

Im 19. Jahrhundert rückte das Gebiet dann in das Blickfeld von Geologen, Entdeckern und der US-Öffentlichkeit. Expeditionen beschrieben die scheinbar „phantastischen“ Landschaften – so ungewohnt waren die Geysire und bunten Thermalquellen für europäisch geprägte Beobachter. Zeitungsberichte, Zeichnungen und frühe Fotografien trugen dazu bei, Yellowstone als einzigartiges Naturphänomen zu etablieren. In einer Phase, in der sich die USA stark nach Westen ausweiteten und industrielle Nutzung vieler Regionen zunahm, entstand die Idee, Teile dieser Landschaft dauerhaft zu schützen.

Mit der offiziellen Einrichtung des Yellowstone National Park im späten 19. Jahrhundert setzte ein politisches Signal: Natur sollte nicht nur als Rohstoffquelle, sondern auch als schützenswerter Wert an sich betrachtet werden. Dieser Schritt wird oft als Geburtsstunde des modernen Nationalparkgedankens interpretiert. Für deutsche Leser ist interessant, dass diese Entwicklung etwas früher einsetzte als breit angelegte Schutzinitiativen in Mitteleuropa. Während etwa der Nationalpark Bayerischer Wald erst im 20. Jahrhundert gegründet wurde, war Yellowstone da bereits ein international beachtetes Vorbild.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde der Park schrittweise weiterentwickelt: Straßen, Lodges und Besuchereinrichtungen entstanden, um den wachsenden Touristenstrom zu lenken. Gleichzeitig veränderte sich der Umgang mit der Natur: Anfänglich wurden Raubtiere wie der Wolf stark verfolgt oder ganz verdrängt, später setzte sich in den USA eine naturschutzorientierte Sichtweise durch. Ein markanter Wendepunkt war die Wiederansiedlung des Grauwolfs in den 1990er-Jahren, die weltweit Beachtung fand und bis heute als Beispiel dafür gilt, wie sich Ökosysteme verändern, wenn ein Spitzenräuber zurückkehrt.

Die internationale Bedeutung des Yellowstone-Nationalparks wird unter anderem dadurch unterstrichen, dass er von großen Medien, renommierten Reiseführern und wissenschaftlichen Institutionen regelmäßig als Referenz für Schutzgebiete genannt wird. Fachleute aus Geologie, Ökologie und Tourismus betrachten Yellowstone als Labor, in dem sich Wechselwirkungen von Vulkanismus, Klima, Tierpopulationen und menschlichem Besucherverhalten beobachten lassen. Für deutsche Forschende ist der Park deshalb eine wichtige Vergleichsfläche zu europäischen Naturräumen.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Auf den ersten Blick ist Yellowstone ein reiner Naturpark – doch auch Architektur und Gestaltung spielen eine Rolle. Im Früh? und Hochsommer sind die historischen „Park Lodges“ ein wichtiger Teil der Besuchererfahrung. Einige der Holzhotels wurden im sogenannten „National Park Rustic“-Stil erbaut, einer Bauweise, die natürliche Materialien wie Holz und Stein verwendet und bewusst an die umgebende Landschaft angepasst ist. Dieser Stil erinnert entfernt an alpine Holzarchitektur, ist aber stärker monumental und an das amerikanische „Log Cabin“-Ideal angelehnt.

Besonders bekannt ist das Old Faithful Inn nahe des gleichnamigen Geysirs. Es zählt zu den größten aus Holz errichteten Hotels der Welt und beeindruckt mit einer hohen, offenen Lobby, Balkonen, Treppen und einer Konstruktion, die teilweise wie ein überdimensioniertes Baumhaus wirkt. Für Reisende aus Deutschland wirkt dieses Gebäude oft wie eine filmreife Mischung aus Jagdschloss und Berghütte – ein starker Kontrast zur Hightech-Architektur moderner Stadthotels.

Daneben gibt es Besucherzentren, Ranger-Stationen und kleinere Servicegebäude, die meistens funktional gehalten sind, aber thematisch auf die Geologie oder Tierwelt des Parks eingehen. Ausstellungen erläutern etwa die Funktionsweise von Geysiren, die Rolle des Supervulkans unter der Oberfläche oder die Rückkehr der Wölfe. Viele dieser Einrichtungen sind so gestaltet, dass sie auch Familien und Reisenden ohne naturwissenschaftlichen Hintergrund einen niedrigschwelligen Zugang bieten.

Das eigentliche „Design-Highlight“ in Yellowstone sind jedoch die geothermalen Formen und Farben. Die kräftigen Blau?, Türkis?, Gelb- und Orangetöne der heißen Quellen entstehen durch Mineralien und spezielle Mikroorganismen, die in den unterschiedlich heißen Zonen leben. Für das Auge wirken einige Becken wie abstrakte Kunstwerke in XXL, vergleichbar mit großformatiger moderner Kunst in Museen – nur dass sie sich hier laufend verändern. Fotografie spielt dabei eine große Rolle: Weitwinkelaufnahmen des Grand Prismatic Spring oder Teleaufnahmen von Geysiren haben längst ikonischen Status erreicht und prägen das Bild von Yellowstone weltweit.

Auch die Tierwelt hat künstlerische Interpretationen inspiriert: Bisons, Wapiti-Hirsche, Bären und Wölfe tauchen in Gemälden, Fotografien, Dokumentarfilmen und Kunstprojekten auf, die sich mit Wildnis und dem Verhältnis von Mensch und Natur auseinandersetzen. Deutsche Buch- und Bildbände über Nationalparks greifen Yellowstone häufig auf, um das Motiv der „Großen Wildnis“ zu illustrieren – ein Konzept, das in Mitteleuropa wegen dichter Besiedelung so kaum existiert.

Yellowstone-Nationalpark besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Der Yellowstone-Nationalpark befindet sich im Nordwesten der USA, hauptsächlich im Bundesstaat Wyoming, mit kleineren Anteilen in Montana und Idaho. Von Deutschland aus gibt es in der Regel keine Direktflüge in unmittelbare Parknähe, sondern Umsteigeverbindungen über große Drehkreuze wie New York, Chicago, Denver oder Salt Lake City. Übliche Zielflughäfen für Yellowstone-Reisen sind beispielsweise Bozeman, Jackson Hole oder Idaho Falls. Die gesamte Reisezeit von Frankfurt, München oder Berlin bis zu einem dieser Flughäfen kann – je nach Verbindung – inklusive Umstieg gut 12 bis 18 Stunden Flugzeit und Wartezeit umfassen. Vom Flughafen geht es meist mit Mietwagen weiter; Fahrzeiten von mehreren Stunden bis zum Parkeingang sind normal. Wer nachhaltiger reisen möchte, kann in Nordamerika zum Teil auf Fernbusse oder regionale Shuttles zurückgreifen, allerdings sind die Distanzen deutlich größer als in Europa und das Angebot außerhalb der Hauptsaison begrenzt.
  • Fortbewegung im Park
    Im Yellowstone-Nationalpark bewegt sich der überwiegende Teil der Besucher mit dem Auto oder Camper entlang eines Ringstraßensystems. Dieser Straßenring erschließt die wichtigsten Regionen wie das Geysirbecken um Old Faithful, den Norris Geyser Basin, den Grand Canyon of the Yellowstone, den Yellowstone Lake und das Lamar Valley. Für Reisende aus Deutschland, die die gute Erreichbarkeit von Alpenpässen oder Nordseeinseln gewohnt sind, ist wichtig: Fahrzeiten zwischen einzelnen Sehenswürdigkeiten können leicht eine Stunde oder mehr betragen, und Wildtiere auf der Straße verursachen immer wieder Verzögerungen. Öffentlicher Nahverkehr innerhalb des Parks ist im Vergleich zu europäischen Nationalparks kaum vorhanden, weshalb der eigene Wagen oder organisierte Touren praktisch unverzichtbar sind.
  • Öffnungszeiten und Saison
    Der Yellowstone National Park ist prinzipiell ganzjährig zugänglich, aber viele Straßen sind im langen Winter wegen Schnee und Eis für Privatfahrzeuge geschlossen. Bestimmte Bereiche öffnen erst im späten Frühling, andere sind im Herbst schon wieder eingeschränkt. Die Palette der Möglichkeiten reicht von Wintertouren mit Schneemobilen oder speziellen Snowcoaches über Frühlingserlebnisse mit noch schneebedeckten Bergen und frühen Tierbeobachtungen bis hin zu sommerlicher „Hochsaison“ mit hohem Besucheraufkommen. Da sich konkrete Öffnungszeiten und Straßenzustände je nach Witterung ändern können, sollten Reisende die jeweils aktuellen Informationen direkt bei der offiziellen Parkverwaltung des Yellowstone-Nationalparks prüfen. Insbesondere in der Übergangszeit (Frühjahr/Herbst) kann eine Tagesplanung ohne aktuelle Daten schnell an Schnee- oder Straßensperren scheitern.
  • Eintritt und Reservierungen
    Für die Einfahrt in den Yellowstone National Park wird eine Eintrittsgebühr pro Fahrzeug erhoben, die in der Regel mehrere Tage gültig ist. Die Zahlung erfolgt üblicherweise in der Landeswährung US-Dollar, häufig per Kreditkarte. Da sich konkrete Beträge im Laufe der Zeit ändern können, empfiehlt es sich, vor der Reise die aktuellen Eintrittspreise auf der offiziellen Parkseite zu kontrollieren. Wer mehrere Nationalparks in den USA besuchen möchte, kann häufig von speziellen Parkpässen profitieren, die den Eintritt in eine Vielzahl von Parks für einen bestimmten Zeitraum ermöglichen. Unterkünfte innerhalb des Parks – etwa die historischen Lodges – sind in der Hauptsaison stark nachgefragt, teilweise monatelang im Voraus. Eine frühzeitige Reservierung ist von Deutschland aus daher ratsam, insbesondere, wenn man bestimmte Daten oder Zimmerkategorien anvisiert.
  • Beste Reisezeit
    Die beste Reisezeit hängt stark von den Erwartungen ab. Für viele internationale Gäste, darunter Reisende aus Deutschland, sind die Sommermonate von Juni bis August attraktiv, weil dann die meisten Straßen offen sind, ein großer Teil der Infrastruktur läuft und Schulferien flexiblere Reisezeiträume ermöglichen. Allerdings bringt diese Zeit auch viel Andrang mit sich: Parkplätze an Hotspots wie Old Faithful oder dem Grand Prismatic Spring können sich schnell füllen, und beliebte Aussichtspunkte sind gut besucht. Wer es ruhiger mag, findet im späten Frühling oder frühen Herbst meist etwas weniger Besucher vor; dafür kann das Wetter wechselhaft sein, und einzelne Angebote sind eventuell noch nicht oder nicht mehr verfügbar. Der Winter ist eine besondere, aber anspruchsvolle Saison: Extrem niedrige Temperaturen, Schnee und eingeschränkte Zugänglichkeit setzen Erfahrung und eine eher expeditionstaugliche Planung voraus – dafür erleben Besucher eine stillere, fast märchenhafte Schneelandschaft und besondere Tierbeobachtungsmöglichkeiten.
  • Sicherheit, Tiere und Naturgefahren
    Yellowstone ist ein Wildnisgebiet mit großen Tieren und aktiver Geologie. Bären, Bisons und andere Wildtiere sind keine Attraktionen im Zoo, sondern eigenständige Lebewesen, die ihren Raum brauchen. Besucher sollten stets die offiziellen Abstände einhalten, keine Tiere füttern und sich bewusst machen, dass selbst scheinbar ruhige Tiere plötzlich reagieren können. Gleiches gilt für die Geothermie: Dünne Krusten rund um heiße Quellen oder Schlammtöpfe können gefährlich sein, weshalb Wege und Stege nicht verlassen werden dürfen. Die Parkverwaltung weist regelmäßig darauf hin, dass Verbrennungen durch heißes Wasser und Zwischenfälle mit Wildtieren vor allem dann passieren, wenn Menschen Regeln ignorieren. Für Reisende aus Deutschland, die an gut gesicherte Wege in heimischen Mittelgebirgen gewöhnt sind, ist es wichtig, sich auf ein höheres Maß an Eigenverantwortung einzustellen.
  • Sprache, Zahlung und Trinkgeld
    Die Alltagssprache im Yellowstone National Park und im umliegenden ländlichen Raum ist Englisch. Deutsch wird vereinzelt durch andere Reisende oder gelegentlich durch saisonale Mitarbeitende gesprochen, ist aber nicht verbreitet. Gute Englischkenntnisse erleichtern das Verständnis von Sicherheitshinweisen, Wegbeschreibungen und Ranger-Programmen erheblich. Bei der Zahlung sind Kreditkarten in den USA sehr gängig, auch in abgelegenen Regionen – Visa und Mastercard werden meist akzeptiert, teils auch andere Karten. Bargeld in US-Dollar ist dennoch sinnvoll, etwa für kleinere Beträge oder Trinkgelder. Trinkgeld (Tip) ist in der US?Dienstleistungskultur ein wichtiger Bestandteil des Einkommens, zum Beispiel in Restaurants oder bei geführten Touren. Üblich sind – zeitlos formuliert – prozentuale Aufschläge auf den Rechnungsbetrag, wobei sich die konkreten Sätze im Laufe der Zeit ändern können. Es empfiehlt sich, vor der Reise die aktuellen Gepflogenheiten zu recherchieren.
  • Zeitzone, Klima und Kleidung
    Yellowstone liegt in einer nordamerikanischen Zeitzone, die von der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) beziehungsweise Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) abweicht, sodass sich aus deutscher Sicht eine Zeitverschiebung von mehreren Stunden ergibt. Bei Fernreisen mit Flug über mehrere Zeitzonen ist mit Jetlag zu rechnen, was insbesondere bei aktiven Unternehmungen und längeren Autofahrten bedacht werden sollte. Das Klima im Park ist bergig und kann selbst im Sommer überraschend kühl sein, vor allem morgens und abends. Wetterumschwünge sind rasch möglich; in höheren Lagen kann es auch im späten Frühjahr oder frühen Herbst schneien. Zwiebellook mit mehreren Kleidungsschichten, wind- und regenfeste Jacken sowie gutes Schuhwerk sind sinnvoll – deutlich eher an eine alpine Bergtour erinnernd als an einen Strandurlaub. Sonnencreme und Kopfbedeckung sind ebenfalls wichtig, da die Höhenlage die UV-Belastung verstärkt.
  • Einreisebestimmungen und Gesundheit
    Für Reisende aus Deutschland ist die Einreise in die USA an bestimmte Bedingungen geknüpft, die sich mit der Zeit ändern können. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen und Hinweise des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de prüfen und – falls erforderlich – rechtzeitig elektronische Reisegenehmigungen oder Visa beantragen. Da der Yellowstone National Park relativ abgelegen ist und medizinische Einrichtungen nicht in unmittelbarer Nähe jeder Wanderroute liegen, ist eine gute Reiseversicherung mit Auslandskrankenversicherung ratsam. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte ausreichende Vorräte mitführen und diese nach den Vorgaben der US?Behörden deklarieren.

Warum Yellowstone National Park auf jede Yellowstone-Reise gehört

Für viele USA-Reisen ist der Yellowstone-Nationalpark mehr als nur ein Programmpunkt: Er ist die zentrale Bühne, auf der sich das Bild eines „wilden Amerika“ entfaltet. Die Mischung aus vulkanischer Aktivität, großräumigen Landschaften und frei lebenden Tierpopulationen sorgt für Eindrücke, die sich deutlich von anderen Reisezielen unterscheiden – selbst von bekannten Regionen wie dem Grand Canyon oder den Rocky Mountains. Der Park kombiniert geologische Spektakel mit stillen Momenten: Morgens Nebel über einer Wiese, aus der die Silhouette eines Bisons auftaucht; mittags der rhythmische Ausbruch eines Geysirs; abends ein Sternenhimmel, der fern von Großstadtscheinwerfern bewusst macht, wie abgelegen man sich befindet.

Reisende aus Deutschland schätzen an Yellowstone oft die Möglichkeit, innerhalb weniger Tage verschiedene Facetten der Natur zu erleben: Von der Beobachtung von Wölfen im Lamar Valley (meist aus großer Distanz und mit Fernglas) über Wanderungen entlang des Yellowstone River bis hin zum Staunen vor farbigen Thermalbecken. Wer Nationalparks in Europa kennt, wird feststellen, dass die Dimensionen in Yellowstone deutlich größer und die Distanzen zwischen den Highlights spürbar weiter sind. Der Besuch verlangt daher etwas mehr Planung – wird aber mit Eindrücken belohnt, die lange nachwirken.

Ein weiterer Grund, weshalb Yellowstone National Park auf einer Reise durch den Westen der USA einen besonderen Stellenwert hat, ist seine Rolle im globalen Diskurs um Natur- und Klimaschutz. Das Gebiet ist sensibel für Veränderungen: Temperaturen, Niederschlagsmuster und das Verhalten der Tierarten stehen im Fokus zahlreicher Studien. Ranger, Wissenschaftler und internationale Organisationen nutzen den Park als Referenz, um Veränderungen in vergleichbaren Ökosystemen zu verstehen. Wer Yellowstone besucht, erhält somit nicht nur ein Naturerlebnis, sondern auch Einblicke in Fragen, die weltweit relevant sind – von der Anpassung von Tierpopulationen an veränderte Bedingungen bis zur Bedeutung ungestörter Schutzgebiete.

Nicht zuletzt verbindet Yellowstone auf besondere Weise Natur, Geschichte und amerikanische Kultur. Historische Lodges, Ranger-Vorträge, Besucherzentren und lokale Erzählungen tragen dazu bei, den Park als Teil der nationalen Identität der USA zu zeigen. Für deutschsprachige Reisende ist das eine Gelegenheit, sich ein differenzierteres Bild von den Vereinigten Staaten zu machen: fernab der Küstenmetropolen, mitten in einer Landschaft, die seit Generationen romantisiert, erforscht und politisch verhandelt wird.

Yellowstone-Nationalpark in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien ist der Yellowstone-Nationalpark zu einem visuellen und emotionalen Fixpunkt geworden. Reisende teilen Aufnahmen von Geysiren, Zeitraffervideos wolkenverhangener Täler und Begegnungen mit Bisons auf Straßen oder Wiesen. Besonders Bilder des Grand Prismatic Spring aus der Vogelperspektive sowie Sequenzen der Old-Faithful-Eruptionen sind regelmäßig in Feeds und Stories zu sehen. Für viele ist der erste Kontakt mit Yellowstone heute digital – und nicht selten Anlass, eine Fernreise zu planen.

Häufige Fragen zu Yellowstone-Nationalpark

Wo liegt der Yellowstone-Nationalpark genau?

Der Yellowstone-Nationalpark befindet sich im Nordwesten der USA, überwiegend im Bundesstaat Wyoming, mit kleineren Teilen in Montana und Idaho. Er liegt auf einem Hochplateau der Rocky Mountains und ist von Deutschland aus nur über längere Flugreisen und anschließende Fahrten mit dem Auto oder organisierter Anreise erreichbar.

Warum gilt der Yellowstone National Park als so besonders?

Der Park liegt über einem geologisch aktiven Hotspot und vereint eine einzigartige Dichte an Geysiren, heißen Quellen, Schlammtöpfen und Fumarolen mit weiten Tälern, Flüssen, Canyons und einer reichen Tierwelt. Hinzu kommt seine historische Rolle als frühes Großschutzgebiet und Symbol des modernen Nationalparkgedankens, was ihn von vielen anderen Naturzielen abhebt.

Wann ist die beste Reisezeit für den Yellowstone-Nationalpark aus deutscher Sicht?

Viele Reisende aus Deutschland wählen die Sommermonate, weil dann die meisten Straßen und Einrichtungen geöffnet sind. Wer weniger Andrang wünscht, kann Frühling oder Herbst in Betracht ziehen, muss dann aber mit wechselhaftem Wetter und möglichen Einschränkungen rechnen. Der Winter bietet eine besondere Atmosphäre, erfordert jedoch deutlich mehr Vorbereitung und Erfahrung.

Wie viel Zeit sollte man für den Yellowstone National Park einplanen?

Aufgrund der Größe des Parks und der Entfernungen zwischen den wichtigsten Sehenswürdigkeiten empfehlen viele erfahrene Reisende mindestens mehrere volle Tage, um zentrale Gebiete wie Old Faithful, Grand Prismatic Spring, den Grand Canyon of the Yellowstone und das Lamar Valley in Ruhe zu erleben. Wer Wanderungen, Tierbeobachtungen oder Fotoprojekte vertiefen möchte, plant oft eine Woche oder länger ein.

Ist der Yellowstone-Nationalpark für Familien mit Kindern geeignet?

Ja, viele Bereiche des Parks sind familienfreundlich erschlossen, etwa durch Stege in den Geysirfeldern, Besucherzentren mit Ausstellungen und gut erreichbare Aussichtspunkte. Gleichwohl sind Sicherheitsregeln wichtig: Kinder sollten stets in der Nähe der Erwachsenen bleiben und insbesondere in geothermalen Zonen, an Flussufern und in der Nähe von Wildtieren streng überwacht werden.

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