Torre di Pisa, Pisa

Torre di Pisa: der schiefe Marmorturm von Pisa

Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 06:26 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Torre di Pisa in Pisa ist ein freistehender Glockenturm aus hellem Marmor, dessen berühmte Neigung den romanischen Bau zu einem Wahrzeichen Italiens macht.

Architektur-Render von Schiefer Turm von Pisa in Pisa, Italien bei Tageslicht
Moderner Architektur-Render zeigt Silhouette von Schiefer Turm von Pisa in Pisa Italien, klare Linien und, Illustration mit AI erstellt.

Die Torre di Pisa ist der freistehende Glockenturm des Doms von Pisa und steht als schiefer Marmorturm in der Piazza del Duomo in Italien. Als Teil des mittelalterlichen Domensembles entstand der Turm im 12. und 13. Jahrhundert und ist mit seiner Neigung zu einem Symbol der Stadt Pisa geworden.

Torre di Pisa und die Piazza del Duomo

Die Torre di Pisa erhebt sich am Rand der Piazza del Duomo, einem monumentalen Platz im historischen Zentrum von Pisa, auf dem auch der Dom Santa Maria Assunta und das Baptisterium stehen. Die Piazza gehört seit 1987 zum UNESCO-Welterbe und wird wegen ihrer kostbaren Bauwerke als Campo dei Miracoli bezeichnet.Die Piazza del Duomo Die Torre di Pisa ist dabei als Campanile des Doms konzipiert, also als eigenständig stehender Glockenturm, der der Kathedrale akustisch und visuell zugeordnet ist.

Der Turm steht in einem leicht erhöhten Bereich am Rand der Rasenflächen und bildet zusammen mit Domfassade und Baptisterium eine klare Achse. Seine Neigung fällt bereits aus der Distanz auf, weil der Schaft des Turms sichtbar von der Senkrechten abweicht und sich gegen die geometrisch klar geführten Linien des Doms stellt.Die Lage des Turms Durch die Stellung in der Platzkomposition bleibt der Turm trotz seiner Schieflage deutlich als Bestandteil des sakralen Ensembles lesbar.

Romanische Architektur und Marmorschichten

Architektonisch gehört die Torre di Pisa zur Pisaner Romanik, einer lokalen Ausprägung der romanischen Baukunst, die sich im 11. und 12. Jahrhundert in Pisa entwickelte. Charakteristisch sind alternierende Marmortöne, Arkadengalerien mit schlanken Säulen und reich profilierte Gesimse, wie sie auch an Dom und Baptisterium zu erkennen sind.Die Pisaner Romanik Die Torre di Pisa greift diese Elemente auf und setzt sie in die Form eines zylindrischen Glockenturms um.

Der Turm ist als hohler Zylinder aus hellem, überwiegend weißem und grauem Marmor gebaut, dessen Außenfläche durch Arkadengürtel gegliedert ist. Über einem Sockel mit Blendarkaden folgen mehrere umlaufende Loggien, deren Bögen auf Marmorsäulen ruhen und dem Turm eine geschichtete, ringartige Erscheinung geben.Die Marmorgalerien am Turm Ganz oben schließt sich eine Glockenstube mit Öffnungen für die Glocken an, die den Turm zur akustischen Spitze des Domensembles macht.

Baugeschichte, Neigung und Stabilisierung

Die Bauarbeiten an der Torre di Pisa begannen im Jahr 1173, als drittes großes Bauwerk der Platzanlage nach Dom und Baptisterium. Der Turm wurde über mehrere Bauphasen hinweg errichtet und erreichte seine heutige Höhe im 14. Jahrhundert, wobei unterschiedliche Meister wie Bonanno Pisano, Giovanni di Simone und Tommaso Pisano mit dem Werk verbunden sind.Die Bauphasen der Torre di Pisa Bereits im frühen Bauzustand begann der Turm sich zu neigen, weil der Untergrund aus weichen Sedimenten und die Fundamenttiefe nicht ausreichten, um das Gewicht gleichmäßig zu verteilen.

Die Neigung verstärkte sich über Jahrhunderte und wurde im 20. Jahrhundert zum Anlass für umfangreiche Sicherungsmaßnahmen. Ingenieurprojekte reduzierten den Winkel der Neigung und stabilisierten die Fundamente, sodass die Torre di Pisa heute als gesichert gilt und ihre charakteristische Schräglage erhalten bleibt.Die Stabilisierung des Turms Zugleich blieb die sichtbare Abweichung von der Senkrechten deutlich genug, um den Turm für Besucher als schiefes Bauwerk erfahrbar zu halten.

Torre di Pisa besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Die Torre di Pisa steht in der Piazza del Duomo nordwestlich der historischen Altstadt von Pisa und ist von der Stadt aus zu Fuß sowie über die Bahnhöfe Pisa Centrale und Pisa San Rossore erreichbar.
  • Ein Besuch umfasst Wege über Rasenflächen und befestigte Flächen mit Treppen und Stufen, im Inneren des Turms führt eine enge Treppe mit vielen Stufen in die oberen Ebenen.
  • In unmittelbarer Nähe der Torre di Pisa liegen der Dom Santa Maria Assunta und das Baptisterium, sodass sich der Besuch des Turms mit dem Rundgang durch das gesamte Platzensemble verbinden lässt.
  • Pisa liegt in der Region Toskana in Italien, Amtssprache ist Italienisch, gezahlt wird in Euro.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

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Torre di Pisa: häufige Fragen

Wo liegt die Torre di Pisa?

Die Torre di Pisa steht in der Piazza del Duomo in Pisa in der Region Toskana in Italien und gehört zum Domensemble um Santa Maria Assunta.

Was bietet ein Besuch der Torre di Pisa?

Ein Besuch führt in die Piazza del Duomo mit Dom, Baptisterium und Turm, vor Ort lässt sich die Neigung des Turms im Zusammenspiel mit der romanischen Marmorarchitektur erleben.

Was kennzeichnet die Torre di Pisa besonders?

Kennzeichnend ist die Kombination aus Pisaner Romanik mit Arkadengürteln aus Marmor und der deutlich sichtbaren Neigung des freistehenden Glockenturms neben dem Dom von Pisa.

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