Windsor Castle, Reise

Windsor Castle: Wo die britische Monarchie bis heute lebt

28.05.2026 - 01:40:50 | ad-hoc-news.de

Windsor Castle bei Windsor im Vereinigten Königreich ist mehr als ein Schloss: Es ist Wohnsitz des Königs, Geschichtsbuch und Bilderbuch-Kulisse zugleich – und für Besucher aus Deutschland erstaunlich gut erreichbar.

Windsor Castle, Reise, Wahrzeichen
Windsor Castle, Reise, Wahrzeichen

Wenn sich hinter den mittelalterlichen Mauern von Windsor Castle (sinngemäß „Schloss Windsor“) die königliche Flagge im Wind hebt, wirkt der Hügel über der Themse wie eine lebendige Bühne der britischen Geschichte. Das Schloss in Windsor im Vereinigten Königreich ist zugleich älteste kontinuierlich bewohnte Königsresidenz der Welt, Arbeitsort des Monarchen und eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten des Landes.

Windsor Castle: Das ikonische Wahrzeichen von Windsor

Windsor Castle erhebt sich am Rand der Kleinstadt Windsor, rund 35 km westlich des Zentrums von London, auf einem Hügel über einer Flussschleife der Themse. Der gewaltige Komplex aus Mauern, Türmen, Innenhöfen und Gärten dominiert die Silhouette der Stadt und ist schon aus der Ferne von Bahntrasse oder Autobahn aus sichtbar. Für Besucher aus Deutschland verbindet das Schloss gleich mehrere Ebenen: royale Gegenwart, jahrhundertealte Architektur und eine erstaunlich intime Nähe, wenn sich die Tore der Prunkräume für die Öffentlichkeit öffnen.

Offizielle Stellen wie der Royal Collection Trust beschreiben Windsor Castle als einen der Hauptwohnsitze des britischen Monarchen, neben Buckingham Palace in London und dem Palast Holyroodhouse in Edinburgh. Die Anlage umfasst neben den berühmten State Apartments auch die gotische St.-Georgs-Kapelle, in der bedeutende königliche Hochzeiten gefeiert und Herrscher beigesetzt werden. Kunsthistorische Magazine und Reiseführer betonen immer wieder, dass hier mittelalterliche Festung, barocke Pracht und viktorianische Wohnlichkeit auf engstem Raum zusammenkommen – ein Grund, weshalb das Schloss weit über klassische „Schlossromantik“ hinausgeht.

Die Atmosphäre vor Ort wirkt dadurch doppelt besonders: Während in den Repräsentationsräumen Tapisserien, Gemälde und vergoldete Decken beeindrucken, erinnern die dicken Mauern und der Rundturm („Round Tower“) an die Anfänge als normannische Burg. Im Freien rahmen gepflegte Rasenflächen, der weite „Long Walk“ und Blicke über die Themse den Besuch ein. Spätestens beim Klang der Wachablösung („Changing of the Guard“) mit roten Uniformen und Bärenfellmützen wird deutlich: Windsor Castle ist nicht nur ein Museum, sondern bis heute Teil des Alltags der Monarchie.

Geschichte und Bedeutung von Windsor Castle

Die Ursprünge von Windsor Castle reichen bis in das späte 11. Jahrhundert zurück. Kurz nach der normannischen Eroberung Englands ließ Wilhelm der Eroberer im Raum Windsor eine Kette von Burgen zur Kontrolle der Themse und der Zugänge nach London anlegen. Auf dem Hügel oberhalb des Flusses entstand eine typische Motte-and-Bailey-Anlage – ein befestigter Hügel mit Holz- oder Steinbefestigung und einem ummauerten Vorhof. Damit ist Windsor Castle deutlich älter als etwa das Brandenburger Tor in Berlin, das erst Ende des 18. Jahrhunderts fertiggestellt wurde.

Im 12. und 13. Jahrhundert entwickelten spätere Könige die Anlage zur steinernen Festung weiter. Unter König Heinrich II. und seinen Nachfolgern entstanden massive Mauerringe, Türme und ein erster steinerner Palast. Im 14. Jahrhundert nutzte Eduard III. Windsor als Bühne seiner Herrschaft und ließ einen großen Teil des Schlosses in eine repräsentative Residenz umgestalten. In diese Zeit fällt auch die Gründung des Hosenbandordens („Order of the Garter“), des ältesten und prestigeträchtigsten Ritterordens der englischen Krone, der seinen geistigen Mittelpunkt in Windsor findet.

Eine zentrale Rolle spielte das Schloss später für das Haus Plantagenet, das Haus Tudor und ab dem 18. Jahrhundert für das Haus Hannover, aus dem auch die britische Königin Victoria stammte. Historische Darstellungen betonen, dass insbesondere unter Georg III. und Georg IV. Windsor Castle eine Art „Landresidenz“ der Königsfamilie wurde, während London als politisches Zentrum wuchs. Georg IV. veranlasste umfangreiche Umbauten im neugotischen Stil, die dem Schloss weite Teile seines heutigen Erscheinungsbildes gaben – vergleichbar mit der romantisierenden Gotik, die auch an vielen Mitteleuropäischen Schlössern des 19. Jahrhunderts zu finden ist.

Im 20. Jahrhundert blieb Windsor Castle Schauplatz wichtiger Momente: Während des Zweiten Weltkriegs diente es der königlichen Familie als Rückzugsort, als London bombardiert wurde. Später wurden hier Staatsgäste empfangen, Orden verliehen und Jubiläen gefeiert. 1992, im sogenannten „annus horribilis“ von Königin Elizabeth II., beschädigte ein großer Brand Teile der Prunkräume schwer. Die folgenden Restaurierungsarbeiten galten als eines der aufwendigsten Restaurierungsprojekte an einem historischen Bauwerk in Großbritannien überhaupt. Die Wiedereröffnung stellte sicher, dass das Schloss nicht nur historisch korrekt, sondern auch für moderne Besucherströme zugänglich bleibt.

Mit dem Tod von Königin Elizabeth II. und der Thronbesteigung von König Charles III. bleibt Windsor Castle bis heute eine der zentralen Residenzen der Krone. Mehrere Mitglieder der königlichen Familie sind hier beigesetzt; in der St.-Georgs-Kapelle ruhen unter anderem Heinrich VIII. und seit 2022 auch Elizabeth II. und Prinz Philip. Für historisch interessierte Reisende aus Deutschland ist Windsor damit nicht nur ein architektonisches Monument, sondern ein Ort, an dem sich über 900 Jahre Monarchiegeschichte verdichten.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch wirkt Windsor Castle auf den ersten Blick wie eine homogene Festung. Tatsächlich ist der Bau ein Mosaik aus Epochen. Experten des Royal Collection Trust und britische Architekturhistoriker beschreiben das Schloss als Kombination aus mittelalterlicher Wehranlage, barocken Repräsentationsräumen und neugotischer Inszenierung des 19. Jahrhunderts. Der Grundriss gliedert sich bis heute in drei Hauptbereiche: den Upper Ward mit den repräsentativen State Apartments, den Middle Ward mit dem markanten Rundturm und den Lower Ward mit der St.-Georgs-Kapelle.

Der Round Tower, der sich aus dem Middle Ward erhebt, ist eines der bekanntesten Fotomotive. Er sitzt auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel, der an den normannischen Kern der Anlage erinnert. Während seine Silhouette mittelalterlich wirkt, wurden Höhe und Ausgestaltung in der Zeit Georgs IV. verändert, um das romantische Erscheinungsbild zu verstärken. In deutschen Reiseführern wird der Turm häufig mit stark erhöhten Bergfrieden deutscher Burgen verglichen, wie sie etwa entlang des Rheins zu finden sind – nur dass in Windsor die Kulisse königlicher Gärten statt Weinberge den Hintergrund bildet.

Herzstück eines Besuchs sind die State Apartments im Upper Ward. Diese Prunkräume wurden nach dem Brand der 1990er-Jahre sorgfältig restauriert und präsentieren heute eine Mischung aus barocker und klassizistischer Ausstattung. Besucher gehen durch eine Abfolge von Sälen mit Stuckdecken, Kristalllüstern und königlichen Wappen. In der „Grand Reception Room“, einem der prächtigsten Zimmer, dominieren Goldverzierungen, Wandspiegel und Gemälde großer europäischer Meister. Der Royal Collection Trust weist darauf hin, dass Teile der königlichen Kunstsammlung in Windsor präsentiert werden – darunter Werke von Rembrandt, Rubens, Van Dyck oder Canaletto.

Besonders eindrucksvoll ist die sogenannte St George’s Hall, ein langer Bankettsaal mit kunstvoller Holzdecke und den Wappen der Ritter des Hosenbandordens. Hier finden Staatsbankette statt, bei denen Staatsoberhäupter an langen Tafeln speisen. Die heraldischen Schilde an Decke und Wänden erzählen von Jahrhunderten britischer Adels- und Diplomatiegeschichte. Für Besucher aus Deutschland mag diese Inszenierung an Rittersäle romantischer Burgen erinnern, allerdings ist der politische und protokollarische Zweck deutlich präsenter.

Die St.-Georgs-Kapelle (St George’s Chapel) im Lower Ward gilt als Meisterwerk der englischen Perpendicular-Gotik, einer späten Form der Gotik mit betont vertikalen Linien und großen Fensterflächen. Architekturhistoriker betonen die filigranen Fächergewölbe im Inneren und die reich ornamentierte Steinmetzkunst. Die Kapelle dient als Ordenskirche des Hosenbandordens und ist zugleich königliche Grablege. In den Seitenkapellen und unter der Vierung befinden sich die Gräber zahlreicher Monarchen, was dem Raum eine besondere historische Tiefe verleiht.

Neben den monumental bekannten Räumen überrascht Windsor Castle mit stilleren Bereichen: Innenhöfe mit akkurat getrimmtem Rasen, Mauergänge und Ausblicke hinunter nach Eton, wo das traditionsreiche Eton College liegt. Die Gartenbereiche sind nur teilweise zugänglich, doch schon der Blick über die Anlagen vermittelt ein Gefühl für die Dimension dieses Königssitzes. Kunsthistorische Publikationen und Reiseberichte heben hervor, dass die Kombination aus festungsartiger Strenge und höfischer Eleganz ein Alleinstellungsmerkmal von Windsor ist – vergleichbare Königssitze in Kontinentaleuropa wurden entweder stärker barockisiert oder verloren ihren Wehrcharakter.

Windsor Castle besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Windsor liegt in der Grafschaft Berkshire im Südosten Englands, knapp westlich von London. Für Reisende aus Deutschland führen die meisten Wege über London: Große Flughäfen wie Frankfurt, München, Berlin, Düsseldorf oder Hamburg bieten regelmäßige Flüge zu den Londoner Airports Heathrow und Gatwick. Die Flugzeit liegt – je nach Abflugort – meist zwischen 1 Stunde 30 Minuten und rund 2 Stunden. Von Heathrow aus ist Windsor Castle mit Zug- oder Busverbindungen sowie Taxi und Mietwagen in etwa 20–40 Minuten erreichbar; von Zentral-London (zum Beispiel Bahnhof London Paddington oder London Waterloo) führt die Bahnfahrt nach Windsor & Eton Central oder Windsor & Eton Riverside in der Regel in unter 1 Stunde.
  • Anreise mit Bahn und Auto
    Wer aus Deutschland mit der Bahn anreist, kombiniert in der Regel ICE-/IC-Verbindungen nach Brüssel oder Paris mit dem Eurostar-Zug nach London und wechselt dort in Regionalzüge nach Windsor. Eine Anreise mit dem eigenen Auto erfolgt meist über den Ärmelkanal (Autofähre oder Eurotunnel) und weiter über das britische Autobahnnetz, etwa via M4 Richtung London. In Großbritannien herrscht Linksverkehr, und rund um Windsor kann der Verkehr insbesondere an Wochenenden und Feiertagen dicht sein. Für den Besuch des Schlosses selbst empfiehlt sich deshalb die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder das Parken auf ausgewiesenen Parkplätzen in der Stadt.
  • Öffnungszeiten
    Windsor Castle ist größtenteils als Besucherattraktion zugänglich, bleibt aber Arbeits- und Wohnsitz des Monarchen. Daher können Öffnungszeiten und zugängliche Bereiche variieren, etwa bei Staatsbesuchen, offiziellen Zeremonien oder kirchlichen Feiern in der St.-Georgs-Kapelle. Grundsätzlich ist das Schloss an den meisten Tagen des Jahres tagsüber geöffnet, mit kürzeren Öffnungszeiten in den Wintermonaten und teils verlängerten Zeiten im Sommer. Es wird ausdrücklich empfohlen, die tagesaktuellen Öffnungszeiten und eventuelle Sperrungen direkt auf der offiziellen Website von Windsor Castle beziehungsweise des Royal Collection Trust zu prüfen, bevor eine Anreise erfolgt.
  • Eintritt und Tickets
    Für den Besuch von State Apartments, St.-Georgs-Kapelle und weiteren Bereichen wird Eintritt erhoben. Die Preise sind nach Kategorien wie Erwachsene, Kinder, Senioren und Familien gestaffelt und können sich ändern. Für Besucher aus Deutschland ist wichtig: Online gebuchte Tickets sind häufig günstiger oder beinhalten Zeitfenster, die Wartezeiten vor Ort reduzieren. Die Bezahlung kann üblicherweise mit gängigen Kreditkarten erfolgen; Preise werden in Pfund Sterling (GBP) angegeben. Da Wechselkurse schwanken, sollten Reisende die ungefähre Umrechnung in Euro vorab selbst prüfen. Vor Ort werden weitere Führungen oder Audioguides angeboten; deutschsprachige Informationen sind in der Regel verfügbar.
  • Beste Reisezeit und Andrang
    Der Südosten Englands hat ein vergleichsweise mildes, aber wechselhaftes Klima. Für einen Besuch von Windsor Castle bieten sich die Monate von Frühling bis Herbst an, wobei die Gärten dann besonders attraktiv sind. In den Sommermonaten und an britischen Schulferien sowie an Wochenenden ist mit deutlich höherem Besucheraufkommen zu rechnen – insbesondere, wenn zusätzlich die Wachablösung stattfindet. Wer es ruhiger mag, plant seinen Besuch möglichst früh am Morgen oder unter der Woche außerhalb der Hochsaison. Im Winter können einzelne Außenbereiche weniger einladend wirken, dafür ist der Andrang oft geringer, und Innenräume entfalten in der frühen Dämmerung eine eigene Atmosphäre.
  • Sprache und Führungen
    Amtssprache im Vereinigten Königreich ist Englisch. In Windsor sind touristische Einrichtungen auf internationale Gäste eingestellt; viele Mitarbeiter im Besucherservice sprechen neben Englisch zumindest teilweise weitere Sprachen. Für deutschsprachige Reisende sind Audioguides in Deutsch sowie Informationsbroschüren verbreitet. Wer vertiefte historische Hintergründe wünscht, kann auf geführte Touren setzen, die meist in Englisch angeboten werden. Für Schülergruppen oder spezielle Zielgruppen lassen sich oftmals vorab thematische Führungen buchen.
  • Zahlung, Kartenakzeptanz und Trinkgeld
    In Großbritannien ist Kartenzahlung sehr weit verbreitet – Kreditkarten (vor allem Visa und Mastercard) und kontaktlose Zahlungen per Smartphone oder Smartwatch werden in der Regel sowohl an den Kassen von Windsor Castle als auch in Restaurants und Geschäften in Windsor akzeptiert. Deutsche Girocards (ehemals EC-Karten) können nicht überall genutzt werden; eine Kreditkarte ist daher für Reisende sehr empfehlenswert. Trinkgeld ist im Vereinigten Königreich üblich, insbesondere in der Gastronomie: In Pubs und Restaurants werden etwa 10–15 % als angemessen angesehen, sofern keine Servicepauschale („service charge“) bereits auf der Rechnung steht. In Cafés oder bei kleinen Beträgen kann ein Aufrunden oder ein kleines Trinkgeld in bar sinnvoll sein.
  • Kleiderordnung und Fotografieren
    Für den Besuch von Windsor Castle gibt es keine strenge Kleiderordnung, doch ist respektvolle, dem Rahmen angemessene Kleidung empfehlenswert – insbesondere beim Betreten der St.-Georgs-Kapelle. Da Teile des Rundgangs durch Außenbereiche führen und in Großbritannien schnell ein Wetterwechsel auftreten kann, ist praktische Kleidung mit zusätzlicher Schicht und ggf. Regenschutz sinnvoll. In vielen Innenräumen gelten Einschränkungen für das Fotografieren, insbesondere mit Blitz; in der Kapelle und während Gottesdiensten kann Fotografieren ganz untersagt sein. Hinweise vor Ort und Vorgaben des Aufsichtspersonals sollten unbedingt beachtet werden.
  • Sicherheit und Einreisebestimmungen
    Für deutsche Staatsangehörige gelten für das Vereinigte Königreich eigene Einreisebestimmungen, die sich ändern können. Reisende sollten sich vorab beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de über die aktuellen Anforderungen informieren, insbesondere bezüglich Reisedokumenten, Aufenthaltsdauer und etwaigen Visa-Bestimmungen. Bei einem Besuch in Windsor Castle sind reguläre Sicherheitskontrollen ähnlich wie an Flughäfen üblich; Taschen werden durchsucht, und bestimmte Gegenstände sind nicht erlaubt. Es empfiehlt sich, nur das Nötigste mitzunehmen, um Wartezeiten zu verkürzen.
  • Zeitzone und Gesundheit
    Großbritannien liegt in der Zeitzone Greenwich Mean Time (GMT) beziehungsweise British Summer Time (BST) und ist damit in der Regel 1 Stunde hinter Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) beziehungsweise Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ). Spätestens bei der Planung von Zugverbindungen, Zeitfenstern für Tickets und Rückreisen sollte diese Zeitverschiebung berücksichtigt werden. Für Reisende aus Deutschland ist das britische Gesundheitssystem grundsätzlich zugänglich, allerdings haben sich die Rahmenbedingungen nach dem EU-Austritt des Vereinigten Königreichs verändert. Eine private Auslandskrankenversicherung kann sinnvoll sein; offizielle Stellen in Deutschland empfehlen, die Details vor Reiseantritt zu prüfen.

Warum Windsor Castle auf jede Windsor-Reise gehört

Für viele Besucher aus Deutschland ist Windsor Castle der Inbegriff des britischen Königshauses: ein Ort, an dem Zeremonien, Geschichte und gelebte Tradition spürbar sind. Wer das Schloss besucht, erlebt mehr als eine Ansammlung schöner Räume. Das Zusammenspiel aus mittelalterlichen Mauern, barocken Sälen, viktorianischer Umgestaltung und moderner monarchischer Nutzung ist in dieser Form selten. Während europäische Residenzschlösser wie Versailles oder Schloss Schönbrunn eher als abgeschlossene historische Monumente wahrgenommen werden, ist Windsor Castle bis heute Teil der politischen und symbolischen Gegenwart.

Der Besuch lässt sich ideal in einen Tagesausflug von London aus integrieren. Viele Reisende kombinieren Citytrip und Schlossbesuch: morgens Zug oder Tourbus nach Windsor, Schlossbesichtigung und Spaziergang durch die Altstadt, vielleicht eine Fähre oder ein Spaziergang entlang der Themse – und am Abend die Rückkehr nach London. Wer mehr Zeit hat, kann in Windsor oder im benachbarten Eton übernachten und die Region in Ruhe entdecken. In der Umgebung locken weitere Ziele wie der Windsor Great Park, das renommierte Eton College oder Ausflugsboote auf der Themse.

Gerade für Familien mit Kindern bietet Windsor Castle eine anschauliche Einführung in britische Geschichte. Viele Angebote sind auf jüngere Besucher zugeschnitten, etwa kindgerechte Audioguides oder thematische Aktivitäten in den Schulferien. Für kulturinteressierte Erwachsene dagegen bietet das Schloss einen dichten Kunst- und Geschichtskosmos: von Renaissance-Gemälden bis zur Entwicklung der konstitutionellen Monarchie. Der Besuch der St.-Georgs-Kapelle mit ihren Gewölben und königlichen Gräbern eröffnet gleichzeitig einen Blick auf religiöse Traditionen der Church of England.

Wer die Reise bewusst plant, kann den Besuch zudem mit besonderen Momenten verbinden, etwa der Wachablösung oder – bei entsprechender Jahreszeit – mit Veranstaltungen in Windsor selbst. Selbst wenn man keiner Zeremonie beiwohnt, bleibt der Spaziergang vom Bahnhof durch die engen Gassen hinauf zum Burgtor ein prägendes Erlebnis. Aus der Nähe wirken die Mauern imposanter, die Wachtposten realer und die feinen Details der Steinmetzkunst überraschend filigran.

Für deutschsprachige Reisende, die bereits bekannte Wahrzeichen wie den Eiffelturm oder den Petersdom besucht haben, fügt Windsor Castle dem persönlichen Reiseportfolio eine andere Facette hinzu: kein einzelnes Symbol wie ein Turm oder eine Kuppel, sondern ein lebendig genutztes Ensemble. Die Tatsache, dass hier Staatsoberhäupter empfangen werden, königliche Hochzeiten stattgefunden haben und Könige begraben liegen, verleiht dem Besuch eine besondere Dichte – ein Grund, weshalb viele Reisende von „Geschichte zum Anfassen“ sprechen.

Windsor Castle in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien zählt Windsor Castle zu den meistfotografierten royalen Schauplätzen der Welt, vom ikonischen Blick auf den Round Tower bis zu detailreichen Aufnahmen aus den Gärten und der Altstadt von Windsor.

Häufige Fragen zu Windsor Castle

Wo liegt Windsor Castle genau?

Windsor Castle befindet sich in der Stadt Windsor in der Grafschaft Berkshire im Südosten Englands, westlich von London und in der Nähe des internationalen Flughafens Heathrow. Das Schloss liegt auf einem Hügel direkt oberhalb der Themse und ist fußläufig vom Stadtzentrum und den Bahnhöfen Windsor & Eton Central sowie Windsor & Eton Riverside erreichbar.

Wie alt ist Windsor Castle?

Die Ursprünge von Windsor Castle reichen bis ins späte 11. Jahrhundert zurück, als im Auftrag von Wilhelm dem Eroberer eine normannische Burganlage entstand. Damit blickt das Schloss auf eine Geschichte von mehr als 900 Jahren zurück und gilt als eine der ältesten kontinuierlich bewohnten Königsresidenzen der Welt.

Kann man Windsor Castle von innen besichtigen?

Ja, große Teile von Windsor Castle sind öffentlich zugänglich, darunter die State Apartments, bestimmte Ausstellungstrakte und – an vielen Tagen – die St.-Georgs-Kapelle. Da das Schloss zugleich Wohn- und Arbeitsort des britischen Monarchen ist, können einzelne Bereiche temporär geschlossen sein. Es empfiehlt sich, Tickets vorab zu reservieren und die tagesaktuellen Hinweise auf der offiziellen Website zu prüfen.

Wie erreicht man Windsor Castle am besten von Deutschland aus?

Die meisten Reisenden aus Deutschland fliegen nach London, insbesondere nach Heathrow, und nutzen von dort Zug- oder Busverbindungen nach Windsor. Alternativ ist die Anreise mit Bahn und Eurostar über London möglich, mit anschließendem Regionalzug. Wer mit dem Auto anreist, nutzt Fährverbindungen oder den Eurotunnel und fährt dann über das britische Autobahnnetz nach Windsor, muss jedoch beachten, dass in Großbritannien Linksverkehr herrscht.

Wann ist die beste Reisezeit für Windsor Castle?

Besonders beliebt ist ein Besuch von Windsor Castle im Frühling und Sommer, wenn Gärten und Parks in voller Blüte stehen und das Wetter meist milder ist. In diesen Zeiträumen ist jedoch mit stärkerem Andrang zu rechnen, vor allem an Wochenenden und in den Schulferien. Ruhigere Besuche sind oft an Wochentagen außerhalb der Hauptferienzeiten möglich. Im Winter kann es kühler und feuchter sein, doch die Innenräume des Schlosses bieten auch dann ein eindrucksvolles Erlebnis.

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