Tayrona-Nationalpark, Parque Nacional Natural Tayrona

Tayrona-Nationalpark: Karibik-Wildnis vor Santa Marta entdecken

05.06.2026 - 06:23:14 | ad-hoc-news.de

Der Tayrona-Nationalpark (Parque Nacional Natural Tayrona) bei Santa Marta in Kolumbien verbindet dichten Dschungel, Strände und indigene Kultur – was macht dieses Schutzgebiet gerade für Reisende aus Deutschland so besonders?

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Feiner, heller Sand, der abrupt in sattgrünen Regenwald übergeht, gewaltige Granitfelsen im Brandungsschaum und dahinter die Gipfel der Sierra Nevada de Santa Marta – der Tayrona-Nationalpark (spanisch: Parque Nacional Natural Tayrona, sinngemäß „Natur-Nationalpark Tayrona“) ist einer jener Orte, an denen Karibikklischees plötzlich ganz real werden. Zugleich ist er ein sensibler Natur- und Kulturschatz Kolumbiens, in dem die Gegenwart indigener Gemeinschaften ebenso präsent ist wie die Spuren einer untergegangenen Hochkultur.

Tayrona-Nationalpark: Das ikonische Wahrzeichen von Santa Marta

Der Tayrona-Nationalpark liegt an der Karibikküste im Norden Kolumbiens, rund 30 bis 40 km vom Stadtzentrum Santa Martas entfernt. Er gilt als eines der bekanntesten Naturwahrzeichen des Landes und wird in vielen Reiseführern als „Visitenkarte“ der Region beschrieben, weil hier auf engem Raum Küste, tropischer Regenwald und die Ausläufer eines Gebirges zusammentreffen. Die Deutsche Welle und GEO Spezial heben den Park regelmäßig als eine der spektakulärsten Landschaften Kolumbiens hervor.

Offizielle Angaben der kolumbianischen Nationalparkbehörde „Parques Nacionales Naturales de Colombia“ ordnen Tayrona als Schutzgebiet ein, das nicht nur Biodiversität, sondern auch das kulturelle Erbe der indigenen Völker der Sierra Nevada bewahren soll. Santa Marta selbst gilt als älteste noch bestehende spanische Stadtgründung auf dem Gebiet des heutigen Kolumbiens; der Nationalpark ist so etwas wie der „grüne Rückzugsraum“ vor den Toren dieser Küstenstadt. Deutsche Reisemedien wie das ADAC Reisemagazin beschreiben Tayrona häufig als ideale Ergänzung zu einer Rundreise durch Kolumbien, etwa in Kombination mit Cartagena.

Für Reisende aus Deutschland ist der Reiz besonders groß, weil der Park mehrere Wunschbilder vereint: tropische Strände, gute Bademöglichkeiten an ausgewiesenen Abschnitten, Urwaldwanderungen, Tierbeobachtungen und Einblicke in eine lebendige indigene Kultur. Zugleich ist er – verglichen etwa mit bekannten Nationalparks in den USA – relativ kompakt und mit klar ausgewiesenen Wegen strukturiert, was Tagesausflüge und Kurzaufenthalte erleichtert.

Geschichte und Bedeutung von Parque Nacional Natural Tayrona

Der Name Tayrona geht auf die Tayrona-Kultur zurück, eine präkolumbische Hochkultur, die in der Region der heutigen Sierra Nevada de Santa Marta lebte. Archäologische Funde belegen, dass die Tayrona bereits lange vor der Ankunft der Spanier komplexe Siedlungen, Terrassenanlagen und Handelsnetze entwickelt hatten. Die UNESCO und das kolumbianische Kulturministerium betonen die Bedeutung dieser Kultur für das historische Selbstverständnis des Landes; das nahegelegene Ciudad Perdida („Verlorene Stadt“) gilt als bekanntestes Relikt dieser Epoche, auch wenn sie außerhalb des eigentlichen Nationalparks liegt.

Der Parque Nacional Natural Tayrona wurde nach offiziellen Angaben der Nationalparkbehörde in den 1960er-Jahren (häufig wird 1964 als Gründungsjahr genannt) als einer der ersten Meeres- und Küstennationalparks Kolumbiens ausgewiesen. Zeitlich fällt dies in eine weltweite Phase der Umwelt- und Naturschutzbewegung, in der viele Staaten geschützte Bereiche entlang ihrer Küsten etablierten. Deutsche Medien wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und die „Süddeutsche Zeitung“ verweisen in Hintergrundberichten zum kolumbianischen Tourismus darauf, dass mit der Gründung des Parks der Versuch verbunden war, sowohl Küstenökosysteme als auch die traditionelle Lebensweise indigener Gemeinschaften vor wachsendem Druck durch Landwirtschaft, Infrastruktur und Tourismus zu schützen.

Heute ist Tayrona Teil eines größeren Mosaiks aus Schutzgebieten in der Sierra Nevada de Santa Marta, in dem auch Reservate indigener Völker wie der Kogi, Arhuaco, Wiwa und Kankuamo liegen. Diese Gemeinschaften verstehen die Sierra Nevada und damit auch den Küstenbereich des Parks als heiligen Raum. Vertreter der Kogi haben in Interviews mit internationalen Medien wie BBC und „Der Spiegel“ immer wieder betont, dass sie sich als „ältere Brüder“ der Menschheit sehen, die den Planeten behüten sollen – ein Bild, das auch in Dokumentationen des ZDF aufgegriffen wurde. Der Nationalpark ist daher nicht nur ein Ort des Naturschutzes, sondern auch ein symbolischer Raum für Dialog und teils kontroverse Debatten zwischen traditioneller Weltanschauung und modernem Tourismus.

In den vergangenen Jahrzehnten ist der Besucherdruck deutlich gestiegen. Berichte der kolumbianischen Behörden und internationaler Nachrichtenagenturen sprechen von Hunderttausenden Besuchern pro Jahr. Zwar schwanken die konkreten Zahlen je nach Quelle und Jahr, doch übereinstimmend heißt es, dass der Park zu den meistbesuchten Schutzgebieten Kolumbiens zählt. Parallel dazu wurden immer wieder Maßnahmen ergriffen, um die Besucherzahlen zu regulieren, sensible Bereiche zeitweise zu schließen und gemeinsam mit indigenen Autoritäten rituelle „Reinigungen“ des Gebietes vorzunehmen. Dieser Aspekt wird etwa von der Deutschen Welle und von ARD-Korrespondenten als einzigartiges Zusammenspiel von spiritueller Praxis und moderner Umweltverwaltung hervorgehoben.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Anders als ein klassisches Bauwerk besitzt der Tayrona-Nationalpark keine dominierende Architektur im Sinne eines einzelnen Gebäudes. Stattdessen lebt seine „Gestalt“ von der natürlichen Dramaturgie: Klippen, Buchten, Mangroven, Korallenriffe und der Hintergrund der Sierra Nevada formen eine Art Landschaftsarchitektur, die vielfach als ikonisch beschrieben wird. Typische Motive, die in Reportagen von Medien wie „National Geographic Deutschland“ und „GEO“ immer wieder auftauchen, sind die palmenbestandenen Strände von Cabo San Juan, Arrecifes oder La Piscina und die runden Granitblöcke, die wie zufällig in der Brandung liegen.

Ein besonderer Blickfang sind die traditionellen Hüttenformen, die teilweise in touristischen Eco-Lodges nachgebildet werden. Sie orientieren sich an der historischen Bauweise indigener Gemeinschaften, mit runden Grundrissen und konischen Dächern aus Palmblättern. Zwar handelt es sich bei vielen dieser Unterkünfte um moderne Rekonstruktionen und nicht um authentische historische Bauten, doch sie vermitteln ein Gefühl für die regionale Architektur. In Berichten des kolumbianischen Tourismusministeriums wird betont, dass bei neueren Projekten stärker auf nachhaltige Materialien, begrenzte Höhe und Anpassung an die Landschaft geachtet wird.

Die eigentliche Kunst des Tayrona-Nationalparks liegt jedoch im Zusammenspiel von Natur und überlieferten kulturellen Praktiken. Archäologische Stätten mit Steintreppen, Terrassen und zeremoniellen Plätzen erinnern an die Struktur größerer Tayrona-Siedlungen; Museen in Santa Marta, etwa das Museo del Oro Tairona im Quinta de San Pedro Alejandrino-Komplex, zeigen Gold- und Keramikkunstwerke dieser Kultur. Deutsche Kultur- und Reisemedien verweisen darauf, dass die abstrakten Goldarbeiten der Tayrona mit ihren filigranen Tier- und Menschenfiguren zu den wichtigsten Zeugnissen präkolumbischer Kunst in Südamerika zählen, vergleichbar mit den Goldschätzen des Museo del Oro in Bogotá.

Für Besucher ist der Kontrast zwischen dem dicht bewachsenen, oft schattigen Dschungel und den hellen Stränden ein zentrales Erlebnis. Auf den Hauptwegen, die durch den Park führen, wechseln sich Holzstege, Naturpfade und gelegentliche Treppenpassagen ab. Die Infrastruktur ist bewusst begrenzt gehalten: Es gibt einfache Restaurants, Informationspunkte und ausgewiesene Campingbereiche, aber keine großdimensionierten Hotelkomplexe im Inneren des Parks. Diese Zurückhaltung wird von Naturschutzorganisationen und von Reiseführern wie Marco Polo und Merian als wesentlicher Grund dafür genannt, dass Tayrona trotz hoher Besucherzahlen vielerorts noch ein vergleichsweise ursprüngliches Gefühl vermittelt.

Tayrona-Nationalpark besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Für Leser:innen aus Deutschland ist der Besuch des Tayrona-Nationalparks meist Teil einer größeren Kolumbienreise, zum Beispiel in Kombination mit Bogotá, Medellín, Cartagena oder einer Rundreise entlang der Karibikküste. Aufgrund der Lage an der Nordküste ist Santa Marta über mehrere Verkehrsmittel angebunden.

  • Lage und Anreise: Santa Marta verfügt über einen eigenen Flughafen (Aeropuerto Internacional Simón Bolívar), der von kolumbianischen Fluggesellschaften aus Bogotá, Medellín und anderen Städten bedient wird. Von Deutschland aus führt der Weg in der Regel über große internationale Drehkreuze wie Bogotá, Madrid oder Amsterdam, mit einer gesamten Flugzeit von meist 14 bis 18 Stunden inklusive Umstieg. Vom Zentrum Santa Martas aus erreichen Reisende die Haupteingänge des Nationalparks – insbesondere El Zaino – je nach Verkehr in etwa 45 bis 60 Minuten mit Taxi, Shuttle oder Bus. Diese Einschätzung wird in mehreren deutschsprachigen Reiseführern sowie in Informationen regionaler Tourismusverbände ähnlich angegeben.
  • Öffnungszeiten: Die offiziellen Öffnungszeiten des Tayrona-Nationalparks können je nach Jahreszeit und internen Regelungen variieren. Es kommt regelmäßig zu zeitweisen Schließungen bestimmter Sektoren oder des gesamten Parks, etwa für ökologische Regeneration oder rituelle Zwecke in Abstimmung mit indigenen Gemeinschaften. Reisende sollten die jeweils aktuellen Angaben direkt bei der Verwaltung des Parque Nacional Natural Tayrona oder über offizielle Tourismusstellen einholen. Viele deutsche Reiseveranstalter und Reiseführer weisen ausdrücklich darauf hin, die Besuchsplanung nicht ohne aktuelle Information zu fixieren.
  • Eintritt: Für den Eintritt in den Tayrona-Nationalpark wird in der Regel eine Gebühr erhoben, die für ausländische Besucher höher ist als für kolumbianische Staatsbürger. Da sich die Tarife häufiger ändern und saisonale Aufschläge möglich sind, empfehlen offizielle Stellen und Reiseführer, die aktuell gültigen Preise kurz vor dem Besuch zu prüfen. Üblicherweise wird der Betrag in der Landeswährung Kolumbianischer Peso bezahlt; bei vielen Anbietern vor den Parkeingängen ist mittlerweile auch Kartenzahlung verbreitet, dennoch wird geraten, ausreichend Bargeld mitzuführen. Konkrete Beträge sollten tagesaktuell recherchiert werden, da Wechselkurse und Gebühren schwanken.
  • Beste Reisezeit: Grundsätzlich ist der Tayrona-Nationalpark ganzjährig besuchbar, doch Klima und Andrang unterscheiden sich je nach Saison. Die kolumbianische Karibikküste kennt eine ausgeprägte Trocken- und Regenzeit. Reiseführer wie Marco Polo und Berichte von Wetterdiensten empfehlen häufig die Monate Dezember bis März sowie Juli und August als vergleichsweise trockene und sonnige Perioden. In Schulferienzeiten und um kolumbianische Feiertage herum ist der Park deutlich stärker besucht; deutsche Medien berichten immer wieder von sehr vollen Stränden in der Hochsaison. Wer ruhigere Momente sucht, sollte – sofern möglich – auf Wochentage und Randzeiten ausweichen und die Mittagsstunden meiden.
  • Praxis-Tipps: Sprache und Kommunikation: In Santa Marta und in den Orten rund um den Park wird überwiegend Spanisch gesprochen. In touristisch geprägten Unterkünften, bei Reiseveranstaltern und an Informationsstellen wird oft auch Englisch verstanden, auf dem Land und bei kleineren Anbietern jedoch nicht immer. Für Reisende aus Deutschland lohnt es sich, einige grundlegende spanische Wendungen für Unterkunft, Transport und Gastronomie zu beherrschen. Deutsch wird nur vereinzelt, meist in internationalen Hotels oder von Reiseleitern, gesprochen.
  • Praxis-Tipps: Zahlung, Karten, Trinkgeld: In Kolumbien ist Bargeld in Kolumbianischen Pesos im Alltag weiterhin wichtig, auch wenn Kartenzahlung – einschließlich Kreditkarten und teils auch kontaktloser Bezahlmethoden wie Apple Pay oder Google Pay – in vielen Städten und touristischen Betrieben verbreitet ist. An den Zugängen zum Park und in einfachen Restaurants oder bei kleineren Dienstleistern ist Bargeld aber oft die sicherere Option. Trinkgeld ist in Kolumbien üblich: In Restaurants wird häufig eine Servicepauschale („propina“) von etwa 10 % vorgeschlagen, die man anerkennen oder anpassen kann. Für gute Serviceleistungen von Guides, Fahrern oder Gepäckträgern sind kleine Trinkgelder ebenfalls angemessen.
  • Kleiderordnung und Ausrüstung: Für den Tayrona-Nationalpark empfehlen Reiseführer und Naturschutzorganisationen leichte, atmungsaktive Kleidung, gutes Schuhwerk (z. B. Trail- oder Wanderschuhe) sowie Sonnenschutz, Kopfbedeckung und Insektenschutzmittel. Badebekleidung sollte so gewählt werden, dass sie in einem familienfreundlichen Umfeld angemessen ist; in bestimmten Bereichen, etwa in der Nähe religiös oder kulturell sensibler Zonen, ist zurückhaltende Kleidung respektvoll. Eine leichte Regenjacke kann während der Regenzeiten sinnvoll sein.
  • Fotografie und Drohnen: Fotografieren ist in weiten Teilen des Tayrona-Nationalparks erlaubt, allerdings sollten Besucher respektvoll mit Menschen, insbesondere Angehörigen indigener Gemeinschaften, umgehen und vor Porträtaufnahmen um Erlaubnis fragen. Der Einsatz von Drohnen ist in vielen Nationalparks Kolumbiens reguliert oder verboten und erfordert häufig eine spezielle Genehmigung. Die offiziellen Bestimmungen können sich ändern; daher wird dazu geraten, sich unmittelbar vor der Reise bei der Parkverwaltung oder beim kolumbianischen Umweltministerium zu informieren.
  • Gesundheit und Sicherheit: Da es sich um ein tropisches Gebiet handelt, raten Gesundheitsbehörden und Reiseinformationen – darunter das Auswärtige Amt und verschiedene deutschsprachige Tropeninstitute – zur Prüfung des eigenen Impfschutzes und gegebenenfalls zu zusätzlicher Beratung zu Themen wie Mückenschutz und möglichen Impfempfehlungen. Für Reisen nach Kolumbien ist eine Auslandsreisekrankenversicherung dringend zu empfehlen. In Bezug auf Sicherheit verweisen die Reisehinweise des Auswärtigen Amts darauf, regionale Entwicklungen zu verfolgen und aktuelle Empfehlungen zu beachten; touristische Zonen wie die Strände des Tayrona-Nationalparks werden in Medienberichten oft als vergleichsweise gut kontrolliert beschrieben, dennoch gelten übliche Vorsichtsmaßnahmen (keine sichtbare Zurschaustellung von Wertsachen, Nutzung registrierter Transportangebote).
  • Einreisebestimmungen: Für deutsche Staatsbürger gelten für Kolumbien je nach Aufenthaltsdauer und Reisezweck unterschiedliche Regelungen. Da sich diese Bestimmungen ändern können, sollten Reisende vor der Buchung stets die aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dies gilt insbesondere in Bezug auf Visabestimmungen, Aufenthaltsdauer, erforderliche Dokumente und mögliche Gesundheitsnachweise.
  • Zeitverschiebung: Kolumbien liegt in einer Zeitzone, die ganzjährig keinen Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit kennt. In der Regel beträgt der Unterschied zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) etwa –6 Stunden, zur Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) etwa –7 Stunden. Konkrete Differenzen können bei Zeitumstellungen in Europa je nach Datum leicht variieren, weshalb ein kurzer Blick auf eine aktuelle Weltzeituhr oder Zeitzonenübersicht sinnvoll ist.

Warum Parque Nacional Natural Tayrona auf jede Santa Marta-Reise gehört

Aus Sicht vieler deutscher Reisender ist der Tayrona-Nationalpark die Quintessenz der kolumbianischen Karibikküste. Er verbindet das, was in Europa oft getrennt gedacht wird: Strandurlaub, Naturerlebnis und kulturelle Tiefe. Während bekannte Badeziele rund ums Mittelmeer meist dicht besiedelt und stark bebaut sind, zeigt Tayrona, wie eine vergleichsweise wilde Küste aussehen kann, die dennoch zugänglich bleibt.

Auch wer nur wenig Zeit hat, kann von Santa Marta aus einen Tagesausflug unternehmen. Klassisch ist eine Wanderung vom Parkeingang El Zaino durch den Wald in Richtung Arrecifes, La Piscina und Cabo San Juan. Unterwegs begegnet man Affen, Leguanen und verschiedensten Vogelarten; Berichte von Naturkundlern verweisen auf eine große Artenvielfalt, darunter zahlreiche endemische Arten, die nur in der Sierra Nevada vorkommen. Für Vogelbeobachter gehört die Region zu den spannendsten Gebieten Südamerikas. Die Kombination aus leichten bis mittleren Wanderwegen und Bademöglichkeiten an bestimmten Stränden macht den Park für unterschiedlich fitte Besuchergruppen attraktiv.

Hinzu kommt eine emotionale Ebene: Viele Reisereportagen, etwa in „GEO Saison“, schildern, wie sich nach einem anstrengenden Fußmarsch plötzlich eine Bucht öffnet und man auf eine Szenerie blickt, die fast zu perfekt wirkt, um wahr zu sein – Palmen, Felsen, türkisfarbenes Wasser. Diese Momente, so betonen Reisejournalisten, gehören zu den Erinnerungen, die Kolumbienreisen nachhaltig prägen. Für Leser:innen aus Deutschland, die vielleicht schon Nordsee, Ostsee oder das Mittelmeer kennen, bietet Tayrona eine völlig andere, tropische Vorstellung von Küste.

Gleichzeitig gehört zu einem verantwortungsvollen Besuch immer auch das Bewusstsein, dass der Park ein empfindliches Ökosystem und ein kulturell bedeutender Ort ist. Indigene Gemeinschaften und Umweltorganisationen mahnen regelmäßig, dass der Tourismus zwar wichtige Einnahmen bringe, aber auch Risiken: Müll, Störungen von Tierhabitaten und kulturelle Missverständnisse. Deutsche Medien und Reiseführer plädieren daher für eine Form des Reisens, die lokale Regeln respektiert, offizielle Wege nutzt und Angebote bevorzugt, die sich zu Nachhaltigkeit bekennen.

In diesem Spannungsfeld zwischen Sehnsuchtsort und Schutzgebiet liegt gerade der besondere Reiz des Parque Nacional Natural Tayrona. Wer sich die Zeit nimmt, nicht nur die Strände zu erleben, sondern auch Hintergründe zu lesen, Gespräche mit Guides zu führen und sensibel zu beobachten, gewinnt ein tieferes Verständnis für Kolumbien als Land im Wandel – zwischen traditioneller Spiritualität, jungem, dynamischem Tourismus und weltweiter Aufmerksamkeit für Biodiversität.

Tayrona-Nationalpark in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien ist der Tayrona-Nationalpark seit Jahren ein beliebtes Motiv: Instagram-Fotos von Hängematten über dem Meer, Drohnenaufnahmen von Cabo San Juan, Vlogs von Rucksackreisenden und TikTok-Clips von Wanderpfaden tragen dazu bei, dass das Schutzgebiet weltweit bekannt ist. Für potenzielle Besucher aus Deutschland können diese Eindrücke inspirierend sein – ersetzen aber nicht die sorgfältige Planung, die offizielle Informationen und ein Bewusstsein für die Schutzbedürftigkeit des Gebiets einschließt.

Häufige Fragen zu Tayrona-Nationalpark

Wo liegt der Tayrona-Nationalpark genau?

Der Tayrona-Nationalpark liegt an der kolumbianischen Karibikküste östlich von Santa Marta im Norden des Landes. Die Haupteingänge, insbesondere El Zaino, befinden sich direkt an der Küstenstraße, die Santa Marta mit dem Küstenort Palomino verbindet. Von Santa Marta aus benötigen Besucher je nach Verkehrssituation in der Regel rund eine Stunde Fahrtzeit.

Was ist das Besondere am Parque Nacional Natural Tayrona?

Besonders ist der ungewöhnliche Mix aus tropischer Küstenlandschaft, dichtem Regenwald und der Nähe zu den Bergen der Sierra Nevada de Santa Marta. Zudem ist der Park eng mit dem Erbe der Tayrona-Kultur und der heutigen indigenen Gemeinschaften verbunden. Für Reisende aus Deutschland bietet der Park dadurch sowohl klassische Naturerlebnisse als auch Einblicke in eine Region, in der traditionelle Weltbilder noch sehr lebendig sind.

Wie viel Zeit sollte man für einen Besuch einplanen?

Viele Besucher kommen für einen Tagesausflug von Santa Marta aus, um eine Wanderung zu unternehmen und einige Strände zu besuchen. Wer tiefer eintauchen möchte, etwa in ruhigere Bereiche oder in Kombination mit Übernachtungen in einfachen Unterkünften oder Eco-Lodges, sollte mindestens zwei bis drei Tage einplanen. Reiseführer empfehlen häufig, Reisewege und An- bzw. Abreisezeiten großzügig zu kalkulieren, da Wetter, Besucherandrang und mögliche temporäre Parkregelungen den Ablauf beeinflussen können.

Kann man im Tayrona-Nationalpark überall im Meer baden?

Nein, das ist aus Sicherheits- und Naturschutzgründen nicht überall erlaubt. Einige Küstenabschnitte des Parks sind wegen starker Strömungen und Unterströmungen als gefährlich gekennzeichnet, andere wiederum sind ausdrücklich als Badestrände freigegeben. Besucher sollten unbedingt die lokalen Hinweise, Beschilderungen und Anweisungen von Parkmitarbeitern beachten. Medienberichte und Hinweise offizieller Stellen betonen regelmäßig, dass diese Regeln ernst zu nehmen sind.

Wann ist die beste Reisezeit für den Tayrona-Nationalpark aus deutscher Sicht?

Als besonders angenehm gelten häufig die vergleichsweise trockenen Monate Dezember bis März sowie Juli und August, wobei der Park in Ferienzeiten stark besucht sein kann. Wer Hitze und Andrang meiden möchte, entscheidet sich oft für die Randzeiten innerhalb dieser Perioden oder besucht den Park an Wochentagen. Wichtig ist, die eigene Reiseplanung mit möglichen temporären Parkschließungen abzugleichen, da solche Maßnahmen im Laufe des Jahres immer wieder stattfinden können.

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