Wai-O-Tapu bei Rotorua: Wo Neuseelands Erde kocht
20.05.2026 - 11:57:32 | ad-hoc-news.deSchwefeldampf steigt in weißen Fahnen in den Himmel, heiße Quellen schimmern in Orange, Türkis und Neongrün: Im Thermalgebiet Wai-O-Tapu („heilige Wasser“) südlich von Rotorua in Neuseeland wirkt die Erde, als würde sie an manchen Stellen aufkochen. Wer hier auf den Holzstegen entlanggeht, erlebt Geologie im Zeitraffer – mit allen Sinnen.
Wai-O-Tapu: Das ikonische Wahrzeichen von Rotorua
Wai-O-Tapu bei Rotorua auf der Nordinsel Neuseelands gehört zu den bekanntesten geothermischen Landschaften des Landes. Der Park liegt im sogenannten Taupo-Volcanic-Zone, einer vulkanisch aktiven Region, die sich quer über die Nordinsel zieht. Das Besondere: Auf relativ engem Raum lassen sich hier zahlreiche geothermale Erscheinungen beobachten – von blubbernden Schlammpools über fumarolenartige Dampfwolken bis hin zum berühmten Champagne Pool.
Neuseelands Tourismusorganisationen wie „Tourism New Zealand“ und die regionale Destination Rotorua stellen Wai-O-Tapu regelmäßig als eines der eindrucksvollsten Naturerlebnisse des Landes heraus. Das ADAC Reisemagazin und GEO Saison betonen in ihren Reportagen vor allem die ungewöhnliche Farbpalette der Becken: Sie entsteht durch Mineralien wie Schwefel, Eisenoxide oder Arsenverbindungen, die sich in den heißen Quellen ablagern. Für viele Reisende ist Wai-O-Tapu ein Pflichtstopp auf einer Route zwischen Auckland und Wellington oder einer Rundreise über die Nordinsel.
Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist Wai-O-Tapu zudem ein leicht zugängliches „Freiluftlabor der Erde“. Anders als bei abgelegenen Vulkanlandschaften sind die Wege gut erschlossen, die Routen klar ausgeschildert, und die wichtigsten Highlights sind in wenigen Stunden zu erleben – ein großer Vorteil, wenn Neuseeland nur im Rahmen eines einmaligen, zeitlich begrenzten Ferntripps besucht wird.
Geschichte und Bedeutung von Wai-O-Tapu
Der Name Wai-O-Tapu stammt aus der Sprache der M?ori, der indigenen Bevölkerung Neuseelands, und bedeutet sinngemäß „heilige Wasser“. Die Umgebung von Rotorua ist seit Jahrhunderten Siedlungsgebiet verschiedener iwi (Stämme). Geothermale Quellen wurden traditionell zum Baden, Kochen und für spirituelle Rituale genutzt. Historische Darstellungen, unter anderem vom neuseeländischen Umweltministerium und vom Department of Conservation (DOC), verweisen darauf, dass heiße Quellen an vielen Orten der Nordinsel Teil des Alltags der M?ori waren.
Wai-O-Tapu selbst entwickelte sich im 19. und frühen 20. Jahrhundert sukzessive zu einem bekannten Ausflugsziel. Mit der wachsenden Popularität von Rotorua als Kurort und Badeziel zu Beginn des 20. Jahrhunderts rückten auch die spektakulären Thermalgebiete in der weiteren Umgebung in den Fokus. Zeitgenössische Berichte, die in neuseeländischen Archiven sowie in Reiseführern wie Marco Polo und Lonely Planet zitiert werden, sprechen von ersten organisierten Besuchen im frühen 20. Jahrhundert.
Anders als einige Thermalgebiete direkt in Rotorua ist Wai-O-Tapu kein innerstädtischer Kurpark, sondern liegt etwa 30 km südlich der Stadt im ländlichen Raum. Das Gebiet befindet sich auf privatem Land und wird heute als „Wai-O-Tapu Thermal Wonderland“ touristisch betrieben. Das DOC weist in seinen allgemeinen Informationen zur Taupo-Volcanic-Zone darauf hin, dass geothermale Landschaften empfindliche Ökosysteme sind: Wege dürfen nicht verlassen werden, und das Wasser ist meist stark mineralhaltig und für den Menschen gefährlich heiß.
International bekannt wurde die Region vor allem durch Foto-Reportagen und Fernsehberichte. Magazine wie National Geographic und GEO haben wiederholt Bildstrecken mit dem Champagne Pool und den leuchtenden Farben der Terrassen veröffentlicht. Deutsche Reiseverlage wie DuMont oder Reise Know-How ordnen Wai-O-Tapu in ihren Neuseeland-Führern als eines der „ikonischen Motive“ der Nordinsel ein. Damit steht das Gebiet in einer Reihe mit dem Tongariro-Nationalpark, dem Lake Taupo oder den Stränden der Coromandel-Halbinsel.
Eine Besonderheit aus europäischer Perspektive: Während viele bekannte geothermale Gebiete – etwa in Island – oft mit Gletschern und nordischer Kälte assoziiert werden, liegt Wai-O-Tapu in einem vergleichsweise milden, teils subtropisch anmutenden Klima. Das macht den Kontrast zwischen grüner Vegetation, dampfender Erde und farbigen Becken noch stärker spürbar.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Wai-O-Tapu ist kein Gebäude im klassischen Sinn, doch die Wegeführung, Stege und Aussichtspunkte sind so angelegt, dass sie die geologischen Formationen wie in einer offenen Galerie präsentieren. Die „Architektur“ besteht aus Holzstegen, gesicherten Pfaden und Aussichtsplattformen, die an den spektakulärsten Pools vorbeiführen. Diese Infrastruktur wird vom Betreiber regelmäßig instand gehalten, da sich der Boden durch die geothermale Aktivität verändern kann.
Zu den markantesten geothermischen Formationen zählen laut der offiziellen Website von „Wai-O-Tapu Thermal Wonderland“ und zahlreichen Reiseführern:
- Champagne Pool: Ein rundes, etwa 65 m breites Becken mit intensiv orangefarbenem Rand und türkis schimmerndem Wasser. Die Farbe entsteht durch Mineralien und Silikatablagerungen; die Kohlendioxid-Bläschen erinnern an perlenden Champagner – daher der Name.
- Artist’s Palette: Eine große, flach auslaufende Fläche, auf der Mineralien in Gelb-, Grün- und Ockertönen abgelagert werden. Das Gebiet wirkt wie eine abstrakte Malerei; daher die englische Bezeichnung „Palette des Künstlers“.
- Devil’s Bath: Ein leuchtend neongrünes Becken, dessen intensive Farbe auf Schwefelverbindungen und andere Mineralien zurückgeht. Viele Reiseberichte deutscher Medien beschreiben es als „unwirklich“ und „radioaktiv aussehend“.
- Heiße Schlammpools: Feldartige Bereiche kochenden Schlamms, die besonders bei kühleren Außentemperaturen eindrucksvoll wirken, wenn der Dampf in der Luft steht.
Ein zusätzliches Highlight ist der Lady-Knox-Geysir, der einige Kilometer vom Hauptgebiet entfernt ist. Laut offiziellen Informationen des Betreibers und Angaben in gängigen Reiseführern wird der Geysir täglich zu einer festen Uhrzeit künstlich zur Eruption angeregt, indem ein Spezialmittel in den Schlot gegeben wird. Der dadurch ausgelöste Ausbruch kann bis zu 20 m hoch werden. Der Geysir selbst ist natürlichen Ursprungs, die Richtung und Häufigkeit der Eruption wird jedoch touristisch gesteuert, was in der geowissenschaftlichen Literatur teils kritisch, von der Mehrheit der Reisenden aber als spektakuläre Demonstration wahrgenommen wird.
Geologinnen und Geologen, etwa vom neuseeländischen GNS Science und vom Department of Conservation, verwenden Wai-O-Tapu häufig als Beispiel für die Dynamik vulkanisch-heißer Gebiete. Die hohe Temperatur der Thermalquellen steht im Zusammenhang mit Magmakammern in größerer Tiefe. Über Risse im Gestein steigt erhitztes Wasser auf und löst Mineralien. Beim Austritt an der Oberfläche lagern sich diese ab – über Jahrzehnte und Jahrhunderte entstehen so die typischen Ränder und Terrassen.
In kultureller Hinsicht spielt auch die Beziehung der M?ori zur geothermischen Aktivität eine Rolle. Rotorua ist bekannt für traditionelle Hangi-Mahlzeiten, bei denen Essen in Erdöfen gegart wird, teils auch mit geothermischer Wärme. Zwar wird in Wai-O-Tapu selbst kein traditionelles Kochen angeboten, doch viele Touranbieter kombinieren einen Besuch des Thermalgebietes mit kulturellen Erlebnissen in Rotorua, etwa im Te-Puia-Kulturzentrum oder bei abendlichen M?ori-Shows.
In Medienberichten deutscher Redaktionen wie der Deutschen Welle oder der Süddeutschen Zeitung wird Wai-O-Tapu oft als „surreal“ oder „wie von einem anderen Planeten“ beschrieben. Dadurch entsteht ein deutlicher Kontrast zu vertrauten Landschaften in Deutschland – selbst vulkanisch geprägte Regionen wie die Eifel wirken im Vergleich eher ruhig. Während der Laacher See schon lange nicht mehr aktiv ausbricht, erinnern die dampfenden Pools von Wai-O-Tapu daran, dass Neuseeland tektonisch sehr jung und geologisch hochaktiv ist.
Wai-O-Tapu besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise
Wai-O-Tapu liegt rund 27 bis 30 km südlich von Rotorua an der State Highway 5 Richtung Taupo, auf der Nordinsel Neuseelands. Für Reisende aus Deutschland erfolgt die Anreise meist per Flug nach Auckland, gelegentlich auch über Christchurch mit Inlandsanschluss. Von Frankfurt, München oder Berlin gibt es in der Regel keine Nonstop-Flüge nach Neuseeland; üblich sind ein oder zwei Umstiege über große Drehkreuze wie Singapur, Dubai, Doha oder Hongkong.
Die reine Flugzeit von Deutschland nach Auckland liegt – je nach Verbindung – bei etwa 24 bis 28 Stunden, zuzüglich Umsteigezeiten. Von Auckland geht es weiter per Inlandsflug nach Rotorua oder per Mietwagen bzw. Bus (rund 220 km, oft in etwa 3 Stunden Fahrzeit). Zwischen Rotorua und Wai-O-Tapu verkehren keine klassischen Linienbusse direkt in das Thermalgebiet; viele Reisende nutzen daher Mietwagen, Campervans oder organisierte Tagestouren, die von verschiedenen Anbietern in Rotorua angeboten werden. Diese Informationen werden unter anderem von Tourism New Zealand und der regionalen Tourismusorganisation Rotorua bestätigt.
- Einreise und Formalitäten
Neuseeland liegt außerhalb der Europäischen Union und des Schengenraums. Deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger benötigen für touristische Aufenthalte eine elektronische Reisegenehmigung (NZeTA) und zahlen eine Tourismusabgabe (IVL – International Visitor Levy). Die konkreten Regelungen und Fristen können sich ändern; die Redaktion empfiehlt daher, vor der Reise die aktuellen Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de sowie auf den offiziellen Seiten der neuseeländischen Behörden zu prüfen.
Für Neuseeland ist eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport sinnvoll, da die gesetzliche Krankenversicherung aus Deutschland nur eingeschränkt greift. Innerhalb der EU genügt häufig die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), für Neuseeland gilt dies jedoch nicht.
- Öffnungszeiten und Besuchsplanung
Wai-O-Tapu Thermal Wonderland wird als privat betriebene Besucherattraktion geführt. Die genauen Öffnungszeiten können je nach Saison und äußeren Umständen (Wetter, geothermale Aktivität, betriebliche Anpassungen) variieren. Auf der offiziellen Website des Betreibers finden sich tagesaktuelle Angaben, zudem verweisen renommierte Reiseführer und Tourismusinformationen darauf, vor dem Besuch die Öffnungszeiten direkt beim Betreiber zu prüfen.
Erfahrungsgemäß empfiehlt sich ein Besuch am Vormittag, wenn die Luft noch kühler ist und der Dampf besonders fotogen aufsteigt. Zudem ist der Andrang meist geringer als zur Mittagszeit, insbesondere in der Hochsaison zwischen November und März (neuseeländischer Sommer). Wer den Lady-Knox-Geysir sehen möchte, sollte ausreichend Zeit einplanen, um rechtzeitig an der entsprechenden Arena zu sein; die genaue Uhrzeit wird auf den Informationskanälen des Betreibers veröffentlicht und kann saisonal angepasst werden.
- Eintrittspreise
Der Besuch von Wai-O-Tapu ist kostenpflichtig. Die Preise unterscheiden zwischen Erwachsenen, Kindern und teils Familien. Da die Eintrittspreise von Saison zu Saison und mit allgemeinen Kostenentwicklungen variieren können, empfehlen offizielle Tourismusstellen und Reiseführer übereinstimmend, die aktuellen Tarife direkt auf der Website von Wai-O-Tapu Thermal Wonderland zu prüfen. Als grobe Orientierung sollte pro Erwachsenem mit einem zweistelligen Betrag in Euro gerechnet werden; bezahlt wird vor Ort in neuseeländischen Dollar (NZD). Je nach Wechselkurs kann sich der Gegenwert in Euro ändern.
Eintrittskarten können meist online im Voraus gebucht werden, was in der Hochsaison sinnvoll sein kann. Einige organisierte Touren beinhalten den Eintrittspreis bereits im Gesamtpaket. Wer den Geysir sehen möchte, achtet darauf, ob dieses Erlebnis im Ticket enthalten ist oder ein separates Angebot darstellt.
- Beste Reisezeit und Klima
Neuseeland liegt auf der Südhalbkugel, die Jahreszeiten sind gegenüber Europa „verkehrt“: Sommer ist von Dezember bis Februar, Winter von Juni bis August. Rotorua und Umgebung haben ein gemäßigtes Klima mit teils feuchten Wintern und warmen Sommern. Laut dem neuseeländischen Klima- und Wetterdienst NIWA sowie regionalen Tourismusinformationen sind die Monate Frühling (September bis November) und Herbst (März bis Mai) besonders angenehm für Outdoor-Aktivitäten: Es ist oft mild, aber nicht zu heiß, und die Hauptsaison ist etwas weniger überlaufen.
Wai-O-Tapu kann grundsätzlich das ganze Jahr über besucht werden. Im Winter können kühlere Temperaturen den Dampf über den heißen Quellen besonders eindrucksvoll wirken lassen; gleichzeitig sollten Besucherinnen und Besucher auf warme Kleidung achten, da es gerade morgens recht frisch sein kann. Im Hochsommer ist Sonnenschutz wichtig: Die UV-Strahlung in Neuseeland ist aufgrund der geographischen Lage und der atmosphärischen Bedingungen besonders intensiv. Sonnenhut, Sonnenbrille und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor gehören zur Standardausrüstung.
Die Zeitverschiebung zu Deutschland beträgt in der Regel +10 bis +12 Stunden, abhängig von der Jahreszeit und davon, ob in Neuseeland bzw. in Deutschland Sommerzeit herrscht. Wer bei Tageslicht in Wai-O-Tapu unterwegs sein möchte, sollte dies bei der Planung am ersten Reisetag berücksichtigen, um nicht mit starkem Jetlag auf den Stegen unterwegs zu sein.
- Sprache, Zahlung und Trinkgeld
Amtssprachen Neuseelands sind Englisch, M?ori und New Zealand Sign Language. In Rotorua und im Thermalgebiet Wai-O-Tapu ist Englisch die dominierende Alltagssprache. Deutsch wird gelegentlich von einzelnen Mitarbeitenden oder Tourguides gesprochen, kann jedoch nicht vorausgesetzt werden. Für Reisende aus Deutschland ist es hilfreich, grundlegende englische Vokabeln für Hinweisschilder und Sicherheitshinweise zu kennen; viele Beschilderungen sind klar und mit Piktogrammen versehen.
Gezahlt wird in Neuseeland in neuseeländischen Dollar. Kreditkarten (Visa, Mastercard, teilweise auch American Express) sowie gängige Debitkarten werden in touristisch geprägten Regionen sehr häufig akzeptiert. Kontaktloses Bezahlen, auch mit Smartphone (Apple Pay, Google Pay), ist weit verbreitet. Bargeld ist zwar weiterhin nützlich, aber für den Besuch von Wai-O-Tapu und die meisten touristischen Einrichtungen rund um Rotorua nicht zwingend nötig.
Eine klassische Trinkgeldkultur wie in Nordamerika existiert in Neuseeland nicht. In Restaurants und Cafés freuen sich Mitarbeitende über ein freiwilliges Trinkgeld von etwa 10 %, wenn Service und Essen besonders gut waren, es besteht aber keine Erwartungshaltung. Bei geführten Touren rund um Rotorua geben manche Gäste nach eigenem Ermessen ein kleines Trinkgeld für Guides, es ist jedoch nicht verpflichtend.
- Sicherheit, Kleidung und Verhalten im Park
Geothermale Gebiete sind faszinierend, aber sie bergen Gefahren, wenn Sicherheitsregeln nicht beachtet werden. Das Department of Conservation und der Betreiber von Wai-O-Tapu betonen übereinstimmend: Die markierten Wege dürfen aus Sicherheitsgründen nicht verlassen werden. Der Boden kann an manchen Stellen dünn sein, darunter zirkuliert sehr heißes Wasser. Warnschilder weisen auf gefährliche Bereiche hin. Baden oder Handkontakt mit dem Wasser der Pools ist strikt untersagt.
Für den Besuch eignen sich geschlossene, feste Schuhe mit guter Sohle, da die Wege teils uneben oder feucht sein können. An sonnigen Tagen wird leichte, atmungsaktive Kleidung empfohlen; bei kälterem Wetter sind mehrere Schichten sinnvoll. Aufgrund der teilweise intensiven Schwefelgerüche empfinden manche Menschen eine kurze Eingewöhnungszeit als angenehm, bevor sie längere Routen laufen. Empfindliche Personen können gegebenenfalls eine leichte Maske oder ein Tuch mitführen, notwendig ist dies aber in der Regel nicht.
Fotografieren ist im Allgemeinen erlaubt und ausdrücklich erwünscht, solange die Sicherheit eingehalten und die Privatsphäre anderer Gäste respektiert wird. Drohnen sind in vielen neuseeländischen Naturgebieten nur eingeschränkt oder mit Genehmigung erlaubt; wer Luftaufnahmen plant, sollte vorab die Bedingungen prüfen und gegebenenfalls auf offizielle Aussichtspunkte ausweichen.
Als generelle Reiseempfehlung gilt: Deutsche Staatsbürger sollten vor einer Fernreise nach Neuseeland die Sicherheits- und Gesundheitshinweise des Auswärtigen Amtes prüfen. Dort finden sich auch Hinweise zu Naturgefahren, etwa Erdbeben oder vulkanischen Ereignissen, die die Taupo-Volcanic-Zone betreffen können, sowie zu medizinischen Versorgungssituationen in der Region.
Warum Wai-O-Tapu auf jede Rotorua-Reise gehört
Rotorua ist reich an Thermalgebieten: In der Stadt selbst gibt es heiße Quellen, Spas und geothermale Parks, doch Wai-O-Tapu ragt durch seine Farbintensität und Vielfalt heraus. Wer Neuseeland vor allem mit spektakulären Landschaften verbindet, findet hier ein Kontrastprogramm zu den bekannten Küsten- und Bergmotiven der Südinsel. Statt schneebedeckter Gipfel und Fjorde dominiert eine fast außerirdisch wirkende Welt aus Mineralien, Dampf und kochender Erde.
Für deutsche Reisende, die häufig nur zwei bis vier Wochen im Land verbringen, ist die Zeitplanung zentral. Viele Routen führen von Auckland über die Coromandel-Halbinsel und Rotorua weiter nach Taupo und in den Tongariro-Nationalpark. Wai-O-Tapu liegt genau an dieser beliebten Strecke und lässt sich als Halbtagestour von Rotorua oder als Zwischenstopp auf dem Weg nach Taupo einbauen. Wer früh in Rotorua startet, kann bequem am Vormittag den Park erkunden und anschließend weiterfahren.
In Kombination mit anderen Attraktionen ergibt sich ein dichtes, aber gut machbares Programm: Vor oder nach Wai-O-Tapu können etwa die „Redwoods“ – die imposanten Mammutbäume im Whakarewarewa Forest bei Rotorua – besucht werden, oder eine Bootstour auf dem Lake Rotorua. Kulturelle Highlights wie das Museum in Rotorua (sofern geöffnet) oder ein Besuch in einem M?ori-Dorf runden das Bild ab und vermitteln zusätzlich historischen und kulturellen Kontext.
Emotionale Gründe sprechen ebenfalls für Wai-O-Tapu: Die unmittelbare Erfahrung von Naturkräften bleibt vielen Besucherinnen und Besuchern lange im Gedächtnis. Der Moment, in dem sich die orangefarbene Kante des Champagne Pool im Dampf abzeichnet oder der Lady-Knox-Geysir seine Wasserfontäne in die Luft schießt, ist für viele Reisende ein Höhepunkt ihrer Neuseelandreise. Deutsche Medienberichte und Leserkommentare in großen Zeitungen heben immer wieder hervor, wie eindrücklich der Geruch von Schwefel, das Rauschen des Dampfes und die visuelle Wucht der Farben zusammenwirken.
Für Fotografinnen und Fotografen – ob mit Smartphone oder professioneller Ausrüstung – bietet Wai-O-Tapu zahlreiche Motive. Die Kontraste zwischen mineralischen Farben, blauem Himmel und grüner Vegetation lassen sich bereits mit einfachen Mitteln einfangen. Wer sein Reisealbum oder seinen Social-Media-Feed mit einem unverwechselbaren Bild füllen möchte, findet hier ideale Bedingungen.
Auch aus Perspektive der Nachhaltigkeit hat ein Besuch von Wai-O-Tapu eine besondere Dimension: Er macht unmittelbar deutlich, wie aktiv die Erde ist und wie empfindlich geothermale Systeme sein können. Hinweisschilder und Informationsmaterial des Betreibers und des DOC informieren darüber, wie lange es braucht, bis sich Mineralien ablagern und Strukturen formen. So entsteht ein Bewusstsein für geologische Zeiträume, die weit über menschliche Planungszyklen hinausgehen.
Wai-O-Tapu in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In sozialen Netzwerken taucht Wai-O-Tapu regelmäßig als eines der „most instagrammable“ Motive Neuseelands auf. Unter Hashtags wie #waiotapu, #rotorua oder #newzealandtravel finden sich zahllose Fotos und Videos von Travelerinnen und Travellern, die die farbigen Pools und Dampfwolken in Szene setzen. Viele teilen kurze Clips vom Lady-Knox-Geysir oder Zeitraffervideos, in denen der Dampf über den Pools zieht.
Wai-O-Tapu — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Wai-O-Tapu
Wo liegt Wai-O-Tapu genau?
Wai-O-Tapu befindet sich etwa 27 bis 30 km südlich von Rotorua auf der Nordinsel Neuseelands, in der vulkanisch aktiven Taupo-Volcanic-Zone. Die Zufahrt erfolgt über die State Highway 5 Richtung Taupo, die Parkeinfahrt ist ausgeschildert und von Rotorua aus in rund 30 bis 40 Minuten mit dem Auto erreichbar.
Wie viel Zeit sollte man für einen Besuch von Wai-O-Tapu einplanen?
Für den klassischen Rundgang auf den markierten Wegen, inklusive Fotostopps, sollten Besucherinnen und Besucher aus Deutschland etwa zwei bis drei Stunden einplanen. Wer zusätzlich den Lady-Knox-Geysir sehen möchte, sollte insgesamt eher einen halben Tag vorsehen, insbesondere in der Hochsaison, wenn Parkplätze und Zugänge stärker frequentiert sind.
Ist Wai-O-Tapu für Kinder und Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignet?
Ein Teil der Wege in Wai-O-Tapu ist relativ eben und über Holzstege gut begehbar, was Familien mit Kindern entgegenkommt. Einige Abschnitte enthalten jedoch Steigungen oder unebene Passagen. Reise- und Tourismusinformationen empfehlen, sich im Vorfeld auf der offiziellen Website über Barrierefreiheit zu informieren. Kinder sollten aufgrund der geothermischen Gefahren immer eng begleitet und angeleitet werden, die Wege nicht zu verlassen.
Kann man in den heißen Quellen von Wai-O-Tapu baden?
In den geothermischen Pools von Wai-O-Tapu ist Baden strikt verboten. Das Wasser ist meist deutlich über der für Menschen tolerierbaren Temperatur und zudem stark mineralhaltig. Offizielle Hinweisschilder weisen auf Verbote und Gefahren hin. Wer in der Region ein Thermalbad genießen möchte, findet in Rotorua selbst mehrere Spas mit speziell dafür eingerichteten Becken.
Wann ist die beste Reisezeit für Wai-O-Tapu aus deutscher Sicht?
Aus Sicht vieler Reisender aus Deutschland eignen sich besonders die Frühlings- und Herbstmonate Neuseelands (September bis November sowie März bis Mai) für einen Besuch. Dann sind die Temperaturen meist angenehm, und der Park ist etwas weniger überlaufen als in den Sommerferien im neuseeländischen Dezember und Januar. Grundsätzlich ist Wai-O-Tapu jedoch ganzjährig zugänglich; bei kühlem Wetter erscheinen die Dampfwolken über den Pools besonders spektakulär.
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