Volcan Pacaya: Lavafelder und Rauchkegel über Escuintla
Veröffentlicht am: 30.08.2026 um 11:28 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Volcan Pacaya ist ein aktiver Vulkan im Süden von Guatemala, dessen dunkler Kegel sich deutlich über die Hügel von Escuintla erhebt und seit Jahrhunderten die Landschaft zwischen der Hauptstadt und der Pazifikküste prägt. Mit einer Höhe von 2.552 Metern über dem Meeresspiegel und einem komplexen Aufbau aus mehreren Vulkankegeln und alten Kraterflächen bietet Pacaya ein selten deutlich sichtbares Beispiel dafür, wie sich vulkanische Prozesse über viele Jahrtausende in einer einzigen Berggestalt überlagern.
Volcan Pacaya: ein komplexer Vulkan zwischen Escuintla und Guatemala-Stadt
Pacaya liegt im Übergang zwischen dem Department Escuintla und dem Department Guatemala und gehört zum Vulkangürtel, der sich südlich der Hauptstadt entlangzieht. Der Vulkan erhebt sich im Bereich der Gemeinden San Vicente Pacaya und Amatitlán; von dort aus sind seine Hänge und jüngeren Lavafelder besonders gut zu erkennen.Die Lage in Escuintla und Guatemala macht Pacaya zu einem der am leichtesten erreichbaren aktiven Vulkane des Landes.
Geologisch gesehen handelt es sich beim Volcan Pacaya um einen komplexen Vulkan, der aus einem älteren Stratovulkan mit Kraterdom, erkalteten Lavaströmen und gewaltigen Ascheablagerungen sowie einem jüngeren basaltischen Stratovulkan besteht.Der jüngere Kegel hat sich auf dem Rand einer älteren Caldera aufgebaut, in der auch der Amatitlán-See liegt.Die Entstehung vor rund 23.000 Jahren und die Vielzahl an Kratern und Nebenkegeln verleihen Pacaya sein charakteristisches, unruhiges Relief.
Jahrtausende der Aktivität: Pacayas Feuergeschichte
Der Beginn der bekannten Entwicklung von Volcan Pacaya reicht in eine Zeit zurück, die auf etwa das späte Pleistozän datiert wird; das heutige Vulkansystem hat sich über rund 23.000 Jahre aufgebaut. In den historischen Überlieferungen wird Pacaya seit dem 16. Jahrhundert als ausbruchsfähiger Vulkan beschrieben, und seit der spanischen Eroberung Guatemalas sind zahlreiche eruptive Phasen dokumentiert.Mindestens 23 eruptionsreiche Episoden sind seit 1565 belegt, wobei eine besonders starke Eruption im 18. Jahrhundert verzeichnet ist.
Im 19. Jahrhundert kam Pacaya für mehrere Jahrzehnte zur Ruhe, bevor sich zu Beginn der 1960er Jahre ein neuer eruptiver Zyklus einstellte.Nach einer Ruhephase bis 1961 setzte ein Ausbruch ein, der einen neuen Dom und jüngere Kegelstrukturen entstehen ließ. Seither zeigt der Vulkan wiederkehrende strombolianische Aktivität mit glühenden Auswurfmassen, kurzen Lavaströmen und deutlich sichtbaren Aschefahnen. In der Gegenwart reicht der dokumentierte Ausbruchszyklus bis in das Jahr 2021, das als Zeitpunkt der letzten bestätigten Eruption gilt.Die letzte bekannte Eruption im Jahr 2021 schließt an eine lange Reihe moderater und stärkerer Aktivitätsphasen an.
Pacaya-Nationalpark: Pfade über Lava und Asche
Der Volcan Pacaya liegt in einem ausgewiesenen Schutzgebiet, das als Nationalpark Volcán Pacaya y Laguna de Calderas geführt wird und die Vulkangestalt zusammen mit umliegenden Kraterseen und bewaldeten Hängen umfasst.Der Nationalpark mit Besucherzentrum bündelt die markierten Wege über ältere Schlackenhänge, erstarrte Lavaströme und Vulkanaschefelder. Der Ausgangspunkt der klassischen Wanderrouten liegt in der Gemeinde San Vicente Pacaya, die nahe an den unteren Flanken des Vulkans im Department Escuintla angesiedelt ist.San Vicente Pacaya als Startpunkt bildet damit die Schnittstelle zwischen bewohnten Tälern und der offenen Vulkanlandschaft.
Die Wege führen zunächst durch landwirtschaftlich genutzte Hänge mit lockerem vulkanischem Boden, ehe sie in steilere Zonen übergehen, in denen sich jüngere Lavaströme und lose Schlacke abwechseln. An verschiedenen Stellen sind erstarrte Ströme mit scharfkantigen Blöcken und Blocklava zu sehen, die aus Basalt und teils intermediären Gesteinstypen bestehen. Zwischen den dunklen Flächen finden sich vereinzelte Kiefern und Strauchvegetation, die den Kontrast zwischen lebendem Grün und vulkanischem Gestein sichtbar machen. Je höher der Pfad führt, desto klarer wird der Blick auf den aktiven Kegel und den MacKenney-Krater an der Spitze, aus dem immer wieder Gase und gelegentlich Asche aufsteigen.
Volcan Pacaya besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Volcan Pacaya liegt südlich von Guatemala-Stadt im Übergang der Departments Guatemala und Escuintla; Ausgangspunkt der meisten Besuche ist der Ort San Vicente Pacaya, der über die Straße CA-9 und eine Abzweigung in Richtung Pazifikküste erreichbar ist.
- Das Gelände am Berg besteht aus vulkanischen Aschehängen und älteren Lavafeldern, die teils lose und rutschig sind; der Aufstieg erfolgt über Pfade mit spürbarer Steigung und längeren Teilstücken auf unbefestigtem Untergrund.
- Im oberen Bereich des Vulkans führt der Weg über offene Flächen ohne natürlichen Schatten; auf den dunklen Basaltflächen kann sich die Sonne stark bemerkbar machen, und der Untergrund ist uneben und von scharfkantigen Gesteinsbrocken geprägt.
- In der Umgebung von Volcan Pacaya liegen der Amatitlán-See und weitere Vulkane des guatemaltekischen Vulkangürtels, darunter Agua und Fuego, die an klaren Tagen von verschiedenen Punkten am Berg sichtbar sind.
- Amtssprache ist Spanisch, gezahlt wird in Guatemaltekischen Quetzales. Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Volcan Pacaya auf Social-Media-Plattformen
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Volcan Pacaya: häufige Fragen
Wo liegt Volcan Pacaya genau?
Volcan Pacaya liegt im Süden Guatemalas im Bereich der Gemeinden Amatitlán und San Vicente Pacaya, zwischen dem Department Guatemala und dem Department Escuintla; von Guatemala-Stadt aus befindet sich der Vulkan südlich der Hauptstadt auf dem Weg in Richtung Pazifikküste.
Was bietet ein Besuch am Volcan Pacaya?
Ein Besuch am Volcan Pacaya führt über Wege mit vulkanischer Asche und erstarrten Lavaströmen zu Aussichtspunkten, an denen der aktive Kegel mit seinem Krater deutlich sichtbar ist und der Blick über die umliegenden Täler und Nachbarvulkane reicht.
Was kennzeichnet Volcan Pacaya unter den Vulkanen Guatemalas?
Pacaya ist durch seine komplexe Struktur aus älteren und jüngeren Vulkanbauten, seine dokumentierte Aktivität seit dem 16. Jahrhundert und die Lage im Nationalpark Volcán Pacaya y Laguna de Calderas gekennzeichnet, in dem sich Lavafelder, bewaldete Hänge und Kraterseen in einem vergleichsweise kompakten Gebiet konzentrieren.
