Talampaya-Nationalpark, Parque Nacional Talampaya

Talampaya-Nationalpark: Argentiniens roter Canyon, der Reisende staunen lässt

29.05.2026 - 04:02:47 | ad-hoc-news.de

Der Talampaya-Nationalpark (Parque Nacional Talampaya) in La Rioja, Argentinien, ist ein spektakulärer Wüsten-Canyon mit Felskathedralen, Felskunst und Fossilien – und stellt deutsche Reisende vor besondere Chancen und Herausforderungen.

Talampaya-Nationalpark, Parque Nacional Talampaya, Argentinien
Talampaya-Nationalpark, Parque Nacional Talampaya, Argentinien

Wenn sich im Talampaya-Nationalpark die Sonne über die rötlichen Felswände schiebt, glühen die bis zu mehrere hundert Meter hohen Sandstein-Klippen wie eine Kathedrale aus Stein. Der Parque Nacional Talampaya („Talampaya-Nationalpark“) in der Provinz La Rioja im Nordwesten Argentiniens gilt als einer der eindrucksvollsten Canyons Südamerikas – und als ein Reiseziel, das Natur, Erdgeschichte und Stille in selten erlebter Intensität verbindet.

Talampaya-Nationalpark: Das ikonische Wahrzeichen von La Rioja

Der Talampaya-Nationalpark liegt im Westen der Provinz La Rioja im trockenen Nordwesten Argentiniens, etwa auf halbem Weg zwischen den Anden und der zentralargentinischen Ebene. Charakteristisch sind gigantische, rötlich-braune Sandsteinklippen, die einen bis zu mehrere Kilometer breiten Canyon säumen, sowie eine karge, fast außerirdisch wirkende Wüstenlandschaft. Für viele Argentinien-Reisende ist der Park das landschaftliche Wahrzeichen der Region – ähnlich prägend für La Rioja wie die Quebrada de Humahuaca für die Provinz Jujuy oder der Grand Canyon für den Südwesten der USA.

International bekannt wurde der Parque Nacional Talampaya auch durch seinen Status als UNESCO-Welterbe, den er gemeinsam mit dem benachbarten Ischigualasto-Provinzpark in der Provinz San Juan trägt. Beide Gebiete sind als Welterbestätte für ihre weltweit bedeutenden geologischen Formationen und Fossilienfundstellen aus der Trias-Zeit anerkannt. Das macht Talampaya nicht nur zu einem spektakulären Fotomotiv, sondern auch zu einem wichtigen Forschungsgebiet der Paläontologie und Geologie.

Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz verbindet der Talampaya-Nationalpark mehrere Ebenen: Er ist spektakuläre Naturkulisse, eindrucksvolles Fenster in über 200 Millionen Jahre Erdgeschichte und zugleich ein abgelegenes Reiseziel, dessen Besuch sorgfältige Planung erfordert. Genau dieser Mix aus Erhabenheit und Abgeschiedenheit macht den Reiz aus.

Geschichte und Bedeutung von Parque Nacional Talampaya

Die Region des heutigen Parque Nacional Talampaya war über Jahrtausende Siedlungs- und Durchzugsgebiet indigener Völker des Nordwestens Argentiniens. An den Felswänden des Canyons finden sich zahlreiche Petroglyphen und Felsgravuren, die Jagdszenen, stilisierte Tiere und abstrakte Symbole zeigen. Sie zeugen davon, dass Talampaya nicht nur als Lebensraum, sondern auch als spiritueller Ort verstanden wurde. Die Felsbilder werden in vielen Fällen auf einen Zeitraum von mehreren hundert bis über tausend Jahren vor der Ankunft der Spanier datiert; einzelne Motive dürften noch älter sein.

Als moderner Schutzraum wurde das Gebiet zunächst auf regionaler Ebene gesichert. Später erklärte der argentinische Staat Talampaya zum Nationalpark, um die empfindlichen Ökosysteme, die archäologischen Stätten und insbesondere die geologisch und paläontologisch bedeutsamen Formationen ganzjährig zu schützen. Der Nationalparkstatus bedeutet in Argentinien im Grundsatz ein weitgehendes Nutzungsverbot, insbesondere für Landwirtschaft, Rohstoffabbau, Jagd und Bebauung, und stellt strenge Auflagen für Besucherströme auf. Für deutsche Leser lässt sich dies grob mit dem Schutzstatus eines streng geschützten Nationalparks im deutschen Bundesnaturschutzrecht vergleichen.

Eine besondere Aufwertung erfuhr Talampaya durch seine Aufnahme als Bestandteil der UNESCO-Welterbestätte „Ischigualasto/Talampaya“ (offizielle Bezeichnung der Welterbe-Listung). Die UNESCO hebt bei dieser Stätte vor allem den außergewöhnlichen universellen Wert der geologischen Schichtenfolge aus der Trias hervor, die in kaum einer anderen Region der Erde so vollständig und gut zugänglich ist. Dadurch bietet Talampaya Fachleuten einen nahezu lückenlosen Blick auf eine Phase der Erdgeschichte, in der sich die frühen Dinosaurier und ihre zeitgenössischen Tiergruppen entwickelten.

Das Welterbe-Siegel wirkt doppelt: Es stärkt den Schutzanspruch gegenüber wirtschaftlichen Interessen wie Bergbau und massentouristischer Erschließung und macht das Gebiet zugleich deutlich sichtbarer im internationalen Tourismus. Allerdings ist der Talampaya-Nationalpark bis heute ein vergleichsweise wenig besuchtes Ziel, vor allem, wenn man ihn mit argentinischen Ikonen wie den Iguazú-Wasserfällen oder dem Perito-Moreno-Gletscher in Patagonien vergleicht. Gerade das trägt zur Atmosphäre von Weite und Ruhe bei.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Auch wenn im Talampaya-Nationalpark keine „Architektur“ im klassischen Sinne von Gebäuden oder Monumenten im Vordergrund steht, wirken die natürlichen Formationen wie eine von Wind und Wasser geschaffene Felskathedrale. Riesige, fast senkrechte Wände, freistehende Pfeiler und skulpturale Gesteinsformen haben im Laufe der Zeit Namen erhalten, die ihre Wirkung gut einfangen – etwa „Kathedrale“, „Mönch“ oder „Turm“. Diese Formen erinnern an gotische Kirchenfassaden, Orgelpfeifen oder moderne Skulpturen und sind für viele Reisende ein emotionaler Höhepunkt.

Die Gesteine des Canyons bestehen größtenteils aus rötlichem Sandstein, der im Lauf von Millionen Jahren durch Flüsse, Wind und tektonische Prozesse abgelagert, gehoben und wieder abgetragen wurde. Die charakteristische Färbung geht auf Eisenoxide zurück, ähnlich wie bei vielen Felsformationen im Südwesten der USA. Für geologisch interessierte Besucher ist der Canyon ein Lehrbuch im Großformat: Man kann mit bloßem Auge unterschiedliche Sedimentschichten, Verwerfungen und Erosionsformen erkennen.

Kulturell sind die Felsgravuren und -zeichnungen von besonderer Bedeutung. Sie gehören zu einem weiteren Schutzgut des Parks: archäologische und prähistorische Stätten. Die Motive umfassen stilisierte Menschen, Tiere wie Guanacos und möglicherweise Jaguare sowie geometrische Zeichen, deren genaue Bedeutung bis heute nicht vollständig entschlüsselt ist. Für indigene Gruppen des nordwestlichen Argentiniens waren solche Orte häufig mit religiös-kosmologischen Vorstellungen verbunden, etwa als Zugangsstellen zur Welt der Ahnen oder als Markierungen wichtiger Wege durch die Wüste.

Das heutige Besuchszentrum des Parks, die Rangerstationen und einige kleine Servicegebäude sind funktional gehalten und fügen sich bewusst zurückhaltend in die Landschaft ein. Im Mittelpunkt steht stets die Naturkulisse, nicht der Baukörper. Aus naturschutzfachlicher Sicht gilt Talampaya zudem als Lebensraum für an aride Bedingungen angepasste Tierarten wie Füchse, Guanacos (eine wilde Kamelart), verschiedene Eidechsen, Greifvögel und gelegentlich Pumas. Die Vegetation besteht überwiegend aus niedrigen Sträuchern, Kakteen und trockenheitsresistenten Gräsern, die dem Bild einer klassischen Hochwüstenlandschaft nahekommen.

Talampaya-Nationalpark besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Der Besuch des Talampaya-Nationalparks verlangt etwas mehr Planung als eine klassische Städtereise, wird dafür aber mit außergewöhnlichen Eindrücken belohnt. Für Reisende aus Deutschland und der DACH-Region sind insbesondere Anreise, Klima, organisatorische Vorgaben und Sicherheitsaspekte wichtig.

  • Lage und Anreise
    Der Talampaya-Nationalpark liegt im Westen der Provinz La Rioja in Nordwestargentinien. Nächstgelegene größere Städte mit guter touristischer Infrastruktur sind La Rioja (Provinzhauptstadt) sowie Villa Unión, das häufig als Basislager für Parkbesuche dient. Für die Anreise aus Deutschland bietet sich in der Regel ein Langstreckenflug nach Buenos Aires (Ezeiza, internationale Ankünfte) an, der von großen deutschen Flughäfen wie Frankfurt/Main, München oder über Umsteigeverbindungen auch von Berlin und Düsseldorf erreichbar ist. Je nach Verbindung ist mit einer reinen Flugzeit von etwa 14 bis 16 Stunden zu rechnen, exklusive Umstiege.

Von Buenos Aires aus geht es typischerweise mit einem Inlandsflug nach La Rioja oder gelegentlich nach San Juan oder anderen Städten im Nordwesten weiter. Alternativ besteht die Möglichkeit, mit Langstreckenbussen („micros“) zu reisen, die in Argentinien ein dichtes Netz bilden, jedoch lange Fahrzeiten von häufig mehr als 10 bis 12 Stunden für solche Distanzen mit sich bringen. Von La Rioja oder San Juan aus ist der Nationalpark nur per Auto oder organisierter Tour erreichbar. Viele Besucher schließen sich Fahrten mit Geländewagen oder Minibussen an, die in Villa Unión oder direkt am Parkeingang starten. Aufgrund der abgelegenen Lage und der teils unbefestigten Straßen ist ein eigener Mietwagen nur für sehr geübte Fahrer in abgelegenen Regionen zu empfehlen.

  • Eintritt und Organisation
    Der Zugang zum inneren Canyon-Bereich des Talampaya-Nationalparks ist nach derzeitig üblicher Praxis nur im Rahmen geführter Touren möglich, die von konzessionierten Anbietern durchgeführt werden. Diese Touren erfolgen meist mit speziellen Bussen oder Geländefahrzeugen des Parks und folgen festgelegten Routen zu Aussichtspunkten, Felsformationen und Felskunststätten. Individuelle Wanderungen ohne Führung sind im Kernbereich in der Regel nicht erlaubt, um die empfindliche Umgebung zu schützen.

Eintrittspreise und Tourkosten ändern sich regelmäßig aufgrund von Inflation und Währungsschwankungen in Argentinien. Für Reisende empfiehlt es sich, die aktuellen Tarife direkt über die offiziellen Informationskanäle des Nationalparks oder über seriöse argentinische Tourismusportale zu prüfen. Grundsätzlich ist damit zu rechnen, dass Eintritt und obligatorische Touren zusammen einen nennenswerten Posten im Tagesbudget darstellen. Die Bezahlung erfolgt häufig in der Landeswährung argentinische Peso; Kreditkarten werden zunehmend akzeptiert, allerdings sollte man dennoch Bargeldreserven einplanen, da die Akzeptanz in entlegenen Regionen schwanken kann.

  • Öffnungszeiten und Zugang
    Der Talampaya-Nationalpark ist üblicherweise tagsüber geöffnet, wobei die genauen Öffnungszeiten je nach Jahreszeit und Witterungsbedingungen variieren können. In den Sommermonaten des südlichen Halbkugel-Sommers (etwa Dezember bis Februar) können extrem hohe Temperaturen und starke Sonneneinstrahlung dazu führen, dass bestimmte Touren zeitlich eingeschränkt werden. Reisende sollten daher unbedingt vorab die tagesaktuellen Öffnungszeiten und Tourmöglichkeiten direkt bei der Parkverwaltung oder über offizielle Tourismusinformationen prüfen.

Besonders beliebt sind Touren am frühen Morgen und am späten Nachmittag, wenn das Licht die Felswände besonders eindrucksvoll färbt und die Temperaturen etwas milder sind. In der Mittagszeit kann die Hitze im Canyon extrem werden, was insbesondere für ältere Menschen, Kinder und Personen mit Kreislaufproblemen zu beachten ist.

  • Beste Reisezeit
    Für Besucher aus dem deutschsprachigen Raum gilt die südliche Frühjahrs- und Herbstzeit – also etwa von März bis Mai sowie von September bis November – als besonders angenehm. In diesen Monaten herrschen meist moderate Temperaturen, klare Sicht und weniger extreme Sonneneinstrahlung. Der Hochsommer in Argentinien (Dezember bis Februar) kann im Talampaya-Nationalpark sehr heiß werden, mit Temperaturen, die deutlich über 30 °C steigen können; zudem steigt die Belastung durch intensive UV-Strahlung. Der Winter (Juni bis August) ist oft sonnig, kann aber morgens und abends sehr kühl bis frostig sein, insbesondere aufgrund der Höhenlage und der Wüstenbedingungen.

Da das Klima insgesamt trocken ist, gibt es im Jahresverlauf relativ wenige Regentage. Starke Regenfälle können aber gelegentlich zu temporären Wegsperrungen führen, insbesondere wenn Pistenabschnitte überschwemmt oder aufgeweicht sind. Wer die Kombination aus angenehmer Temperatur, geringerer touristischer Auslastung und schönem Licht sucht, plant den Besuch möglichst in der Nebensaison und vermeidet lokale Ferienzeiten in Argentinien.

  • Einreise und Formalitäten für deutsche Staatsbürger
    Argentinien liegt außerhalb der Europäischen Union und des Schengen-Raums. Deutsche Reisende benötigen für die Einreise einen gültigen Reisepass; je nach Aufenthaltsdauer und Zweck können Visaregelungen und Einreisebestimmungen variieren und sind in den vergangenen Jahren wiederholt angepasst worden. Da sich Vorgaben ändern können, sollten deutsche Staatsbürger vor der Reise unbedingt die aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise auf der offiziellen Website des Auswärtigen Amts (auswaertiges-amt.de) prüfen. Gleiches gilt für Reisende aus Österreich und der Schweiz mit Blick auf die dortigen Außenministerien.

Für Reisen nach Argentinien wird zudem üblicherweise eine gültige Auslandsreisekrankenversicherung empfohlen, die im besten Fall auch Rücktransportleistungen abdeckt. Innerhalb der EU geltende Sozialversicherungsabkommen wie die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) finden in Argentinien keine Anwendung. Wer im abgelegenen Nordwesten unterwegs ist, sollte sich bewusst sein, dass medizinische Versorgungseinrichtungen in kleineren Orten begrenzt sein können.

  • Zeitzone, Sprache und Verständigung
    Argentinien liegt in einer Zeitzone, die der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) in der Regel um etwa vier Stunden hinterherhinkt (MEZ–4), während sie zur Mitteleuropäischen Sommerzeit meist fünf Stunden zurückliegt (MESZ–5). Das bedeutet: Wenn es in Deutschland 18:00 Uhr ist, ist es in weiten Teilen Argentiniens – inklusive La Rioja – etwa 14:00 oder 13:00 Uhr, je nach Jahreszeit in Europa.

Amtssprache ist Spanisch. In größeren Städten, in touristisch gut erschlossenen Regionen und in der Reisebranche (Flughäfen, zentral gelegene Hotels, Reiseagenturen) wird häufig Englisch gesprochen, im ländlichen Raum des Nordwestens aber deutlich seltener. Wer in den Talampaya-Nationalpark reist, profitiert von grundlegenden Spanischkenntnissen oder zumindest einigen eingeübten Standardfloskeln. Reiseführer und Informationsmaterial sind zunehmend zweisprachig (Spanisch/Englisch), deutschsprachige Erläuterungen sind hingegen eher die Ausnahme. Es ist sinnvoll, wichtige Begriffe zu geologischen und touristischen Themen vorab auf Spanisch zu kennen.

  • Zahlung, Bargeld und Trinkgeld
    Die argentinische Währung ist der argentinische Peso. Aufgrund von Inflations- und Wechselkursdynamik können Euro-Preisangaben nur als grobe Orientierungsgröße dienen und sollten vor Reiseantritt aktualisiert werden. In größeren Städten sind Kartenzahlungen mit gängigen Kreditkarten relativ weit verbreitet; in kleineren Orten und bei unabhängigen Touranbietern kann Bargeld jedoch weiterhin essenziell sein. Daher empfiehlt sich eine Mischung aus Karten und baren Pesobeständen, die in Argentinien gewechselt oder am Geldautomaten bezogen werden.

Trinkgelder („propina“) sind in Argentinien allgemein üblich, insbesondere in Restaurants, bei Stadtführungen und touristischen Dienstleistungen. Im einfachen Rahmen werden oft etwa 10 % des Rechnungsbetrags erwartet oder zumindest geschätzt, sofern kein Servicezuschlag bereits enthalten ist. Bei Touren im Talampaya-Nationalpark – etwa für Fahrer oder Guides – ist ein Trinkgeld üblich, dessen Höhe sich nach Zufriedenheit, Länge der Tour und individuellem Budget richtet.

  • Sicherheit und Gesundheit im Wüstenklima
    Der Talampaya-Nationalpark gilt touristisch als relativ sicheres Ziel, solange Besucher sich an die Anweisungen der Ranger und Guides halten. Das größte Risiko geht in der Regel nicht von Kriminalität, sondern von Klima und Landschaft aus: große Hitze, starke Sonneneinstrahlung, trockene Luft, raue Pisten. Unbedingt notwendig sind ausreichende Wasserreserven, ein guter Sonnenschutz (Hut, Sonnenbrille, hochwirksame Sonnencreme), robustes Schuhwerk und Kleidung, die zugleich vor Sonne und kühlen Abendtemperaturen schützt.

Da Touren meist in Gruppen und mit Fahrzeugbegleitung stattfinden, ist die medizinische Versorgung im Notfall besser handhabbar als bei komplett individuellen Unternehmungen. Dennoch sollten gesundheitlich vorbelastete Reisende vorab mit ihrem Arzt klären, ob eine Reise in eine abgelegene, heiße und trockene Region sinnvoll ist. Wer zu Kreislaufproblemen, starker Sonnenempfindlichkeit oder Atemwegsproblemen neigt, sollte besonders vorsichtig sein.

Warum Parque Nacional Talampaya auf jede La Rioja-Reise gehört

Für viele Reisende, die den Norden Argentiniens erkunden, ist der Parque Nacional Talampaya ein emotionaler Höhepunkt der Reise. Während ebene Landschaften und Städte des Landesinneren eher an die Pampa erinnern, entfaltet sich hier eine dramatische Vertikalität, die an Monumente der Naturkunst erinnert. Der Moment, in dem sich das Tal öffnet und die wuchtigen Felswände in den Himmel wachsen, gehört zu den Augenblicken, in denen man sich als Besucher klein, aber zutiefst beeindruckt fühlt.

Talampaya ist zudem ein Ort, an dem sich unterschiedliche Zeithorizonte überlagern: Die geologischen Formationen erzählen von Prozessen, die sich über hunderte Millionen Jahre erstreckten. Dazwischen spannt sich die Geschichte der frühen Dinosaurier und anderer Urtiere, die in den geologischen Schichten dokumentiert ist. Die Felsbilder schlagen den Bogen zur menschlichen Präsenz in der Region – zu den Vorstellungen, Ängsten und Hoffnungen jener, die hier lebten, lange bevor es den modernen argentinischen Staat gab. Und schließlich ist da die Zeit der heutigen Besucher, die für wenige Stunden durch diese Kulisse gehen oder fahren und dabei versuchen, das Ganze mit Kamera und Blick zu fassen.

Für ein deutschsprachiges Publikum ist Talampaya auch deshalb interessant, weil der Park eine andere Form von „Leere“ und Weite vermittelt, als sie etwa in den Alpen oder an der Nordsee erfahren wird. Während der Kölner Dom mit seinen rund 157 m Höhe die vertikale Referenz in einer dicht bebauten Stadt ist, wirken die Felswände des Talampaya-Canyons wie eine natürliche Kathedrale ohne Dach, in der Wind und Stille den Takt vorgeben. Der Zugang zur Erdgeschichte ist direkter, sichtbarer, fast körperlich erfahrbar – eine Erfahrung, die klassische Museen und urbane Denkmäler nur begrenzt bieten können.

In Kombination mit anderen Reisezielen des argentinischen Nordwestens – etwa den bunten Berglandschaften der Quebrada de Humahuaca, den Weinregionen um Cafayate oder den Salzwüsten der Salinas Grandes – ergibt sich für Reisende eine Route, die landschaftliche Kontraste bündelt und zugleich tief in Kultur und Geschichte des Landes führt. Wer bereit ist, längere Anfahrtswege und einfachere Infrastruktur in Kauf zu nehmen, wird mit Eindrücken belohnt, die sich nachhaltig im Reisegedächtnis verankern.

Talampaya-Nationalpark in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien gewinnt der Talampaya-Nationalpark zunehmend an Sichtbarkeit, auch wenn er noch kein Massenphänomen wie die großen südamerikanischen Klassiker ist. Besonders beliebt sind kontrastreiche Aufnahmen, in denen dunkelblaue Himmel, rötliche Felswände und kleine Menschensilhouetten die Größe der Landschaft verdeutlichen. Kurzvideos zeigen oft den Übergang vom staubigen Eingangsgelände in den beeindruckenden Herzbereich des Canyons oder fangen den Moment ein, wenn die Sonne über den Felsrändern erscheint.

Häufige Fragen zu Talampaya-Nationalpark

Wo liegt der Talampaya-Nationalpark genau?

Der Talampaya-Nationalpark liegt im Westen der Provinz La Rioja im Nordwesten Argentiniens, unweit der Anden. Nächstgelegene regionale Zentren sind La Rioja-Stadt und Villa Unión, die als Ausgangspunkte für organisierte Touren dienen. Die Region ist dünn besiedelt und deutlich abgelegener als die großen argentinischen Metropolen, was zur besonderen Atmosphäre des Parks beiträgt.

Was macht den Parque Nacional Talampaya so besonders?

Der Parque Nacional Talampaya ist eine Kombination aus spektakulärem Wüstencanyon mit bis zu mehreren hundert Meter hohen rötlichen Sandsteinklippen, bedeutenden Fossilienfundstellen aus der Trias-Zeit und archäologisch wertvollen Felsgravuren. Als Teil einer UNESCO-Welterbestätte verbindet er herausragende geologische, paläontologische und kulturelle Werte. Besucher erleben hier eine Landschaft, in der Erdgeschichte, Kulturgeschichte und Gegenwart unmittelbar aufeinandertreffen.

Wie lässt sich der Talampaya-Nationalpark von Deutschland aus besuchen?

Reisende aus Deutschland fliegen in der Regel zunächst nach Buenos Aires und von dort weiter per Inlandsflug oder Fernbus in den Nordwesten, typischerweise nach La Rioja oder San Juan. Von dort aus geht es mit Mietwagen oder – häufiger – mit organisierten Touren nach Villa Unión und zum Parkeingang. Angesichts der langen Distanzen, der teils einfachen Infrastruktur und der klimatischen Bedingungen empfiehlt sich eine sorgfältige Planung und gegebenenfalls die Unterstützung durch lokale Reiseagenturen oder erfahrene Veranstalter.

Welche Regeln gelten für Besucher im Talampaya-Nationalpark?

Der Kernbereich des Canyons ist in der Regel nur im Rahmen geführter Touren zugänglich, um Natur und archäologische Stätten zu schützen. Besucher müssen auf den ausgewiesenen Routen bleiben, Flora und Fauna respektieren und Felsgravuren weder berühren noch übermalen oder nachzeichnen. Drohnenflüge und freies Campen sind meist streng reglementiert oder untersagt. Wer sich an die Anweisungen der Parkverwaltung und der Guides hält, trägt aktiv zum Erhalt dieser besonderen Landschaft bei.

Wann ist die beste Reisezeit für den Talampaya-Nationalpark?

Besonders empfehlenswert sind der südliche Frühling und Herbst, also etwa die Monate März bis Mai sowie September bis November. In dieser Zeit sind die Temperaturen meist moderat, das Licht klar und die UV-Belastung etwas geringer als im heißen Hochsommer. Der argentinische Sommer kann im Park sehr heiß werden, während die Wintermonate zwar oft sonnig, aber nachts und in den frühen Morgenstunden kühl bis frostig sein können. Entscheidend ist eine an Hitze, Sonne und Trockenheit angepasste Ausrüstung.

Mehr zu Talampaya-Nationalpark auf AD HOC NEWS

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | unterhaltung | 69437639 |