Uxmal in Mexiko: Maya-Geheimnis im Dschungel von Yucatán
17.06.2026 - 22:45:23 | ad-hoc-news.de
Zwischen dichtem Dschungel, flirrendem Licht und dem Ruf exotischer Vögel steigt in Uxmal die sogenannte „Pyramide des Zauberers“ empor – ein Bauwerk, das wie kaum ein anderes die Magie der Maya-Architektur in Mexiko verkörpert. Uxmal, eine der bedeutendsten präkolumbischen Städte der Region, wirkt im Vergleich zu den oft überlaufenen Anlagen Yucatáns fast intim – und gerade das macht ihren Reiz für Reisende aus Deutschland aus.
Uxmal: Das ikonische Wahrzeichen von Uxmal
Uxmal (sinngemäß häufig als „dreimal gebaut“ oder „mehrfach errichtet“ gedeutet) ist eine der eindrucksvollsten Ruinenstädte der Maya-Kultur auf der Halbinsel Yucatán im Südosten von Mexiko. Die Anlage liegt im heutigen Bundesstaat Yucatán, rund 60–80 km südlich von Mérida, und gehört mit ihrer eleganten Architektur zu den bedeutendsten archäologischen Stätten des Landes. Internationale Fachinstitutionen wie die UNESCO würdigen Uxmal als herausragendes Beispiel der sogenannten Puuc-Architektur, die sich durch fein gearbeitete Fassaden, geometrische Muster und maskenartige Darstellung des Regengottes Chaac auszeichnet.
Im Unterschied zu vielen anderen Maya-Stätten prägt Uxmal eine besonders klare und harmonische Gestaltung. Reiseführer und Kulturmagazine betonen seit Jahren, dass die Proportionen der Gebäude in Uxmal, die aufwendige Steinornamentik und die relativ kompakte Ausdehnung der Kernzone einen Besuch besonders eindrücklich machen, weil sich die Anlage in kurzer Zeit stimmig erschließt und gleichzeitig genug Raum für Entdeckungen bietet. Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland, die vielleicht schon von Chichén Itzá oder Tulum gehört haben, ist Uxmal oft der „Geheimtipp“: weniger überlaufen, kulturell hochbedeutend und atmosphärisch intensiv erlebbar.
Zum zentralen Wahrzeichen von Uxmal ist die sogenannte „Pyramide des Zauberers“ (spanisch oft als „Pirámide del Adivino“ bezeichnet) geworden. Sie wirkt durch ihre ovale Grundform und die ungewöhnlich steilen Stufen sofort vertraut und gleichzeitig fremd; Fotos dieser Pyramide begegnen Reisenden in fast allen seriösen Reiseberichten zur Region. Die Anlage wird in der Regel zusammen mit anderen Puuc-Stätten wie Kabah, Sayil oder Labná als Teil der sogenannten „Ruta Puuc“ präsentiert, die von offiziellen Tourismusbehörden Yucatáns als kulturhistorisch besonders reizvolle Route hervorgehoben wird.
Geschichte und Bedeutung von Uxmal
Die Ursprünge von Uxmal reichen weit in die vorklassische und klassische Periode der Maya-Zivilisation zurück. Archäologische Untersuchungen deuten darauf hin, dass erste Besiedlungen bereits um die ersten Jahrhunderte nach Christus stattgefunden haben könnten. Die Blütezeit der Stadt lag jedoch im 9. und 10. Jahrhundert, also etwa zur Zeit des europäischen Frühmittelalters – lange bevor beispielsweise die ersten romanischen Großbauten im Gebiet des heutigen Deutschlands entstanden. In dieser Phase entwickelte sich Uxmal zu einem politischen, ökonomischen und religiösen Zentrum im Puuc-Gebiet.
Die politische Organisation der Region beruhte auf Herrschaftszentren, an deren Spitze lokale Dynastien standen. In Inschriften werden Herrschernamen erwähnt, die den Einfluss Uxmals über das unmittelbare Umland hinaus belegen. Historikerinnen und Historiker weisen darauf hin, dass Uxmal vermutlich ein bedeutender Akteur in einem Netzwerk von Maya-Städten war, dessen Machtbalance sich über die Jahrhunderte mehrfach verschob. Diese Zusammenhänge sind allerdings nur teilweise durch Inschriften, archäologische Funde und vergleichende Analysen rekonstruierbar, sodass viele Details der Machtpolitik Uxmals bewusst offen formuliert werden müssen.
Besondere Bedeutung kommt Uxmal auch durch seine Lage im vergleichsweise kargen Karstgebiet der Puuc-Region zu. Anders als in Teilen des nördlichen Yucatán gab es hier keine oberirdischen Flüsse; Wasser war auf natürliche Senken, sogenannte Cenoten, sowie auf künstlich angelegte Zisternen angewiesen. Dass sich in diesem Umfeld eine derart große Stadt entwickeln konnte, zeigt die hohe technische und organisatorische Kompetenz der Maya-Gesellschaft. Die zahlreichen Darstellungen des Regengottes Chaac, die die Fassaden prägen, werden von Fachleuten als Ausdruck dieser existenziellen Abhängigkeit von Regen und Wasserspeicherung gedeutet.
Im 10. und 11. Jahrhundert setzte in vielen Regionen Yucatáns ein tiefgreifender Wandel ein. Städte wurden teilweise aufgegeben oder verloren stark an Bedeutung. Auch Uxmal erlebte ab dem späten 10. Jahrhundert einen allmählichen Niedergang. Gründe dafür werden in klimatischen Veränderungen, politischen Konflikten, inneren Spannungen oder Verlagerungen von Handelsrouten gesucht, lassen sich aber nicht mit letzter Sicherheit benennen. Als die Spanier im 16. Jahrhundert in das Gebiet kamen, war Uxmal bereits weitgehend verlassen, wenn auch noch im lokalen kulturellen Gedächtnis präsent.
Die heutige Bedeutung Uxmals speist sich aus mehreren Ebenen: dem archäologischen Wert als gut erhaltene Maya-Stadt, der ästhetischen Qualität der Architektur, der Rolle als Zeugnis einer komplexen Gesellschaft mit hoher Bau- und Organisationskunst sowie der Bedeutung als kulturelles Symbol des heutigen Mexiko. Die Stätte wurde daher in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in das UNESCO-Welterbe aufgenommen, zusammen mit weiteren Stätten der Puuc-Region. Damit wurde Uxmal auch auf internationaler Ebene als herausragendes Kulturerbe anerkannt.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Wer sich Uxmal nähert, erkennt schnell die klare Handschrift der Puuc-Architektur, die als eine der elegantesten Ausprägungen der Maya-Baukunst gilt. Kennzeichnend sind relativ schlichte, fast glatte Sockelbereiche der Gebäude, über denen reich ornamentierte Fassadenzonen liegen. Diese Zonen bestehen aus fein behauenen Steinen, die zu geometrischen Mustern, stilisierten Schlangendarstellungen und ausdrucksstarken Masken des Regengottes Chaac zusammengesetzt wurden. Fachinstitutionen für Archäologie und Kunstgeschichte betonen, dass Uxmal als Paradebeispiel dieser Stilrichtung gilt und in vielen Handbüchern als Referenzanlage genannt wird.
Das dominierende Bauwerk ist die „Pyramide des Zauberers“. Sie ist in mehreren Bauphasen errichtet worden, die wahrscheinlich über Jahrhunderte hinweg aufeinander folgten. Anders als viele klassisch quadratischen Stufenpyramiden der Maya besitzt dieses Bauwerk eine ovale bis fast runde Grundform, was ihm eine besondere Dynamik verleiht. Die Treppenaufgänge sind steil, und über dem oberen Tempel thront die Anlage weithin sichtbar über dem Dschungel. Die Legende, die dem Bauwerk seinen Namen gab, erzählt von einem Zwerg oder Zauberer, der die Pyramide über Nacht erbaut haben soll; solche Mythen unterstreichen, wie stark die Anlage in der regionalen Überlieferung verankert ist.
Nur wenige Schritte entfernt öffnet sich der sogenannte „Nonnenviereck“ (Cuadrángulo de las Monjas), ein von vier langgestreckten Gebäuden gesäumter Innenhof. Die Bezeichnung stammt von den spanischen Eroberern, die die Anlage an ein Kloster erinnerte. In Wirklichkeit handelte es sich wohl um einen zeremoniellen und administrativen Komplex, der möglicherweise der Elite oder speziellen Ritualfunktionen diente. Die Fassaden dieses Hofes gelten als Meisterwerke der Puuc-Ornamentik: Gittermuster, Schlangenmotive, Masken und symbolische Elemente fügen sich zu einem Gesamtkunstwerk, das Architektur und Reliefkunst verbindet.
Ein weiteres charakteristisches Bauwerk ist der „Gouverneurspalast“ (Palacio del Gobernador). Er liegt auf einer künstlich aufgeschütteten Plattform und erstreckt sich über eine Länge von mehr als 90 m. Seine Fassade ist mit hunderten Chaac-Masken, stilisierten Schlangen und geometrischen Mustern geschmückt. Kunsthistoriker loben besonders die elegante Proportionierung und die Lichtwirkung der Fassade, die je nach Tageszeit unterschiedlich wirkt. Der Bau wird häufig mit repräsentativen Residenzen verglichen, die in anderen Hochkulturen der Weltkulturgeschichte entstanden sind, und demonstriert den Anspruch der lokalen Elite auf Macht und Prestige.
Auch kleinere Elemente wie Ballspielplätze, weitere Tempel, Wohnareale und sakrale Strukturen tragen zum Gesamtbild bei. Der Mesoamerikanische Ballspielplatz, dessen Form in vielen mittelamerikanischen Kulturen belegt ist, verweist auf rituelle Spiele, die vermutlich religiöse und politische Bedeutung hatten. Dekorative Elemente und Inschriften lassen Spezialistinnen und Spezialisten Rückschlüsse auf religiöse Vorstellungen, Kalenderzyklen und politische Ereignisse zu, auch wenn zahlreiche Details nie vollständig entschlüsselt werden können.
Die UNESCO und nationale Denkmalbehörden Mexikos betonen, dass Uxmal nicht nur durch einzelne ikonische Bauwerke, sondern durch die harmonische Gesamtheit der Anlage überzeugt. Das Zusammenspiel von topografischer Lage, stufenförmigen Plattformen, Sichtachsen und fein proportionierten Gebäuden erzeugt ein Stadtbild, das selbst in ruinösem Zustand eine beeindruckende Klarheit ausstrahlt. Für architekturinteressierte Reisende aus Deutschland – etwa im Vergleich zu bekannten Bauwerken wie dem Kölner Dom – bietet Uxmal die seltene Möglichkeit, eine komplette vormoderne Stadtanlage in ihrer räumlichen Logik nachzuempfinden.
Uxmal besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise: Uxmal liegt im Bundesstaat Yucatán auf der Halbinsel Yucatán im Süden von Mexiko, ungefähr 60–80 km südlich der Regionalmetropole Mérida. Für Reisende aus Deutschland bieten sich in der Regel Flüge über große internationale Drehkreuze an, zum Beispiel über Mexiko-Stadt oder über US-amerikanische Hubs wie Miami, Houston oder Dallas. Von Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf aus wird die Region meist mit einem oder zwei Umstiegen erreicht. Ab Mérida fahren Linienbusse und organisierte Touren nach Uxmal; zudem lässt sich die Stätte mit Mietwagen über gut ausgebaute Straßen erreichen. Wer mehrere Puuc-Stätten kombinieren möchte, kann Uxmal als Ausgangspunkt für Tagesrouten planen.
- Öffnungszeiten: Offizielle Angaben mexikanischer Kulturbehörden führen üblicherweise tägliche Öffnungszeiten von vormittags bis in den späten Nachmittag oder frühen Abend, sodass ein Besuch bei Tageslicht gewährleistet ist. Da sich Regelungen ändern können – etwa wegen Sanierungsarbeiten, Feiertagen oder besonderen Programmen – sollten aktuelle Öffnungszeiten unmittelbar vor dem Besuch über die offiziellen Informationskanäle der mexikanischen Kulturverwaltung oder über lokale Tourismusstellen geprüft werden. Dies gilt insbesondere auch für optionale Licht- und Tonshows, die an einigen Tagen am Abend angeboten werden.
- Eintritt: Die Eintrittspreise für Uxmal werden von nationalen und regionalen Behörden festgelegt und können sich ändern. In der Regel wird ein kombinierter Betrag erhoben, der sowohl einen föderalen als auch einen regionalen Anteil umfasst. Für internationale Besucher liegt die Summe erfahrungsgemäß im Bereich eines mittleren zweistelligen Betrages pro Person, umgerechnet in Euro, wobei der genaue Wert von den aktuell gültigen Pesobeträgen und Wechselkursen abhängt. Da neben dem Basiseintritt gelegentlich Zusatzgebühren etwa für professionelle Kameraausrüstung oder abendliche Lichtshows erhoben werden können, empfiehlt sich ein Blick auf die aktuelle Gebührenordnung kurz vor Reiseantritt. Als Anhaltspunkt lässt sich sagen, dass Reisende aus Deutschland mit einem Betrag im Bereich einiger Dutzend Euro pro Person rechnen sollten, wobei Schwankungen möglich sind.
- Beste Reisezeit: Das Klima der Halbinsel Yucatán ist tropisch bis subtropisch. Die angenehmste Reisezeit liegt häufig in den trockeneren und etwas weniger heißen Monaten des Winters und Frühjahrs, grob von November bis März oder April. In dieser Zeit sind die Temperaturen für viele Besucher aus Mitteleuropa besser zu ertragen als in den heißen und feuchten Sommermonaten. Allerdings kann die Hauptsaison rund um Weihnachten und Neujahr oder in den nordamerikanischen Ferienzeiten zu höherem Besucheraufkommen führen. Wer Hitze gut verträgt und Regen nicht scheut, findet in der Nebensaison teilweise ruhigere Verhältnisse vor, muss aber mit intensiver Sonneneinstrahlung und möglichen Schauern rechnen. Für den Besuch der Anlage selbst empfiehlt sich, möglichst früh am Morgen oder am späten Nachmittag zu kommen, wenn die Sonne weniger hoch steht und der Andrang meist geringer ist.
- Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleidung, Fotografieren: In der Region um Uxmal ist Spanisch die Verkehrssprache, doch im touristischen Umfeld – etwa in Mérida, in Hotels, bei Reiseveranstaltern und an der Kasse der archäologischen Stätte – wird häufig auch Englisch gesprochen. Deutschsprachiges Personal ist selten, daher lohnt es sich, zumindest einige grundlegende spanische Höflichkeitsfloskeln zu beherrschen. Bei der Bezahlung ist die Landeswährung Mexikanischer Peso üblich; Kreditkarten werden in vielen Hotels, Restaurants und bei organisierten Touren akzeptiert, an kleineren Verkaufsständen oder für Trinkgelder ist Bargeld wichtig. Mobile Payment über internationale Dienste wird zunehmend verbreitet, kann aber nicht überall vorausgesetzt werden. In Mexiko ist Trinkgeld Teil der Servicekultur: In Restaurants gelten – ähnlich wie in den USA – Trinkgelder von rund 10–15 % als üblich, sofern kein Servicezuschlag enthalten ist. Bei Guides und Fahrern ist ein angemessenes Trinkgeld nach Leistung üblich, kann aber individuell gehandhabt werden. Für den Besuch von Uxmal sind leichte, luftige Kleidung, ein Sonnenhut, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, bequeme geschlossene Schuhe sowie ausreichend Wasser wichtig. Foto- und Videoaufnahmen sind für private Zwecke im Außenbereich der Anlage in der Regel gestattet, bei professioneller Ausrüstung oder für kommerzielle Nutzung können jedoch Genehmigungen und zusätzliche Gebühren erforderlich sein. Drohnenflüge sind aus Sicherheits- und Denkmalschutzgründen meist nur mit ausdrücklicher Erlaubnis möglich.
- Einreisebestimmungen: Für deutsche Staatsbürger kann Mexiko in vielen Fällen visumsfrei für touristische Aufenthalte von begrenzter Dauer bereist werden, es gelten jedoch formale Anforderungen an Reisedokumente, Einreiseformular und gegebenenfalls Rück- oder Weiterreisebestätigung. Diese Vorgaben können sich ändern. Deutsche Staatsbürger sollten daher die aktuellen Einreisebestimmungen und sicherheitsrelevanten Hinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de sowie auf den Seiten der mexikanischen Behörden prüfen. Für Reisen nach Mexiko empfiehlt sich zudem in der Regel eine separate Auslandskrankenversicherung, da die europäische Krankenversicherungskarte dort keine Gültigkeit hat. Auch sollten Informationen zu eventuellen Impfenpfehlungen und gesundheitlichen Vorsorgemaßnahmen bei offiziellen Stellen oder Tropenmedizinern eingeholt werden.
Warum Uxmal auf jede Uxmal-Reise gehört
Für viele Reisende aus Deutschland ist eine Reise auf die Halbinsel Yucatán untrennbar mit dem Wunsch verbunden, die Welt der Maya kennenzulernen. Uxmal bietet hierfür eine besonders eindrucksvolle Bühne. Während Chichén Itzá oft für seine Größe und seinen Bekanntheitsgrad steht, überzeugt Uxmal durch seine feinere, fast intim wirkende Atmosphäre. Die Anlage ist überschaubar genug, um sie an einem halben bis ganzen Tag intensiv zu erkunden, und zugleich vielfältig genug, um immer neue Perspektiven zu eröffnen.
Die besondere Stimmung entsteht aus dem Zusammenspiel mehrerer Faktoren: der ruhigen Lage abseits der Küstenresorts, dem Wechsel aus offenen Plätzen und von Bäumen gesäumten Wegen, der feinen Ornamentik an den Fassaden, die sich bei unterschiedlichem Licht ständig verändert, und der spürbaren historischen Tiefe. Besucher erleben hier nicht nur einzelne Monumente, sondern das räumliche Gefüge einer gesamten vorspanischen Stadt. Dies unterscheidet Uxmal von manch anderem Ziel, das eher als einzelnes Fotomotiv wahrgenommen wird.
Ein weiterer Grund, Uxmal in eine Yucatán-Reise einzubauen, ist die Kombination mit anderen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung. Die „Ruta Puuc“ verbindet Uxmal mit weiteren, kleineren Maya-Stätten wie Kabah, Sayil, Xlapak oder Labná. Jede dieser Anlagen hat ihren eigenen Charakter, gemeinsam vermitteln sie ein facettenreiches Bild der Region. Viele seriöse Reiseführer empfehlen, mindestens einen ganzen Tag für Uxmal und die umliegenden Stätten einzuplanen, um nicht nur von Foto zu Foto zu eilen, sondern die Atmosphäre wirklich zu genießen.
Auch aus kulturhistorischer Perspektive besitzt Uxmal eine besondere Strahlkraft. Kunsthistorikerinnen und Archäologen weisen darauf hin, dass die hier entwickelte Architektur in ihrer Eleganz und Raffinesse durchaus mit europäischen Meisterwerken späterer Epochen verglichen werden kann – trotz völlig unterschiedlicher Traditionen. Wer etwa den Kölner Dom als Symbol der gotischen Baukunst kennt, findet in Uxmal ein Pendant einer anderen Weltregion: nicht in der Höhe, sondern in der Präzision der Fassaden, nicht in Glasfenstern, sondern in Steinornamenten. Die Beschäftigung mit Uxmal kann das europäische Geschichtsbild erweitern und sensibilisiert dafür, dass komplexe Hochkulturen unabhängig voneinander auf verschiedenen Kontinenten entstanden.
Für Reisende, die über Strandurlaub hinaus Kultur erleben möchten, ist Uxmal daher ein idealer Baustein. Die Kombination aus gut erreichbarer Lage ab Mérida, einer intensiven, aber nicht überfordernden Dosis Geschichte, der Einbettung in eine reizvolle Landschaft und der Möglichkeit, die Anlage relativ frei zu erkunden, macht Uxmal zu einem Höhepunkt vieler Yucatán-Rundreisen. Hinzu kommt, dass die Stätte – trotz ihrer Bedeutung – in der Regel weniger überlaufen ist als einige andere berühmte Ruinen. Wer früh am Morgen oder am späten Nachmittag kommt, erlebt mit etwas Glück Momente, in denen die Stille nur von Vogelstimmen und dem Rascheln der Blätter unterbrochen wird.
Uxmal in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In den sozialen Medien taucht Uxmal regelmäßig in Reiseberichten, Fotostrecken und Kurzvideos auf. Viele Reisende heben in ihren Beiträgen die besondere Lichtstimmung bei Sonnenaufgang oder kurz vor Sonnenuntergang hervor, wenn die warmen Töne des Kalksteins besonders intensiv leuchten. Beliebt sind Aufnahmen der „Pyramide des Zauberers“ aus unterschiedlichen Perspektiven, Detailfotos der Chaac-Masken sowie Panoramaaufnahmen vom „Gouverneurspalast“ und vom „Nonnenviereck“. Auch deutschsprachige Reise-Influencer platzieren Uxmal zunehmend als Alternative oder Ergänzung zu Chichén Itzá in ihren Routenempfehlungen. Wer sich vorab inspirieren möchte, findet auf Video- und Fotoplattformen eine große Bandbreite an Eindrücken – von ruhigen Stimmungsportraits bis zu aktiv inszenierten Reisevlogs.
Uxmal — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Uxmal
Wo liegt Uxmal genau?
Uxmal befindet sich im Bundesstaat Yucatán im Süden von Mexiko, etwa 60–80 km südlich von Mérida auf der Halbinsel Yucatán. Die archäologische Stätte liegt im sogenannten Puuc-Gebiet, einer Hügellandschaft mit karstigem Untergrund, die sich durch Fehlen oberirdischer Flüsse und eine Fülle archäologischer Fundorte auszeichnet. Von Mérida aus ist Uxmal über eine gut ausgebaute Straße mit dem Auto, Linienbussen oder organisierten Touren erreichbar.
Wie alt ist Uxmal und wann war die Blütezeit?
Archäologische Funde deuten darauf hin, dass die Region um Uxmal bereits in den ersten Jahrhunderten nach Christus besiedelt wurde. Die eigentliche Blütezeit der Stadt lag im 9. und 10. Jahrhundert, als Uxmal als politisches und religiöses Zentrum der Puuc-Region prosperierte. In dieser Phase entstanden viele der heute sichtbaren Monumentalbauten, darunter die „Pyramide des Zauberers“, der „Gouverneurspalast“ und das „Nonnenviereck“.
Was unterscheidet Uxmal von anderen Maya-Stätten wie Chichén Itzá?
Uxmal ist vor allem für seine besonders elegante Puuc-Architektur bekannt, die sich durch reiche Fassadenornamentik mit Chaac-Masken, geometrischen Mustern und Schlangendarstellungen auszeichnet. Die Anlage wirkt kompakter und atmosphärisch geschlossener als manche andere große Maya-Stadt und ist oft weniger stark besucht als Chichén Itzá. Viele Reisende schätzen Uxmal als ruhigeres, intensives Kulturerlebnis, bei dem sich die räumliche Struktur der Stadt gut nachvollziehen lässt.
Wie lässt sich Uxmal am besten von Deutschland aus erreichen?
Reisende aus Deutschland fliegen in der Regel über internationale Drehkreuze nach Mexiko, etwa nach Mexiko-Stadt oder zu Flughäfen mit Verbindungen zur Halbinsel Yucatán. Von dort geht es weiter nach Mérida, das als Ausgangspunkt für den Besuch von Uxmal dient. Ab Mérida verkehren Linienbusse und touristische Angebote, alternativ bietet sich ein Mietwagen an, um Uxmal und weitere Stätten der „Ruta Puuc“ flexibel zu erkunden. Konkrete Flugverbindungen und -zeiten hängen von Saison und Airline-Angebot ab und sollten aktuell geprüft werden.
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch von Uxmal?
Als besonders angenehm gilt häufig die trockene und etwas weniger heiße Jahreszeit zwischen etwa November und März oder April, wenn die Temperaturen für Besucher aus Mitteleuropa leichter zu ertragen sind. Wer hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit toleriert, kann Uxmal auch in der restlichen Jahreszeit besuchen, muss dann aber mit stärkerer Hitze und gelegentlichen Schauern rechnen. Unabhängig von der Jahreszeit empfiehlt es sich, die Anlage möglichst früh am Vormittag oder am späten Nachmittag zu besuchen, um intense Mittagshitze zu vermeiden und die Lichtstimmung zu nutzen.
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