Windsor Castle: Königliche Festung zwischen Geschichte und Gegenwart
10.06.2026 - 06:22:23 | ad-hoc-news.deWer durch das mittelalterliche Tor von Windsor Castle (auf Deutsch sinngemäß „Schloss Windsor“) tritt, steht mitten in einer Welt, in der sich 1.000 Jahre Monarchie, Machtpolitik und Alltagsleben der britischen Königsfamilie überlagern. Das gewaltige Schloss über der Stadt Windsor im Vereinigten Königreich wirkt aus der Ferne wie eine uneinnehmbare Festung – und eröffnet sich Besuchern doch als erstaunlich zugänglicher Kosmos aus Prunkräumen, Kapelle, Gärten und Blicken hinter die Kulissen der Krone.
Windsor Castle: Das ikonische Wahrzeichen von Windsor
Windsor Castle gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen des Vereinigten Königreichs und ist untrennbar mit der britischen Monarchie verbunden. Das Schloss überblickt den Fluss Thames und die Stadt Windsor in der Grafschaft Berkshire westlich von London. Der Anblick des runden Bergfrieds, der Round Tower, der über den Mauern aufragt, ist längst zu einem Symbol für die britische Krone geworden.
Besonders bemerkenswert ist, dass Windsor Castle als eine der ältesten durchgängig bewohnten Burgen der Welt gilt. Über Jahrhunderte hinweg diente das Schloss nahezu allen englischen und später britischen Monarchen als Residenz oder bevorzugter Rückzugsort. Für viele Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist Windsor Castle daher einer der Orte, an denen die Geschichte der Monarchie plötzlich sehr konkret und greifbar wird – deutlich unmittelbarer als etwa vor dem eher repräsentativen Buckingham Palace.
Das Areal von Windsor Castle ist beeindruckend groß: Neben der mächtigen Festungsarchitektur mit Mauerringen und Türmen umfasst das Gelände mehrere Höfe, die prunkvollen State Apartments, Privatgemächer, Wirtschaftsgebäude, Stallungen und die gotische St George’s Chapel. Hinzu kommen weitläufige Parklandschaften wie der Windsor Great Park mit der berühmten Long Walk, einer mehrere Kilometer langen, schnurgeraden Allee, die bereits im 17. Jahrhundert angelegt wurde.
Geschichte und Bedeutung von Windsor Castle
Die Ursprünge von Windsor Castle reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück. Unmittelbar nach der normannischen Eroberung Englands ließ Wilhelm der Eroberer im späten 11. Jahrhundert auf einem Hügel über der Thames eine hölzerne Motte-and-Bailey-Burg errichten. Diese strategische Position sollte den Flussübergang schützen, die Zufahrtswege nach London kontrollieren und gleichzeitig als Machtsymbol der neuen Herrscher dienen.
Bereits im 12. und 13. Jahrhundert setzten die normannischen und plantagenetischen Könige den Umbau der hölzernen Anlage in eine steinerne Festung in Gang. Besonders unter Heinrich II. und Heinrich III. wurden die Mauern verstärkt, Türme gebaut und erste repräsentative Wohnräume geschaffen. Im Hochmittelalter entwickelte sich Windsor Castle von der reinen Militärfestung zur königlichen Residenz, die zugleich höfische Kultur und Staatsgeschäfte beherbergte.
Unter König Eduard III. gewann Windsor Castle eine besondere symbolische Bedeutung. Er, der sich stark mit dem Rittertum identifizierte, gründete im 14. Jahrhundert den Hosenbandorden (Order of the Garter), den ältesten und angesehensten Ritterorden des Vereinigten Königreichs. Als geistliches Zentrum des Ordens diente die St George’s Chapel innerhalb der Schlossmauern. Bis heute finden hier feierliche Garter-Zeremonien statt, bei denen neue Mitglieder des Ordens aufgenommen werden.
In der Tudor-Zeit blieb Windsor Castle eine bevorzugte Residenz der Monarchen. Heinrich VIII. nutzte das Schloss unter anderem als Jagdstützpunkt – die Wälder und Parklandschaften um Windsor waren berühmt für ihren Wildreichtum. Zahlreiche politische und dynastische Wendepunkte der englischen Geschichte spiegeln sich in den Räumen und Sammlungen des Schlosses wider.
Auch in der Stuart-Zeit und während des englischen Bürgerkriegs spielte Windsor Castle eine Rolle: Zeitweise fungierte es als militärische Garnison und Gefängnis, bevor es in der Restauration der Monarchie erneut als königliche Residenz aufgewertet wurde. Im 18. und 19. Jahrhundert, insbesondere unter Georg III. und Königin Victoria, wurde Windsor Castle umfassend modernisiert und umgestaltet. Die Viktorianer prägten das heutige neogotische Erscheinungsbild maßgeblich.
Im 20. Jahrhundert blieb Windsor Castle eng mit den Windsors verbunden – jener Dynastie, die ihren Namen 1917 in bewusster Abkehr von den deutschen Wurzeln der Familie (Haus Sachsen-Coburg und Gotha) nach dem Schloss benannte. Im Zweiten Weltkrieg diente Windsor Castle der königlichen Familie zeitweise als Zufluchtsort vor den Bombardierungen Londons. Die Kinder von König Georg VI., darunter die spätere Königin Elizabeth II., verbrachten während der Luftangriffe Teile ihrer Kindheit in Windsor.
Ein prägendes Ereignis der jüngeren Geschichte war der große Brand von 1992. Ein Feuer zerstörte Teile der State Apartments und führte zu einem der bedeutendsten Restaurierungsprojekte in der jüngeren Geschichte der britischen Baudenkmäler. Die aufwendige Wiederherstellung, finanziert unter anderem auch aus Eintrittseinnahmen, wurde in den 1990er-Jahren abgeschlossen und gilt heute als Beispiel dafür, wie historische Substanz und moderne Anforderungen in Einklang gebracht werden können.
Bis in die Gegenwart hinein blieb Windsor Castle ein wichtiger Wohn- und Arbeitsort der Monarchen. Die im 21. Jahrhundert verstorbene Königin Elizabeth II. verbrachte dort einen Großteil ihrer Wochenenden und nutzte das Schloss zunehmend als Hauptwohnsitz, insbesondere in späteren Lebensjahren. Auch Staatsbankette, Empfänge für ausländische Staatsoberhäupter sowie königliche Hochzeiten – etwa die von Prinz Harry und Meghan Markle 2018 – verliehen Windsor Castle globale mediale Aufmerksamkeit.
Für deutsche Reisende ist die historische Bedeutung von Windsor Castle auch deshalb spannend, weil sich hier die Beziehungen zwischen Großbritannien und dem europäischen Kontinent widerspiegeln: Dynastische Verflechtungen mit deutschen Fürstenhäusern, wechselnde Allianzen und Konflikte, aber auch die Entwicklung des konstitutionellen Königtums lassen sich anhand von Porträts, Dokumenten und Architekturdetails nachvollziehen.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Architektonisch ist Windsor Castle ein eindrucksvoller Überblick über fast alle wichtigen Epochen der englischen Baukunst. Die Anlage wird immer wieder als „lebendiges Geschichtsbuch“ bezeichnet, weil sich normannische, gotische, barocke, georgianische und viktorianische Elemente überlagern. Zugleich bleibt die Grundstruktur einer mittelalterlichen Festung mit Wehrmauern, Torhäusern und dem zentralen Hügel (Motte) klar erkennbar.
Die Burg gliedert sich grob in drei Höfe: den Lower Ward, den Middle Ward mit dem Round Tower und den Upper Ward mit den State Apartments. Der runde Bergfried auf dem künstlich aufgeschütteten Hügel ist eines der markantesten Elemente des Schlosses. Ursprünglich als Teil der normannischen Verteidigungsanlage geplant, wurde der Turm im 19. Jahrhundert unter der Leitung des Architekten Jeffry Wyatville im neogotischen Stil umgestaltet und erhöht, um dem Schloss eine noch dramatischere Silhouette zu verleihen.
Die State Apartments im Upper Ward zählen zu den Höhepunkten eines Besuchs. Hier befinden sich eine Reihe prunkvoll ausgestatteter Räume, die für Staatsbesuche, Zeremonien und offizielle Empfänge genutzt werden. Kunsthistoriker betonen, dass die in Windsor Castle gezeigte Auswahl der Royal Collection zu den bedeutendsten privaten Kunstsammlungen der Welt gehört. Besucher sehen Gemälde von Meistern wie Rembrandt, Rubens oder Canaletto, feine Möbel, Skulpturen, Porzellan und kunsthandwerkliche Objekte aus mehreren Jahrhunderten.
Besonders eindrucksvoll sind Räume wie der St George’s Hall, ein großer Festsaal mit aufwendiger Holzdecke und den Wappen der Ritter des Hosenbandordens, oder der Waterloo Chamber, die mit Porträts der Protagonisten der napoleonischen Kriege ausgestattet ist. Solche Räume machen deutlich, wie sehr Windsor Castle als Bühne der politischen Repräsentation diente – vergleichbar in seiner symbolischen Funktion mit dem Berliner Schloss oder der Wiener Hofburg, wenn auch mit einem noch stärkeren Fokus auf die Monarchie.
Ein eigenes Kapitel verdient die St George’s Chapel, die gotische Schlosskapelle im Lower Ward. Sie gilt als eines der bedeutendsten Beispiele der sogenannten Perpendicular Gothic, einer spätgotischen Ausprägung in England mit stark betonten Vertikalen und reich durchbrochenen Fensterfronten. In der Kapelle befinden sich zahlreiche Gräber und Gedenkstätten britischer Monarchen, darunter König Georg VI., König Georg V. und Königin Mary. Auch Königin Elizabeth II. fand hier ihre letzte Ruhestätte.
Die Kapelle ist nicht nur ein sakraler Ort, sondern auch ein Zentrum des Hosenbandordens. Über den Chorgestühlen sind die Wappen und Ritterhelme der Ordensmitglieder angebracht. Bei feierlichen Anlässen ziehen die Ritter in aufwendigen Roben durch den Schlosshof in die Kapelle – ein Bild, das häufig in internationalen Medien gezeigt wird und Windsor Castle eng mit der britischen Tradition verbindet.
Neben den repräsentativen Räumen birgt Windsor Castle auch weniger bekannte, aber nicht minder faszinierende Bereiche. Dazu gehören die Privatgemächer, die nicht immer zugänglich sind, die historischen Küchen, Wirtschaftsgebäude und Stallungen. Die Anlage wurde über die Jahrhunderte immer wieder modernisiert. Moderne Brandschutz- und Sicherheitstechnik, versteckt in den historischen Strukturen, zeugen davon, wie sensibel der Balanceakt zwischen Denkmalschutz und zeitgemäßer Nutzung gehandhabt werden muss.
Die Außenanlagen von Windsor Castle bieten zudem eindrucksvolle Ausblicke und Fotomotive. Von den Mauern und Terrassen aus reicht der Blick über die Dächer der Stadt Windsor, den Fluss und bis in den Windsor Great Park hinein. Die bereits erwähnte Long Walk, die vom George IV Gate auf das Schloss zuführt, ist eine der ikonischsten Sichtachsen der britischen Landschaftsarchitektur. Wer vom Park aus den Blick auf das Schloss genießt, erlebt ein Panorama, das seit Jahrhunderten Maler, Fotografen und heute auch Social-Media-Nutzer begeistert.
Windsor Castle besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist Windsor Castle ein vergleichsweise leicht erreichbares Ziel, das sich gut mit einem Aufenthalt in London verbinden lässt. Gleichzeitig lohnt es sich, etwas Zeit für Windsor selbst einzuplanen: Die Stadt mit ihren schmalen Gassen, Pubs und Läden bildet den charmanten Rahmen für das Schloss.
- Lage und Anreise
Windsor liegt westlich von London in der Grafschaft Berkshire, nur rund 30 km Luftlinie vom Zentrum der britischen Hauptstadt entfernt. Von den großen Flughäfen London Heathrow und London Gatwick bestehen Zug- und Busverbindungen nach Windsor. Reisende aus Deutschland erreichen London von Flughäfen wie Frankfurt, München, Berlin, Düsseldorf oder Hamburg in der Regel in etwa 1,5 bis 2 Stunden Flugzeit, je nach Verbindung und Abflugort.
Von London aus führen Bahnverbindungen von Bahnhöfen wie London Paddington oder London Waterloo nach Windsor. In der Regel ist ein Umstieg erforderlich, etwa in Slough. Die Fahrzeit liegt grob bei 30 bis 50 Minuten, abhängig von der gewählten Verbindung. Für Reisende, die mit dem Mietwagen unterwegs sind, ist Windsor über das britische Autobahnnetz erreichbar; nördlich der Stadt verläuft die Autobahn M4. Bei Fahrten mit dem eigenen Auto aus Deutschland ist eine Kombination aus Fährverbindung oder Eurotunnel und anschließender Autofahrt üblich.
Für Bahnreisende aus Deutschland bietet sich eine Anreise nach London über internationale Hochgeschwindigkeitszüge an, etwa mit ICE- oder TGV-Verbindungen nach Brüssel oder Paris und weiter mit dem Eurostar nach London. Anschließend geht es per Regionalbahn weiter nach Windsor. - Öffnungszeiten
Windsor Castle ist grundsätzlich ganzjährig für Besucher geöffnet, allerdings mit saisonal und tagesweise variierenden Öffnungszeiten. Zudem kann es aufgrund offizieller Veranstaltungen, Staatsbesuche oder königlicher Termine zu kurzfristigen Schließungen einzelner Bereiche oder des gesamten Schlosses kommen. Reisende sollten daher die jeweils aktuellen Öffnungszeiten und Hinweise direkt auf der offiziellen Website von Windsor Castle oder bei der zuständigen Verwaltung prüfen. Besonders die St George’s Chapel kann an Tagen mit Gottesdiensten oder Zeremonien nur eingeschränkt zugänglich sein. - Eintritt und Tickets
Der Besuch von Windsor Castle ist kostenpflichtig; die Eintrittspreise unterscheiden sich nach Alterskategorie (Erwachsene, Kinder, Senioren, Familien) und können im Laufe der Zeit angepasst werden. Für Besucher aus Deutschland ist es in der Regel sinnvoll, vorab online ein zeitgebundenes Ticket zu reservieren, um lange Wartezeiten in der Hochsaison zu vermeiden. Da Preise regelmäßig angepasst werden können und zumeist in Pfund Sterling angegeben sind, empfiehlt es sich, vor der Reise die aktuellen Tarife zu prüfen. In der Regel ist Kartenzahlung vor Ort möglich; viele Besucherzentren in Großbritannien akzeptieren gängige Kreditkarten und kontaktlose Zahlungsmethoden. Die Umrechnung in Euro hängt vom tagesaktuellen Wechselkurs ab. - Beste Reisezeit und Besucherandrang
Windsor Castle ist ein Ganzjahresziel, allerdings variiert die Atmosphäre je nach Saison deutlich. In den Sommermonaten und rund um Feiertage ist der Andrang besonders groß; zu diesen Zeiten ist mit längeren Wartezeiten und stark frequentierten Räumen zu rechnen. Wer es etwas ruhiger mag, besucht Windsor Castle außerhalb der Hauptferienzeiten, etwa im Frühling oder Herbst. Am Vormittag direkt zur Öffnung oder am späteren Nachmittag ist das Besucheraufkommen häufig etwas geringer als in der Mittagszeit.
Auch das Wetter spielt eine Rolle: Zwar befinden sich viele Highlights im Inneren, doch die Außenanlagen und der Blick auf die Long Walk sind bei trockenem Wetter deutlich angenehmer zu genießen. Das Klima im Süden Englands ist gemäßigt; Regen ist zu jeder Jahreszeit möglich, besonders in den kühleren Monaten. Eine leichte Regenjacke und bequemes Schuhwerk sind empfehlenswert. - Sprache, Zahlung, Trinkgeld und Verhalten
Die Hauptsprache im Vereinigten Königreich ist Englisch. In touristisch geprägten Sehenswürdigkeiten wie Windsor Castle sprechen viele Beschäftigte gut verständliches Englisch; Deutschkenntnisse können vorhanden sein, sollten aber nicht vorausgesetzt werden. Audioguides oder Informationstafeln sind häufig in mehreren Sprachen verfügbar, darunter in vielen Fällen auch Deutsch oder zumindest ausführlich auf Englisch.
Bei der Zahlung sind Kreditkarten weit verbreitet, ebenso kontaktlose Lösungen wie Apple Pay oder Google Pay. Bargeld (Pfund Sterling) wird vielerorts noch akzeptiert, doch gerade im Bereich Eintrittskarten, Souvenirshop und Gastronomie dominieren Kartenzahlungen. Klassische deutsche Girokarten funktionieren im Ausland je nach Bank über internationale Debit-Funktionen – vor der Reise sollten entsprechende Konditionen geprüft werden.
Trinkgeld (Tip) ist im Vereinigten Königreich üblich, insbesondere in Restaurants mit Bedienung. In touristischen Cafés oder Self-Service-Bereichen auf dem Schlossgelände wird Trinkgeld eher in Form kleiner Beträge in Spendenboxen oder auf Rechnungen mit optionalem Servicezuschlag gegeben. Für reine Eintrittszahlungen wird kein Trinkgeld erwartet. Beim Besuch von Windsor Castle sind respektvolle Kleidung und Verhalten selbstverständlich; die St George’s Chapel ist ein sakraler Raum, in dem eine ruhige, angemessene Haltung erwartet wird. - Fotografie und Sicherheitskontrollen
Wie bei vielen bedeutenden Sehenswürdigkeiten gelten auch in Windsor Castle bestimmte Regeln, was das Fotografieren betrifft. In zahlreichen Innenräumen – insbesondere in den State Apartments – kann das Fotografieren aus konservatorischen und sicherheitstechnischen Gründen eingeschränkt oder verboten sein. Im Außenbereich, auf den Höfen und von den Aussichtspunkten aus ist das Fotografieren in der Regel erlaubt und wird von Besucherinnen und Besuchern intensiv genutzt. Vor Ort informieren Hinweisschilder und Mitarbeitende über die jeweils geltenden Regeln.
Am Eingang des Geländes sind Sicherheitskontrollen üblich, vergleichbar mit Flughafenkontrollen. Taschen werden überprüft, größere Gepäckstücke sind meist nicht zugelassen und müssen geordnet aufbewahrt oder gar nicht erst mitgebracht werden. Reisende sollten daher nur das Nötigste mitnehmen, insbesondere wenn sie direkt aus London anreisen. - Einreisebestimmungen und Zeitverschiebung
Da das Vereinigte Königreich nicht zum Schengen-Raum gehört und nicht mehr Mitglied der Europäischen Union ist, gelten eigene Einreisebestimmungen. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisehinweise, erforderliche Reisedokumente und eventuelle Visaregeln rechtzeitig vor Reiseantritt beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. In der Regel ist ein gültiger Reisepass erforderlich; Details können sich jedoch ändern.
Zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich besteht in der Regel eine Zeitverschiebung von einer Stunde. Wenn in Deutschland Mitteleuropäische Zeit (MEZ) gilt, entspricht die britische Zeit der Greenwich Mean Time (GMT). In der Zeit der Sommerzeit (MESZ) liegt Großbritannien in der Regel weiterhin eine Stunde zurück (British Summer Time). Diese Verschiebung ist bei Flug- und Bahnverbindungen sowie bei gebuchten Zeitfenstern für Tickets zu berücksichtigen.
Warum Windsor Castle auf jede Windsor-Reise gehört
Windsor Castle ist weit mehr als nur ein historisches Monument – es ist ein Ort, an dem Geschichte und Gegenwart auf einzigartige Weise ineinandergreifen. Wer durch die Höfe geht, erlebt die Trutzigkeit der mittelalterlichen Mauern, spürt zugleich aber auch die Eleganz und Inszenierung einer modernen Monarchie. Die Kombination aus lebendigem Königssitz, Museum, sakralem Raum und Landschaftskulisse macht das Schloss zu einem vielseitigen Reiseziel.
Für viele Besucher aus Deutschland bietet Windsor Castle zudem eine spannende Ergänzung zu einem London-Aufenthalt. Während die britische Hauptstadt mit ihren Museen, Theatern und urbanem Flair fasziniert, eröffnet Windsor eine andere Perspektive auf das Vereinigte Königreich: das Bild einer langen Kontinuität der Krone, eingebettet in eine eher ländlich geprägte Region mit Parks, Flusslandschaft und historischer Kleinstadtatmosphäre.
In unmittelbarer Nähe des Schlosses laden Windsor und das gegenüberliegende Eton zu Spaziergängen ein. Die Eton Bridge über die Thames verbindet die beiden Orte; jenseits des Flusses liegt Eton College, eine der traditionsreichsten Eliteschulen des Landes. Auch wenn das College selbst nur im Rahmen begrenzter Führungen zugänglich ist, vermittelt bereits die Ansicht der historischen Gebäude einen Eindruck von der Bildungs- und Elitenkultur Großbritanniens, die eng mit der Geschichte Windsor Castles verwoben ist.
Wer sich für Zeremonien interessiert, wird Windsor Castle möglicherweise während besonderer Anlässe erleben wollen. Zwar sind die großen, öffentlich sichtbaren Staatsakte nur selten und vermitteln vor allem über Medienbilder Atmosphäre, doch auch regelmäßige Gottesdienste in der St George’s Chapel oder Ereignisse wie die Wachablösung (Changing of the Guard) tragen dazu bei, dass der Besuch mehr ist als ein reiner Museumsrundgang. Gerade für kultur- und geschichtsinteressierte Reisende lässt sich der Aufenthalt in Windsor zu einem dichten, vielschichtigen Erlebnis verdichten.
Reiseführer und Kulturjournalisten weisen häufig darauf hin, dass Windsor Castle im Vergleich zu manch anderem europäischen Königssitz einen besonders starken „Lebensbezug“ behält: Man bewegt sich an einem Ort, der nicht zur reinen Kulisse geworden ist, sondern weiterhin als Arbeits- und Repräsentationsraum der Monarchie dient. Dieser Aspekt kann den Blick auf die britische Gesellschaft, ihr Verhältnis zur Tradition und die Rolle der Krone in der modernen Demokratie schärfen – ein spannender Kontrast beispielsweise zur parlamentarischen Republik Deutschland.
Windsor Castle in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In den sozialen Medien ist Windsor Castle einer der meistfotografierten und geteilten Orte des Vereinigten Königreichs. Fotos vom Schloss in goldenem Abendlicht, von der Wachablösung, von Hochzeitsprozessionen oder von der Long Walk tauchen regelmäßig in Feeds auf. Für viele Reisende aus Deutschland ist ein erster visueller Eindruck des Schlosses häufig digital – bevor sie die Mauern zum ersten Mal selbst durchschreiten.
Windsor Castle — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Windsor Castle
Wo liegt Windsor Castle genau?
Windsor Castle befindet sich in der Stadt Windsor in der Grafschaft Berkshire im Süden Englands, westlich von London. Das Schloss liegt auf einem Hügel oberhalb des Flusses Thames und ist von der Stadt aus zu Fuß erreichbar. Für Reisende aus Deutschland ist es oft Teil eines Tagesausflugs von London aus.
Wie alt ist Windsor Castle?
Die Anfänge von Windsor Castle reichen in das späte 11. Jahrhundert zurück, als nach der normannischen Eroberung Englands eine erste Burganlage errichtet wurde. Seitdem wurde das Schloss über viele Jahrhunderte hinweg immer wieder erweitert, umgebaut und modernisiert. Dadurch bildet es heute einen einzigartigen Querschnitt durch rund 1.000 Jahre englischer Bau- und Machtgeschichte.
Kann man Windsor Castle von innen besichtigen?
Ja, große Teile von Windsor Castle sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Besucherinnen und Besucher können unter anderem die State Apartments, bestimmte Ausstellungsräume sowie die St George’s Chapel besichtigen. Einige Bereiche, insbesondere private Wohnräume der königlichen Familie, bleiben aus Sicherheits- und Privatsphäreaspekten geschlossen. Der Zugang zu einzelnen Räumen kann je nach Saison und offiziellem Programm variieren.
Wie viel Zeit sollte man für Windsor Castle einplanen?
Für einen entspannten Besuch von Windsor Castle mit Rundgang durch die State Apartments, die St George’s Chapel, die Höfe und einen Spaziergang durch die Stadt Windsor empfiehlt es sich, mehrere Stunden bis zu einem halben Tag einzuplanen. Wer zusätzlich den Windsor Great Park und die Long Walk erleben möchte oder in einem der Pubs und Cafés verweilen will, sollte eher einen ganzen Tag vorsehen.
Wann ist die beste Reisezeit für Windsor Castle?
Windsor Castle kann zu jeder Jahreszeit besucht werden. Besonders angenehm sind häufig Frühling und Herbst, wenn das Wetter milde ist und der Besucherandrang etwas geringer ausfällt als in den Sommerferien. In den Sommermonaten ist die Atmosphäre lebhaft, die Wartezeiten können jedoch länger sein. An Wochenenden und Feiertagen ist generell mit mehr Andrang zu rechnen als an Werktagen.
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