Victoria Falls: die größte Wasserwand Afrikas
Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 12:50 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Victoria Falls an der Grenze von Simbabwe und Sambia gehört zu den eindrucksvollsten Wasserfällen der Erde und bildet eine geschlossene Wand aus stürzender Wasserfläche über die gesamte Breite des Sambesi.
Victoria Falls zwischen Sambesi und Basaltgorge
Die Victoria Falls liegen im Süden Afrikas, wo der Sambesi auf einer Breitenlinie von rund 17 Grad südlicher Breite die Grenze zwischen Simbabwe und Sambia bildet und sich an einer Basaltkante abrupt in eine Folge enger Schluchten stürzt.Die Lage an der Basaltkante prägt den Charakter des Wasserfalls, weil der Fluss direkt von einem Plateau in die erste Schlucht der Batoka Gorge übergeht.Die Batoka Gorge zieht sich unterhalb der Fälle in einer Folge von Felsrissen durch die Ebene.
Der Sambesi ist hier besonders breit, bevor er über die Felskante stürzt, und die Wasserlinie spannt sich über eine Strecke von etwa 1.708 Metern quer über den Fluss.Diese Spannweite macht Victoria Falls zu einer der größten zusammenhängenden Wasserwände weltweit, weil sich die Fallkante fast schnurgerade durch das Flussbett zieht und mehrere Teilabschnitte des Wasserfalls umfasst.Die Fallhöhe von maximal etwa 108 Metern führt das Wasser direkt in die schmale Schlucht, in der sich die Gischt verdichtet.
Mosi-oa-Tunya und UNESCO-Welterbe
Die einheimische Bezeichnung Mosi-oa-Tunya hat sich für Victoria Falls neben dem englischen Namen eingebürgert und verweist auf die hohen Wasserstände des Sambesi, bei denen der Wasserfall eine geschlossene Wand aus Wasser bildet.Unter dem gemeinsamen Titel Mosi-oa-Tunya / Victoria Falls steht der Wasserfall seit dem späten 20. Jahrhundert auf der Welterbeliste der UNESCO, anerkannt als Naturgebiet mit außerordentlicher geologischer und landschaftlicher Bedeutung.Die Einstufung als Welterbestätte hebt die Größe der zusammenhängenden Wasserwand und die Vielfalt der Basaltgorges hervor.
Die Umgebung der Victoria Falls ist von Schutzgebieten gesäumt, die sich beiderseits des Sambesi erstrecken und den Wasserfall in einen Gürtel aus Flusslandschaft, Miombo-Wald und offenen Grasflächen einbinden.Auf sambischer Seite folgt der Mosi-oa-Tunya-Nationalpark dem Flusslauf und umfasst Inseln im Sambesi, während auf simbabwischer Seite der Victoria Falls National Park das Gebiet von einem Abschnitt oberhalb des Wasserfalls bis in die Batoka Gorge begleitet.Die beiden Nationalparks sichern die natürliche Kulisse, in der der Wasserfall mit seinen steilen Basaltwänden und dem tropisch geprägten Regenwald an den Hängen liegt.
Historische Namen und stürzende Wassermassen
Die Victoria Falls sind eng mit dem Namen des schottischen Forschungsreisenden David Livingstone verbunden, der den Wasserfall im 19. Jahrhundert für eine europäische Öffentlichkeit bekannt machte und ihm den englischen Namen zu Ehren der britischen Königin gab.Livingstones Reiseberichte ordnen die Entdeckung des Wasserfalls in die Phase der europäischen Erforschung des Sambesi ein und ergänzen die bereits lange etablierte einheimische Bezeichnung Mosi-oa-Tunya, die den Geräusch- und Gischtcharakter des Wasserfalls beschreibt.
Die Wasserführung des Sambesi macht sich an den Victoria Falls besonders bemerkbar, weil der Fluss hier mit großer Breite auf die Basaltkante trifft und sich in mehrere Teilabstürze gliedert, deren Höhen zwischen etwa 60 und etwas über 100 Metern liegen.Abschnitte wie Devil’s Cataract, Main Falls und Rainbow Falls markieren verschiedene Punkte an der Fallkante, an denen der Sambesi unterschiedliche Fallhöhen erreicht und in die enge Schlucht stürzt, die sich sofort unterhalb der Lippe des Wasserfalls öffnet.Die Breite von etwa 1,7 Kilometern kombiniert sich mit der maximalen Höhe von rund 108 Metern zu einer zusammenhängenden Wasserwand, die im Hochwasserstand des Sambesi die gesamte Kante füllt.
Victoria Falls besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Victoria Falls liegt am Sambesi in Südafrika an der Grenze von Simbabwe und Sambia, erreichbar über die Stadt Victoria Falls in Simbabwe und über Livingstone in Sambia mit internationalen und regionalen Flügen sowie Straßenverbindungen.
- Das Gelände rund um die Victoria Falls ist durch Basaltgestein, steile Hänge und teils stark ansteigende Wege geprägt, an mehreren Aussichtspunkten führen Treppen und Pfade in unmittelbare Nähe der Schluchtkante.
- In der Umgebung der Victoria Falls liegen auf simbabwischer Seite der Victoria Falls National Park und auf sambischer Seite der Mosi-oa-Tunya-Nationalpark, in denen sich Wege und Aussichtspunkte entlang des Sambesi und an der Schlucht verteilen.
- Amtssprachen sind unter anderem Englisch in Simbabwe und Englisch in Sambia, gezahlt wird in Simbabwe in Simbabwe-Dollar und in Sambia in Sambischer Kwacha.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Victoria Falls auf Social-Media-Plattformen
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Victoria Falls: häufige Fragen
Wo liegen die Victoria Falls genau?
Die Victoria Falls liegen am Sambesi an der Grenze zwischen Simbabwe und Sambia, nahe der Stadt Victoria Falls in Simbabwe und der Stadt Livingstone in Sambia.
Was bietet ein Besuch an den Victoria Falls?
Ein Besuch führt entlang mehrerer Aussichtspunkte an der Kante der Basaltgorge, von denen aus sich die geschlossene Wasserwand des Sambesi und die steilen Felswände aus unterschiedlichen Blickwinkeln über Wege und Pfade erleben lässt.
Was kennzeichnet die Victoria Falls im Vergleich zu anderen Wasserfällen?
Die Victoria Falls sind durch die Kombination aus einer etwa 1,7 Kilometer breiten Fallkante und einer maximalen Höhe von rund 108 Metern gekennzeichnet, die eine zusammenhängende Wasserwand und eine Folge enger Basaltgorges bilden.
