Valle de la Luna Atacama, Reise

Valle de la Luna Atacama: Chiles Mondtal in der Wüste

07.06.2026 - 17:56:57 | ad-hoc-news.de

Zwischen San Pedro de Atacama und den Anden liegt das Valle de la Luna Atacama, das „Tal des Mondes“ – eine Landschaft wie von einem anderen Planeten, die Reisende aus Deutschland magisch anzieht.

Valle de la Luna Atacama, Reise, Chile
Valle de la Luna Atacama, Reise, Chile

Wenn die Sonne langsam hinter den Anden versinkt und der Sand in kupfernen, violetten und tiefroten Tönen glüht, wirkt das Valle de la Luna Atacama wie eine Bühne für ein außerirdisches Schauspiel. Das Valle de la Luna (auf Deutsch: „Tal des Mondes“) nahe San Pedro de Atacama in Chile ist eine der eindrucksvollsten Wüstenlandschaften Südamerikas – und ein Ziel, das immer mehr Reisende aus Deutschland in die trockenste Wüste der Welt führt.

Valle de la Luna Atacama: Das ikonische Wahrzeichen von San Pedro de Atacama

Das Valle de la Luna Atacama liegt wenige Kilometer westlich von San Pedro de Atacama im Norden Chiles, auf einem Hochplateau der Atacama-Wüste in rund 2.400 m Höhe. Die Region gilt als eine der trockensten Landschaften der Erde; vielerorts wird seit Jahrzehnten, teils seit Jahrhunderten kein nennenswerter Niederschlag registriert. Diese extremen Bedingungen haben eine Landschaft geformt, die mit ihren skulpturalen Felsformationen, Salzkrusten und Sanddünen an die Oberfläche des Mondes erinnert – daher der Name.

Die Atacama-Wüste wird von internationalen Medien und Naturmagazinen seit Jahren als eines der spektakulärsten Reiseziele Südamerikas hervorgehoben. Offizielle chilenische Tourismusinstitutionen stellen das Valle de la Luna als eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten rund um San Pedro de Atacama heraus. Für viele Reisende ist es der erste Berührungspunkt mit der besonderen Lichtstimmung der Hochwüste: tagsüber gleißend hell, in der Dämmerung weich und pastellfarben, nachts von einem außergewöhnlich klaren Sternenhimmel überspannt.

Für Besucher:innen aus Deutschland bietet das Valle de la Luna eine seltene Kombination aus leichter Erreichbarkeit ab einem touristischen Zentrum (San Pedro de Atacama) und dem Gefühl, an einem radikal abgeschiedenen, fast lebensfeindlichen Ort zu stehen. Der Kontrast zum gemäßigten Klima und der dichten Besiedlung Mitteleuropas macht den Reiz aus: Hier öffnet sich eine Weite, die der Horizont kaum zu fassen scheint.

Geschichte und Bedeutung von Valle de la Luna

Obwohl das Valle de la Luna Atacama wie eine Landschaft außerhalb der Zeit wirkt, ist seine Geschichte eng mit der Entwicklung des chilenischen Nordens und der Atacama-Wüste verknüpft. Geologisch betrachtet entstand die Region durch das Zusammenspiel von Vulkantätigkeit, Anhebung der Anden und intensiver Erosion über Millionen von Jahren. Wind, seltene, aber heftige Regenereignisse in der fernen Vergangenheit und Verdunstungsprozesse haben Gesteinsschichten aus Salz, Ton und Gips freigelegt und geformt.

Archäologische Forschungen zeigen, dass bereits präkolumbische Kulturen, insbesondere die Atacameños (auch Likan Antai), in der weiteren Region des heutigen San Pedro de Atacama siedelten. Sie nutzten die Oasen und Flusstäler am Rand der Wüste als Lebensraum, betrieben Landwirtschaft und handelten über weite Distanzen in den Anden. Das Valle de la Luna selbst war aufgrund seiner Trockenheit und des fehlenden Wassers eher ein Durchgangs- und Ritualraum als ein dauerhafter Siedlungsort, spielt aber in der Wahrnehmung der lokalen Bevölkerung als Teil der Wüstenlandschaft eine kulturelle Rolle.

Mit der spanischen Kolonisation im 16. Jahrhundert und der späteren Entwicklung von Bergbau und Salpeterindustrie rückte die Atacama-Wüste stärker in den Fokus europäischer Interessen. Das Umland von San Pedro blieb jedoch vergleichsweise abgelegen. Erst im 20. Jahrhundert begann man, die touristische Bedeutung der Region zu erkennen. Chilenische Tourismusbehörden bewarben die Wüste zunehmend als Ziel für Natur- und Abenteuerreisen, wobei das Valle de la Luna zu einem Symbol dieser neuen Entdeckung wurde.

Seit den späten 1990er-Jahren hat der Besucherverkehr deutlich zugenommen. Reiseverlage, darunter deutschsprachige Verlage wie Marco Polo oder GEO Saison, führen das Tal regelmäßig als „Höhepunkt“ eines Aufenthalts in San Pedro de Atacama an. Auch internationale Organisationen wie die UNESCO verweisen in Materialien zur Natur- und Kulturlandschaft Nordchiles auf die Besonderheit der Atacama-Region und ihre Eignung für astronomische Forschung und Naturtourismus. Obwohl das Valle de la Luna selbst (Stand: ohne Spezialisierung auf einen Stichtag) nicht als eigenes UNESCO-Welterbe gelistet ist, wird es häufig in einem Atemzug mit schutzwürdigen Landschaften der Andenregion genannt.

Für Chile hat das Valle de la Luna Atacama heute eine doppelte Bedeutung: Es ist einerseits ein Aushängeschild für nachhaltigen Wüstentourismus, andererseits ein Laborraum für Fragen des Klimas, der Wassernutzung und des Schutzes sensibler Ökosysteme. Wissenschaftler:innen nutzen die extremen Bedingungen, um Rückschlüsse auf vergangene Klimaperioden zu ziehen und Parallelen zu Wüsten auf anderen Planeten – insbesondere dem Mars – zu untersuchen.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Im Unterschied zu klassischen Wahrzeichen wie Kathedralen oder Schlössern ist das Valle de la Luna Atacama kein gebautes Monument, sondern eine natürliche Landschaft, deren „Architektur“ aus Fels, Sand und Salz besteht. Trotzdem wirken viele Formationen, als hätte ein Bildhauer sie entworfen. Besonders auffällig sind die hohen Sanddünen, steilen Felswände und bizarren Salzformationen, die im Licht der tief stehenden Sonne fast grafisch wirken.

Zu den charakteristischen Merkmalen des Valle de la Luna gehören:

  • Salz- und Gipsformationen: In weiten Teilen des Tals bedecken helle Salzkrusten den Boden und ziehen sich als Adern durch das Gestein. Sie entstehen durch Verdunstung von salzhaltigem Wasser und erinnern an gefrorene Wellen oder zerbrochenes Glas.
  • Sanddünen und Aussichtspunkte: Einige Dünen sind über markierte Wege zugänglich und dienen als Aussichtspunkte für Sonnenuntergangstouren. Von ihren Kämmen aus eröffnen sich Panoramablicke auf das Tal, die Vulkane der Andenkette und die weit entfernten Salzseen der Region.
  • Felsformationen: Bekannt sind etwa spitz zulaufende Felsnadeln und erodierte Felsbögen, die im Reise-Marketing teilweise poetische Namen tragen. Sie sind das Ergebnis langwieriger Erosionsprozesse.

Die visuelle Wirkung dieser Elemente hat das Valle de la Luna zu einem begehrten Motiv für Fotografie und Film gemacht. Internationale Fotoausstellungen, Reisemagazine sowie Bildbände über Wüstenlandschaften nutzen Aufnahmen aus dem Tal, um die „andere Weltlichkeit“ der Atacama-Wüste zu illustrieren. Die Kombination aus starkem Lichtkontrast, minimaler Vegetation und klarer Horizontlinie erzeugt Bilder, die an Science-Fiction-Szenarien erinnern.

Wissenschaftlich interessant ist, dass Raumfahrtagenturen und Forschungsteams die Atacama-Wüste, einschließlich des weiteren Umfelds des Valle de la Luna, wiederholt als Testgebiet genutzt haben. Die extrem trockenen, kargen Böden ähneln in bestimmten Eigenschaften Oberflächenbedingungen auf dem Mars. Entsprechend wurden Instrumente und Rover-Technologien hier unter realitätsnahen Bedingungen erprobt. Auch wenn nicht jeder Test direkt im Valle de la Luna selbst stattfand, verstärkt diese Nutzung das Bild des Tals als „irdisches Analog“ zu außerirdischen Landschaften.

Künstlerisch hat die Region zahlreiche Fotograf:innen, Maler:innen und Schriftsteller:innen inspiriert, die das Spannungsfeld zwischen lebensfeindlicher Umgebung und überwältigender Ästhetik thematisieren. In San Pedro de Atacama finden sich kleine Galerien, in denen lokale Kunstschaffende Wüstenmotive, Sternenhimmel und indigene Symbolik miteinander verbinden.

Valle de la Luna Atacama besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Für Gäste aus Deutschland ist das Valle de la Luna Atacama meist Teil einer Rundreise durch Chile oder Südamerika. Die Kombination aus guter Infrastruktur in San Pedro de Atacama und der vergleichsweise kurzen Distanz ins Tal macht den Besuch auch bei begrenzter Reisezeit gut planbar.

  • Lage und Anreise: Von Deutschland aus führt der Weg in der Regel über Santiago de Chile, den internationalen Flughafen der Hauptstadt. Von Frankfurt, München oder Berlin werden – mit mindestens einem Umstieg über europäische oder südamerikanische Drehkreuze – Langstreckenflüge nach Santiago angeboten. Die reine Flugzeit (ohne Umstiege) liegt in einer Größenordnung von etwa 14 bis 16 Stunden, je nach Route. Von Santiago geht es weiter per Inlandsflug nach Calama; von dort sind es rund 100 km auf der Straße nach San Pedro de Atacama. Zwischen Calama und San Pedro verkehren mehrere Transferanbieter und Mietwagenunternehmen. Bahnverbindungen spielen in dieser Region im Personenverkehr kaum eine Rolle, sodass der kombinierte Flug- und Straßenweg die gängige Option ist.
  • Vor Ort vom Ort San Pedro de Atacama ins Valle de la Luna: Das Valle de la Luna liegt nur eine kurze Autofahrt westlich von San Pedro de Atacama. Lokale Touranbieter organisieren tägliche Ausflüge, häufig als Halbtagestour am Nachmittag mit Sonnenuntergangsstopp. Viele Unterkünfte vermitteln Touren direkt. Es ist grundsätzlich möglich, mit einem Mietwagen selbst zu fahren; angesichts der sensiblen Landschaft, der unbefestigten Abschnitte und der Einfahrtsregeln entscheiden sich jedoch viele Reisende für geführte Touren.
  • Öffnungszeiten: Das Valle de la Luna wird als Schutzgebiet verwaltet, mit einem kontrollierten Zugang. Die genauen Öffnungszeiten können je nach Jahreszeit, Wetterlage und Verwaltungsvorgaben variieren. Oft sind Besuche vormittags und nachmittags bis kurz nach Sonnenuntergang möglich, teilweise mit Zeitfenstern oder Besucherlimits. Da sich Regelungen ändern können, empfiehlt sich vorab ein Blick auf die jeweils aktuellen Informationen der lokalen Verwaltung oder der offiziellen Tourismusstellen rund um San Pedro de Atacama. Generell gilt: frühzeitig planen und im Zweifel direkt bei der Besucherverwaltung oder dem Tourveranstalter nachfragen.
  • Eintritt und Buchung: Für den Zugang zum Valle de la Luna wird in der Regel ein Eintrittsgeld erhoben, das dem Unterhalt der Infrastruktur und dem Schutz der Landschaft dient. Die Preise können je nach Saison, Herkunft der Besucher:innen (national/international) und Verwaltungsregelung variieren und werden von Zeit zu Zeit angepasst. Viele Touranbieter integrieren den Eintritt in den Gesamtpreis der Exkursion. Da sich Gebühren, Wechselkurse und Bezahlmodalitäten ändern, sollten aktuelle Angaben direkt bei offiziellen Stellen, touristischen Informationsbüros in San Pedro oder den gewählten Tourveranstaltern eingeholt werden. Bei der Kostenplanung empfiehlt es sich, mit einem Betrag im unteren zweistelligen Eurobereich zu rechnen, um Eintritt und Tourenshare zu decken, wobei die tatsächlichen Preise je nach Paket deutlich abweichen können.
  • Beste Reisezeit: Die Atacama-Wüste kann prinzipiell ganzjährig besucht werden, da sie relativ stabile, trockene Bedingungen bietet. Für viele Reisende aus Deutschland gelten die Monate April bis November als angenehm, da die Tageshitze etwas moderater ist als im Hochsommer der Südhalbkugel (Dezember bis Februar). Tagsüber sind in der Wüste dennoch hohe Temperaturen und starke Sonneneinstrahlung zu erwarten, während die Nächte – insbesondere im südamerikanischen Winter – deutlich abkühlen und teils nahe dem Gefrierpunkt liegen können. Für Besuche im Valle de la Luna sind die späten Nachmittagsstunden und der Sonnenuntergang besonders reizvoll, da das Licht dann die Felsen und Dünen spektakulär einfärbt. In diesen Zeitfenstern ist allerdings auch mit dem größten Besucherandrang zu rechnen.
  • Klima und Gesundheit: Die Kombination aus großer Höhe (rund 2.400 m), extrem trockener Luft und intensiver Sonneneinstrahlung stellt besondere Anforderungen an den Körper. Besucher:innen sollten ausreichend trinken, Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor, Kopfbedeckung und Sonnenbrille mit UV-Schutz verwenden. Die trockene Luft kann Haut und Atemwege beanspruchen; wer zu Atemwegserkrankungen neigt, sollte sich gegebenenfalls ärztlich beraten lassen. Eine generelle Anpassungszeit an die Höhe – etwa durch eine Übernachtung in San Pedro vor intensiven Aktivitäten – ist empfehlenswert. Für Reisende aus Deutschland ist eine Auslandskrankenversicherung, die Chile abdeckt, sinnvoll. Innerhalb der EU gültige Gesundheitskarten (EHIC) gelten in Chile nicht, daher sollte der Versicherungsschutz vor Abreise geprüft werden.
  • Sprache und Kommunikation: Amtssprache in Chile ist Spanisch. In touristisch geprägten Orten wie San Pedro de Atacama sprechen viele Mitarbeitende in Hotels, Agenturen und Restaurants zumindest grundlegendes Englisch, teilweise auch fließend. Deutschkenntnisse sind eher selten, können aber vereinzelt bei lokalen Guides mit internationaler Erfahrung vorkommen. Für deutschsprachige Reisende sind grundlegende Spanischkenntnisse hilfreich, insbesondere für einfache Höflichkeitsfloskeln. Die Mobilfunkabdeckung ist in San Pedro vergleichsweise gut, im Valle de la Luna selbst jedoch teilweise eingeschränkt. Viele Unterkünfte bieten WLAN, das je nach Auslastung und Lage in der Wüste in seiner Qualität schwankt.
  • Zahlung und Trinkgeld: In Chile ist die Landeswährung der chilenische Peso. In San Pedro de Atacama sind Kreditkarten (vor allem Visa, Mastercard) in vielen Hotels, Restaurants und bei Touranbietern üblich, kleinere Läden und einfache Unterkünfte bevorzugen aber oft Bargeld. EC- bzw. Girokarten aus Deutschland werden nicht überall akzeptiert; internationale Kreditkarten sind die sicherere Wahl. Geldautomaten gibt es in San Pedro, sie können jedoch zeitweise stark frequentiert sein. Trinkgeld ist in Chile verbreitet: In Restaurants wird häufig ein freiwilliger Servicezuschlag von etwa 10 % vorgeschlagen, der auf der Rechnung vermerkt sein kann. Bei Touren freuen sich Guides und Fahrer über ein angemessenes Trinkgeld, dessen Höhe sich nach Dauer, Gruppengröße und Servicequalität richtet – als grober Richtwert können einige Euro pro Person und Tour dienen, in Landeswährung gegeben.
  • Einreisebestimmungen: Für deutsche Staatsbürger ist für touristische Kurzaufenthalte in Chile nach aktuellem Stand kein Visum erforderlich; es wird bei Einreise eine befristete Aufenthaltserlaubnis erteilt. Die Bedingungen können sich jedoch ändern. Es gilt: Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen, Passgültigkeitsanforderungen und eventuelle Gesundheitsauflagen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Für Reisende aus Österreich und der Schweiz ist ein Blick auf die Informationen der jeweiligen Außenministerien empfehlenswert.
  • Zeitverschiebung: Chile liegt in einer anderen Zeitzone als Mitteleuropa. Je nach Jahreszeit (Sommerzeitregelungen in Europa und Chile) kann die Zeitdifferenz zwischen Deutschland und San Pedro de Atacama schwanken. In der Praxis bedeutet das: Vor einer Reise ist es sinnvoll, die aktuelle Differenz zu prüfen, da etwa bei Flügen und geplanten Touren die Umstellung berücksichtigt werden muss. Besonders bei Ankunft am selben Tag wie eine gebuchte Tour sollte ein ausreichender Puffer zum Eingewöhnen und zur Erholung nach dem Langstreckenflug eingeplant werden.
  • Kleidung und Ausrüstung: Für Besuche im Valle de la Luna empfiehlt sich das Zwiebelschalenprinzip: leichte, atmungsaktive Kleidung für den Tag, kombiniert mit wärmenden Schichten für die kühleren Abendstunden. Festes Schuhwerk mit gutem Profil ist sinnvoll, da Wege durch Sand, Geröll und teils scharfkantige Salz- oder Gesteinsflächen führen. Eine leichte Windjacke, Kopfbedeckung, Sonnenbrille und wiederverwendbare Trinkflasche gehören zur Grundausstattung. Wer fotografiert oder filmt, sollte an Staubschutz für Kamera oder Smartphone denken, da feiner Sand in der Wüste allgegenwärtig ist.
  • Fotografieren und Verhaltensregeln: Das Valle de la Luna ist ein sensibles Ökosystem. Besucher:innen sollten auf den markierten Wegen bleiben, keine Felsen oder Salzformationen besteigen, die nicht ausdrücklich freigegeben sind, und keine Steine oder Salzstücke als Souvenir mitnehmen. Drohnennutzung ist häufig eingeschränkt oder genehmigungspflichtig – hier gelten die Vorgaben der lokalen Verwaltung. Beim Fotografieren von Menschen, insbesondere Angehörigen der indigenen Bevölkerung, ist respektvoll zu fragen, ob Bilder gewünscht sind. Nach Sonnenuntergang kann es rasch dunkel werden; eine kleine Taschenlampe oder Stirnlampe kann beim Rückweg von Aussichtspunkten hilfreich sein.

Warum Valle de la Luna auf jede San Pedro de Atacama-Reise gehört

Aus deutscher Perspektive ist das Valle de la Luna Atacama mehr als nur ein weiterer Aussichtspunkt. Es ist ein Ort, an dem sich mehrere Sehnsüchte bündeln: die nach Weite, nach Stille und nach einem intensiven Naturerlebnis, das sich klar von europäischen Landschaften unterscheidet. Wo in Mitteleuropa Wälder, Felder und Städte ein dichtes Muster bilden, öffnet sich hier eine karge, fast abstrakte Bühne, auf der Licht und Schatten die Hauptrollen spielen.

Viele Reisende schildern das erste Betreten des Tals als Moment der Verlangsamung: Die Schrittgeräusche auf knirschendem Salz, der trockene Wind, die fast völlige Abwesenheit von Pflanzen und Tieren – all das verschiebt den Fokus weg vom Alltagsrauschen hin zu einer konzentrierten Wahrnehmung der Umgebung. In Kombination mit den Farben des Sonnenuntergangs entsteht ein Erlebnis, das lange nachwirkt. Die Atacama-Wüste wird in Reiseberichten nicht zufällig als „Kontemplationsraum“ beschrieben, der zum Nachdenken über die eigene Rolle im größeren Gefüge der Natur anregt.

Ein weiterer Grund für die Popularität des Valle de la Luna sind seine guten Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Höhepunkten der Region. Von San Pedro de Atacama aus lassen sich zum Beispiel die Geysire von El Tatio, hohe Salzseen mit Flamingokolonien oder Lagunen in großer Höhe besuchen. Nachts bieten Observatorien und Astronomie-Touren die Gelegenheit, einen der klarsten Sternenhimmel der Welt zu erleben. Das Valle de la Luna fügt sich in dieses Mosaik als „Signature-Erlebnis“ ein: Wer dort gestanden hat, hat einen besonderen Schlüssel zum Verständnis der Atacama erhalten.

Für Leser:innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die eine Reise nach Südamerika planen, lässt sich das Tal gut in ein zwei- bis dreiwöchiges Reiseprogramm integrieren. Es eignet sich sowohl für Individualreisende mit Mietwagen als auch für Gäste, die organisierte Rundreisen bevorzugen. Französische, britische und deutschsprachige Reiseverlage ordnen die Region regelmäßig als „Highlight Nordchiles“ ein, und chilenische Tourismusbehörden positionieren San Pedro de Atacama als eines der wichtigsten Zentren des Landes für Natur- und Abenteuertourismus.

Gerade weil das Valle de la Luna eine fragile Landschaft ist, spielt verantwortungsvolles Reisen eine große Rolle. Wer markierte Wege respektiert, Müll vermeidet und lokale Anbieter wählt, die auf nachhaltige Praktiken achten, leistet einen Beitrag dazu, dass dieses Mondtal auch künftigen Generationen offensteht. Für viele Besucher:innen ist es im Nachhinein nicht nur ein beeindruckendes Fotomotiv, sondern ein Sinnbild dafür, wie verletzlich scheinbar „ewige“ Landschaften in Zeiten des Klimawandels sind.

Valle de la Luna Atacama in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

Auch in sozialen Medien spielt das Valle de la Luna Atacama eine prominente Rolle. Reisende teilen Sonnenuntergangsszenen, Zeitraffervideos von wechselnden Farben über den Dünen und Nachtaufnahmen unter dem Sternenzelt. Hashtags rund um San Pedro de Atacama und das Tal selbst verknüpfen persönliche Eindrücke mit praktischen Tipps – von der besten Perspektive für Fotos bis hin zu Empfehlungen für lokale Touranbieter. Die starke Bildwirkung sorgt dafür, dass das Mondtal immer wieder in Reels, Shorts und Storys auftaucht und neue Reiseträume weckt.

Häufige Fragen zu Valle de la Luna Atacama

Wo liegt das Valle de la Luna Atacama genau?

Das Valle de la Luna Atacama liegt westlich von San Pedro de Atacama im Norden Chiles, auf einem Hochplateau der Atacama-Wüste in rund 2.400 m Höhe. Es ist über eine kurze Straßenverbindung vom Ort aus erreichbar und wird als Schutzgebiet verwaltet.

Warum heißt das Gebiet „Tal des Mondes“?

Der Name Valle de la Luna („Tal des Mondes“) spielt auf die ungewöhnliche Landschaft an: Salzkrusten, Dünen und zerklüftete Felsen erinnern an die Oberfläche des Mondes und erzeugen eine fast außerirdische Stimmung, besonders im Licht des Sonnenuntergangs.

Wie erreicht man das Valle de la Luna von Deutschland aus?

Von Deutschland aus erfolgt die Anreise meist per Langstreckenflug nach Santiago de Chile mit Umstieg, weiter per Inlandsflug nach Calama und anschließend auf der Straße nach San Pedro de Atacama. Von dort bieten Touranbieter und Taxis kurze Fahrten ins Valle de la Luna an.

Was ist die beste Zeit für einen Besuch?

Besuche sind grundsätzlich ganzjährig möglich. Viele Reisende bevorzugen die Monate April bis November mit moderateren Temperaturen. Für das Valle de la Luna sind späte Nachmittagsstunden und der Sonnenuntergang besonders beliebt, wenn die Felsen und Dünen in intensiven Farben leuchten.

Ist ein Besuch auch für weniger geübte Wanderer geeignet?

Ja, viele Aussichtspunkte im Valle de la Luna Atacama sind über kurze, markierte Wege erreichbar, die bei normaler Kondition gut zu bewältigen sind. Wegen Höhe, Sonne und trockenem Klima sind dennoch ausreichend Wasser, Sonnenschutz und angepasstes Tempo wichtig.

Mehr zu Valle de la Luna Atacama auf AD HOC NEWS

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
de | unterhaltung | 69496790 |