Victoria Falls, Simbabwe/Sambia

Victoria Falls: die größte Wasserwand Afrikas

Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 13:30 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Victoria Falls stürzt als gewaltige Wasserwand des Sambesi über Basaltklippen in eine schmale Schlucht und bildet ein UNESCO-Welterbe von außergewöhnlicher Schönheit.

Isometrisches Diorama von Victoriafälle in Victoria Falls, Simbabwe/Sambia in Pastell
Isometrisches Diorama von Victoriafälle und Umgebung in Victoria Falls Simbabwe/Sambia, verspielte Low-Poly-Kulisse in Pastellfarben, Illustration mit AI erstellt.

Victoria Falls an der Grenze zwischen Simbabwe und Sambia ist eine der eindrucksvollsten Wasserfälle der Erde: Der Sambesi stürzt hier über eine breite Basaltkante in eine schmale Schlucht und bildet eine geschlossene Wand aus Wasser, die als größte Wasserwand des Kontinents gilt. Der schottische Missionar und Forscher David Livingstone erreichte die Fälle im Jahr 1855 und prägte den englischen Namen zu Ehren der britischen Königin, während der lokale Name Mosi-oa-Tunya „die Rauch, der donnert“ beschreibt und auf die gewaltige Gischt verweist.

Victoria Falls: Sambesi über Basaltklippen

Die Victoria Falls liegen ungefähr in der Mitte des Sambesi-Laufs und markieren eine markante Stufe im Fluss, an der sich der Strom auf voller Breite über eine Felskante ergießt. Der Wasserfall zieht sich über rund 1.708 m entlang der Abbruchkante und erreicht eine maximale Fallhöhe von etwa 108 m, wodurch ein geschlossenes Band aus herabstürzendem Wasser entsteht, das häufig als größte zusammenhängende Wasserwand der Welt beschrieben wird.Der Wasserfall spannt sich über rund 1.708 m Die Fälle gehören zu den größten Wasserfällen der Erde und werden im internationalen Vergleich oft dem Niagara-Fall-System und den Iguazú-Fällen gegenübergestellt, wobei die Kombination aus Breite und Höhe als besonders charakteristisch gilt.Die Höhe liegt bei etwa 108 m

Geologisch liegt der Wasserfall auf einem Plateau aus vulkanischen Gesteinen, in dem widerständige Basalt- und Doleritlagen die Kante des Falls bilden. Der Sambesi hat im Verlauf vieler Jahrtausende Spalten und Brüche in diesem Gestein erweitert, sodass hinter der heutigen Abbruchkante eine Folge enger Schluchten entstanden ist, in die sich der Fluss nach dem Sturz des Wassers einsenkt.Basalt und Dolerit bilden die Basis des Falls Mehrere Teilabschnitte wie Devil’s Cataract, Main Falls, Rainbow Falls und Eastern Cataract gliedern die Wasserwand, die je nach Wasserstand des Sambesi unterschiedlich stark hervortreten.

Mosi-oa-Tunya: „Smoke that Thunders“ als Welterbe

Die Victoria Falls tragen neben ihrem englischen Namen die lozische Bezeichnung Mosi-oa-Tunya, die sinngemäß „Rauch, der donnert“ bedeutet und sich auf die hoch aufsteigende Wasser-Gischt und den donnernden Geräuschpegel bezieht.Die lokale Bezeichnung Mosi-oa-Tunya verweist auf Gischt und Donnern Die feine Zerstäubung des Wassers bildet über den Fällen eine weit sichtbare Wolke, in der sich bei Sonneneinfall häufig Regenbögen abzeichnen, während in der Schlucht dichte Vegetation gedeiht, die von der permanenten Feuchtigkeit profitiert.

Die UNESCO hat den grenzüberschreitenden Naturraum unter der Doppelbezeichnung Mosi-oa-Tunya / Victoria Falls in die Welterbeliste aufgenommen und würdigt damit sowohl die außergewöhnliche landschaftliche Schönheit als auch die geologischen Prozesse, die den Wasserfall geformt haben.Mosi-oa-Tunya / Victoria Falls ist als UNESCO-Welterbe eingetragen Auf sambischer Seite gehören die Hauptfälle zum Mosi-oa-Tunya-Nationalpark, auf der Seite Simbabwes liegen sie im Victoria Falls National Park, beide geschützt als zusammenhängender Naturraum mit steilen Basaltwänden, Flusslandschaft und Regenwaldgürtel.Die Hauptfälle liegen in zwei Nationalparks

Livingstone und die Erschließung der Fälle

Für die lokale Bevölkerung waren die Victoria Falls bereits lange vor europäischer Erkundung bekannt, doch erst die Reisen des schottischen Missionars David Livingstone machten sie im 19. Jahrhundert in Europa und Nordamerika bekannt. Livingstone reiste zwischen 1852 und 1856 entlang des Sambesi und erreichte die Fälle im November 1855, begleitet von Angehörigen des Makololo-Stammes, die ihn auf einem kleinen Inselchen im Fluss an die Abbruchkante führten.David Livingstone besuchte die Fälle im November 1855 Das Eiland trägt heute den Namen Livingstone Island und liegt am Rand der Hauptfälle auf sambischer Seite.

Livingstone benannte den Wasserfall nach Königin Victoria und nahm die Beschreibung der Fälle in seine Reiseberichte auf, wodurch der Ort in Karten und naturkundlichen Publikationen seinen Platz erhielt.Der Name Victoria Falls geht auf David Livingstone zurück Seit dem späten 19. Jahrhundert entstanden in der Umgebung der Fälle Siedlungen und Verkehrswege; die heutige Stadt Victoria Falls in Simbabwe und die Stadt Livingstone in Sambia liegen jeweils nahe am gleichnamigen Naturwunder und dienen als Ausgangspunkte für Besuche des Wasserfalls und der ihn umgebenden Parks.

Victoria Falls besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Victoria Falls liegt am Sambesi an der Grenze zwischen Simbabwe und Sambia; zentrale Ausgangspunkte sind die Stadt Victoria Falls in Simbabwe und die sambische Stadt Livingstone, die jeweils über Flughäfen und Straßennetze mit anderen Teilen des Landes verbunden sind.
  • Der Besuch der Aussichtspunkte erfolgt zu Fuß auf Wegen, die an der Schluchtkante entlangführen, teils mit Stufen und kurzen Anstiegen, wobei die Böden durch Spritzwasser des Falls nass und rutschig sein können.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
  • Im Umfeld der Fälle liegen Mosi-oa-Tunya-Nationalpark in Sambia und Victoria Falls National Park in Simbabwe, in denen sich weitere Aussichtspunkte, Flussuferabschnitte und Tierbeobachtungsgebiete befinden.

Victoria Falls auf Social-Media-Plattformen

Diese Links öffnen auf den jeweiligen Plattformen eine Suche nach dem Stichwort Victoria Falls.

Victoria Falls: häufige Fragen

Wo liegen die Victoria Falls?

Die Victoria Falls liegen am Sambesi an der Grenze zwischen Simbabwe und Sambia, nahe den Städten Victoria Falls und Livingstone.

Was bietet ein Besuch der Victoria Falls?

Ein Besuch der Victoria Falls erschließt mehrere Aussichtspunkte entlang der Schluchtkante, an denen sich der Blick auf die Wasserwand, die Gischtwolken und die bewaldete Schlucht richtet.

Was kennzeichnet die Victoria Falls besonders?

Kennzeichnend für die Victoria Falls ist die Kombination aus einer Breite von rund 1.708 m, einer Fallhöhe von etwa 108 m und der geschlossenen Wasserwand, die als größte Wasserwand der Welt gilt.

Disclaimer...

de | unterhaltung | 70098747 |