Vigeland-Park Oslo, Vigelandsanlegget

Vigeland-Park Oslo: Warum Vigelandsanlegget so berührt

21.06.2026 - 21:39:32 | ad-hoc-news.de

Im Vigeland-Park Oslo, dem Vigelandsanlegget, verschmelzen Kunst, Stadtleben und Natur zu einem der eindrucksvollsten Orte in Oslo, Norwegen – warum dieser Skulpturenpark Reisende aus Deutschland emotional so stark anzieht.

Vigeland-Park Oslo, Vigelandsanlegget, Oslo
Vigeland-Park Oslo, Vigelandsanlegget, Oslo

Ein stiller Morgen im Frognerpark: Tau in der Luft, das Licht über Oslo noch weich, und zwischen alten Bäumen tauchen plötzlich Dutzende steinerne Figuren auf – Kinder, Paare, Familien, alle in Bewegung, alle erstaunlich lebendig. Mitten in der norwegischen Hauptstadt liegt der Vigeland-Park Oslo, lokal „Vigelandsanlegget“ (sinngemäß „Vigeland-Anlage“), eine Freiluftbühne menschlicher Gefühle, die viele Besucherinnen und Besucher tiefer berührt, als sie es von einem Stadtpark erwarten.

Vigeland-Park Oslo: Das ikonische Wahrzeichen von Oslo

Der Vigeland-Park Oslo gilt als einer der markantesten kulturellen Treffpunkte der norwegischen Hauptstadt. Er ist der weltweit größte Skulpturenpark, der ausschließlich dem Werk eines einzigen Künstlers gewidmet ist: Gustav Vigeland, einem der bedeutendsten norwegischen Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Die Anlage ist Teil des weitläufigen Frognerparks im Westen Oslos und vereint auf engstem Raum Kunst, Stadtgeschichte und Alltagsleben.

Für Reisende aus Deutschland ist der Vigeland-Park Oslo ein ungewöhnlicher Ort: kein klassisches Museum mit Öffnungszeiten und Ticketschalter, sondern ein frei zugänglicher Park, der rund um die Uhr besucht werden kann. Hier wird der Spaziergang durch die Stadt zur Zeitreise durch die menschliche Lebensspanne – vom ausgelassenen Kinderspiel bis zur nachdenklichen Altersfigur. Die Atmosphäre schwankt je nach Tageszeit: morgens ruhig und kontemplativ, am Nachmittag voller Jogger, Familien, Schulklassen und Fototouren.

Norwegische und internationale Medien beschreiben den Park regelmäßig als eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Oslos und als „Freilicht-Ikone“ des Landes. Die offizielle Tourismusorganisation der Stadt hebt hervor, dass Vigelandsanlegget jedes Jahr Hunderttausende von Besuchern anzieht, von Kunstinteressierten bis zu Familien, die einfach einen besonderen Park erleben wollen. Für viele Einheimische ist der Park zudem fester Bestandteil ihrer eigenen Stadtidentität – ähnlich wie der Englische Garten in München oder der Tiergarten in Berlin, nur mit einem wesentlich stärkeren Fokus auf Kunst.

Geschichte und Bedeutung von Vigelandsanlegget

Die Wurzeln von Vigelandsanlegget liegen in den 1920er- und 1930er-Jahren, als die Stadt Oslo und Gustav Vigeland ein einzigartiges Projekt vereinbarten. Vigeland erhielt von der Kommune ein Atelier und Unterstützung – im Gegenzug sollte sein künstlerischer Nachlass in das Eigentum der Stadt übergehen, und ein Skulpturenpark sollte sein Lebenswerk der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich machen. Diese Verbindung aus öffentlicher Förderung und künstlerischer Freiheit war für die damalige Zeit bemerkenswert progressiv und spiegelt den hohen Stellenwert wider, den Kunst in der norwegischen Gesellschaft einnimmt.

Der Aufbau des Parks erstreckte sich über mehrere Jahrzehnte. Die Hauptarbeiten an den Skulpturen entstanden ab den 1920er-Jahren, viele der Granit- und Bronzefiguren wurden in den 1930er- und 1940er-Jahren installiert. Der markante Monolith – eine mehr als 14 Meter hohe Säule aus einem einzigen Granitblock, aus dem sich 121 ineinander verschlungene menschliche Figuren herausarbeiten – wurde nach langjähriger Arbeit Mitte des 20. Jahrhunderts vollendet. Damit ist Vigelandsanlegget jünger als viele klassische Denkmäler in Europa, aber älter als ikonische Bauten wie das Opernhaus von Oslo oder das Berliner Hansaviertel der Nachkriegsmoderne.

Gustav Vigeland (1869–1943) entwickelte für den Park ein Gesamtkonzept, das die Stationen menschlichen Lebens von der Geburt bis zum Tod thematisiert. Anders als bei religiösen Monumenten oder nationalen Denkmälern steht hier nicht eine historische Persönlichkeit im Mittelpunkt, sondern der Mensch an sich. Für deutsche Besucherinnen und Besucher, die vielleicht Vergleichsgrößen wie das Brandenburger Tor oder das Völkerschlachtdenkmal kennen, ist diese starke Konzentration auf Alltag und Emotionen oft eine überraschende Erfahrung.

Die Bedeutung des Parks geht dabei über die Rolle eines touristischen Highlights hinaus. Kunsthistoriker in Norwegen betonen, dass Vigelandsanlegget ein Schlüsselwerk der norwegischen Skulpturgeschichte darstellt. Die Anlage dokumentiert, wie sich der Bildhauer vom eher romantischen und symbolistischen Stil seiner frühen Jahre hin zu einer vereinfachten, kraftvollen Formensprache entwickelte, die stark auf Körpersprache und Gestik setzt. Zugleich zeigt der Park, wie in der Zwischenkriegszeit in Skandinavien ein neues Verhältnis zwischen öffentlichem Raum, Bürgern und Kunst entstand.

Die Stadt Oslo führt den Park heute als zentralen Teil ihrer kulturellen Identität. In der Kommunikation der offiziellen Tourismusorganisation wird Vigelandsanlegget regelmäßig neben dem Osloer Opernhaus, dem Nationalmuseum und dem Munch-Museum genannt. Für norwegische Schulen und Bildungseinrichtungen dient der Park bis heute als anschaulicher Ort, um über Kunst, Geschichte und gesellschaftliche Werte zu sprechen – immer mit dem Fokus auf dem Menschen als Individuum und Teil einer Gemeinschaft.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Vigelandsanlegget ist mehr als eine Ansammlung einzelner Skulpturen – es ist ein sorgfältig komponiertes Ensemble. Der Park gliedert sich in mehrere klar erkennbare Bereiche: die monumentale Brücke mit Bronzefiguren, der Kreis um den berühmten „Sinnataggen“, die zentrale Treppenanlage mit dem Monolith-Plateau, der Lebenskreis-Brunnen und der sogenannte Lebenskreis („Livshjulet“) mit seinen ineinander verschlungenen Figuren. Besucher erleben den Park idealerweise als Weg, der sie nacheinander durch diese „Kapitel“ führt.

Die Brücke im Eingangsbereich ist mit einer Reihe von Bronzeskulpturen gesäumt, die Menschen in Alltagssituationen zeigen – spielend, ringend, tröstend, ausgelassen. Eine der bekanntesten Figuren dort ist der „Sinnataggen“, ein kleiner Junge mit wütend stampfendem Fuß. Diese Skulptur ist in Norwegen zu einer Art Popkultur-Ikone geworden. Sie wird häufig auf Postkarten, Souvenirs und in Medien abgebildet und steht für die Mischung aus Humor und Ernst, die viele Werke Vigelands auszeichnet.

Das Herzstück des Parks ist der Monolith. Er erhebt sich über einer breiten Treppenanlage, flankiert von weiteren Granitgruppen. Aus der Ferne wirkt der Monolith wie eine strenge Säule; aus der Nähe wird er zu einem dichten Geflecht menschlicher Körper, die sich umeinander winden, übereinander klettern, sich halten oder scheinbar fallen. Die Interpretation bleibt bewusst offen: Einige sehen darin den Kampf des Menschen ums Überleben, andere ein Bild für Gemeinschaft, wieder andere einen Hinweis auf den Kreislauf des Lebens. Diese Mehrdeutigkeit ist einer der Gründe, warum der Park auch bei wiederholten Besuchen nicht an Faszination verliert.

Ein weiterer wichtiger Bereich ist der große Brunnen mit seinen figurenreichen Reliefs und Bronzeskulpturen. In den Reliefbändern des Brunnens wiederholen sich Motive von Bäumen, Blättern und Menschen, die eine enge Verbundenheit zwischen Natur und menschlichem Leben suggerieren. Das Wasser verstärkt die Wirkung: Je nach Jahreszeit und Tageszeit kann der Brunnen ruhig, fast meditativ wirken – oder lebendig und kraftvoll, wenn Kinder am Rand spielen und das Wasser spritzt.

Städtebaulich ist Vigelandsanlegget eingebettet in den klassischen Frognerpark, dessen Geschichte als öffentlicher Park bis in das 19. Jahrhundert zurückreicht. Weite Rasenflächen, alte Bäume und klare Sichtachsen auf die Skulpturen sorgen dafür, dass die Kunst nie isoliert wirkt, sondern immer im Dialog mit der Landschaft steht. Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland, die etwa den Skulpturenpark im Berliner Treptower Park oder die Kasseler Aue kennen, wirkt diese skandinavische Offenheit – ohne hohe Zäune, ohne strenge Wegeführung – besonders einladend.

Der künstlerische Stil Vigelands lässt sich nur bedingt in eine der klassischen europäischen Kategorien einordnen. Seine Betonung des Körpers, seine vereinfachten, aber kraftvollen Formen und die unmittelbare Ablesbarkeit der Emotionen knüpfen an Strömungen der klassischen Moderne an. Gleichzeitig bleibt er in Materialwahl (Bronze, Granit) und Motivwelt (Familie, Kinder, Paarbeziehungen) stark im traditionellen europäischen Kulturkreis verankert. Kunsthistoriker in Norwegen beschreiben ihn daher häufig als eigenständige Position zwischen Symbolismus und Realismus.

Vigeland-Park Oslo besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist der Vigeland-Park Oslo ein unkompliziertes, aber lohnendes Ziel – sei es als Teil eines Oslo-Städtetrips oder eines längeren Norwegen-Aufenthalts. Einige praktische Hinweise erleichtern die Planung.

  • Lage und Anreise
    Vigelandsanlegget befindet sich im Stadtteil Frogner, westlich des Stadtzentrums von Oslo. Vom zentral gelegenen Bahnhof Oslo S aus erreichen Sie den Park mit der Straßenbahn oder der U-Bahn in der Regel in weniger als 20 Minuten Fahrzeit, je nach gewählter Linie und Umstieg. Viele Reisende kombinieren den Parkbesuch mit einem Spaziergang durch die westlichen Wohnviertel der Stadt oder einem Abstecher in nahegelegene Museen.
    Für die Anreise aus Deutschland bieten sich mehrere Optionen an: Direkte Flüge von großen deutschen Flughäfen wie Frankfurt am Main, München, Berlin oder Düsseldorf nach Oslo-Gardermoen dauern in der Regel rund 2 bis 2,5 Stunden. Alternativ ist eine Anreise mit der Bahn über Kopenhagen und Göteborg möglich, was allerdings deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt und mehrere Umstiege beinhaltet. Wer mit dem Auto aus Norddeutschland anreist, kann Routen über Dänemark und Schweden wählen; Maut- und Fährkosten sollten dabei mit eingeplant werden.
  • Öffnungszeiten
    Der Vigeland-Park Oslo ist als öffentlicher Park grundsätzlich ganzjährig geöffnet und frei zugänglich, in der Regel rund um die Uhr. Da es sich nicht um ein klassisches Museum mit Einlasskontrolle handelt, gibt es keine festen täglichen Schließzeiten für das Außengelände. Einrichtungen im Umfeld – etwa das angeschlossene Vigeland-Museum, das sich im ehemaligen Atelier des Künstlers befindet – haben hingegen reguläre Öffnungszeiten, die je nach Saison variieren können. Es empfiehlt sich, die jeweils aktuellen Angaben direkt bei den offiziellen Informationsangeboten der Stadt Oslo oder des Museums zu prüfen, da es bei besonderen Anlässen, Wartungsarbeiten oder Veranstaltungen zu Änderungen kommen kann.
  • Eintritt
    Der Eintritt in den Vigeland-Park Oslo ist frei. Besucherinnen und Besucher können den Park ohne Ticket und ohne Vorabreservierung betreten. Lediglich für das Vigeland-Museum und andere Museen der Stadt gelten meist separate Eintrittspreise. Da sich Preise und mögliche Ermäßigungen im Laufe der Zeit ändern können, sollten aktuelle Informationen bei der Stadt Oslo oder den jeweiligen Einrichtungen eingeholt werden. Für das Budget einer Oslo-Reise ist der Park dennoch eine der verlässlichen „Null-Euro-Attraktionen“ – abgesehen von den Kosten für Anreise, Verpflegung und gegebenenfalls öffentliche Verkehrsmittel.
  • Beste Reisezeit
    Oslo liegt deutlich nördlicher als deutsche Großstädte, die Jahreszeiten sind deutlich spürbar. Viele Reiseführer empfehlen den Besuch des Vigeland-Parks insbesondere von späten Frühling bis frühen Herbst. In den Monaten Mai bis September sind die Tage lang, die Temperaturen in der Regel angenehm und die Vegetation im Frognerpark besonders üppig. In dieser Zeit werden Skulpturen und Landschaft häufig im milden Abendlicht fotografiert, das für Nordeuropa so typisch ist.
    Ein Besuch im Winter hat jedoch seinen ganz eigenen Reiz: Schnee und tief stehende Sonne erzeugen eine fast monochrome Kulisse, die den Skulpturen eine zusätzliche Dramatik verleiht. Zu beachten ist, dass Wege im Winter teilweise rutschig sein können und die Aufenthaltsdauer im Freien durch Kälte begrenzt ist. Wer flexible Reisepläne hat, sollte außerdem die Unterschiede zwischen der dunkleren Winterzeit und den deutlich längeren Tagen im Sommer in die Planung einbeziehen.
  • Sprache und Kommunikation
    In Oslo wird Norwegisch gesprochen, das zur gleichen Sprachfamilie wie Schwedisch und Dänisch gehört. Für Reisende aus dem deutschsprachigen Raum ist die Kommunikation dennoch meist unkompliziert: Englischkenntnisse sind in Norwegen weit verbreitet, vor allem in der jüngeren Generation und im Dienstleistungssektor. In touristischen Kontexten – darunter auch Hinweisschilder und Informationsmaterial zu Vigelandsanlegget – sind häufig englische Übersetzungen vorhanden. Deutsch wird vereinzelt verstanden, kann aber nicht vorausgesetzt werden.
  • Zahlung und Trinkgeld
    Norwegen ist ein Land mit ausgeprägter Kartenzahlungskultur. In Oslo, einschließlich der Umgebung des Vigeland-Parks, werden Kreditkarten und gängige Debitkarten sehr breit akzeptiert, auch für kleine Beträge in Cafés, Kiosken oder im öffentlichen Verkehr. Mobile Bezahllösungen wie Apple Pay oder Google Pay werden zunehmend genutzt. Bargeld spielt im Alltag eine geringere Rolle als in vielen Teilen Deutschlands. Die Landeswährung ist die Norwegische Krone; Preise werden im Alltag in Kronen ausgewiesen, der Gegenwert in Euro hängt vom aktuellen Wechselkurs ab.
    Trinkgeld ist in Norwegen weniger stark ausgeprägt als in Deutschland, da Serviceentgelte in Restaurantpreisen häufig bereits eingerechnet sind. Ein kleines Aufrunden oder ein moderates Trinkgeld in Restaurants und Taxis wird aber geschätzt. Im Park selbst fallen typischerweise keine direkten Serviceleistungen an, für die Trinkgeld üblich wäre – außer eventuell bei geführten Touren oder gastronomischen Angeboten im Umfeld.
  • Einreisebestimmungen und Gesundheit
    Norwegen gehört zum Schengen-Raum, ist aber kein Mitglied der Europäischen Union. Deutsche Staatsbürger können in der Regel mit Personalausweis oder Reisepass einreisen. Da Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen sich ändern können, sollten deutsche Staatsangehörige die jeweils aktuellen Hinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Für kurzfristige touristische Aufenthalte bestehen im Normalfall keine besonderen Visumspflichten.
    Im Bereich Gesundheitsversorgung ist das Niveau in Norwegen sehr hoch. Für EU- und EWR-Bürger kann die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) genutzt werden, um Zugang zur medizinischen Grundversorgung zu erhalten, allerdings können Eigenanteile entstehen. Viele Reiseexperten empfehlen daher eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung, insbesondere für Leistungen, die über medizinische Notfälle hinausgehen.
  • Zeitzone
    Oslo liegt – genau wie Deutschland – in der mitteleuropäischen Zeitzone. Das bedeutet: In der Regel gibt es keine Zeitverschiebung zwischen Oslo und Städten wie Berlin, Hamburg, München oder Zürich, sowohl in der Normalzeit (MEZ) als auch in der Sommerzeit (MESZ). Für Reisende vereinfacht dies die Planung von Flügen, Hotel-Check-ins und Aktivitäten vor Ort, da keine Umstellung der inneren Uhr erforderlich ist.
  • Fotografie und Verhalten im Park
    Fotografieren ist im Vigeland-Park Oslo grundsätzlich erlaubt und fester Bestandteil des Besuchserlebnisses. Viele Reisende dokumentieren ihren Rundgang intensiv – von klassischen Porträts vor dem „Sinnataggen“ bis hin zu detailreichen Aufnahmen des Monolithen. Wie in allen öffentlichen Parks ist jedoch Rücksichtnahme wichtig: Skulpturen sollten nicht beklettert oder beschädigt, Rasenflächen respektiert und andere Besucher nicht ungefragt in Nahaufnahme fotografiert werden. Drohnenflüge unterliegen in Norwegen strengen Regelungen und sind in städtischen Parks oft nur eingeschränkt oder gar nicht erlaubt; vor dem Einsatz einer Drohne sollten daher die geltenden Bestimmungen geprüft werden.

Warum Vigelandsanlegget auf jede Oslo-Reise gehört

Viele Reiseziele bieten schöne Aussichten, Museen und Gastronomie – doch nur wenige Orte verbinden Kunst, Alltag und Emotion so unmittelbar wie der Vigeland-Park Oslo. Für Reisende aus Deutschland kann der Park ein zentraler Baustein eines Oslo-Aufenthalts sein, der weit über das „Abhaken“ einer Sehenswürdigkeit hinausgeht. Statt nur vor einem Gebäude zu stehen oder eine Ausstellung hinter Glas zu betrachten, bewegen sich Besucher hier mitten durch die Kunst.

Die Atmosphäre im Park verändert sich im Tagesverlauf: Am frühen Morgen wirkt Vigelandsanlegget fast meditativ, wenn nur vereinzelte Spaziergänger unterwegs sind. Mittags füllt sich die Anlage mit Schulklassen, Touristengruppen und Menschen in der Mittagspause. Am Abend nutzen viele Einheimische den Park zum Joggen, Picknicken oder für Treffen mit Freunden. Diese Mischung aus Alltagsleben der Stadt und den oft tiefgründigen Skulpturen eröffnet einen Blick auf Oslo, der über die klassische Besucherperspektive hinausgeht.

In unmittelbarer Nähe zum Park liegen weitere kulturelle Ziele, die sich gut für eine Kombination eignen. Das Vigeland-Museum im ehemaligen Atelier des Künstlers bietet eine Vertiefung in Werk und Biografie Gustav Vigelands – inklusive Modelle, Zeichnungen und Skizzen, die zeigen, wie der Park entstanden ist. In der weiteren Umgebung von Frogner finden sich zudem historische Villen, kleine Galerien und Cafés, die dem Viertel seinen urbanen, aber entspannten Charakter verleihen.

Für Familien aus Deutschland ist der Park ein idealer Ort, an dem Kinder sich frei bewegen und gleichzeitig mit Kunst in Berührung kommen können. Viele Skulpturen zeigen Szenen, in denen Kinder eine zentrale Rolle spielen – spielend, tosend, streitend, getröstet. Dies bietet Ansatzpunkte für Gespräche über Gefühle, Beziehungen und Zusammenhalt, ohne dass man sich in eine klassische Museumssituation begeben muss. Im Sommer laden weite Rasenflächen und Schattenplätze dazu ein, den Besuch mit einem Picknick zu verbinden.

Auch für kulturinteressierte Alleinreisende oder Paare ist Vigelandsanlegget ein Ort, an dem man problemlos mehrere Stunden verbringen kann, ohne dass Langeweile aufkommt. Wer die Skulpturen näher betrachtet, entdeckt Details, die beim ersten schnellen Rundgang leicht übersehen werden: feine Gesten von Händen, Gesichtsausdrücke zwischen Lachen und Nachdenklichkeit, kleine Spannungen in Körperhaltungen. Viele Besucher kehren im Laufe eines Oslo-Aufenthalts mehrfach zurück – etwa bei unterschiedlichem Wetter oder zu verschiedenen Tageszeiten –, um die wandelnde Stimmung einzufangen.

Schließlich ist der Park auch ein Ort, an dem sich das Selbstverständnis des modernen Norwegens ablesen lässt: ein weltoffenes, gleichberechtigtes, sozial geprägtes Land, das Kunst nicht als elitäre Nischenaktivität versteht, sondern als selbstverständlichen Teil des öffentlichen Raums. Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland, in deren Städten Kunst im Stadtraum zwar ebenfalls eine Rolle spielt, aber selten in dieser Dichte und Konsequenz, ist das ein eindrucksvoller Einblick in skandinavische Stadt- und Kulturpolitik.

Vigeland-Park Oslo in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

Der Vigeland-Park Oslo ist längst auch ein digitales Phänomen: In sozialen Netzwerken teilen Reisende aus aller Welt ihre Eindrücke – von ikonischen Motiven wie dem „Sinnataggen“ bis zu überraschend ruhigen Perspektiven abseits der Hauptwege. Wer sich vor einer Reise inspirieren oder nach dem Besuch Erinnerungen teilen möchte, findet online eine Fülle von Bildern, Videos und Erfahrungsberichten.

Häufige Fragen zu Vigeland-Park Oslo

Wo genau liegt der Vigeland-Park Oslo in der Stadt?

Der Vigeland-Park Oslo befindet sich im Stadtteil Frogner im westlichen Teil der norwegischen Hauptstadt. Er ist Teil des größeren Frognerparks und von der Innenstadt aus gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die Fahrzeit vom Hauptbahnhof Oslo S beträgt je nach Verbindung meist unter 20 Minuten.

Wer war Gustav Vigeland und warum ist ihm ein ganzer Park gewidmet?

Gustav Vigeland war ein norwegischer Bildhauer, der von 1869 bis 1943 lebte und als einer der wichtigsten Künstler seines Landes gilt. Die Stadt Oslo stellte ihm ein Atelier und Unterstützung zur Verfügung, im Gegenzug überließ er der Stadt sein Werk. Daraus entstand Vigelandsanlegget, der weltweit größte Skulpturenpark, der einem einzigen Künstler gewidmet ist.

Kostet der Besuch im Vigeland-Park Oslo Eintritt?

Der Besuch des Vigeland-Parks ist kostenfrei. Es werden keine Eintrittskarten für das Außengelände benötigt, Besucherinnen und Besucher können den Park frei betreten. Lediglich das benachbarte Vigeland-Museum und andere Museen in Oslo erheben eigene Eintrittspreise.

Wie viel Zeit sollte man für Vigelandsanlegget einplanen?

Je nach Interesse an Kunst und Fotografie variieren die Empfehlungen, viele Reisende verbringen jedoch mindestens ein bis zwei Stunden im Park. Wer die einzelnen Skulpturen in Ruhe betrachten, fotografieren und vielleicht einen Spaziergang durch den gesamten Frognerpark anschließen möchte, sollte eher drei Stunden oder mehr einplanen.

Wann ist die beste Jahreszeit für einen Besuch des Vigeland-Parks?

Besonders angenehm ist ein Besuch von späten Frühling bis frühen Herbst, wenn die Temperaturen milder sind und die Vegetation des Frognerparks den Skulpturen eine grüne Kulisse bietet. Im Winter wirkt der Park dank Schnee und besonderem Lichtambiente zwar sehr stimmungsvoll, erfordert aber wetterfeste Kleidung und eine begrenztere Aufenthaltsdauer im Freien.

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