Wadi Rum zwischen Sandsteinwänden und Felsinschriften
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 08:42 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Wadi Rum liegt im Süden Jordaniens östlich von Aqaba und verbindet eine weite Sandwüste mit senkrechten Sandsteinwänden, Granitbergen und historischen Felszeichnungen. Die Landschaft gehört seit 2011 als gemischte Natur- und Kulturstätte zum UNESCO-Welterbe und bewahrt Spuren menschlicher Nutzung über 12.000 Jahre.
Wadi Rum und die Landschaft aus Sandstein und Granit
Das Schutzgebiet erstreckt sich über rund 74.000 Hektar in der Hisma-Wüste. Flache Talböden mit Sand, Kies und Schwemmland liegen zwischen Felsmassiven, deren Wände in einzelnen Bereichen steil aus der Ebene aufsteigen. Die farbliche Spannweite reicht von hellem Sand bis zu rötlichen und dunkleren Gesteinsflächen.
Geologisch treffen in Wadi Rum ältere granitische Gesteine des Präkambriums auf jüngere Sandsteine aus dem Kambrium und Ordovizium. Diese Gesteinsschichten prägen Schluchten, Felsrampen, natürliche Bögen, Höhlen und ausgedehnte Kliffwände. Das Schutzgebiet umfasst 74.000 Hektar und liegt östlich des Jordangrabens.
Wadi Rum als Landschaft mit langer Menschheitsgeschichte
Die Felsflächen tragen Petroglyphen, Inschriften und archäologische Spuren aus unterschiedlichen Epochen. Darstellungen von Menschen und Tieren stehen neben Zeichen und Schriftspuren, die von der langen Nutzung des Wüstenraums erzählen. Die erhaltenen Zeugnisse verteilen sich über Felsen, Geröllflächen und Felswände.
Im Schutzgebiet sind 25.000 Felsbilder und 20.000 Inschriften dokumentiert. Hinzu kommen 154 archäologische Fundstellen. Die Spuren reichen von der Jungsteinzeit bis in die nabatäische Epoche und zeigen pastorale, landwirtschaftliche und städtische Aktivitäten in der Region. Petroglyphen und Inschriften prägen die Felsflächen in Schluchten und an den Talrändern.
Wadi Rum zwischen Beduinenkultur und Filmgeschichte
Die Landschaft ist mit der Geschichte der Beduinen in Südjordanien verbunden. Ihre Spuren zeigen sich in Wegen, Siedlungsplätzen und Formen der Nutzung, die den Wüstenraum als Lebens- und Verkehrslandschaft erfassen. Das Dorf Rum liegt am Rand des Schutzgebiets und bildet einen Bezugspunkt für die Erkundung der Täler und Felsmassive.
Der britische Offizier T. E. Lawrence durchquerte die Region während des Arabischen Aufstands von 1917 bis 1918. Seine Schilderungen machten die Felslandschaft einem internationalen Publikum bekannt. Der Name „Sieben Säulen der Weisheit“ bezieht sich auf ein Felsmassiv, das nach seinem Buch benannt wurde; die sieben Säulen aus dem Buchtitel stehen jedoch nicht für dieses Massiv. Auch der Film Lawrence of Arabia von 1962 nutzte Wadi Rum als Schauplatz.
Wadi Rum besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Wadi Rum liegt im Gouvernement Aqaba im Süden Jordaniens, östlich der Stadt Aqaba und nahe der Grenze zu Saudi-Arabien. Die Zufahrt führt über Straßen durch die Wüstenlandschaft bis zum Dorf Rum.
- Im Gelände wechseln breite Sandtäler mit schmalen Schluchten, Geröllflächen und felsigen Anstiegen. Wanderungen und Kletterrouten verlaufen über unebenes Terrain und an steilen Sandsteinwänden.
- Amtssprache ist Arabisch, gezahlt wird in Jordanischen Dinar.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Wadi Rum auf Social-Media-Plattformen
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Wadi Rum: häufige Fragen
Wo liegt Wadi Rum?
Wadi Rum liegt im Süden Jordaniens im Gouvernement Aqaba. Das Schutzgebiet befindet sich östlich des Jordangrabens und nahe der Grenze zu Saudi-Arabien.
Was bietet ein Besuch in Wadi Rum?
Die Landschaft bietet Sandtäler, Sandsteinwände, Granitberge, Schluchten, natürliche Bögen und Felsinschriften. Zum Gelände gehören außerdem Wander- und Kletterrouten sowie Orte mit archäologischen Spuren.
Was kennzeichnet Wadi Rum?
Wadi Rum verbindet eine über Millionen Jahre geformte Wüstenlandschaft mit Zeugnissen menschlicher Anwesenheit über 12.000 Jahre. Seit 2011 steht das Gebiet als gemischte Natur- und Kulturstätte auf der UNESCO-Welterbeliste.
