Vigeland-Park Oslo, Vigelandsanlegget

Vigeland-Park Oslo: Norwegens Skulpturenpark, der überrascht

25.06.2026 - 15:20:43 | ad-hoc-news.de

Der Vigeland-Park Oslo, lokal Vigelandsanlegget, ist der größte Skulpturenpark eines Einzelkünstlers weltweit – und ein stilles Highlight jeder Oslo-Reise aus Deutschland.

Vigeland-Park Oslo, Vigelandsanlegget, Oslo
Vigeland-Park Oslo, Vigelandsanlegget, Oslo

Ein Teppich aus Granitfiguren, Bronzeleibern und dramatischen Himmeln: Wer den Vigeland-Park Oslo betritt, das von den Norwegern als Vigelandsanlegget bezeichnete Skulpturen-Ensemble, spürt sofort, dass es hier um mehr geht als um schöne Spazierwege. Zwischen Rosenbeeten, alten Bäumen und über 200 Skulpturen erzählt der Park in Oslo in Norwegen den großen Bogen des menschlichen Lebens – von der ersten Berührung bis zum letzten Abschied.

Vigeland-Park Oslo: Das ikonische Wahrzeichen von Oslo

Der Vigeland-Park Oslo gilt als eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der norwegischen Hauptstadt und als eine der markantesten Freiluft-Kunstanlagen Europas. Der Skulpturenpark liegt im weitläufigen Frognerpark westlich des Stadtzentrums und ist für viele Reisende aus Deutschland ein ebenso fester Programmpunkt wie das Opernhaus am Fjord oder die Festung Akershus.

Herzstück des Areals ist die monumentale Skulpturengruppe des Künstlers Gustav Vigeland. Die Verwaltung der Stadt Oslo betont seit Jahren, dass sämtliche Skulpturen im Vigelandsanlegget von einem einzigen Künstler entworfen wurden – ein Alleinstellungsmerkmal, das den Park weltweit einzigartig macht. Kunsthistoriker verweisen darauf, dass es sich zugleich um den größten Skulpturenpark der Welt handelt, der einem einzelnen Künstler gewidmet ist.

Architektonisch ist die Anlage wie ein dramatischer Weg angelegt: Besucher schreiten über eine breite Brücke, vorbei an bronzenen Figuren, hinauf zu einem Brunnen und weiter auf eine erhöhte Terrasse, auf der sich der berühmte „Monolitten“ erhebt – ein in den Himmel wachsender Granitpfeiler mit eng ineinander verschlungenen Menschenkörpern. Die Atmosphäre wechselt je nach Licht und Jahreszeit: Im Sommer herrscht fast mediterrane Leichtigkeit, im Winter verwandelt der Schnee das Ensemble in eine stille, fast sakrale Landschaft.

Für deutsche Reisende ist der Park auch deshalb attraktiv, weil er frei zugänglich ist, keine Eintrittsbarrieren kennt und zu jeder Tageszeit ganz unterschiedliche Stimmungen bietet – vom morgendlichen Jogging-Spot der Osloer bis zum goldenen Abendlicht über den Skulpturen.

Geschichte und Bedeutung von Vigelandsanlegget

Der Name Vigelandsanlegget bezeichnet im Norwegischen das Skulpturenensemble des Bildhauers Gustav Vigeland im Frognerpark; sinngemäß bedeutet er so viel wie „Vigeland-Anlage“ oder „Vigeland-Komplex“. Der Ursprung des Projekts reicht in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts zurück, als die Stadt Oslo dem renommierten Bildhauer ein umfassendes Werkstatt- und Atelierrecht einräumte und im Gegenzug seine künstlerischen Arbeiten für die Stadt gewinnen wollte.

Gustav Vigeland (1869–1943) war einer der bedeutendsten norwegischen Bildhauer der Moderne. Sein Stil verbindet naturalistische Körperlichkeit mit symbolischer Verdichtung. Kulturinstitutionen in Norwegen beschreiben seine Kunst als eine Mischung aus Klassizismus, Symbolismus und einer sehr nordischen Nüchternheit, die sich bewusst von den damals dominierenden Strömungen in Paris oder Berlin absetzt. Statt mythologischer Helden und Herrscher wählte Vigeland häufig alltägliche Menschen als Sujet – Kinder, Eltern, Liebende, Greise.

Die Zusammenarbeit zwischen Gustav Vigeland und der Stadt Oslo führte zur Idee eines eigenen Skulpturenparks. Ursprünglich waren einzelne Werke im Stadtraum verteilt geplant, später setzte sich das Konzept einer konzentrierten Anlage im damals bereits bestehenden Frognerpark durch. Die Umsetzung zog sich über Jahrzehnte hin: Entwürfe, Modelle, technische Lösungen und die Auswahl des Granits als Material für zentrale Werke waren ebenso Teil dieses Prozesses wie städtebauliche Überlegungen zur Wegeführung und zur Integration in den vorhandenen Park.

Historiker betonen, dass Vigelandsanlegget in seiner Gesamtheit wie ein Lebenszyklus gelesen werden kann: viele Figuren zeigen Kinder und Eltern, Paare in verschiedenen Lebensphasen, körperliche Nähe, Konflikt und Versöhnung. Besonders bekannte Motive wie der „Sinnataggen“, ein trotziger kleiner Junge, oder die ineinander verschlungenen Körpergruppen des Monolithen sind in Norwegen längst Teil des kollektiven Bildgedächtnisses geworden. Für deutsche Besucherinnen und Besucher lässt sich diese Wirkung mit der Rolle vergleichen, die etwa der Berliner Bär oder der „Mann mit dem Goldhelm“ im deutschen visuellen Gedächtnis hatten – nur dass Vigeland seine Bildsprache konsequent in ein dreidimensionales, öffentlich zugängliches Kunstwerk übersetzt.

Nach dem Tod Vigelands im Jahr 1943 wurde das Projekt von der Stadt Oslo vollendet. Viele Skulpturen waren bereits modelliert oder als Gipsentwürfe vorhanden. Steinmetze und Gießer setzten seine Pläne in enger Anlehnung an die vorhandenen Modelle um. Das Resultat ist eine monumentale Anlage, die heute nicht nur als Kunstwerk, sondern auch als nationales Symbol und touristischer Fixpunkt gilt.

In norwegischen und internationalen Kunstführern wird das Vigelandsanlegget häufig als eine Art „Gesamtkunstwerk im Freien“ beschrieben. Im Gegensatz zu vielen klassischen Denkmälern, die bestimmten Herrschern oder politischen Ereignissen gewidmet sind, steht hier der Mensch als solcher im Mittelpunkt – mit all seinen Ambivalenzen. Diese Ausrichtung macht das Ensemble auch für ein internationales, besonders europäisches Publikum zugänglich, das vielleicht weniger mit den spezifisch norwegischen Bezügen vertraut ist.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Der Vigeland-Park Oslo ist nicht nur eine Ansammlung von Skulpturen, sondern eine sorgfältig komponierte Raumfolge. Offizielle Unterlagen der Stadt Oslo und norwegische Kunstinstitutionen heben hervor, dass Gustav Vigeland selbst entscheidend an der Gestaltung der Achsen, Treppen und Plätze beteiligt war. Die Architektur ist damit untrennbar mit der Skulptur verbunden – ähnlich wie bei barocken Gartenanlagen, nur in moderner, nordischer Formensprache.

Die Besucher betreten das Kernensemble in der Regel über ein monumentales Eingangstor. Von dort führt eine zentrale Sichtachse über eine Brücke mit zahlreichen Bronzefiguren zum großen Brunnen und weiter auf die zentrale Terrasse mit dem Monolithen. Diese Abfolge ist bewusst dramatisch gestaltet: Zunächst begegnen Gäste kleineren Gruppen und Einzelfiguren, dann verdichten sich die Szenen, bis sie schließlich im Monolithen kulminieren.

Zu den wichtigsten Elementen des Parks zählen:

Die Brücke mit Bronzefiguren: Entlang der Brücke sind zahlreiche Skulpturen von Kindern, Erwachsenen und alten Menschen angeordnet. Viele Szenen wirken überraschend alltäglich: spielende Kinder, ringende Figuren, zärtliche Umarmungen. Andere Motive, etwa Figuren, die scheinbar mit unsichtbaren Kräften ringen, verweisen stärker auf existenzielle Themen wie Angst oder Verlust. Eine der beliebtesten Figuren ist der bereits erwähnte „Sinnataggen“, ein wütender kleiner Junge, dessen energiegeladene Körperhaltung oft fotografiert wird.

Der Brunnen: Der monumentale Brunnen bildet das Zentrum der Anlage. Umgeben von Figuren, die Bäume und Menschen verschmelzen lassen, wird der Lebenskreislauf in einer symbolhaften Form gezeigt: Menschen wachsen aus Bäumen, werden von ihnen getragen und wieder aufgenommen. Norwegische Kunsthistoriker sehen darin eine Anspielung auf nordische Mythen und zugleich ein modernes Bild ökologischer Verbundenheit zwischen Mensch und Natur.

Der Monolith: Der Monolith ist das ikonischste Element des Parks. Er besteht aus einem einzigen Granitblock, in den über hundert ineinander verschlungene menschliche Körper gearbeitet wurden. Der Pfeiler erhebt sich deutlich über die Besucherinnen und Besucher und bildet mit der umlaufenden Treppenanlage eine Art Freiluft-Tempel. Kunstexperten interpretieren das Werk als Bild des menschlichen Strebens, des Miteinanders und der existenziellen Enge des Zusammenlebens – je nach Perspektive als Hoffnungssymbol oder als Verdichtung von Konflikten.

Granitskulpturen und Terrassen: Neben dem Monolithen sind rundum weitere Skulpturen auf Sockeln angeordnet, die unterschiedliche Lebensphasen, Beziehungen und emotionalen Zustände darstellen. Die geometrische Ordnung der Terrassen steht im Kontrast zu den organischen, teils turbulenten Figuren – ein Spannungsverhältnis, das als typisch für Vigelands Stil gilt.

Materialität und Technik: Für deutsche Leserinnen und Leser ist die handwerkliche Dimension besonders interessant: Der Park vereint Bronze- und Granitskulpturen, die mit hoher Präzision ausgeführt sind. Viele Figuren erfordern aus der Nähe betrachtet eine differenzierte Oberflächengestaltung, die Licht und Schatten aktiv einbezieht. In Fachpublikationen wird betont, dass Vigeland und sein Team eng mit erfahrenen Steinmetzen und Gießereien zusammenarbeiteten, um die monumentalen Werke statisch sicher und zugleich fein modelliert zu realisieren.

Norwegische Kulturinstitutionen wie das angeschlossene Vigeland-Museum in Oslo erläutern, dass die Themen des Parks universell gehalten sind: Liebe, Familie, Konflikt, Alter, Tod. Damit unterscheidet sich die Anlage von vielen nationalen Denkmälern, die konkrete historische Ereignisse adressieren. Gerade für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bietet dieser Fokus einen intuitiven Zugang, der auch ohne detaillierte Kenntnis der norwegischen Geschichte funktioniert.

Hinsichtlich der Stilrichtung wird Vigelands Werk oft zwischen Symbolismus und Realismus verortet. Die Körper sind anatomisch weitgehend korrekt, aber zugleich überhöht und in ungewöhnlich dichte Kompositionen gezwungen. Diese Spannung erzeugt die eigentümliche Emotionalität des Parks: Die Figuren wirken vertraut und fremd zugleich, zeitlos und doch sehr konkret.

Vigeland-Park Oslo besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise: Der Vigeland-Park liegt im Stadtteil Frogner, westlich des Zentrums von Oslo. Vom Hauptbahnhof Oslo S fährt die städtische Straßenbahn sowie der Bus in wenigen Minuten in die Nähe des Parks; von der Haltestelle aus ist der Eingang zu Fuß erreichbar. Aus Deutschland ist Oslo aus großen Städten wie Frankfurt, München, Berlin, Düsseldorf oder Hamburg per Direktflug oder mit Umstieg über skandinavische Drehkreuze erreichbar. Für eine Anreise mit der Bahn lässt sich die Fahrt über Kopenhagen und Göteborg planen, kombiniert aus ICE-, Regional- und skandinavischen Fernzügen. Eine Anfahrt mit dem Auto ist über Dänemark und Schweden möglich, unter anderem via Fährverbindungen und mautpflichtige Straßen; Reisende sollten aktuelle Informationen zu Maut- und Umweltzonen in Norwegen sowie eventuelle City-Maut-Regelungen in Oslo beachten.
  • Öffnungszeiten: Der Vigeland-Park im Frognerpark ist als öffentliche Parkanlage ganzjährig zugänglich und in der Regel rund um die Uhr geöffnet. Gerade in den hellen Sommermonaten, wenn es in Oslo sehr spät dunkel wird, entstehen dadurch besondere Lichtstimmungen. Da es sich um einen öffentlichen Park handelt, können einzelne Bereiche temporär wegen Pflegearbeiten oder Veranstaltungen eingeschränkt sein. Öffnungszeiten und eventuelle Einschränkungen können variieren – aktuelle Hinweise sollten direkt bei den offiziellen Informationsseiten des Vigeland-Parks bzw. der Stadt Oslo geprüft werden.
  • Eintritt: Der Zugang zum Vigelandsanlegget im Frognerpark ist grundsätzlich kostenlos. Für das benachbarte Vigeland-Museum, das die Entwicklung des Künstlers und viele Modelle zeigt, kann ein gesonderter Eintritt erhoben werden. Da Preise sich ändern können, empfiehlt sich ein Blick auf die offiziellen Informationsquellen vor Reiseantritt. So lässt sich auch prüfen, ob es Ermäßigungen für Kinder, Studierende oder ältere Besucher gibt.
  • Beste Reisezeit: Aus Sicht vieler Reiseführer lohnt sich ein Besuch des Vigeland-Parks ganzjährig. In den Sommermonaten von Juni bis August erleben Gäste lange Tage, milde Temperaturen und häufig lebhaftes Treiben mit Picknickdecken, Streetfood-Events im weiteren Parkbereich und viel Familienbetrieb. Besonders stimmungsvoll ist der frühe Morgen oder der späte Abend, wenn die Sonne tief steht und die Skulpturen lange Schatten werfen. Im Frühling entstehen eindrucksvolle Kontraste zwischen den ersten Blüten und den hellen Granitfiguren, während Herbstbesuche mit intensivem Laubfarbenspiel punkten. Im Winter hat der Park unter Schnee einen sehr stillen, beinahe meditativen Charakter; Besucher sollten dann warme, rutschfeste Kleidung einplanen.
  • Sprache und Verständigung: In Oslo wird Norwegisch gesprochen, doch Englisch ist im Stadtgebiet weit verbreitet. In touristischen Einrichtungen, Hotels und Museen kommen Reisende aus Deutschland in der Regel mit Englisch sehr gut zurecht. Gelegentlich sind auch Informationen auf Deutsch verfügbar, etwa in mehrsprachigen Broschüren. Ein paar norwegische Wörter („takk“ für „Danke“, „hei“ für „Hallo“) werden von Gastgebern positiv aufgenommen, sind aber keine Voraussetzung.
  • Zahlungsmittel und Trinkgeld: Norwegen setzt stark auf bargeldlose Zahlung. In Oslo können gängige Kreditkarten und oft auch Debitkarten in den meisten Geschäften, Restaurants und Verkehrsmitteln genutzt werden; kontaktloses Bezahlen per Smartphone ist weit verbreitet. Die norwegische Währung ist die Norwegische Krone (NOK). Richtwerte in Euro hängen vom wechselnden Kurs ab; Reisende sollten aktuelle Umrechnungen vor Ort oder über seriöse Finanzdienste prüfen. Trinkgeld ist in Norwegen nicht so stark ritualisiert wie in Deutschland: In Restaurants wird bei gutem Service häufig ein Aufrunden um einige Prozent bzw. ein kleiner Betrag zusätzlich gegeben, ist aber nicht zwingend. In Cafés und bei kleinen Beträgen ist Trinkgeld eher freiwillig.
  • Kleiderordnung und Verhalten: Für den Besuch des Vigeland-Parks gibt es keine formale Kleiderordnung. Da man viel zu Fuß unterwegs ist, sind bequeme Schuhe und wetterangepasste Kleidung sinnvoll. Im Winter empfehlen sich mehrere Kleidungsschichten sowie Mütze und Handschuhe. Besucher sollten sich bewusst sein, dass es sich um einen künstlerisch und kulturell bedeutsamen Ort handelt: Klettern auf Skulpturen, Beschädigungen oder laute Musik in unmittelbarer Nähe der Kunstwerke werden von der Stadt Oslo nicht toleriert. Ein respektvoller Umgang trägt dazu bei, das Ensemble langfristig zu erhalten.
  • Fotografieren: Das Fotografieren im Freien ist im Vigeland-Park grundsätzlich erlaubt, und viele Motive sind geradezu ikonisch. Für den privaten Gebrauch gibt es in der Regel keine Einschränkungen. Wer jedoch professionelle Fotoshootings, kommerzielle Projekte oder den Einsatz von größerem Equipment plant, sollte sich vorab über eventuelle Genehmigungen bei der Stadt Oslo informieren. Drohneneinsatz ist durch lokale Regelungen meist eingeschränkt und kann zusätzlichen Bewilligungen unterliegen.
  • Einreisebestimmungen: Norwegen gehört zum Schengen-Raum, ist aber kein EU-Mitglied. Deutsche Staatsbürger können in der Regel mit gültigem Personalausweis oder Reisepass einreisen. Da sich Bestimmungen ändern können, insbesondere im Bereich Gesundheits- oder Sicherheitsanforderungen, sollten Reisende die jeweils aktuellen Einreisehinweise und Reise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Für Österreich und die Schweiz gelten eigene Regelungen, die über die jeweiligen Außenministerien abrufbar sind.
  • Zeitzone: Oslo liegt in der mitteleuropäischen Zeitzone. Im Winter gilt wie in Deutschland die Mitteleuropäische Zeit (MEZ), im Sommer die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Damit besteht in der Regel keine Zeitverschiebung zwischen Oslo und deutschen Großstädten – praktisch für Flugplanung, Telefonate und digitale Termine.
  • Gesundheit und Versicherung: Reisende aus EU- und EWR-Staaten können mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) in Norwegen in Notfällen medizinische Leistungen zu den Bedingungen des norwegischen öffentlichen Gesundheitssystems in Anspruch nehmen. Dennoch empfehlen viele Verbraucher- und Reiseorganisationen eine ergänzende Auslandsreisekrankenversicherung, um etwaige Eigenanteile, Rücktransporte oder Leistungen in privaten Kliniken abzudecken.

Warum Vigelandsanlegget auf jede Oslo-Reise gehört

Für viele Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist der Vigeland-Park Oslo mehr als nur ein „Pflichtpunkt“ auf der Sightseeing-Liste. Er bietet die seltene Kombination aus intensiver Kunstbegegnung und entspannter Parkatmosphäre. Wer sonst eher Respekt vor Museumsräumen hat, kann hier ohne Schwellenangst durch ein lebendiges Freiluft-Museum spazieren, in dem die Stadtbewohner joggen, Familien picknicken und Kunstliebhaber Details studieren.

Die universellen Themen der Skulpturen ermöglichen eine direkte emotionale Verbindung. Paare, die an den innig umschlungenen Figuren vorbeigehen, Eltern mit Kinderwagen, ältere Besucher, die sich an den Szenen des Alterns und Abschieds festblicken – all das macht den Park zu einem Ort der stillen Reflexion. Im Unterschied zu vielen klassischen Sehenswürdigkeiten, die vor allem ein „schönes Foto“ liefern, lädt das Vigelandsanlegget zum längeren Verweilen ein.

Für eine Städtereise aus Deutschland nach Oslo lässt sich der Park ideal mit anderen Attraktionen kombinieren: Unweit liegen Museen, Wohnviertel mit Cafés und Boutiquen sowie gute Verbindungen zum Fjordufer. Wer einen ganzen Tag in der Stadt hat, kann morgens den Vigeland-Park besuchen, mittags das Vigeland-Museum oder andere Kulturinstitutionen erkunden und den Abend am Wasser oder in einem der neuen Stadtquartiere verbringen.

Reiseführer wie Marco Polo oder das ADAC Reisemagazin ordnen den Vigeland-Park regelmäßig als zentrale Attraktion ein, die auch bei begrenzter Zeit in Oslo kaum fehlen sollte. Für deutsche Besucher ist der Park dank seines kostenlosen Zugangs, der geringen Sprachbarrieren und der guten Erreichbarkeit ein besonders niedrigschwelliges Kulturangebot. Im Gegensatz zu stark reglementierten Museen lässt sich der Besuch spontan einplanen – ein Pluspunkt bei unbeständigem Wetter oder variablem Tagesprogramm.

Auch wer Norwegen in erster Linie wegen seiner Fjorde, Berge und Küstenlandschaften besucht, sollte überlegen, Oslo als kulturellen Auftakt oder Abschluss der Reise einzuplanen. Der Besuch des Vigelandsanlegget vermittelt einen tiefen Einblick in das Menschenbild und das ästhetische Empfinden des Landes – eine Ergänzung zu Naturerlebnissen, die sich nicht auf spektakuläre Panoramen beschränkt.

Vigeland-Park Oslo in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien hat sich der Vigeland-Park Oslo längst zu einem visuellen Fixpunkt etabliert. Auf Plattformen mit starkem Bildfokus werden sowohl die „klassischen“ Motive – etwa der Monolith im Abendlicht oder der „Sinnataggen“ im Nahporträt – als auch überraschende Blickwinkel geteilt, beispielsweise bei Schnee, unter tiefstehender Wintersonne oder im Kontrast zu Streetstyle-Outfits von Osloerinnen und Osloern. Reisende aus Deutschland nutzen die Kanäle häufig, um sich vorab inspirieren zu lassen, typische Fotospots zu identifizieren oder besondere Lichtstimmungen zu planen. Auch Hinweise auf weniger bekannte Perspektiven, ruhige Parkbereiche oder Kombinationen mit nahegelegenen Cafés und Museen verbreiten sich dort.

Häufige Fragen zu Vigeland-Park Oslo

Wo liegt der Vigeland-Park Oslo genau?

Der Vigeland-Park liegt im Stadtteil Frogner im Westen von Oslo in Norwegen, eingebettet in den größeren Frognerpark. Vom Stadtzentrum und vom Hauptbahnhof Oslo S ist das Areal in wenigen Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar; eine Reihe von Straßenbahnlinien und Bussen hält in der Nähe, von wo aus der Park zu Fuß gut erreichbar ist.

Was ist das Besondere am Vigelandsanlegget?

Das Besondere am Vigelandsanlegget ist, dass alle Skulpturen von einem einzigen Künstler, Gustav Vigeland, entworfen wurden. Damit gilt der Vigeland-Park als der größte Skulpturenpark der Welt, der einem einzelnen Bildhauer gewidmet ist. Die Anlage erzählt mit über 200 Skulpturen den Lebenszyklus des Menschen in einer eindrucksvollen, architektonisch komponierten Abfolge von Brücke, Brunnen und Monolith-Terrasse.

Kostet der Besuch des Vigeland-Parks Eintritt?

Der Besuch des Vigeland-Parks im Frognerpark ist grundsätzlich kostenlos. Reisende können die Skulpturenanlage bei jedem Wetter und zu allen Tageszeiten erkunden, da der Park als öffentliche Grünanlage funktioniert. Lediglich für das benachbarte Vigeland-Museum kann ein gesonderter Eintritt anfallen; aktuelle Preise sollten vorab auf offiziellen Informationsseiten geprüft werden.

Wie viel Zeit sollte man für den Besuch einplanen?

Für einen ersten Eindruck des Vigeland-Parks sollten Besucher mindestens ein bis zwei Stunden einplanen, um die wichtigsten Elemente – Brücke, Brunnen, Monolith – in Ruhe zu betrachten. Wer fotografieren, unterschiedliche Perspektiven ausprobieren oder auch den weiteren Frognerpark genießen möchte, kann problemlos einen halben Tag im Areal verbringen. Bei kombinierten Besuchen mit dem Vigeland-Museum empfiehlt sich entsprechend mehr Zeit.

Wann ist die beste Reisezeit für den Vigeland-Park aus deutscher Sicht?

Die beste Reisezeit hängt von den eigenen Vorlieben ab. In den Sommermonaten von Juni bis August bietet Oslo lange Tage, viel Grün und eine lebendige Parkatmosphäre. Frühling und Herbst punkten mit besonderem Licht und weniger Andrang, während der Winter den Park in eine ruhige, verschneite Landschaft verwandeln kann. Da Oslo aus Deutschland relativ gut erreichbar ist, lässt sich der Park gut in Wochenendtrips in der hellen Jahreszeit integrieren, aber auch als ruhiger Höhepunkt einer Winterreise nach Skandinavien erleben.

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