teamLab Planets in Tokio: Kunst, Wasser und lebende Gärten
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 04:15 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
teamLab Planets liegt im Tokioter Stadtteil Toyosu und macht den eigenen Körper zum Teil der Kunst. Wasserflächen, Lichtpunkte, digitale Tiere und lebende Orchideen bilden Räume, deren Erscheinung sich durch Bewegung und Anwesenheit verändert. Das Museum wurde am 7. Juli 2018 eröffnet und wird vom internationalen Kunstkollektiv teamLab geprägt.
teamLab Planets und der Weg durch das Wasser
Schon der Name verweist auf eine Reise durch verschiedene Wahrnehmungsräume. teamLab Planets ist ein Museum, in dem Besucher durch Wasser gehen. Die Ausstellung verbindet körperliche Bewegung mit Projektionen, Licht, Klang und computergenerierten Bildern.
Im Wasserbereich gehört die Installation Drawing on the Water Surface Created by the Dance of Koi and People – Infinity zu den prägenden Arbeiten. Koi bewegen sich über eine scheinbar endlose Wasserfläche. Treffen die Fische auf Menschen, verwandeln sie sich in Blumen und lösen sich auf. Die Bilder entstehen in Echtzeit und wiederholen sich nicht als festgelegte Filmsequenz.
Auch Existence in the Flow Creates Vortices nutzt Wasser als räumliches Material. Hinter den Körpern entstehen Wirbel, während sich Menschen gegen die Strömung bewegen. Der Boden, die Beleuchtung und die Projektionen gehören dabei zu einer gemeinsamen Installation.
Die körperliche Nähe zur Kunst setzt sich in Body of Waves fort. Eine weiche, flexible Skulptur bedeckt den Boden. Schritte verformen ihre Oberfläche, und Licht bewegt sich entlang der wechselnden Struktur. Das Werk wird nicht aus einer festgelegten Blickrichtung betrachtet, sondern betreten.
teamLab Planets zwischen Lichtpunkten und Dunkelheit
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in Räumen, deren Grenzen durch Licht entstehen. The Infinite Crystal Universe besteht aus unzähligen Lichtpunkten, die dreidimensionale Formen bilden. Über die teamLab-App können Menschen Lichtsterne in die Installation einfügen. Die Positionen der Körper beeinflussen die sichtbare Anordnung.
In Expanding Three-dimensional Existence in Transforming Space hängen leuchtende Kugeln im Raum. Berührungen und Bewegungen verändern Farben und Töne. Die Kugeln erscheinen als dreidimensionale Ansammlung und können sich zu farbigen Flächen wandeln.
Floating in the Falling Universe of Flowers zeigt einen Kosmos aus wachsenden, blühenden und verwelkenden Blumen. Die Bilder werden fortlaufend von einem Computerprogramm berechnet. Jeder Moment besitzt dadurch eine eigene Konstellation.
Die Räume des Museums wechseln zwischen Wasser, Licht, Dunkelheit, Spiegelungen und offenen Flächen. Vier Themenbereiche tragen die Bezeichnungen Water, Garden, Forest und Open-Air. Mehr als 20 Installationen gehören zu dieser räumlichen Folge.vier Themenbereiche
teamLab Planets als Garten mit lebenden Orchideen
Der Garden-Bereich erweitert die digitale Ausstellung um echte Pflanzen. In Floating Flower Garden: Flowers and I are of the Same Root, the Garden and I are One schweben Orchideen als dreidimensionale Pflanzenmasse über den Besuchern. Öffnungen entstehen dort, wo sich die Blumen nach oben bewegen.
Die Orchideen wachsen ohne herkömmlichen Erdboden, indem sie Wasser aus der Luft aufnehmen. Ihre Blüten gehören damit nicht nur zur Projektion, sondern zu einem lebenden Bestandteil der Installation. Die Pflanzen verändern sich durch Wachstum und Blüte.
Im Moss Garden of Resonating Microcosms stehen ovoid geformte Objekte in einer Mooslandschaft. Bei Berührung oder Wind kippen sie und richten sich wieder auf. Dabei geben sie Töne ab, auf die benachbarte Objekte mit Licht und Klang reagieren.
Der Garten verbindet natürliche Materialien mit digitaler Steuerung. Moos, Orchideen, Lichtobjekte und Klang stehen innerhalb eines gemeinsamen Ausstellungsraums. Der Gegensatz zwischen lebenden Pflanzen und künstlich erzeugten Bildern prägt den Besuch von teamLab Planets.
Zum Open-Air-Bereich gehören Arbeiten wie Universe of Fire Particles Haunting the Sky and Earth, Nursery Lamps in Spontaneous Order und Vortex Sea: Waves and Whirlpools. Die Außeninstallationen erweitern das Museum um Wind, Tageslicht und den offenen Himmel.
teamLab entstand 2001 in Tokio. Zum Kollektiv gehören Künstler, Programmierer, Ingenieure, CG-Animatoren, Mathematiker und Architekten. Die Gruppe verbindet Kunst, Wissenschaft, Technologie und Natur in Installationen, die sich nicht auf ein einzelnes Medium beschränken.teamLab entstand 2001
Die Anlage befindet sich in Toyosu, einem Stadtteil an der Bucht von Tokio. Die Adresse lautet Toyosu 6-1-16 im Bezirk K?t?. Der Bahnhof Shin-Toyosu der Yurikamome-Linie liegt in der Nähe des Museums.im Stadtteil Toyosu
teamLab Planets besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- teamLab Planets liegt in Toyosu im Osten Tokios. Der Zugang führt über die Yurikamome-Linie zum Bahnhof Shin-Toyosu oder über die Tokyo Metro Yurakucho-Linie zum Bahnhof Toyosu.
- Der Rundgang umfasst Wasserflächen, unebene Untergründe, dunkle Räume und spiegelnde Böden. In bestimmten Installationen reicht das Wasser bis zur Kniehöhe erwachsener Besucher.
- Für den Wasserbereich werden Schuhe und Socken abgelegt. Ein Teil des Rundgangs wird barfuß durch Wasser zurückgelegt.
- Im Gebäude und in den Installationen gibt es einen Bereich mit lebenden Orchideen, einen Moosgarten und Räume mit starkem Lichtreiz.
- Amtssprache ist Japanisch, gezahlt wird in Japanischen Yen. Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
teamLab Planets auf Social-Media-Plattformen
Diese Links öffnen auf den jeweiligen Plattformen eine Suche nach dem Stichwort teamLab Planets.
teamLab Planets: häufige Fragen
Wo liegt teamLab Planets?
teamLab Planets liegt in Toyosu im Bezirk K?t? von Tokio. Die Anlage befindet sich an der Adresse Toyosu 6-1-16.
Was bietet ein Besuch?
Der Rundgang führt durch Wasser, Lichtinstallationen, digitale Landschaften und einen Garten mit lebenden Orchideen. Einige Werke reagieren auf Körper, Bewegungen und die Anwesenheit anderer Menschen.
Was kennzeichnet teamLab Planets?
teamLab Planets verbindet digitale Kunst mit körperlicher Bewegung und natürlichen Materialien. Wasser, Moos, Orchideen, Klang und computergenerierte Bilder bilden gemeinsam die Ausstellungsräume.
