Todra-Schlucht, Gorges du Todra

Todra-Schlucht bei Tinghir: Marokkos spektakuläre Felskathedrale

20.05.2026 - 00:20:09 | ad-hoc-news.de

Zwischen Tinghir und dem Hohen Atlas schneidet die Todra-Schlucht, lokal Gorges du Todra, einen bis zu 300 Meter tiefen Canyon in Marokkos Fels – warum sie deutsche Reisende besonders fasziniert.

Todra-Schlucht, Gorges du Todra, Marokko
Todra-Schlucht, Gorges du Todra, Marokko

Wenn sich in der Morgensonne die Felswände der Todra-Schlucht wie glühende Orgelpfeifen über der schmalen Straße erheben, versteht man, warum viele sie als „Felskathedrale der Wüste“ beschreiben. Die Gorges du Todra (auf Deutsch sinngemäß „Schlucht des Flusses Todra“) nahe der Oasenstadt Tinghir im Süden Marokkos gehört zu den eindrucksvollsten Canyons Nordafrikas – und ist für viele Marokko-Reisende aus Deutschland ein unvergesslicher Moment zwischen Atlasgebirge und Sahara.

Todra-Schlucht: Das ikonische Wahrzeichen von Tinghir

Die Todra-Schlucht ist ein enger Durchbruch des Flusses Todra durch den Ausläufer des Hohen Atlas, wenige Kilometer nordöstlich der Stadt Tinghir im Süden Marokkos. Hier rücken die senkrechten Kalkstein- und Sandsteinwände auf bis zu nur wenige Meter zusammen, während sie gleichzeitig bis zu rund 300 m hoch aufragen. Reiseportale wie das Marokkanische Nationale Tourismusamt sowie Reportagen in Magazinen wie GEO Saison beschreiben die Schlucht übereinstimmend als eines der landschaftlichen Highlights des Landes.

Für Reisende aus Deutschland ist die Gorges du Todra auch deshalb so faszinierend, weil sie mehrere Welten verbindet: Unten plätschert – je nach Jahreszeit – der Todra-Fluss, flankiert von Palmen und kleinen Feldern. Oben ragen rötliche Felswände in den Himmel, deren Farben je nach Tageszeit von Ocker über Orange bis tief Rot wechseln. Nur wenige Autostunden entfernt beginnen die Dünengebiete der Sahara bei Merzouga, während im Norden die schneebedeckten Gipfel des Hohen Atlas liegen. Dieses Nebeneinander von Oase, Gebirge und Wüste ist im europäischen Kontext ungewöhnlich – und macht die Region rund um Tinghir zu einem beliebten Stopp auf Rundreisen zwischen Marrakesch, dem Dades-Tal und dem Wüstentor Erfoud.

Reisehandbücher wie der deutschsprachige Marco Polo Marokko sowie das ADAC Reisemagazin Marokko heben die Todra-Schlucht immer wieder als „klassische“ Etappe von Mietwagenrundreisen hervor. Sie gilt als leicht zugänglich, da eine asphaltierte Straße in den engsten Abschnitt hineinführt und dort in einem Parkplatz endet. So lässt sich dieser eindrucksvollste Teil des Canyons auch ohne Bergsteiger- oder Wüstenexpedition erleben.

Geschichte und Bedeutung von Gorges du Todra

Geologisch ist die Todra-Schlucht das Ergebnis eines langen Zusammenspiels von tektonischen Kräften und Erosion. Die Bergrücken des Hohen Atlas entstanden durch Plattenbewegungen, die Afrika und Europa seit Millionen von Jahren aufeinander zu drängen. Flüsse wie der Todra schnitten sich nach und nach in die aufgeworfenen Sedimentgesteine ein und formten über lange Zeiträume die heutigen Canyons. Geographische Darstellungen marokkanischer Universitäten sowie internationale Enzyklopädien bestätigen diese grundsätzliche Entstehungsgeschichte für die Canyons der Region, zu denen auch die benachbarte Dades-Schlucht zählt.

Historisch spielte das Todra-Tal als Verbindungskorridor zwischen Berberdörfern im Atlas und den Oasen am Rand der Sahara eine wichtige Rolle. Lokale Bevölkerungsgruppen der Amazigh (oft noch als Berber bezeichnet) nutzten die Oase von Tinghir und die fruchtbaren Streifen entlang des Flusses für Landwirtschaft – vor allem für Datteln, Getreide und Gemüse. Marokkanische Kulturinstitutionen und Reiseberichte, unter anderem von Deutsche Welle und ARD-Korrespondenten, schildern das Todra-Tal als Teil der Karawanenwege, die Waren und Kultur zwischen den Königsstädten des Nordens und den Handelsplätzen im Süden verbanden.

Mit dem Aufkommen des internationalen Tourismus im 20. Jahrhundert rückte das Tal stärker in den Fokus. Französische und später internationale Reisende beschrieben die Gorges du Todra als spektakuläre Landschaft, die an bekannte Canyons in den USA erinnert, aber zugleich eine eigenständige Kulturwelt erschließt. In deutschsprachigen Reiseführern ist die Schlucht seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der „Straße der Kasbahs“, einer heute touristisch geprägten Route durch Südmarokko, die zahlreiche historische Lehmburgen (Kasbahs) und Oasen verbindet.

Für die lokale Bevölkerung von Tinghir und den umliegenden Dörfern bedeutet die Todra-Schlucht heute einen wichtigen wirtschaftlichen Faktor: Viele Familien betreiben Gästehäuser, kleine Restaurants oder bieten Führungen und Klettertouren an. Gleichzeitig betonen marokkanische Behörden und das Tourismusamt in Informationsmaterialien, dass der Schutz der natürlichen Umgebung – zum Beispiel durch Abfallmanagement und Wasserschutz – zunehmend in den Fokus rückt. Dieser Balanceakt zwischen touristischer Nutzung und Erhalt der natürlichen und kulturellen Landschaft ist ein Thema, das in vielen internationalen Reportagen, etwa in National Geographic, immer wieder aufgegriffen wird.

Architektur, Natur und besondere Merkmale

Streng genommen ist die Todra-Schlucht kein Bauwerk, sondern eine natürliche Felsformation. Trotzdem erinnert ihre „Architektur“ viele Reisende an monumentale Kathedralen. Die nahezu senkrechten Felswände wirken wie gigantische Säulen, dazwischen spannt sich ein schmaler „Schiff“-ähnlicher Felskorridor, in dem sich Straße, Fußweg und Flusslauf drängen. In einigen Passagen ist der Abstand zwischen den Felswänden so gering, dass die Straße gerade noch hindurchpasst – ein visueller Effekt, der auf Fotos und in sozialen Medien besonders häufig zu sehen ist.

Geologisch bestehen die Wände vor allem aus Kalk- und Sedimentgestein, das über Jahrmillionen abgelagert und später durch tektonische Kräfte angehoben wurde. Die unterschiedlichen Härten der Gesteinsschichten führen zu markanten Bändern und Strukturen in den Wänden. In der Fachliteratur marokkanischer Geologen wird das Gebiet um Tinghir als Beispiel für die erdgeschichtliche Entwicklung des südlichen Atlas aufgeführt, inklusive Spuren früher Meeresablagerungen und späterer Gebirgsbildung.

Besonders lebendig wird die Todra-Schlucht durch das Zusammenspiel von Fels und Wasser. Der Todra-Fluss ist ein episodischer Gebirgsfluss, dessen Wasserführung stark von Niederschlägen im Atlas abhängt. In den regenärmeren Monaten kann der Wasserstand niedrig sein, während nach starken Regenfällen oder während der Schneeschmelze im Gebirge deutlich mehr Wasser durch den Canyon fließt. Das marokkanische Wasserministerium und lokale Behörden weisen in Informationsbroschüren darauf hin, dass in seltenen Fällen Sturzfluten auftreten können; diese Hinweise werden von seriösen Reiseführern und internationalen Reiseveranstaltern ausdrücklich aufgegriffen und betont.

Ein weiteres Merkmal der Gorges du Todra ist ihre Bedeutung als Klettergebiet. Internationale Kletterführer und Berichte in Outdoor-Magazinen beschreiben dutzende Routen in unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden, die an den Felswänden eingerichtet wurden. Vor allem im mittleren Abschnitt der Schlucht finden sich gut gesicherte Sportkletterrouten, die aufgrund der Kombination aus stabilem Fels, eindrucksvoller Umgebung und relativ gutem Zugang beliebt sind. Deutsche und europäische Kletterguides verweisen darauf, dass die Klettersaison vor allem in den gemäßigten Jahreszeiten Frühling und Herbst liegt, wenn die Temperaturen angenehm sind.

Auch kulturell lohnt sich der Blick über den Canyon hinaus. Entlang des Todra-Tals reihen sich traditionelle Lehmbau-Dörfer und Kasbahs, deren Architektur typisch für die Region ist. Die Häuser bestehen aus Stampflehm, lehmverputztem Stein und Holz, was ihnen eine erdige Farbigkeit verleiht, die harmonisch mit den Felsen verschmilzt. In Reisebeiträgen etwa von Deutsche Welle und im Merian-Sonderheft zu Marokko wird dieses Zusammenspiel von traditioneller Architektur und atemberaubender Landschaft als ein Schlüssel zur Anziehungskraft der Region beschrieben.

Todra-Schlucht besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Die Todra-Schlucht liegt etwa 15 km nordöstlich der Stadt Tinghir im Südosten Marokkos. Tinghir befindet sich ungefähr auf halber Strecke zwischen Ouarzazate und Erfoud, entlang der touristisch bekannten Route durch das Dades-Tal und das Ziz-Tal. Für Reisende aus Deutschland bieten sich in der Regel Flüge nach Marrakesch, Casablanca oder Fès an; von dort geht es weiter mit Inlandsflügen, Mietwagen, organisierten Rundreisen oder Überlandbussen. Die Fahrzeit mit dem Auto von Marrakesch zur Todra-Schlucht kann – je nach Route und Pausen – rund 7 bis 9 Stunden betragen. Von Ouarzazate aus ist Tinghir in etwa 3 bis 4 Stunden erreichbar, Erfoud liegt ähnlich weit entfernt. Bahnverbindungen enden derzeit in größeren Städten wie Marrakesch oder Fès; der Weitertransport in Richtung Tinghir erfolgt üblicherweise mit Bus oder Auto. Reiseführer wie Rough Guide oder Lonely Planet sowie deutschsprachige Verlage empfehlen, großzügig Zeit für Fahrten einzuplanen, da Straßenverhältnisse und Witterung Einfluss haben können.
  • Öffnungszeiten
    Die Todra-Schlucht selbst ist als natürliches Tal grundsätzlich jederzeit zugänglich, da keine geschlossene Parkanlage oder ein klassisches Kassenhäuschen den Zugang begrenzt. Die asphaltierte Straße in den Canyon hinein kann jedoch von Behörden zeitweise gesperrt werden, etwa nach starken Regenfällen oder bei Instandhaltungsarbeiten. Die Redaktion empfiehlt daher, sich vor dem Besuch bei Unterkünften in Tinghir, beim lokalen Tourismusbüro oder bei aktuellen Reiseinformationen zu erkundigen. Öffnungszeiten von Restaurants, Cafés und kleinen Souvenirshops im Schluchtbereich variieren je nach Saison und Wochentag.
  • Eintritt
    Für die Durchfahrt mit dem Auto bis zum offiziellen Parkplatz im engsten Teil der Todra-Schlucht wird nach übereinstimmenden Angaben seriöser Reiseführer und Reiseveranstalter in der Regel keine klassische Eintrittsgebühr wie bei einem Museum erhoben. Dennoch können Parkgebühren oder kleine Beträge für lokale Dienstleistungen (z. B. WC-Nutzung, Führungen) anfallen. Da sich Preise ändern können, empfiehlt es sich, etwas Bargeld in lokaler Währung bereitzuhalten. Als Richtwert nennen verschiedene Reiseführer moderate Summen, die eher symbolischen Charakter haben. Konkrete Beträge sollten jedoch aktuell vor Ort oder bei Unterkünften erfragt werden.
  • Beste Reisezeit
    Übereinstimmend empfehlen das marokkanische Tourismusamt, Reiseführerverlage und Wetterdienste die Monate Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November) für einen Besuch der Todra-Schlucht. Dann sind die Temperaturen tagsüber meist angenehm, die Nächte werden nicht zu kalt, und die Lichtstimmungen im Canyon sind besonders eindrucksvoll. Im Hochsommer können die Temperaturen in Südmarokko deutlich über 35 °C steigen; viele deutschsprachige Reiseführer raten dann dazu, die Schlucht möglichst früh am Morgen oder am späten Nachmittag zu besuchen. Im Winter sind die Tage kürzer, und es kann in höheren Lagen des Atlas zu Schnee kommen, während es im Todra-Tal selbst kühler, aber meist noch gut bereisbar bleibt. Allgemein gilt: Die Stunden des frühen Vormittags und des späten Nachmittags bieten oft das schönste Licht für Fotografie und einen angenehmen Sonnenstand.
  • Sprache, Kultur und Umgang
    In Tinghir und rund um die Gorges du Todra werden vor allem Arabisch und Berbersprachen (Amazigh) gesprochen. In touristisch geprägten Bereichen ist Französisch weit verbreitet, und immer mehr Anbieter sprechen auch Englisch. Deutschsprachige Kommunikation ist eher die Ausnahme, kann aber in einigen Unterkünften vorkommen, die viele Gäste aus dem deutschsprachigen Raum empfangen. Reiseführer und das Auswärtige Amt empfehlen, grundlegende Höflichkeitsfloskeln in Arabisch oder Französisch zu kennen und respektvoll mit lokalen Traditionen umzugehen. Kleidung sollte je nach Jahreszeit bequem und dem Klima angepasst sein, gleichzeitig aber Schultern und Knie in Dörfern und bei Besuchen von Wohngebieten eher bedecken, da es sich um eine überwiegend traditionell geprägte Region handelt.
  • Zahlung und Trinkgeld
    Die Landeswährung ist der marokkanische Dirham (MAD). In Tinghir und größeren Städten sind Geldautomaten verbreitet, im unmittelbaren Schluchtbereich ist die Versorgung allerdings begrenzt. Deutsche Bankkarten (V-Pay, Girocard) werden nicht überall akzeptiert; international übliche Kreditkarten funktionieren in vielen Hotels und Restaurants, aber längst nicht in allen kleineren Betrieben. Seriöse Reiseführer und Verbraucherzentralen empfehlen, zusätzlich ausreichend Bargeld in lokaler Währung mitzuführen. Trinkgeld ist in Marokko üblich: In Restaurants werden, sofern kein Service inbegriffen ist, etwa 5 bis 10 % des Rechnungsbetrags erwartet. Für kleinere Dienstleistungen, etwa das Tragen von Gepäck oder das Parken, sind kleine Beträge angemessen. Viele deutschsprachige Reiseveranstalter geben hierzu konkrete Empfehlungen in ihren Unterlagen.
  • Fotografie und Verhalten
    Die Todra-Schlucht ist ein beliebtes Fotomotiv. Das Fotografieren der Felslandschaft, der Straße und des Flusses ist unproblematisch. Dennoch raten das marokkanische Tourismusamt und seriöse Reiseveranstalter dazu, bei Porträts von Personen, insbesondere von Frauen und Kindern, stets um Erlaubnis zu bitten. In manchen Fällen wird ein kleines Entgelt erwartet, etwa bei traditionell gekleideten Menschen, die sich bewusst für Fotos zur Verfügung stellen. Drohnenflüge können beschränkt oder genehmigungspflichtig sein; hierzu sollten aktuelle lokale Bestimmungen geprüft werden.
  • Einreise und Sicherheit
    Für deutsche Staatsbürger gelten bei Reisen nach Marokko eigene Einreisebestimmungen, die sich ändern können. Die Redaktion empfiehlt, vor der Reise die aktuellen Hinweise und Empfehlungen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de zu prüfen. Dort finden sich auch Informationen zur Sicherheitslage, zu Gesundheitsfragen und zur empfohlenen Reisedokumentation. Grundsätzlich raten seriöse Institutionen zu einer üblichen Vorsicht: Wertsachen sollten nicht offen gezeigt, und in abgelegenen Bereichen sollte man, wenn möglich, nicht allein unterwegs sein. Speziell für Outdoor-Aktivitäten wie Wandern oder Klettern wird empfohlen, lokale Führer zu buchen, die mit den Bedingungen vor Ort vertraut sind.
  • Gesundheit und Versicherung
    Da Marokko kein EU-Mitglied ist, gilt die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) dort nicht. Deutsche Reisende sollten daher eine Auslandskrankenversicherung mit ausreichender Deckung und Rücktransportoption abschließen, wie sie von Verbraucherzentralen und Automobilclubs (zum Beispiel ADAC) empfohlen wird. Wasser aus der Leitung ist in ländlichen Regionen nur eingeschränkt trinkbar; internationale Gesundheitsorganisationen und Reisemediziner raten, auf abgefülltes Wasser zurückzugreifen und besonders in warmen Monaten auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.

Warum Gorges du Todra auf jede Tinghir-Reise gehört

Die Faszination der Todra-Schlucht erschließt sich nicht nur aus der beeindruckenden Geografie, sondern aus dem Gesamterlebnis: Wer vom flachen, weiten Talboden langsam in den enger werdenden Canyon fährt, spürt, wie sich die Landschaft um einen herum schließt. Das Motorengeräusch hallt an den Wänden wider, man erkennt kleine Pfade und Kletterrouten, sieht vielleicht Ziegenherden und Hirten auf den Hängen. Gleichzeitig bleibt im Blickfeld stets der schmale Streifen Himmel über dem Kopf. Viele Reiseberichte aus dem deutschsprachigen Raum schildern diesen Moment als emotional intensiv – eine Mischung aus Ehrfurcht und Staunen.

Für Reisende, die Marokko vor allem mit Königsstädten wie Marrakesch oder Fès verbinden, öffnet die Gorges du Todra einen anderen Zugang zum Land. Hier dominieren Stein, Wasser und die Bescheidenheit der Bergdörfer, nicht Paläste oder Souks. Das Todra-Tal bietet Möglichkeiten zu leichten Wanderungen, etwa entlang der Dattelpalmenhaine, aber auch ambitioniertere Touren ins Gebirge, die mit lokalen Bergführern organisiert werden können. In vielen Unterkünften rund um Tinghir wird ein traditionelles Abendessen serviert – häufig Tajine-Gerichte, Couscous oder gegrilltes Fleisch – zu dem marokkanischer Tee gereicht wird. So lässt sich der Tag in der Schlucht mit einem Einblick in die regionale Küche verbinden.

Gleichzeitig lässt sich der Besuch der Todra-Schlucht gut mit weiteren Highlights Südmarokkos kombinieren. Viele Reiserouten verbinden sie mit der Dades-Schlucht, die westlich von Tinghir liegt und ebenfalls spektakuläre Felsformationen und Serpentinenstraßen bietet. Weiter östlich locken das Ziz-Tal und die Wüstenränder der Sahara bei Merzouga und Erg Chebbi mit Sanddünen und Kameltouren. Seriöse Reiseveranstalter in Deutschland und der Schweiz integrieren diese Ziele häufig in Rundreisen von 8 bis 14 Tagen, die einen Querschnitt durch die Landschaften Marokkos liefern.

Für Familien mit Kindern bietet die Todra-Schlucht – bei Beachtung der üblichen Vorsicht – einen relativ einfachen Zugang zu abenteuerlicher Natur. Die Straße und der breite Talboden im engsten Bereich ermöglichen es, sich ohne große Anstrengung nah an die Felswände zu begeben. Dennoch empfehlen sowohl das Auswärtige Amt als auch seriöse Reiseportale, insbesondere kleinere Kinder im Auge zu behalten, da es in Flussnähe und an Felsrändern Gefahrenstellen geben kann. Gutes Schuhwerk, Sonnenschutz und ausreichendes Wasser sind für alle Reisenden Pflicht, insbesondere in den wärmeren Monaten.

Auch aus kulturhistorischer Perspektive lohnt der Aufenthalt. Viele Dörfer im Todra-Tal verfügen über traditionelle Speicherburgen, Moscheen und Wohnhäuser, deren Baustil sich über Generationen kaum verändert hat. Besucher können bei geführten Spaziergängen – häufig angeboten von lokalen Guides, die oft Französisch und Englisch, in manchen Fällen auch etwas Deutsch sprechen – mehr über das Alltagsleben, die Rolle der Oase für die Landwirtschaft und die Bedeutung des Wassers in dieser halb-ariden Region erfahren. Die UNESCO hat das Oasensystem Südmarokkos in mehreren Berichten als schützenswert hervorgehoben, da es ein empfindliches Gleichgewicht zwischen Natur und menschlicher Nutzung darstellt; auch wenn die Todra-Schlucht selbst derzeit nicht als UNESCO-Welterbe gelistet ist, wird die Region in internationalen Fachkreisen als beispielhaft für traditionelle Oasenwirtschaft in Nordafrika genannt.

Todra-Schlucht in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien hat sich die Gorges du Todra zu einem beliebten Motiv für Reisebilder, Klettervideos und Roadtrip-Dokumentationen entwickelt. Zahlreiche Kurzclips zeigen den Moment, wenn sich ein Fahrzeug zwischen den hoch aufragenden Felswänden bewegt oder Kletternde an orange-roten Wänden in der Sonne hängen. Hashtags wie #TodraGorge oder #GorgesduTodra sind auf Plattformen wie Instagram und TikTok prall gefüllt mit Eindrücken aus unterschiedlichen Jahreszeiten. Reisejournalistische Beobachtungen zeigen, dass solche Visualisierungen bei deutschsprachigen Nutzern oft den Wunsch auslösen, „auch einmal in dieser Felsgasse zu stehen“ – und damit die Todra-Schlucht als Inspirationsort für künftige Reisen etablieren.

Häufige Fragen zu Todra-Schlucht

Wo liegt die Todra-Schlucht genau?

Die Todra-Schlucht befindet sich im Südosten Marokkos, etwa 15 km nordöstlich der Stadt Tinghir. Sie liegt am Übergang zwischen dem Hohen Atlas und den Wüstenrändern Richtung Sahara. Von größeren Städten wie Marrakesch oder Ouarzazate aus ist sie per Auto oder Bus über gut ausgebaute, aber kurvenreiche Straßen erreichbar.

Wie ist die Todra-Schlucht entstanden?

Die Gorges du Todra ist durch die Erosion des Flusses Todra entstanden, der sich über sehr lange Zeiträume in die Gesteinsschichten des Atlasgebirges eingeschnitten hat. Tektonische Kräfte hoben das Gebiet an, während Wasser, Wind und Temperaturunterschiede den Canyon weiter vertieften und verbreiterten. So entstand der bis zu rund 300 m tiefe Einschnitt, der heute zu sehen ist.

Wann ist die beste Reisezeit für die Todra-Schlucht?

Als beste Reisezeit gelten Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November), wenn die Temperaturen meist angenehm sind und die Lichtverhältnisse im Canyon besonders reizvoll. Im Sommer kann es sehr heiß werden, sodass sich Besuche auf die frühen Morgenstunden oder den späten Nachmittag verlagern. Im Winter sind die Tage kürzer und kühler, die Schlucht ist aber in vielen Jahren gut zugänglich.

Benötigt man spezielle Ausrüstung für einen Besuch?

Für einen normalen Besuch der Todra-Schlucht sind kein Spezial-Equipment und keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich. Feste, bequeme Schuhe, Sonnenschutz, ausreichend Wasser und der Witterung angepasste Kleidung genügen in der Regel. Wer klettern oder längere Wanderungen im Gebirge unternehmen möchte, sollte jedoch entsprechende Ausrüstung mitbringen und idealerweise geführte Touren mit lokalen Anbietern buchen.

Ist die Todra-Schlucht für Familien und ältere Reisende geeignet?

Da eine Straße in den engsten Bereich des Canyons führt und es einen Parkplatz direkt zwischen den Felswänden gibt, ist die Todra-Schlucht grundsätzlich auch für Familien mit Kindern und viele ältere Reisende geeignet. Die wichtigste Voraussetzung ist eine realistische Selbsteinschätzung: Wer schlecht zu Fuß ist, sollte sich auf kurze Wege in unmittelbarer Nähe des Parkplatzes beschränken und Steigungen oder unebenes Gelände vermeiden. Wie bei allen Naturlandschaften gilt, dass Vorsicht in der Nähe von Wasser, Felsrändern und Straßenverkehr geboten ist.

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