Verdonschlucht, Gorges du Verdon

Verdonschlucht: Warum die Gorges du Verdon Frankreichs Canyon-Ikone ist

20.05.2026 - 18:39:11 | ad-hoc-news.de

Die Verdonschlucht (Gorges du Verdon) bei Moustiers-Sainte-Marie in Frankreich gilt als spektakulärste Schlucht Europas. Was macht sie für Reisende aus Deutschland so besonders – und wie erlebt man sie wirklich?

Verdonschlucht, Gorges du Verdon, Frankreich
Verdonschlucht, Gorges du Verdon, Frankreich

Türkisgrünes Wasser, bis zu 700 Meter hohe Felswände und der Duft von Lavendel in der Luft: Die Verdonschlucht, lokal Gorges du Verdon („Schlucht des Verdon“) genannt, wirkt wie ein europäischer Grand Canyon – nur eine Autotagesreise von Deutschland entfernt. Wer von den Aussichtspunkten in die Tiefe blickt oder mit dem Kajak auf dem smaragdgrünen Fluss gleitet, versteht schnell, warum diese Landschaft zu den eindrucksvollsten Naturmonumenten Frankreichs zählt.

Verdonschlucht: Das ikonische Wahrzeichen von Moustiers-Sainte-Marie

Die Verdonschlucht liegt im Hinterland der Côte d’Azur, zwischen dem Stausee Lac de Sainte-Croix und dem Ort Castellane, in der Provence im Südosten Frankreichs. Das kleine, als eines der „plus beaux villages de France“ ausgezeichnete Dorf Moustiers-Sainte-Marie schmiegt sich an eine Felswand oberhalb des Sees und gilt als klassisches Tor zur Schlucht. Von hier aus sind es nur wenige Minuten bis zu berühmten Aussichtspunkten über dem Verdon.

Die französische Tourismuszentrale Atout France beschreibt die Gorges du Verdon als eine der größten und schönsten Schluchten Europas und betont ihren Status als landschaftliches Wahrzeichen der Provence. Auch das Magazin GEO Saison zählt die Verdonschlucht regelmäßig zu den spektakulärsten Naturzielen Frankreichs – nicht nur wegen der Höhe der Felswände, sondern vor allem wegen des intensiven, fast schon unwirklichen Türkis des Flusses, das durch mineralreiche Sedimente entsteht.

Für Reisende aus Deutschland verbindet die Verdonschlucht gleich mehrere Sehnsuchtsmotive: mediterranes Klima, ursprüngliche Natur und provenzalische Dörfer, die man sonst eher aus Bildern von Lavendelfeldern kennt. Anders als die dicht besuchten Strände der Côte d’Azur bietet das Verdon-Tal eine Kombination aus Ruhe, Outdoor-Abenteuer und französischer Lebensart, die sich auf einer Rundreise durch Südfrankreich ideal einbauen lässt.

Geschichte und Bedeutung von Gorges du Verdon

Geologisch reicht die Geschichte der Verdonschlucht weit in die Erdgeschichte zurück. Nach Angaben des französischen Nationalparks Verdon und der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur hat der Fluss Verdon über Millionen von Jahren die Kalksteinplateaus der Hochprovence ausgewaschen und dabei eine bis zu rund 25 Kilometer lange Hauptschlucht mit Seitenarmen geschaffen. Die charakteristischen Felswände erreichen nach übereinstimmenden Angaben der Tourismusbehörden Höhen von bis zu etwa 700 Metern – etwa viermal so hoch wie der Kölner Dom.

Der Name „Verdon“ leitet sich vom altfranzösischen Wort für „grün“ ab und verweist auf die markante Farbe des Wassers. Diese entsteht laut Informationen der regionalen Umweltbehörden durch feine Gesteinspartikel und gelöste Mineralien, die das Sonnenlicht so brechen, dass ein intensives Smaragd- oder Türkistürkis entsteht. Schon im 19. Jahrhundert zog dieses Naturphänomen frühe Naturforscher und Reisende an, doch erst im 20. Jahrhundert entwickelte sich das Gebiet zu einem breiter bekannten Reiseziel.

Ein Wendepunkt war der Bau mehrerer Stauseen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, insbesondere des Lac de Sainte-Croix, der Anfang der 1970er-Jahre geflutet wurde. Offizielle Informationen der Energiebetriebe und der Tourismusregion heben hervor, dass dadurch nicht nur erneuerbare Energie und Trinkwasserreserven geschaffen wurden, sondern auch ein großflächiges Freizeitgebiet mit Stränden, Segelrevieren und Badeplätzen. Gleichzeitig rückte der Beginn der Verdonschlucht an den Stausee heran – heute starten viele Boots- und Kanutouren direkt an den Ufern des Lac de Sainte-Croix.

Um die empfindliche Landschaft zu schützen, wurde das Gebiet rund um die Gorges du Verdon als „Parc naturel régional du Verdon“ (Regionaler Naturpark Verdon) ausgewiesen. Diese Schutzkategorie existiert in Frankreich, um landschaftlich und kulturell bedeutende Regionen zu bewahren, ohne sie vollständig zu einem klassischen Nationalpark mit strengeren Regeln zu machen. Der Naturpark arbeitet laut seinen offiziellen Veröffentlichungen eng mit Gemeinden, Tourismusbetrieben und Umweltorganisationen zusammen, um nachhaltige Angebote zu entwickeln und Massenandrang zu steuern.

Auch kulturell spielt die Verdonschlucht eine Rolle in der Identität der Provence. Reiseführer wie das „ADAC Reisemagazin Provence“ oder „Merian Provence“ stellen regelmäßig heraus, dass der Canyon nicht nur ein Fotomotiv ist, sondern auch eine Grenze zwischen unterschiedlichen Landschaften markiert: dem eher alpinen Hinterland mit seinen Plateaus und dem mediterran geprägten Süden mit Olivenhainen und Lavendelfeldern. Für viele französische Familien ist der Verdon ein klassisches Sommerziel – ähnlich beliebt wie für deutsche Urlauber der Chiemsee oder der Bodensee.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Auch wenn die Verdonschlucht selbst ein Naturphänomen ist, prägen einige menschengemachte Strukturen das Erlebnis. Dazu zählen vor allem die spektakulären Panoramastraßen, die auf beiden Seiten der Schlucht verlaufen. Die sogenannte „Route des Crêtes“ bei La Palud-sur-Verdon ist eine rund 24 Kilometer lange Schleife mit zahlreichen Aussichtspunkten, von denen sich die Felswände und Schleifen des Flusses eindrucksvoll überblicken lassen. Die offizielle Tourismusinformation der Region beschreibt diese Route als eine der schönsten Panoramastraßen Südfrankreichs, allerdings mit engen Kurven und steilen Abgründen – vergleichbar mit alpinen Passstraßen.

Auf der gegenüberliegenden Seite verläuft die „Corniche Sublime“, die sogenannte „erhabene Straße“. Sie folgt ebenfalls dem Verlauf der Schlucht und bietet immer wieder Parkbuchten und Aussichtsterrassen. Mehrere französische Reisemagazine, darunter Le Routard und Guide Vert Michelin, empfehlen, die beiden Ufer bei einem Tagesausflug zu kombinieren, sofern man Fahrzeit und Höhenunterschiede einkalkuliert.

Architektonisch besonders ins Auge sticht der Staudamm von Sainte-Croix, der den Lac de Sainte-Croix aufstaut. Er ist ein typisches Beispiel der französischen Ingenieurskunst der 1970er-Jahre: funktional, massiv und in die Felsen eingebettet. Auch wenn der Damm selbst selten im Mittelpunkt touristischer Motive steht, prägt er maßgeblich die heutige Landschaft und macht viele Wassersportaktivitäten erst möglich.

Im Bereich Kunst und Handwerk spielt vor allem Moustiers-Sainte-Marie eine Schlüsselrolle. Das Dorf ist seit Jahrhunderten für seine Fayence-Keramik bekannt. Laut kulturhistorischen Darstellungen im örtlichen Keramikmuseum und Berichten französischer Medien entwickelte sich hier im 17. und 18. Jahrhundert ein bedeutendes Zentrum für feine, handbemalte Keramik, die bis an den Hof von Ludwig XIV. geliefert wurde. Noch heute säumen Keramikwerkstätten, Ateliers und Galerien die Gassen, und viele Motive greifen die Landschaft der Verdonschlucht auf.

Eine weitere Besonderheit ist die große goldene Sternenkette, die hoch über Moustiers-Sainte-Marie zwischen zwei Felsen hängt. Der Legende nach ließ ein Ritter diesen Stern als Dankgelübde aufhängen, nachdem er aus der Gefangenschaft heimgekehrt war. Die genaue Herkunft ist historisch nicht eindeutig belegbar, doch der Stern gehört heute untrennbar zum Ortsbild und wird häufig gemeinsam mit Ansichten der Schlucht gezeigt. Deutsche Reisende assoziieren das Bild nicht selten mit alpenländischen Bergdörfern – nur dass im Hintergrund statt schneebedeckter Gipfel die Hochprovence und die Gorges du Verdon warten.

Besonders markant – und für Kletterer ein Magnet – sind die vertikalen Kalkwände, die den Canyon säumen. Der französische Alpenverein (Fédération française des clubs alpins et de montagne) weist die Verdonschlucht als eine der bedeutendsten Kletterregionen des Landes aus. Seit den 1970er-Jahren wurden hunderte Routen eingerichtet, darunter extrem anspruchsvolle Mehrseillängen-Touren, die in der internationalen Kletterszene Kultstatus haben. Für viele Besucher bleibt es jedoch beim staunenden Blick von den sicheren Aussichtsterrassen.

Verdonschlucht besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise(inkl. Flug/Bahn/Auto-Optionen ab Deutschland, soweit sinnvoll)

Die Gorges du Verdon liegt in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur, rund 120 bis 150 Kilometer nordwestlich von Nizza und etwa 100 Kilometer nördlich von Draguignan. Aus Deutschland lässt sich die Region auf mehreren Wegen erreichen:

Per Flugzeug: Größter internationaler Flughafen in der Nähe ist Nizza (Nice Côte d’Azur). Von Frankfurt am Main, München, Berlin und Düsseldorf bestehen saisonal und teils ganzjährig Direktverbindungen großer Linien- und Ferienfluggesellschaften; die Flugzeit liegt in der Regel zwischen 1,5 und 2 Stunden. Von Nizza aus fährt man mit dem Mietwagen je nach Route und Verkehr etwa 2 bis 2,5 Stunden bis zum Lac de Sainte-Croix oder nach Moustiers-Sainte-Marie. Alternativ kommen auch die Flughäfen Marseille-Provence oder Toulon-Hyères in Betracht, die ebenfalls mit Deutschland verbunden sein können.

Per Bahn: Eine rein bahn- und busbasierte Anreise erfordert meist einen Umstieg in größere Städte. Mit ICE und TGV gelangt man etwa über Paris oder Lyon nach Aix-en-Provence TGV oder Marseille-Saint-Charles. Von dort aus führen regionale Züge und Buslinien weiter Richtung Manosque, Digne-les-Bains oder Draguignan, von wo wiederum regionale Busse oder Mietwagen genutzt werden. Die Deutsche Bahn und die französische SNCF bieten Verbindungen mit nur wenigen Umstiegen; genaue Fahrpläne sollten vorab geprüft werden.

Per Auto: Für viele Reisende aus Süddeutschland ist die Anreise mit dem eigenen Auto attraktiv. Von Stuttgart oder München führt die Route meist über die Schweiz (z.B. via Zürich) oder über Frankreich (Straßburg, Lyon) in Richtung Aix-en-Provence und weiter über Landstraßen in die Verdonschlucht. Aus dem Raum Köln/Frankfurt bietet sich die Strecke über Luxemburg oder Metz, dann weiter Richtung Lyon an. In Frankreich sind die Autobahnen mautpflichtig, die Gebühren können sich bei einer langen Anfahrt summieren. Dafür bleibt man vor Ort flexibel und kann die Panoramastraßen der Schlucht unabhängig erkunden.

  • Öffnungszeiten (mit Hinweis: „Öffnungszeiten können variieren — direkt bei Verdonschlucht prüfen.)

Die Verdonschlucht selbst ist als Landschaft grundsätzlich frei zugänglich; es gibt keine einheitlichen „Öffnungszeiten“ für den Canyon. Allerdings unterliegen einzelne Einrichtungen wie Besucherzentren, Bootsverleihe, Parkplätze und Museen saisonalen Öffnungszeiten. In den Sommermonaten (ungefähr Mai bis September) sind die Angebote naturgemäß deutlich umfangreicher, während einige Betriebe in der Nebensaison ganz oder teilweise schließen.

Wer Bootfahren, Canyoning oder geführte Wanderungen plant, sollte unbedingt die aktuellen Öffnungszeiten und Betriebszeiten direkt bei den lokalen Anbietern oder den offiziellen Tourismusbüros der Region Verdon und von Moustiers-Sainte-Marie prüfen. Auch Straßensperrungen – etwa wegen Felsräumarbeiten oder Schnee auf den Hochplateaus – werden regional bekanntgegeben und können saisonal variieren.

  • Eintritt (nur bei Doppel-Verifikation; sonst zeitlos; Euro zuerst, Lokalwährung in Klammern)

Für die reine Durchfahrt und den Besuch der Verdonschlucht fällt kein genereller Eintritt an. Einzelne Parkplätze an beliebten Aussichtspunkten oder am Lac de Sainte-Croix können jedoch gebührenpflichtig sein. Die genauen Tarife variieren je nach Gemeinde und Saison. Für Bootsverleih, geführte Canyoningtouren, Kletterkurse oder den Besuch von Museen (etwa in Moustiers-Sainte-Marie) werden jeweils individuelle Entgelte berechnet, die in der Regel in Euro angegeben sind.

Da Preise schwanken und von der Saison, Anbieter und Nachfrage abhängen, empfiehlt sich die direkte Anfrage vor Ort oder der Blick auf die Websites der Tourismusbüros. Dadurch lassen sich Überraschungen und Wartezeiten vermeiden – insbesondere in der Hochsaison während der französischen Schulferien.

  • Beste Reisezeit (Saison, Tageszeit, Andrang)

Die Verdonschlucht ist ganzjährig ein lohnendes Ziel, doch je nach Jahreszeit verändert sich das Erlebnis deutlich. Die französische Tourismuszentrale und Reisemagazine wie GEO Saison und ADAC Reisemagazin empfehlen vor allem das späte Frühjahr (Mai, Juni) und den Frühherbst (September, Anfang Oktober) als ideale Reisezeit. Dann ist das Wetter meist stabil und warm, die Natur zeigt sich üppig oder in herbstlichen Farben, und der Besucherandrang ist etwas geringer als im Hochsommer.

Im Hochsommer (Juli, August) ist mit hoher Auslastung zu rechnen – insbesondere während der französischen Ferien, wenn viele Inlandsurlauber anreisen. Parkplätze an den beliebtesten Aussichtspunkten und an den Zugängen zum Lac de Sainte-Croix können dann bereits am späten Vormittag voll sein. Wer Menschenmengen meiden möchte, sollte sehr früh am Tag oder eher in der Nebensaison kommen.

Im Winter und zeitigen Frühjahr ist es ruhiger, allerdings können Höhenlagen kühl sein, und einzelne Straßen oder Wanderwege sind witterungsbedingt nicht oder nur eingeschränkt nutzbar. Für Wasseraktivitäten wie Schwimmen, Paddeln oder Stand-up-Paddling ist die Zeit von etwa Juni bis September am angenehmsten; Wassertemperaturen und Sicherheitsangaben sollten jedoch immer vor Ort erfragt werden.

  • Praxis-Tipps: Sprache vor Ort, Zahlung (Karte vs. Bargeld, EC/Girocard, Mobile Payment), Trinkgeld-Gepflogenheiten, Kleiderordnung, Fotografieregeln

Sprache: Offizielle Sprache ist Französisch. In touristischen Orten wie Moustiers-Sainte-Marie, an Seen, Campingplätzen und in vielen Hotels wird häufig Englisch gesprochen, teilweise auch etwas Deutsch – insbesondere von saisonalen Mitarbeitenden. Außerhalb der touristischen Hotspots, etwa in kleinen Dörfern auf den Hochplateaus, sind Grundkenntnisse in Französisch hilfreich. Einfache Floskeln und Höflichkeitsformen werden sehr geschätzt.

Zahlung: In Frankreich ist Kartenzahlung weit verbreitet. Visa und Mastercard werden in der Regel akzeptiert, ebenso gängige Debitkarten; moderne Mobile-Payment-Lösungen wie Apple Pay oder Google Pay setzen sich zunehmend durch. In kleineren Orten, an Marktständen oder bei kleineren Cafés ist Bargeld jedoch weiterhin wichtig. Es empfiehlt sich, etwas Bargeld in Euro mitzuführen, insbesondere abseits der großen Zentren.

Trinkgeld: In Restaurants ist die Servicegebühr meist bereits in den Preisen enthalten („service compris“). Ein kleines Trinkgeld ist trotzdem üblich: Rund 5 bis 10 Prozent oder das Aufrunden des Betrags werden positiv aufgenommen. Bei geführten Touren, etwa beim Canyoning oder Kajakfahren, wird ein freiwilliges Trinkgeld für Guides geschätzt, ist aber nicht verpflichtend. In Cafés reicht es oft, das Kleingeld auf dem Teller liegen zu lassen.

Kleiderordnung: In der Verdonschlucht selbst gibt es keine spezielle Kleiderordnung, aber funktionale Kleidung ist empfehlenswert. Für Wanderungen sollten feste Schuhe mit guter Profilsohle getragen werden; leichte Wanderschuhe oder Trekkingschuhe sind oft ausreichend. Wer Bootstouren oder Canyoning plant, sollte schnell trocknende Kleidung, Badesachen und Sonnenschutz einpacken. In Kirchen und Klöstern der Region wird angemessene Kleidung (bedeckte Schultern und Knie) erwartet.

Fotografie: Das Fotografieren der Landschaft ist frei möglich, und Aussichtspunkte sind darauf ausgerichtet. Bei Outdoor-Sportarten wie Klettern oder Canyoning sollte jedoch Rücksicht auf andere und auf Sicherheitsregeln genommen werden. In Kirchen, Museen oder Keramikwerkstätten von Moustiers-Sainte-Marie können spezielle Regeln gelten; oft sind Fotos ohne Blitz gestattet, manchmal besteht aber auch ein Fotografierverbot. Hinweise vor Ort sind zu beachten.

  • Einreisebestimmungen: „Deutsche Staatsbürger sollten aktuelle Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen."

Frankreich gehört zur Europäischen Union und zum Schengen-Raum. Für deutsche Staatsbürger ist die Einreise grundsätzlich mit Personalausweis oder Reisepass möglich, wobei zeitlose Regelungen gelten können. Da sich Einreisebestimmungen und Sicherheitslagen ändern können, sollten Reisende vor Abreise die aktuellen Hinweise und Empfehlungen beim Auswärtigen Amt (auswaertiges-amt.de) prüfen. Für Bürger:innen aus Österreich und der Schweiz sind die Hinweise der jeweiligen Außenministerien relevant.

Frankreich gehört zur gleichen Zeitzone wie Deutschland (MEZ/MESZ). Es besteht daher in der Regel keine Zeitverschiebung. Bei Reisen mit dem Auto sollten die in Frankreich geltenden Verkehrsregeln, Tempolimits und eventuell bestehende Umweltzonen beachtet werden. Eine Auslandskrankenversicherung ist empfehlenswert; innerhalb der EU kann die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) der gesetzlichen Krankenkassen genutzt werden, deckt aber nicht alle Eventualitäten ab.

Warum Gorges du Verdon auf jede Moustiers-Sainte-Marie-Reise gehört

Wer nach Moustiers-Sainte-Marie reist, tut dies selten zufällig. Das Dorf mit seinen engen Gassen, Wasserläufen und Keramikläden ist ein Anziehungspunkt für sich – doch seine Nähe zur Verdonschlucht macht es zum idealen Basislager für Erkundungen im Canyon. Von den Terrassen mancher Hotels und Restaurants aus reicht der Blick bereits bis zum Lac de Sainte-Croix; morgens ziehen oft Nebelschwaden durch das Tal, bevor die Sonne das Wasser in intensivem Blau-Türkis aufleuchten lässt.

Eine klassische Erfahrung für Besucher aus Deutschland ist die Kombination aus Wanderung und Wassersport. Beliebt ist etwa die Teilnahme an geführten Wanderungen in die tieferen Teile der Schlucht, bei denen ortskundige Guides auf Flora, Fauna und Geologie aufmerksam machen. Laut Informationen des Regionalparks Verdon leben hier unter anderem Greifvögel wie Gänsegeier, verschiedene Reptilienarten und eine mediterrane Pflanzenwelt zwischen Lavendel, Thymian und Wacholder. Anschließend geht es oft zum Abkühlen an den See oder direkt zum Verdon selbst, wo Tretboote, Kajaks und Stand-up-Paddle-Boards gemietet werden können.

Ein weiterer Grund, warum die Gorges du Verdon für viele Reisende unvergesslich bleibt, ist die sinnliche Dichte des Erlebnisses: Das Rauschen des Windes in den Felsen, das Echo von Rufen, das Kreisen der Greifvögel über den Köpfen. Dazu kommen die Farben, die sich je nach Tageszeit verändern – von kühlem Blau am Morgen bis zu warmen Goldtönen am Abend, wenn die Sonne tief steht und die Wände glühen lässt. Fotograf:innen sprechen oft von Lichtbedingungen, die man eher aus Wüstenregionen kennt, nur dass hier mediterrane Wälder und Wasserflächen hinzukommen.

Für Genussreisende bietet die Umgebung zusätzlich provenzalische Küche: Olivenöl, Ziegenkäse, Honig aus der Region, Lavendeleis und lokale Weine aus der Provence. Viele deutsche Besucher verbinden den Aufenthalt in der Verdonschlucht mit einem Abstecher an die Côte d’Azur oder in die Lavendelfelder des Valensole-Plateaus, das im Hochsommer in violetten Tönen leuchtet und nur eine kurze Autofahrt entfernt liegt. So lässt sich in wenigen Urlaubstagen eine beeindruckende Vielfalt an Landschafts- und Kultur-Erlebnissen kombinieren.

Nicht zuletzt hat die Verdonschlucht für viele Menschen eine fast kontemplative Wirkung. Trotz der Beliebtheit des Canyons gibt es immer noch ruhigere Ecken, insbesondere abseits der Hauptsaison und ein wenig entfernt von den großen Parkplätzen. Wer sich Zeit lässt, auf einer Bank sitzt, dem Fluss lauscht oder in der Dämmerung die letzten Sonnenstrahlen über den Felswänden verfolgt, erlebt eine Form von Ruhe, die in urbanen Räumen selten geworden ist.

Verdonschlucht in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den letzten Jahren ist die Verdonschlucht auch in sozialen Medien zu einem Motiv geworden, das oft mit Hashtags wie #gorgesduverdon oder #verdoncanyon auftaucht. Besonders beliebt sind Drohnenaufnahmen – wo sie erlaubt sind –, die den Kontrast zwischen dem schmalen Flussband und den steilen Wänden betonen, sowie Videos von Kajak- und Canyoningtouren. Reiseinfluencer:innen aus Frankreich, Deutschland und anderen Ländern nutzen die Gorges du Verdon häufig als Bühne, um Outdoor- und Vanlife-Trends zu inszenieren.

Häufige Fragen zu Verdonschlucht

Wo liegt die Verdonschlucht genau?

Die Verdonschlucht (Gorges du Verdon) liegt in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur im Südosten Frankreichs, etwa zwischen dem Stausee Lac de Sainte-Croix und dem Ort Castellane. Moustiers-Sainte-Marie, nördlich des Sees gelegen, ist ein beliebter Ausgangspunkt für Besuche in der Schlucht. Von Nizza aus erreicht man das Gebiet in rund 2 bis 2,5 Stunden mit dem Auto.

Wie ist die Verdonschlucht entstanden?

Geologen gehen davon aus, dass der Fluss Verdon im Laufe von Millionen Jahren die Kalksteinplateaus der Hochprovence erodiert hat. Durch die stete Kraft des Wassers schnitt sich der Fluss tiefer in das Gestein ein und formte so eine bis zu rund 25 Kilometer lange Schlucht mit Felswänden von bis zu etwa 700 Metern Höhe. Sedimente und Mineralien im Wasser sorgen für die charakteristische türkise Färbung.

Wie kann man die Gorges du Verdon am besten erleben?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Schlucht zu entdecken: mit dem Auto über die Panoramastraßen „Route des Crêtes“ und „Corniche Sublime“, zu Fuß auf ausgeschilderten Wanderwegen, per Kajak, Tretboot oder Stand-up-Paddle auf dem Verdon und dem Lac de Sainte-Croix oder bei geführten Canyoning- und Klettertouren. Eine Kombination aus Aussichtspunkten und einem halben Tag auf dem Wasser vermittelt vielen Besuchern den eindrücklichsten Gesamteindruck.

Ist ein Besuch der Verdonschlucht auch mit Kindern geeignet?

Ja, viele Familien mit Kindern besuchen die Gorges du Verdon. Besonders geeignet sind Aktivitäten am Lac de Sainte-Croix, wo es flache Uferbereiche, bewachte Badestellen und Bootsverleihe gibt. Bei Wanderungen sollten familienfreundliche Routen gewählt werden, und an den steilen Aussichtspunkten ist Vorsicht geboten. Schwimmwesten für Kinder beim Bootfahren sind unbedingt empfehlenswert; detaillierte Sicherheitsinformationen geben die lokalen Anbieter.

Wann ist die beste Reisezeit für deutsche Urlauber?

Für viele Urlauber aus Deutschland sind Mai, Juni, September und der frühe Oktober ideale Reisezeiten: Das Wetter ist meist angenehm, der Andrang geringer als im Hochsommer, und zahlreiche Angebote sind verfügbar. Wer vor allem Wassersport und Baden im See plant, findet in der Regel zwischen Juni und September die besten Bedingungen. In der Hochsaison Juli/August sollten höhere Temperaturen und mehr Verkehr einkalkuliert werden.

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