Wat Xieng Thong und der tiefe Schwung der Tempeldächer
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 09:18 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Wat Xieng Thong liegt an der Spitze der historischen Halbinsel von Luang Prabang, dort, wo Mekong und Nam Khan nahe beieinander verlaufen. Der Tempel aus dem 16. Jahrhundert ist durch seine tief geschwungenen Dächer, dunklen Holzwände und leuchtenden Mosaiken geprägt.
Die Dächer prägen den Stil von Wat Xieng Thong
Das zentrale Heiligtum, der Sim, zeigt die klassische Architektur von Luang Prabang. Seine Dachflächen fallen weit nach unten und liegen in übereinander angeordneten Ebenen über dem rechteckigen Baukörper. Dunkle Holzelemente, vergoldete Schnitzereien und farbige Glasarbeiten bestimmen die Fassade.
Die Dachkante wirkt als breite, ruhige Linie über dem Eingang. Darunter liegen Türen und Wandflächen mit ornamentalen Details. Ein klassisches Beispiel des Luang-Prabang-Stils verbindet hier religiöse Architektur mit kunsthandwerklicher Gestaltung.
Setthathirath und das Heiligtum des Lan-Xang-Reiches
König Setthathirath ließ Wat Xieng Thong zwischen 1559 und 1560 errichten. Die Anlage gehört damit in die Epoche des Lan-Xang-Reiches, dessen Herrschaftsgebiet große Teile des heutigen Laos umfasste.
Setthathirath regierte Lan Xang von 1548 bis 1571. Wat Xieng Thong war als königliches Kloster mit der religiösen und politischen Geschichte Luang Prabangs verbunden. Die Gründung im Jahr 1560 ist in mehreren Darstellungen überliefert, darunter die Datierung auf 1559 bis 1560.
Im 19. Jahrhundert wurde die Anlage während kriegerischer Auseinandersetzungen beschädigt. Der Sim blieb erhalten und wurde in späteren Jahrzehnten mehrfach instand gesetzt. Die erhaltene Form bewahrt den architektonischen Charakter eines königlichen Klosters der klassischen laotischen Baukunst.
Mosaike, Nebengebäude und der Blick zum Mekong
Auf der Rückseite des Sim befindet sich ein großflächiges Mosaik mit dem Lebensbaum. Die Darstellung besteht aus farbigen Glassteinen auf dunklem Grund. Ähnliche Mosaikarbeiten erscheinen an weiteren Gebäuden des Klosterareals.
Zum Ensemble gehören neben dem Sim eine Bibliothek, eine Gebetshalle, kleinere Schreine und Stupas. Die Gebäude stehen innerhalb eines ummauerten Bereichs an der nördlichen Spitze der Halbinsel. In der Nähe liegen die Ufer des Mekong und die Einmündung des Nam Khan.
Ein weiteres auffälliges Objekt ist der reich verzierte Leichenwagen, der für königliche Trauerzeremonien genutzt wurde. Seine aufwendig gearbeiteten Flächen ergänzen die goldenen Ornamente der Gebäude. So begegnen sich in Wat Xieng Thong Architektur, religiöse Bilder und höfisches Zeremoniell.
Wat Xieng Thong besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Wat Xieng Thong liegt an der nördlichen Spitze der Halbinsel von Luang Prabang. Der Zugang führt über die Straßen Khem Khong und Sakkaline.
- Das Gelände umfasst befestigte Wege, Schwellen und Stufen zwischen den Gebäuden. Der Sim wird über eine breite Treppe betreten.
- Die Anlage liegt unmittelbar am Mekong. Der Nam Khan verläuft an der östlichen Seite der historischen Halbinsel.
- Amtssprache ist Laotisch, gezahlt wird in Laotischen Kip.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
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Wat Xieng Thong: häufige Fragen
Wo liegt Wat Xieng Thong?
Wat Xieng Thong liegt an der nördlichen Spitze der historischen Halbinsel von Luang Prabang in Laos. Die Anlage befindet sich nahe dem Mekong und dem Nam Khan.
Was bietet ein Besuch?
Zu sehen sind der Sim, Mosaike mit dem Lebensbaum, vergoldete Holzarbeiten, Schreine, Stupas und weitere Gebäude des Klosterareals.
Was kennzeichnet Wat Xieng Thong?
Die tief geschwungenen Dächer, die dunklen Fassaden und die farbigen Glasarbeiten prägen das Erscheinungsbild. König Setthathirath ließ das Kloster zwischen 1559 und 1560 errichten.
