Teide-Nationalpark, Parque nacional del Teide

Teide-Nationalpark: Magische Vulkanwelt über den Wolken erleben

24.05.2026 - 05:05:32 | ad-hoc-news.de

Der Teide-Nationalpark (Parque nacional del Teide) auf Teneriffa in Spanien ist ein anderes Planetensystem in Reichweite ab Deutschland – was Reisende jetzt über Anreise, Höhenluft und Sternen-Nächte wissen sollten.

Teide-Nationalpark, Parque nacional del Teide, Teneriffa
Teide-Nationalpark, Parque nacional del Teide, Teneriffa

Wenn im Teide-Nationalpark die Sonne hinter einem Meer aus Wolken versinkt, glühen die Lavafelder in tiefem Rot, und über dem Gipfel des Vulkans beginnt ein Sternenhimmel, wie ihn Europa kaum ein zweites Mal kennt. Der Parque nacional del Teide (auf Deutsch sinngemäß „Nationalpark Teide“) auf Teneriffa ist nicht nur das natürliche Wahrzeichen der Kanareninsel, sondern eines der spektakulärsten Vulkanlandschaften Spaniens – und für Reisende aus Deutschland überraschend leicht erreichbar.

Teide-Nationalpark: Das ikonische Wahrzeichen von Teneriffa

Der Teide-Nationalpark liegt im Zentrum der Insel Teneriffa und schützt den Pico del Teide, mit rund 3.715 m einer der höchsten Vulkane Europas und der höchste Berg Spaniens. Nach Angaben der UNESCO gehört der Nationalpark seit 2007 zum Weltnaturerbe, weil er ein „außergewöhnliches Beispiel für vulkanische Prozesse“ darstellt und eine der besten Naturlaboratorien der Welt für Vulkanologie bietet.

Der Pico del Teide überragt die Insel deutlich – zum Vergleich: Er ist deutlich höher als der Großglockner (3.798 m) wirkt aber durch seine isolierte Stellung im Atlantik extrem dominant. Die vulkanische Kegelform des Gipfels und die weiten Caldera-Ebenen, durchzogen von erkalteten Lavaflüssen und bizarren Felsnadeln, erinnern viele Besucher an Mond- oder Marslandschaften. Die spanische Nationalparkverwaltung betont, dass hier nahezu alle Formen vulkanischer Aktivität sichtbar sind: Aschekegel, Lavadome, Lavaröhren und erstarrte Ströme, die wie schwarze Flüsse wirken.

Für deutsche Reisende ist der Teide-Nationalpark eines der wenigen Fernreiseziele, das sich wie eine Expedition anfühlt, ohne den europäischen Kontinent zu verlassen. Direktflüge aus Deutschland nach Teneriffa dauern von Frankfurt, München oder Berlin meist knapp über vier Stunden; vom Strand an die Schneegrenze des Teide sind es mit dem Auto oft weniger als 90 Minuten. Die Gegensätze – von Bananenplantagen und Badebuchten hinauf in eine karge Vulkanwüste – machen den Reiz dieser Landschaft aus.

Geschichte und Bedeutung von Parque nacional del Teide

Die Geschichte des Parque nacional del Teide ist eng mit der geologischen Entstehung Teneriffas verbunden. Fachartikel der spanischen Geologiebehörden und Zusammenfassungen der UNESCO beschreiben, dass der heutige Teide in einer riesigen Caldera liegt, die durch den Einbruch eines älteren Vulkangebäudes entstand. Mehrere große Ausbrüche formten über Hunderttausende von Jahren die gegenwärtige Struktur. Die jüngere Vulkanaktivität im Gebiet des Teide ist geologisch gesehen noch sehr jung; der letzte Ausbruch im weiteren Nationalparkgebiet ereignete sich im 18. Jahrhundert (Vulkan Trevejo bzw. Montaña Negra), wobei das Herzstück des Parks heute als ruhend gilt und intensiv überwacht wird.

Aus kulturgeschichtlicher Sicht war der Teide bereits vor der spanischen Eroberung der Insel im 15. Jahrhundert von zentraler Bedeutung. Die Ureinwohner Teneriffas, die Guanchos, sahen in ihm einen heiligen Ort und verbanden ihn mit Mythen über Götter und Dämonen. Spanische und deutsche Reiseberichte aus dem 18. und 19. Jahrhundert schildern, wie der Teide zum Ziel wissenschaftlicher Expeditionen wurde. Naturforscher untersuchten hier frühe Höhenphysiologie, Botanik und Vulkanologie – ähnlich wie es zur gleichen Zeit in den Alpen rund um den Mont Blanc geschah, allerdings in einem deutlich milderen Klima.

Als Nationalpark wurde das Gebiet im Jahr 1954 ausgewiesen. Laut Angaben der spanischen Nationalparkverwaltung gehört der Teide damit zu den ältesten Nationalparks Spaniens. In den Jahrzehnten danach wurde der Schutzstatus mehrfach erweitert, und rund um den Kernbereich wurden zusätzliche Naturschutzgebiete und Landschaftsschutzräume ausgewiesen. 1989 erhielt der Park eine Anerkennung des Europarats als geschütztes Gebiet von großer Bedeutung, bevor 2007 die Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste folgte.

Die UNESCO hebt insbesondere hervor, dass der Parque nacional del Teide ein „ikonisches Symbol der Kanarischen Inseln“ ist und aufgrund der klaren Atmosphäre und Lage im Atlantik eine außergewöhnliche Sicht auf Sterne und Himmelskörper bietet. Auf den Hochebenen oberhalb der Parkgrenzen befindet sich daher auch das Observatorio del Teide, eines der wichtigsten astronomischen Observatorien Spaniens, das von internationalen Forschungsteams genutzt wird.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Obwohl der Teide-Nationalpark kein Bauwerk im klassischen Sinne ist, prägen doch mehrere vom Menschen geschaffene Elemente das Erlebnis vor Ort. Dazu gehören Besucherzentren, Aussichtspunkte, Wanderwege und insbesondere die Seilbahn „Teleférico del Teide“, die Reisende auf rund 3.555 m Höhe bringt.

Die Talstation der Seilbahn liegt auf etwa 2.356 m und ist über gut ausgebaute Straßen erreichbar. Von dort führt die Fahrt in knapp acht Minuten zur Bergstation unterhalb des Gipfelkraters. Die Betreiber der Seilbahn weisen darauf hin, dass sie häufig wegen starken Windes, Vereisung oder hoher Waldbrandgefahr zeitweise geschlossen wird; Reisende sollten daher am Besuchstag die offizielle Website prüfen. Die Bergstation selbst ist kein architektonisches Highlight im klassischen Sinn, erfüllt aber eine wichtige Funktion: Sie beherbergt einen kleinen Servicebereich, sanitäre Anlagen und Informationspunkte. Der eigentliche Zauber liegt jedoch in der Umgebung – bei klarer Sicht reicht der Blick über die Nachbarinseln La Gomera, La Palma und El Hierro bis tief in den Atlantik.

Die vulkanischen Formationen im Inneren des Parks erinnern stellenweise an Skulpturen. Besonders bekannt sind die „Roques de García“, eine Reihe von Felsnadeln und -säulen, die durch Erosion aus früheren Lavamassen herausgearbeitet wurden. Bilder dieser Felsgruppe mit dem Teide im Hintergrund zählen zu den meistfotografierten Motiven der Kanaren. Reiseführer wie GEO Saison oder das ADAC Reisemagazin heben hervor, dass dieses Panorama zu den ikonischen Naturansichten Europas gehört – oft verglichen mit Monument Valley in den USA, wenn auch in deutlich kleinerem Maßstab.

Ökologisch ist der Parque nacional del Teide ebenfalls bemerkenswert. Die spanische Umweltverwaltung und wissenschaftliche Publikationen verweisen darauf, dass zahlreiche Pflanzenarten endemisch sind, also nur hier vorkommen. Dazu zählt das Teide-Natterkopf (Echium wildpretii), das im Frühjahr und Frühsommer spektakuläre, mehrere Meter hohe rote Blütenkerzen bildet. Daneben prägen gelbe Ginsterbüsche, der Teide-Ginster und verschiedene Wolfsmilchgewächse die Landschaft. Viele Arten sind an extreme Bedingungen angepasst: hohe UV-Strahlung, starke Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht und sehr geringe Niederschläge.

Die Fauna ist weniger auffällig, aber nicht minder interessant. Es gibt mehrere endemische Reptilienarten und unzählige Insekten, darunter Schmetterlinge und Käfer, die sich an den vulkanischen Untergrund angepasst haben. Größere Säugetiere sind rar, sodass die weite Landschaft oft von stiller Ruhe und Windgeräuschen geprägt ist – ein bewusster Kontrast zur touristisch belebten Küste Teneriffas.

Ein weiterer besonderer Aspekt des Teide-Nationalparks ist der Sternenhimmel. Organisationen wie die Starlight Foundation – unterstützt von spanischen Forschungsinstitutionen – klassifizieren die Region als einen der besten Orte Europas für astronomische Beobachtungen. Mehrere Anbieter organisieren geführte Sternenbeobachtungen im oder nahe dem Nationalpark, häufig in Kombination mit Sonnenuntergangs-Touren. Strenge Lichtschutzbestimmungen in den höher gelegenen Bereichen sorgen dafür, dass künstliche Beleuchtung minimiert wird und die Milchstraße mit bloßem Auge sichtbar bleibt.

Teide-Nationalpark besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Der Teide-Nationalpark liegt im Zentrum von Teneriffa, der größten Kanareninsel Spaniens im Atlantik, westlich des marokkanischen Festlands. Für Reisende aus Deutschland bieten große Flughäfen wie Frankfurt (FRA), München (MUC), Düsseldorf (DUS), Hamburg (HAM) und Berlin (BER) regelmäßig Direktflüge zu den beiden Flughäfen der Insel (Tenerife Sur und Tenerife Norte) an. Die Flugzeit liegt je nach Abflugort meist zwischen 4 und 5 Stunden. Vom Süden der Insel aus beträgt die Fahrzeit in den Nationalpark über gut ausgebaute Straßen in der Regel 60 bis 90 Minuten, je nach Ausgangsort. Öffentliche Buslinien (Guaguas) verbinden größere Orte wie Costa Adeje oder Puerto de la Cruz mit ausgewählten Punkten am Rand des Parks; wer flexibel wandern möchte, ist jedoch mit einem Mietwagen oder organisierten Ausflug gut beraten.
  • Öffnungszeiten
    Der Teide-Nationalpark als Landschaft ist ganzjährig und rund um die Uhr zugänglich. Parkplätze, Besucherzentren und die Seilbahn folgen jedoch festen Öffnungszeiten. Da sich diese je nach Saison, Witterung und Sicherheitslage ändern können, weist die spanische Nationalparkverwaltung ausdrücklich darauf hin, aktuelle Zeiten und eventuelle Sperrungen direkt bei den offiziellen Informationsstellen oder der Website des Teide-Nationalparks bzw. der Seilbahn zu prüfen. Besonders im Winter und bei Sturm sind kurzfristige Schließungen nicht ungewöhnlich.
  • Eintritt
    Der Zugang zum Nationalpark ist grundsätzlich kostenfrei; es fallen keine klassischen Eintrittsgebühren an. Kosten entstehen nur für optionale Leistungen wie die Fahrt mit der Seilbahn, geführte Touren oder spezielle Aktivitäten. Die Seilbahn-Tickets werden in der Regel pro Person und Fahrt in Euro berechnet; die genauen Preise variieren saisonal und nach Tarif. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollte der aktuelle Tarif auf der offiziellen Website der Teleférico-Betreiber vorab geprüft werden. Für den kurzen Gipfelaufstieg vom Endpunkt der Seilbahn bis an den Kraterrand ist eine besondere Genehmigung erforderlich, die online und kostenfrei, aber in begrenzter Zahl vergeben wird.
  • Beste Reisezeit
    Der Teide-Nationalpark ist ganzjährig ein Ziel, doch die Bedingungen unterscheiden sich stark. Frühjahr (etwa März bis Mai) und Herbst (Oktober, November) gelten vielen Reiseführern als ideal: Die Temperaturen sind moderat, die Vegetation – etwa der Teide-Natterkopf – zeigt sich im Frühjahr in voller Blüte, und die Hauptsaison an den Stränden ist noch nicht auf ihrem Höhepunkt. Im Sommer kann es in der Sonne sehr heiß werden, gleichzeitig sind die Besucherzahlen am höchsten. Im Winter liegt auf den höheren Lagen häufig Schnee, und die Straßen können vorübergehend gesperrt sein. Unabhängig von der Jahreszeit lohnt sich ein Besuch am frühen Morgen oder späten Nachmittag, um die starken Kontraste im vulkanischen Gestein zu erleben und die Mittags-Hitze zu vermeiden.
  • Gesundheit und Höhenluft
    Mit bis zu über 3.500 m Höhe erreicht der Teide Werte, die ansonsten vor allem in den Hochalpen vorkommen. Die spanische Parkverwaltung und medizinische Empfehlungen weisen darauf hin, dass die Höhenluft bei empfindlichen Personen zu Kopfschmerzen, Schwindel oder Kreislaufproblemen führen kann. Wer aus dem Meeresspiegelbereich direkt mit der Seilbahn in die Höhe fährt, sollte sich langsam bewegen, viel trinken und auf Alkohol vor und während des Besuchs verzichten. Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Atemproblemen sollten vor einem Besuch in großer Höhe ihren Arzt konsultieren. Kinder und ältere Menschen meistern die Höhe meist gut, wenn der Aufenthalt moderat ist und auf Signale des Körpers geachtet wird.
  • Praxis-Tipps: Kleidung, Ausrüstung und Sicherheit
    Die Temperaturunterschiede zwischen der Küste Teneriffas und dem Hochplateau des Teide können erheblich sein. Während an den Stränden 25 °C und mehr herrschen, sind im Park, insbesondere am Morgen und Abend, einstellige Temperaturen und Windchill-Effekte möglich. Empfehlenswert sind daher mehrere Kleidungsschichten (Zwiebellook), eine winddichte Jacke, festes Schuhwerk mit gutem Profil und Sonnenschutz (Hut, Sonnenbrille, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor). Auch wenn die Wege auf den ersten Blick leicht erscheinen, sind sie oft steinig und uneben; Turnschuhe sind für einfache Spaziergänge geeignet, für längere Wanderungen bieten Wanderschuhe deutlich mehr Sicherheit. Wegen der Brandgefahr ist offenes Feuer strikt verboten; Rauchen ist nur an ausgewiesenen Stellen erlaubt. Die Parkverwaltung bittet dringend darum, die markierten Wege nicht zu verlassen, um Erosion zu vermeiden und die empfindliche Vegetation zu schützen.
  • Sprache, Zahlung, Trinkgeld
    Spanisch ist die offizielle Sprache auf Teneriffa. In touristischen Bereichen der Insel und bei organisierten Ausflügen in den Teide-Nationalpark wird häufig Englisch gesprochen; Deutschkenntnisse sind an vielen Orten im Süden der Insel ebenfalls verbreitet, im Hochland aber weniger selbstverständlich. Als Zahlungsmittel ist der Euro (€) gültig, da Teneriffa politisch zu Spanien und damit zur Eurozone gehört. Kartenzahlung mit gängigen Kreditkarten ist in den Besucherzentren, an der Seilbahn und in größeren Restaurants üblich; in kleinen Bars oder ländlichen Betrieben ist Bargeld weiterhin sinnvoll. Trinkgeld ist in Spanien nicht obligatorisch, wird aber geschätzt. In Restaurants sind 5 bis 10 % bei gutem Service üblich, bei kleineren Beträgen reicht oft das Aufrunden.
  • Einreisebestimmungen und Zeitzone
    Für deutsche Staatsangehörige ist die Einreise nach Spanien – und damit nach Teneriffa – grundsätzlich einfach, da Spanien Teil der Europäischen Union und des Schengen-Raums ist. Je nach Rechtslage genügt in der Regel ein gültiger Personalausweis oder Reisepass. Da sich Vorschriften ändern können, sollten deutsche Staatsbürger die aktuellen Einreisebestimmungen und eventuelle Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Teneriffa liegt in der Westeuropäischen Zeitzone (WET), die der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) um eine Stunde hinterherhinkt. Wenn es in Deutschland 12:00 Uhr ist, ist es auf Teneriffa 11:00 Uhr. Innerhalb der EU gelten für gesetzlich Versicherte bestimmte Regelungen zur Nutzung der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC); dennoch empfehlen viele Verbraucherzentralen und Reiseexperten für Reisen nach Spanien eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung, um etwaige Rücktransporte oder private Behandlungen abzusichern.
  • Nachhaltigkeit und Respekt vor der Natur
    Die spanische Nationalparkverwaltung und Institutionen wie die Deutsche Zentrale für Tourismus betonen, dass ein schonender Umgang mit dem Teide-Nationalpark entscheidend ist, um seine Einzigartigkeit zu bewahren. Dazu gehören das Mitnehmen des eigenen Mülls, das Meiden von Trampelpfaden, das Nichtentnehmen von Steinen oder Pflanzen und das respektvolle Verhalten gegenüber der Tierwelt. Wer geführte Touren bucht, sollte darauf achten, dass Anbieter lizenzierte Guides beschäftigen und Umweltauflagen einhalten.

Warum Parque nacional del Teide auf jede Teneriffa-Reise gehört

Für viele Reisende aus Deutschland ist Teneriffa in erster Linie ein Sonnen- und Strandziel. Doch wer den Parque nacional del Teide auslässt, verpasst das eigentliche Herz der Insel. In kaum einem anderen Gebiet Europas lässt sich Vulkanismus so unmittelbar erfahren: Poröse Lava, die unter den Füßen knirscht, Schwefelgeruch in kleinen Fumarolen, mondartige Ebenen und steil aufragende Felsformationen bilden eine Kulisse, die fast surreal wirkt.

Ein klassischer Tagesablauf könnte so aussehen: Morgens Fahrt von der Küste in den Nationalpark, Zwischenstopps an Aussichtspunkten mit Blick in die Caldera, eine leichte Wanderung rund um die Roques de García und anschließend ein Besuch eines Besucherzentrums, um mehr über Geologie und Ökologie zu erfahren. Wer möchte, ergänzt den Ausflug um eine Fahrt mit der Seilbahn auf über 3.500 m und erlebt in wenigen Minuten den Übergang von der „Mittelgebirgslandschaft“ des Kiefernwalds in eine alpine Geröllwüste.

Besonders eindrucksvoll sind Sonnenauf- und -untergänge. Die Wolken bleiben häufig an den Bergflanken hängen und bilden eine dichte Decke, über die sich die Gipfelzone erhebt. Von bestimmten Aussichtspunkten wirkt es dann, als schwebe der Teide über einem Meer aus Watte. Nach Sonnenuntergang verwandelt sich der Himmel in ein Planetarium: Sichtbare Sternbilder, die Milchstraße und in klaren Nächten auch ferne Galaxien lassen sich mit bloßem Auge erkennen. Wer an Führungen teilnimmt, erhält eine Einführung in die Sternbilder der Nordhalbkugel und erfährt, warum die Kanaren für die internationale Astronomie so wichtig sind.

Auch kulturell lässt sich der Besuch des Parque nacional del Teide gut einbetten. In der Inselhauptstadt Santa Cruz de Tenerife und in der historischen Universitätsstadt La Laguna – letzteres ebenfalls UNESCO-Welterbe – warten koloniale Architektur, Museen und ein lebendiges Stadtleben. Viele Reisende schätzen die Kombination aus Unternehmungen am Tag und entspanntem Baden an der Küste. Die Vielfalt Teneriffas erlaubt eine Reisegestaltung, die sowohl Naturbegeisterte als auch Kulturinterliebte und Familien anspricht.

Ein weiterer Pluspunkt: Für Besucher aus Deutschland ist der Teide-Nationalpark vergleichsweise unkompliziert zu integrieren, auch in eine einwöchige Pauschalreise. Nahezu alle größeren Reiseveranstalter und viele lokale Agenturen bieten organisierte Ausflüge an – vom einfachen Bustransfer mit Fotostopps bis zu anspruchsvollen Wander- oder Sternenbeobachtungstouren. Wer lieber individuell unterwegs ist, kann mit einem Mietwagen eigene Routen planen und die touristisch weniger bekannten Nordhänge der Insel entdecken.

Der emotionale Wert eines Besuchs lässt sich schwer in Zahlen fassen. Viele Besucher berichten, dass die Stille, das Farbspiel der Gesteine und der eindrucksvolle Himmel über dem Teide lange im Gedächtnis bleiben. Für Kinder und Jugendliche wird die abstrakte Idee „Vulkan“ im Teide-Nationalpark greifbar – ein Lernort mit unmittelbarem Aha-Effekt. Erwachsenen bietet die Landschaft eine Möglichkeit, sich aus dem Alltag zu lösen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Weite, Licht und das Bewusstsein, auf einem geologisch jungen Stück Erde zu stehen.

Teide-Nationalpark in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Netzwerken taucht der Teide-Nationalpark immer wieder als Sehnsuchtsort auf – sei es durch Timelapse-Videos von Sternenspuren, spektakuläre Drohnenaufnahmen der Caldera oder Selfies vor den Roques de García. Wer Reiseideen sammelt, findet dort schnell ein Gefühl für die Atmosphäre des Parks.

Häufige Fragen zu Teide-Nationalpark

Wo liegt der Teide-Nationalpark genau?

Der Teide-Nationalpark befindet sich im Zentrum der spanischen Insel Teneriffa, die zu den Kanarischen Inseln im Atlantik gehört. Er umfasst die Gipfelregion des Pico del Teide und die umliegende Caldera auf Höhen zwischen etwa 2.000 und über 3.700 m.

Wie hoch ist der Pico del Teide und warum ist er so bedeutsam?

Der Pico del Teide ist mit rund 3.715 m der höchste Berg Spaniens und einer der höchsten Vulkane Europas. Seine markante Form, die geologisch junge Aktivität im Umfeld und die Lage im Atlantik machen ihn zu einem der wichtigsten Orte für Vulkanologie und Astronomie; deshalb zählt der Parque nacional del Teide zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Kann man mit der Seilbahn bis ganz auf den Gipfel fahren?

Die Seilbahn „Teleférico del Teide“ bringt Besucher bis auf etwa 3.555 m zur Bergstation. Von dort führen kurze, markierte Wege zu Aussichtspunkten. Der direkte Pfad zum höchsten Punkt am Kraterrand ist nur mit vorheriger, kostenfreier Genehmigung und zu Fuß möglich. Die Seilbahn selbst kann bei schlechtem Wetter oder aus Sicherheitsgründen zeitweise außer Betrieb sein.

Welche Kleidung ist für einen Besuch des Teide-Nationalparks sinnvoll?

Aufgrund der starken Temperaturunterschiede und der Höhenlage empfiehlt sich der Zwiebellook: mehrere wärmende Schichten, eine winddichte Jacke und festes Schuhwerk. Zusätzlich sind Sonnenbrille, Kopfbedeckung und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor wichtig, da die UV-Strahlung in der Höhe deutlich intensiver ist als auf Meereshöhe.

Wann ist die beste Zeit, den Parque nacional del Teide zu besuchen?

Der Teide-Nationalpark kann ganzjährig besucht werden. Besonders angenehm sind Frühjahr und Herbst mit moderaten Temperaturen und vergleichsweise geringem Andrang. Wer die berühmten Blüten des Teide-Natterkopfs erleben möchte, plant seinen Besuch im späten Frühjahr. Für spektakuläre Lichtstimmungen und Sternenhimmel lohnen sich Besuchszeiten am frühen Morgen oder späten Abend.

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