Windsor Castle zwischen Festungsmauer und gotischer Kapelle
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 20:06 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Windsor Castle liegt in Windsor über der Themse und verbindet Wehrarchitektur mit königlichen Wohnräumen. Wilhelm der Eroberer begann den Bau um 1070, nachdem er 1066 König von England geworden war.
Windsor Castle und der steinerne Kern der Normannenzeit
Die Anlage entstand als Motte-and-Bailey-Burg mit einem künstlich aufgeschütteten Burghügel und befestigten Höfen. Der zentrale Hügel trägt den Round Tower und gehört zu den ältesten räumlichen Konstanten des Schlosses.
Die äußeren Mauern der heutigen Anlage folgen an vielen Stellen der Position der ersten Befestigung. Die äußeren Mauern veranschaulichen damit die lange Verbindung zwischen normannischer Burg und königlicher Residenz.
Wilhelm der Eroberer ließ in den 1070er-Jahren mehrere Burgen im Umfeld Londons errichten. Windsor Castle lag am Rand eines sächsischen Jagdgebiets und oberhalb des Flusses.
Vom Wehrbau zur königlichen Residenz
Heinrich II. ersetzte Teile der frühen Holzkonstruktion durch Stein. Heinrich III. veränderte den Lower Ward und fügte eine große Kapelle hinzu. Unter Eduard III. wurde Windsor Castle eng mit dem Hosenbandorden verbunden.
Der Upper Ward enthält die State Apartments und weitere königliche Räume. St George’s Hall gehört zu den großen Sälen der Anlage. Wappen des Hosenbandordens prägen die Ausstattung des Saals.
Die Verbindung von Hof, Festung und Residenz blieb über Jahrhunderte sichtbar. Ein Rundgang führt durch Höfe, Mauern, Türme und Innenräume mit unterschiedlichen historischen Schichten.
St George’s Chapel und die Architektur der Tudorzeit
St George’s Chapel liegt im Lower Ward an der Nordseite der Burg. Eduard IV. begann den heutigen Bau 1475. Heinrich VIII. vollendete die Kapelle 1528.
Das Gebäude gehört zur englischen Spätgotik und zeigt den Perpendicular Style. Steinernes Fächergewölbe, hohe Fenster und reich gegliederte Wandflächen bestimmen den Innenraum.
St George’s Chapel begann 1475 unter Eduard IV. und wurde unter Heinrich VIII. vollendet. Die Kapelle ist zugleich Gotteshaus, Ordenskapelle und Begräbnisort.
In der Kapelle befinden sich die Gräber mehrerer englischer und britischer Monarchen. Ihre Architektur unterscheidet sich deutlich von den Wehrmauern und dem Round Tower auf dem Burghügel.
Windsor Castle besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Windsor Castle liegt in Windsor im englischen Berkshire, westlich von London. Der Bahnhof Windsor & Eton Central liegt nahe der Burg; Windsor & Eton Riverside befindet sich ebenfalls im Stadtgebiet.
- Das Gelände umfasst gepflasterte Höfe, ansteigende Wege und zahlreiche Treppen. Der Zugang zu den historischen Räumen führt durch eine Anlage mit Mauern, Türmen und unterschiedlichen Ebenen.
- St George’s Chapel liegt im Lower Ward, während der Round Tower den zentralen Burghügel im Upper Ward markiert.
- Amtssprache ist Englisch, gezahlt wird in Pfund Sterling.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
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Windsor Castle: häufige Fragen
Wo liegt Windsor Castle?
Windsor Castle liegt in Windsor im englischen Berkshire, am Ufer der Themse und westlich von London.
Was bietet ein Besuch?
Zu sehen sind Befestigungsmauern, Höfe, der Round Tower, State Apartments und St George’s Chapel.
Was kennzeichnet Windsor Castle?
Die Anlage verbindet eine normannische Burggründung aus dem 11. Jahrhundert mit gotischer Sakralarchitektur und einer königlichen Residenz.
