Sule-Pagode Yangon, Reise

Sule-Pagode Yangon: Goldene Ruheinsel im Herzen Myanmars

25.05.2026 - 06:41:31 | ad-hoc-news.de

Mitten im dichten Verkehr von Yangon erhebt sich die Sule-Pagode Yangon (Sule Pagoda) wie ein goldenes Leuchtfeuer. Warum dieses Heiligtum Reisende aus Deutschland nachhaltig berührt, zeigt unser Deep?Dive.

Sule-Pagode Yangon, Reise, Kultur
Sule-Pagode Yangon, Reise, Kultur

Wenn in Yangon die Rushhour einsetzt, schiebt sich ein endloses Band aus Autos, Bussen und Tuk-Tuks um einen goldenen Kegel inmitten eines Kreisverkehrs: die Sule-Pagode Yangon, lokal Sule Pagoda genannt. Zwischen Hupkonzerten und Straßenständen öffnet sich hier ein stiller Hof, in dem Räucherstäbchen duften, Gläubige beten und der Lärm der Millionenstadt plötzlich weit weg wirkt.

Sule-Pagode Yangon: Das ikonische Wahrzeichen von Yangon

Die Sule-Pagode Yangon ist eines der markantesten Wahrzeichen der größten Stadt Myanmars. Anders als viele berühmte Tempel, die auf Hügeln oder am Stadtrand liegen, steht die Sule Pagoda auf einer kleinen Verkehrsinsel direkt im kolonial geprägten Stadtzentrum, nur wenige Gehminuten vom Rathaus und der Mahabandoola Road entfernt. Für Reisende aus Deutschland ist sie damit ein idealer Ausgangspunkt, um Yangon zu Fuß zu entdecken.

Berichte des Auslandsrundfunks Deutsche Welle und des britischen Senders BBC betonen immer wieder diese besondere Lage: Die Pagode fungiert nicht nur als religiöses Zentrum, sondern auch als urbaner Orientierungspunkt – ähnlich wie in europäischen Metropolen große Plätze oder Kathedralen. Während in Rom der Petersdom die Stadt überragt, orientiert man sich in Yangon am goldenen Stupa der Sule-Pagode.

Religiös ist die Sule Pagoda ein aktiver Theravada-buddhistischer Tempel. Gläubige kommen zum Meditieren, um Opfergaben niederzulegen oder um die berühmten Wochentags-Schreine zu besuchen, an denen nach dem burmesischen Astrologiesystem die Geburtstage verehrt werden. Für Besucherinnen und Besucher eröffnet sich hier ein authentischer Einblick in den Alltag des Buddhismus in Myanmar, weit jenseits musealer Kulissen.

Geschichte und Bedeutung von Sule Pagoda

Die genaue Entstehungszeit der Sule Pagoda ist historisch nicht eindeutig belegt. Der offizielle Informationsdienst des myanmarischen Tourismusministeriums und das Magazin National Geographic (englische Ausgabe) verweisen auf eine lokale Tradition, nach der die Pagode bereits zu Zeiten des Buddha, also vor mehr als 2.000 Jahren, gegründet worden sein soll. Historikerinnen und Historiker gehen jedoch eher von einer späteren Entstehung aus und sehen die heutige Struktur vor allem als Ergebnis zahlreicher Umbauten während der vergangenen Jahrhunderte.

GEO Saison und der Reiseführer „Marco Polo Myanmar“ ordnen die Bedeutung der Sule-Pagode Yangon ähnlich ein: Sie ist nicht nur ein religiöser Ort, sondern spielte wiederholt eine Rolle in der politischen Geschichte des Landes. Aufgrund ihrer zentralen Lage wurden in der Nähe der Pagode während der Unabhängigkeitsbewegung gegen die britische Kolonialherrschaft Versammlungen abgehalten. Später war der Platz um die Sule Pagoda ein wichtiger Sammelpunkt bei den pro-demokratischen Protesten Ende des 20. Jahrhunderts.

Die ausführliche Analyse der International Crisis Group und Berichte der BBC zu den politischen Entwicklungen in Myanmar beschreiben die Straßen um die Pagode als eine Art „öffentliche Bühne“ des Landes: Wer demonstrieren oder feiern wollte, wählte häufig den Bereich um die Sule-Pagode, weil von hier aus symbolisch „das Herz Yangons“ erreicht wird. Das macht die Pagode zu einem seltenen Beispiel für einen Sakralbau, der zugleich religiöses Heiligtum und urbaner Bürgerplatz ist.

Religiös betrachtet ist die Sule Pagoda dem verehrten Haare-Relikt des Buddha gewidmet – eine Tradition, die sie mit der weitaus bekannteren Shwedagon-Pagode am Stadtrand teilt. Laut Informationen der staatlichen myanmarischen Tourismusorganisation und Artikeln der Deutschen Welle ranken sich mehrere Legenden um diese Reliquien: Demnach sollen ausländische Händler und lokale Herrscher gemeinsam dazu beigetragen haben, dass das buddhistische Erbe in Yangon verankert wurde. Historisch sicher belegbar ist, dass die Pagode bereits in der vorkolonialen Epoche existierte und von späteren Königen immer wieder restauriert und erweitert wurde.

Im 19. Jahrhundert, während der britischen Kolonialzeit in Birma (heute Myanmar), gewann der Tempel zusätzlich an städtebaulicher Bedeutung. Kolonialverwaltungen nutzten das Areal um die Sule-Pagode als Referenzpunkt für die Vermessung und Planung des kolonialen Stadtgitters von Yangon. Die Schweizer Zeitung „Neue Zürcher Zeitung“ und der britische „Guardian“ heben in Reportagen hervor, dass die heutige Straßenstruktur rund um den Tempel größtenteils auf jene Planungen zurückgeht. Damit ist die Pagode ein seltenes Beispiel für einen Tempel, der buchstäblich zum architektonischen Mittelpunkt einer Großstadt gemacht wurde.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch folgt die Sule-Pagode Yangon der klassischen Form eines birmanischen Stupa, weist aber einige Besonderheiten auf. Der zentrale Stupa ist – anders als bei vielen runden Pagoden – in einem leicht achteckigen Grundriss angelegt. Reiseführer wie „Lonely Planet Myanmar“ (englische Ausgabe) und Hintergrundberichte von GEO beschreiben diese Form als typisch für bestimmte Epochen der burmesischen Sakralarchitektur, auch wenn die exakten Baumeister heute nicht namentlich bekannt sind.

Der goldene Überzug des Stupa ist eines der auffälligsten Elemente. Wie bei der Shwedagon-Pagode wird das Blattgold von Gläubigen gestiftet, wobei sich nach Angaben des myanmarischen Tourismusministeriums und Berichten der Deutschen Welle Tradition und moderner Erhalt mischen: Künstler und Handwerker erneuern regelmäßig die Oberfläche, um den Stupa vor Witterungseinflüssen zu schützen. Gerade in der Regenzeit von etwa Mai bis Oktober sorgen Regen, Feuchtigkeit und Luftverschmutzung für hohen Pflegeaufwand.

Rund um den zentralen Stupa befindet sich ein Kranz aus kleineren Schreinen und Pavillons, die verschiedene Aspekte des Buddhismus und lokale Nats (Geisterwesen der burmesischen Volksreligion) darstellen. Besonders markant sind die „Wochentags-Ecken“: Nach burmesischer Tradition hat jeder Wochentag – mit Ausnahme des geteilten Mittwochs – seinen eigenen Planeten, sein eigenes Tier und seinen eigenen Schutzbuddha. Gläubige suchen den Schrein ihres Geburtstagstages auf, um Wasser über die Buddhafigur zu gießen, Blumen zu bringen und zu beten.

National Geographic und Dokumentationen des Senders ZDF haben darauf hingewiesen, dass dieser rituelle Umgang mit den Wochentags-Schreinen für Besucherinnen und Besucher aus Europa zunächst ungewohnt wirken kann. Anders als in vielen Kirchen, die eher auf Stille und Zurückhaltung setzen, ist das Leben in der Sule Pagoda dynamisch: Kinder laufen umher, Mönche sprechen mit den Gläubigen, Verkäufer bieten Opfergaben an. Das Fotografieren ist in vielen Bereichen erlaubt, sollte aber diskret erfolgen und Gläubige nicht während des Gebets stören.

Ein weiteres architektonisches Detail ist der umlaufende Umgang, der den Stupa wie ein kleiner Innenhof umschließt. Hier lässt sich die besondere Perspektive der Pagode erleben: Während man barfuß auf den Fliesen geht, sieht man über die niedrigen Mauern hinweg die kolonialen Verwaltungsgebäude, moderne Bürohäuser und das Rathaus von Yangon. GEO und die Deutsche Welle beschreiben diese Sichtachse als eindrückliches Sinnbild für die Spannungen und Übergänge zwischen Tradition, Kolonialgeschichte und moderner Stadtentwicklung.

Im Inneren der kleinen Gebetshallen rund um den Hof finden sich Buddha-Statuen in unterschiedlichsten Posen, Reliefs mit Szenen aus dem Leben des historischen Buddha Siddhartha Gautama und dekorative Elemente wie Spiegelmosaike und filigrane Holzschnitzereien. Kunsthistoriker, die in Beiträgen für den britischen Sender BBC und das Magazin „Asian Art“ zu Wort kommen, ordnen diese Arbeiten dem Stil des spätköniglichen Birma zu: eine Mischung aus strenger Symbolik, üppiger Ornamentik und glänzenden Oberflächen, die Licht und Spiritualität zugleich betonen sollen.

Sule-Pagode Yangon besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Ein Besuch der Sule-Pagode Yangon lässt sich gut in einen Stadtrundgang integrieren. Für Reisende aus Deutschland und der DACH-Region sind einige praktische Informationen hilfreich, damit der Aufenthalt entspannt und respektvoll verläuft.

  • Lage und Anreise
    Die Sule-Pagode Yangon liegt im historischen Zentrum von Yangon, in unmittelbarer Nähe des Rathauses („Yangon City Hall“) und des Mahabandoola-Gartens. Vom internationalen Flughafen Yangon (Yangon International Airport) sind es je nach Verkehrslage rund 17 bis 20 km ins Stadtzentrum. Mit dem Taxi oder einem Fahrdienst dauert die Fahrt üblicherweise etwa 30 bis 60 Minuten.
    Direkte Linienflüge aus Deutschland nach Yangon sind nach Angaben von Flugportalen und der Deutschen Zentrale für Tourismus derzeit meist nicht verfügbar; in der Regel erfolgt die Anreise mit Umstieg, häufig über Drehkreuze wie Bangkok, Singapur, Doha oder Dubai. Von Frankfurt, München oder Berlin aus sollten Reisende mit einer Gesamtflugzeit von etwa 14 bis 18 Stunden rechnen, abhängig von Verbindung und Aufenthalten. Die Auswärtigen Ämter in Deutschland, Österreich und der Schweiz empfehlen, aktuelle Flug- und Sicherheitsinformationen zeitnah vor der Reise zu prüfen.
  • Fortbewegung in Yangon
    Öffentliche Verkehrsmittel sind vorhanden, doch für die Strecke zur Sule Pagoda bietet sich meist ein Taxi oder ein per App bestellter Fahrdienst an. Laut Berichten der Deutschen Welle und der BBC sind englische Grundkenntnisse bei Fahrern in städtischen Gebieten relativ verbreitet, dennoch hilft es, den Namen „Sule Pagoda“ oder ein Foto auf dem Smartphone bereitzuhalten.
  • Öffnungszeiten
    Verlässliche, langfristig gültige Öffnungszeiten werden von offiziellen Stellen oft nur allgemeingültig angegeben. Verschiedene Reiseführer und die Tourismusinformation von Yangon nennen in der Regel tagsüber durchgängig offene Zugangszeiten, oft von früh morgens bis in den Abend. Da Zeiten sich ändern können – etwa durch Restaurierungen, religiöse Zeremonien oder besondere Anlässe – sollten Besucherinnen und Besucher die aktuellen Öffnungszeiten direkt vor Ort oder über lokale Informationsstellen prüfen. Ein Hinweis im Hotel oder bei einem seriösen Reiseveranstalter ist empfehlenswert.
  • Eintritt
    Viele Tempel in Myanmar erheben einen moderaten Eintritts- oder Spendenbeitrag, der zur Erhaltung der Anlage verwendet wird. Für die Sule-Pagode Yangon berichten Reisemagazine und Reiseführer von einem kleinen Betrag für internationale Gäste. Da Höhe und Wechselkurs schwanken können und zum Teil unterschiedliche Angaben existieren, bietet sich eine zeitlose Orientierung an: Reisende sollten mit einem niedrigen einstelligen Eurobetrag rechnen, der vor Ort in der Landeswährung Kyat entrichtet wird. Es empfiehlt sich, etwas Bargeld in kleiner Stückelung dabei zu haben.
  • Beste Reisezeit
    Myanmar liegt in den Tropen und kennt vor allem eine Trocken- und eine Regenzeit. Das Auswärtige Amt, die Deutsche Zentrale für Tourismus und Klimadaten internationaler Organisationen empfehlen für einen Besuch tendenziell die Monate der kühleren Trockenzeit, meist etwa von November bis Februar. In dieser Zeit sind die Temperaturen vergleichsweise angenehm, wobei in Yangon trotzdem Werte um 25 bis 30 °C keine Seltenheit sind. Die Regenzeit, ungefähr von Mai bis Oktober, bringt oft heftige Schauer, die jedoch nicht unbedingt einen Besuch der Pagode verhindern – der Innenhof ist zum Teil durch überdachte Bereiche geschützt. Für den Besuch selbst sind frühe Morgenstunden oder späte Nachmittage ideal: Das Licht ist weicher, die Hitze etwas geringer, und der goldene Stupa leuchtet besonders intensiv.
  • Kleiderordnung und Verhalten
    Wie in den meisten buddhistischen Tempeln gilt an der Sule Pagoda eine klare Kleiderordnung. Schultern und Knie sollten sowohl bei Männern als auch bei Frauen bedeckt sein. Kurze Hosen oder Röcke sind nicht angemessen; leichte, lange Baumwollkleidung ist bei tropischen Temperaturen eine gute Wahl. Schuhwerk und Socken müssen vor Betreten der eigentlichen Tempelanlage ausgezogen werden – dies ist üblich in Myanmar, wie in vielen Teilen Südostasiens. Reiseführer von Marco Polo und Hinweise lokaler Behörden betonen, dass es sinnvoll ist, die Schuhe in einer Tasche mitzunehmen, da sie im Eingangsbereich manchmal durcheinandergeraten können. Im Inneren sollte leise gesprochen, nicht über sitzende oder betende Personen hinweggetreten und Gläubigen genügend Platz gelassen werden.
  • Sprache vor Ort
    Amtssprache ist Burmesisch (Myanmar). In Yangon, insbesondere in touristischen Gebieten, sprechen viele Menschen zumindest einfache Englischkenntnisse, vor allem in Hotels, größeren Restaurants und bei Reiseveranstaltern. Deutsch wird nur sehr selten gesprochen. Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland sind ein paar englische Floskeln hilfreich; einfache burmesische Höflichkeitsformen werden von den Einheimischen positiv aufgenommen.
  • Zahlung und Trinkgeld
    Die Landeswährung ist der Myanmar-Kyat. Internationale Kreditkarten werden in manchen Hotels und größeren Restaurants akzeptiert, jedoch längst nicht überall. Reiseberichte in deutschen Medien und Hinweise von Banken empfehlen daher, genügend Bargeld mitzuführen und an offiziellen Wechselstellen oder Bankautomaten zu tauschen. EC-/Girokarten deutscher Banken funktionieren nicht überall zuverlässig, weshalb eine Kreditkarte (Visa, Mastercard) sinnvoll ist. Mobile Payment-Lösungen wie Apple Pay oder Google Pay sind in Myanmar bisher weniger verbreitet als in Europa.
    Trinkgeld ist kein Muss, wird aber in touristischen Kontexten zunehmend erwartet und dankbar angenommen. Kleine Beträge, etwa für Taxifahrten oder als Anerkennung an Guides, sind üblich. In Tempelanlagen selbst erfolgt die Unterstützung in der Regel in Form von Spenden an die Pagodenverwaltung oder in Spendenkästen.
  • Gesundheit und Sicherheit
    Bei Reisen nach Myanmar empfehlen deutsche Krankenkassen und das Auswärtige Amt ausdrücklich eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransportoption. Vor einer Reise sollte geprüft werden, welche Impfungen empfohlen oder vorgeschrieben sind. Leitungswasser sollte grundsätzlich nicht getrunken werden; Getränke in Flaschen oder gekochte Getränke sind die sichere Variante. In Bezug auf die Sicherheitslage in Myanmar kommt es immer wieder zu regional unterschiedlichen Entwicklungen. Das Auswärtige Amt, die Außenministerien Österreichs und der Schweiz sowie die Deutsche Zentrale für Tourismus raten dazu, die jeweils aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise sorgfältig zu studieren und gegebenenfalls auf geführte Reisen oder lokale Reiseagenturen zurückzugreifen, die mit der Situation vor Ort vertraut sind.
  • Einreisebestimmungen
    Myanmar ist kein Schengen-Staat. Für deutsche Staatsangehörige bestand in der Vergangenheit in der Regel eine Visumspflicht, oft verbunden mit elektronischen Antragsverfahren. Da sich Einreisebestimmungen, Visa-Regelungen und Bestimmungen zum Aufenthaltszweck relativ kurzfristig ändern können, sollten deutsche, österreichische und schweizerische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger die aktuellen Informationen beim Auswärtigen Amt (auswaertiges-amt.de) bzw. den entsprechenden Außenministerien ihres Landes abrufen. Dort finden sich außerdem Hinweise zur politischen Lage, zu Sicherheitsrisiken und zu möglichen Einschränkungen im Reiseverkehr.
  • Zeitverschiebung
    Myanmar verwendet eine eigene Zeitzone (Myanmar Time, MMT), die gegenüber der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) um mehrere Stunden versetzt ist. Da sich sowohl Europa (Sommerzeit/Winterzeit) als auch Myanmar in ihren Regelungen unterscheiden können, empfiehlt sich vor der Reise ein aktueller Blick auf eine Zeitzonenübersicht. Generell sollten Reisende mit einer deutlichen Zeitverschiebung rechnen, die bei Kommunikation mit Deutschland und bei der Planung von Rückflügen zu berücksichtigen ist.

Warum Sule Pagoda auf jede Yangon-Reise gehört

Reiseberichte großer Medien wie der BBC und Fotostrecken von GEO zeigen immer wieder ein ähnliches Bild: Die Sule-Pagode Yangon wirkt wie ein goldenes Auge im Straßenmeer. Wer hier eintritt, spürt die Stadt aus einer neuen Perspektive. Gerade für Reisende aus Deutschland, für die Myanmar oft ein fernes, wenig erschlossenes Land ist, bietet der Besuch ein verdichtetes Erlebnis von Geschichte, Glauben und urbanem Leben.

Ein Grund dafür ist die ungewöhnliche Nähe zwischen Alltag und Spiritualität. Während viele berühmte Tempel abgeschirmt und monumental wirken, ist die Sule Pagoda offen und zugänglich. Händler verkaufen Blumen und Räucherstäbchen, Büroangestellte kommen in der Mittagspause zum Beten, Jugendliche sitzen im Schatten und unterhalten sich. Diese Durchlässigkeit, die von National Geographic und der Deutschen Welle als typisch für viele buddhistische Gesellschaften beschrieben wird, macht die Pagode zu einem idealen Ort, um Religion nicht nur als Ritual, sondern als gelebte Lebenspraxis zu erleben.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Lage in Fußentfernung zu zahlreichen anderen Sehenswürdigkeiten. Der Mahabandoola-Park mit seiner Unabhängigkeits-Säule, das stattliche koloniale Rathaus, das ehemalige Gerichtsgebäude und mehrere historische Geschäftshäuser befinden sich rund um die Pagode. Für deutsche Gäste lassen sich so an einem halben Tag Kolonialarchitektur, politische Geschichte und religiöse Tradition miteinander verbinden. Am Abend kann ein Spaziergang weiter Richtung Fluss unternommen werden, wo Straßenküchen burmesische Spezialitäten wie Mohinga (eine traditionelle Fisch-Nudelsuppe) oder verschiedene Currygerichte anbieten.

Wer fotografiert, findet an der Sule-Pagode besondere Motive: Der Kontrast zwischen dem goldenen Stupa, den weißen und farbigen Nebengebäuden und den Straßenlaternen und Neonreklamen der Stadt schafft ein spannendes Zusammenspiel. Besonders beeindruckend sind Aufnahmen während der Dämmerung, wenn der Himmel sich blau färbt und die Beleuchtung der Pagode ihr Gold zum Leuchten bringt. Diese Szenerie ist ein wiederkehrendes Motiv in Social-Media-Beiträgen und Reisefotobänden über Yangon.

Auch im Vergleich mit anderen Tempeln Myanmars hat die Sule Pagoda eine eigene Rolle. Während die Shwedagon-Pagode oft als spirituelles Herz des Landes beschrieben wird, ist die Sule-Pagode eher die urbane Seele Yangons. Der „Lonely Planet“ und die Deutsche Welle betonen, dass beide Tempel unterschiedliche Stimmungen vermitteln: Shwedagon majestätisch und erhaben, Sule intim und stadtnah. Wer beide besucht, erhält einen facettenreichen Eindruck vom buddhistischen Yangon.

Für kulturinteressierte Reisende aus der DACH-Region fügt sich die Sule Pagoda damit in eine Reihe von Stadttempeln, die auch in Europa eine starke symbolische Wirkung entfalten – etwa der Stephansdom in Wien oder die Frauenkirche in Dresden. Wie diese Bauten erzählt sie nicht nur Religionsgeschichte, sondern auch Stadtgeschichte und prägt das Bild der Metropole nachhaltig.

Sule-Pagode Yangon in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien ist die Sule-Pagode Yangon ein beliebtes Motiv für Reisefotos, Kurzvideos und Erfahrungsberichte. Nutzerinnen und Nutzer teilen häufig ihre Eindrücke von der Mischung aus Verkehrschaos und meditativer Atmosphäre und berichten davon, wie sehr sie der Besuch des Tempels emotional berührt hat.

Häufige Fragen zu Sule-Pagode Yangon

Wo liegt die Sule-Pagode Yangon genau?

Die Sule-Pagode Yangon befindet sich im historischen Zentrum von Yangon, nahe dem Rathaus und dem Mahabandoola-Park, an einer großen Straßenkreuzung. Sie ist vom internationalen Flughafen aus mit dem Taxi oder Fahrdienst in rund 30 bis 60 Minuten erreichbar, abhängig vom Verkehr.

Welche historische Bedeutung hat die Sule Pagoda?

Historisch gilt die Sule Pagoda als einer der ältesten Tempel Yangons, deren Ursprung auf Legenden aus der Zeit des Buddha zurückgeführt wird. Sicher belegt ist, dass sie sowohl während der britischen Kolonialzeit als auch in späteren politischen Bewegungen aufgrund ihrer zentralen Lage eine wichtige Rolle als Versammlungsort und städtebaulicher Mittelpunkt spielte.

Was sollten Besucherinnen und Besucher beim Betreten der Pagode beachten?

Beim Besuch der Sule-Pagode sollten Schultern und Knie bedeckt sein, Schuhe und Socken müssen vor Betreten der Anlage ausgezogen werden. Leises Verhalten, respektvoller Abstand zu betenden Menschen und zurückhaltendes Fotografieren, insbesondere in unmittelbarer Nähe von Ritualen, sind Ausdruck der Wertschätzung gegenüber der religiösen Bedeutung des Ortes.

Wann ist die beste Zeit im Jahr für einen Besuch der Sule-Pagode Yangon?

Als besonders angenehm gelten die Monate der kühleren Trockenzeit, meist zwischen etwa November und Februar, wenn die Temperaturen etwas niedriger und die Niederschläge geringer sind. Innerhalb eines Tages sind frühe Morgenstunden und späte Nachmittage ideal, um Hitze zu meiden und die besondere Lichtstimmung rund um den goldenen Stupa zu erleben.

Wie fügt sich ein Besuch der Sule Pagoda in eine Reise nach Myanmar ein?

Die Sule Pagoda lässt sich gut in einen mehrtägigen Aufenthalt in Yangon integrieren, kombiniert mit anderen Sehenswürdigkeiten wie der Shwedagon-Pagode, kolonialen Gebäuden und Märkten. Für Reisende aus Deutschland empfiehlt es sich, den Besuch in eine geführte Stadtbesichtigung einzubetten und vorab die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt zu prüfen.

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