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Verbraucherpreise im Oktober leicht rückläufig

12.11.2020 - 09:13:12

Mehrwertsteuersenkung dämpft Entwicklung der Verbraucherpreise

Im Vergleich zum September zeigen die Verbraucherpreise im Oktober 2020 eine leicht rückläufige Tendenz. Sie sanken im Vormonatsvergleich um 0,2 Prozent. Die Preise für Konsumenten verringerten sich im Vorjahresvergleich laut Statistischem Bundesamt (Destatis) sogar um 1,5 Prozent. Als Hauptauslöser identifizieren die Statistiker die seit Juli 2020 geltende Senkung der Mehrwertsteuer.
Parallel zu den Werten der letzten Monate trugen vor allem die Preise auf dem Energiesektor zur Entlastung der Konsumenten bei. Für Heizöl musste im Oktober im Vorjahresvergleich 37,2 Prozent weniger aufgewendet werden. Die Preiseinbrüche bei Benzin und Diesel fielen zwar deutlich geringer aus als auf dem Wärmesektor, beliefen sich allerdings immer noch auf 6,8 Prozent. Einen gegenteiligen Trend stellte das Bundesamt für den Nahrungsmittelsektor fest. Hier stiegen die Preise im Vorjahresvergleich um 1,4 Prozent. Die Teuerung betraf in erster Linie Fleischprodukte, die mit 4,1 Prozent überproportional zulegten. Auch für Obst mussten die Verbraucher tiefer in die Tasche greifen und einen Preisanstieg von 3,8 Prozent hinnehmen. Dagegen wurden Speisefette und Speiseöle deutlich billiger und gaben um 3,5 Prozent nach. Bei den Genussmitteln verteuerten sich Zigaretten und andere Tabakwaren um 5,4 Prozent. Auf dem Sektor Kommunikation und Datenverarbeitung bestätigte sich der Langfristtrend zu niedrigeren Preisen. Für Mobiltelefone und Smartphones mussten Verbraucher 6,7 Prozent weniger aufwenden, während die Preise auf dem Sektor der Unterhaltungselektronik um 5,0 Prozent nachgaben.
Trotz Lock-Down und staatlichen Hilfspaketen zeigt sich ein stabiler Geldwert. Die Inflationsrate im Oktober lag bei -0.2 Prozent. Allerdings weist das Statistische Bundesamt auf den massiven Einfluss der Entwicklung auf dem Energiesektor hin. Bei Nichtberechnung der deutlichen Preiseinbrüche bei Heizöl und Kraftstoffen, liegt die Inflationsrate im positiven Bereich bei 0,6 Prozent. Als Hauptbelastung des Gesamtbudgets eines Haushaltes erwies sich wiederum die Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt. Die durchschnittlichen Nettokaltmieten stiegen erneut um 1,4 Prozent an und lagen damit auch über den Zuwachsraten für andere Dienstleistungen (+1,0 Prozent). Die Aufwendungen für mobile Kranken- und Altenpflege erhöhten sich deutlich um 6,6 Prozent, ebenso wie die Ausgaben für Bankgebühren (+6,4 Prozent). Die höchste Zuwachsrate zeigen die Preise für Glücksspiele und Wetten mit einem Plus von 13,7 Prozent. Dies ist in erster Linie auf die Preisentwicklung für die staatliche Toto- und Lotto GmbH zurückzuführen, welche die Einsätze für das „Lotto 6 aus 49“ bei einem Spiel von 1,00 auf 1,20 Euro erhöhte. Im Fernverkehr kam die Absenkung der Mehrwertsteuer von 19 Prozent auf 7 Prozent auf Bahntickets ebenfalls deutlich zum Tragen. Die Aufwendungen für den Fernverkehr sanken um 17,1 Prozent.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, NeoMatrix

@ ad-hoc-news.de