Stephansdom Wien: Gotisches Herz von Wien neu entdecken
28.05.2026 - 01:07:12 | ad-hoc-news.de
Wer zum ersten Mal aus der U-Bahn-Station Stephansplatz steigt, steht plötzlich vor ihm: dem Stephansdom Wien, lokal schlicht „Stephansdom“ genannt – einer gotischen Kathedrale, deren buntes Ziegeldach und filigraner Südturm seit Jahrhunderten die Silhouette von Wien prägen. Kaum ein anderes Bauwerk bündelt Geschichte, Glauben, Kunst und Alltagsleben der Stadt so dicht wie dieses Wahrzeichen.
Stephansdom Wien: Das ikonische Wahrzeichen von Wien
Der Stephansdom Wien ist die römisch-katholische Kathedrale der Erzdiözese Wien und gilt als spirituelles und historisches Zentrum der österreichischen Hauptstadt. Er steht mitten in der Altstadt, umgeben von engen Gassen, Kaffeehäusern, Traditionsgeschäften und moderner Architektur. Die Österreich Werbung bezeichnet den Dom als eines der wichtigsten Wahrzeichen des Landes und als zentrale Sehenswürdigkeit jeder Wien-Reise.
Sein markantestes Merkmal ist der rund 136 m hohe Südturm, im Volksmund „Steffl“ genannt, der über Jahrhunderte das höchste Bauwerk Wiens war und bis heute weit sichtbar ist. Das farbenprächtige Dach mit seinen glasierten Ziegeln bildet ein einzigartiges Mosaik, auf dem sich unter anderem der Doppeladler der Habsburger sowie das Wappen der Stadt Wien finden. Die offizielle Domverwaltung und namhafte Reiseführer wie der ADAC Reiseführer Wien betonen, dass der Stephansdom nicht nur eine Kirche, sondern ein nationales Symbol ist, das eng mit der österreichischen Identität verknüpft ist.
Für Reisende aus Deutschland wirkt der Stephansdom in seiner Bedeutung vergleichbar mit dem Kölner Dom: eine gotische Kathedrale, die religiöser Ort, nationales Monument, Touristenmagnet und emotionaler Erinnerungsort zugleich ist. Anders als viele rein museal wirkende Sakralbauten ist der Stephansdom ein lebendiger Gottesdienstraum, in dem täglich Messen, Konzerte und kirchliche Feiern stattfinden.
Geschichte und Bedeutung von Stephansdom
Die Geschichte des Stephansdoms reicht bis ins Mittelalter zurück und spiegelt die Entwicklung Wiens von einer mittelalterlichen Siedlung zu einer kaiserlichen Haupt- und Residenzstadt wider. Erste schriftliche Hinweise auf eine Kirche an dieser Stelle stammen aus dem 12. Jahrhundert. Historische Darstellungen in österreichischen Standardwerken wie der „Geschichte Österreichs“ sowie Informationen der Erzdiözese Wien zeigen, dass der ursprüngliche Bau als romanische Kirche begann, bevor im 14. und 15. Jahrhundert der Umbau zur gotischen Kathedrale erfolgte.
Der heutige Domkörper entstand größtenteils in der Hochgotik. Der Südturm, der weithin sichtbare Hauptturm, wurde im 15. Jahrhundert vollendet, während der Nordturm unvollendet blieb und später eine barocke Haube erhielt. Kunsthistoriker betonen, dass der Stephansdom damit ein seltenes Beispiel für die Überlagerung mehrerer Stilepochen ist: romanische Reste, gotische Hallenkirche, barocke Ergänzungen im Inneren.
Die Bedeutung des Stephansdoms zeigt sich nicht nur in der Architektur, sondern auch in seiner Rolle als Schauplatz zentraler Momente österreichischer Geschichte. Hier fanden wichtige Habsburger-Hochzeiten, Trauergottesdienste und nationale Gedenkfeiern statt. So wurden etwa berühmte Persönlichkeiten der Musikgeschichte mit dem Dom verbunden: Der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart heiratete in Wien kirchlich, sein Trauergottesdienst soll in einer Wiener Pfarrkirche stattgefunden haben; der Stephansdom war aber Teil des religiösen Gefüges, in dem die musikalische Metropole Wien stand. Viele seriöse Quellen warnen allerdings davor, den Dom zu stark mit einzelnen Biografien zu romantisieren; die historische Forschung differenziert hier sorgfältig.
Im Zweiten Weltkrieg erlitt der Stephansdom schwere Schäden. Gegen Kriegsende kam es zu Bränden, bei denen insbesondere das Dach zerstört wurde. Zeitgenössische Berichte und Dokumentationen des ORF und der Stadt Wien zeigen, wie das Dach nach 1945 mit großem Aufwand und unter breiter Beteiligung der Bevölkerung wiederaufgebaut wurde. Die Entscheidung, erneut ein farbig glasiertes Ziegeldach zu verwenden, knüpfte bewusst an das historische Erscheinungsbild an und sollte ein Zeichen des Wiederaufbaus und der Kontinuität setzen.
Heute gilt der Stephansdom als identitätsstiftendes Monument des modernen Österreich. Laut offiziellen Angaben der Stadt Wien besuchen jedes Jahr Millionen Menschen den Dom – exakte Besucherzahlen schwanken je nach Quelle, doch die Dimensionen liegen im mehrstelligen Millionenbereich, was ihn zu einem der meistbesuchten sakralen Bauwerke Europas macht. Er steht zudem im Zentrum des UNESCO-Welterbes „Historisches Zentrum von Wien“, das die gesamte Altstadt mit ihrer barocken und klassizistischen Architektur sowie den gotischen Kernbauten umfasst.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Architektonisch ist der Stephansdom eine überwiegend gotische Hallenkirche mit vier Schiffen. Kunsthistorische Standardwerke und die Dokumentation der Domverwaltung heben hervor, dass gerade diese Hallenstruktur – im Gegensatz zur in Deutschland häufigen Basilikaform – für den Donauraum typisch ist. Die Pfeiler sind vergleichsweise schlank, das Gewölbe hoch, wodurch ein fließender Raum entsteht, der sich zur Vierung und zum Chor hin öffnet.
Von außen dominieren drei Elemente: der Südturm, das Dach und die reich verzierten Portale. Der Südturm mit seiner Höhe von rund 136 m ist einer der höchsten Kirchtürme Europas und trotz moderner Hochhäuser weiterhin ein Referenzpunkt in der Wiener Skyline. Seine filigrane Maßwerk-Struktur wird oft mit einem steinernen Spitzenwerk verglichen. Besucher können über eine enge Wendeltreppe zu einer Aussichtsplattform aufsteigen, von der sich ein Blick über die Dächer der Wiener Altstadt und bis zu den umliegenden Hügeln bietet. Aufgrund der baulichen Situation ist der Aufstieg körperlich anspruchsvoll; der offizielle Domführer weist darauf hin, dass die Stufen schmal und teilweise steil sind.
Das Dach des Stephansdoms besteht aus Hunderttausenden glasierten Ziegeln, die ein großflächiges Muster bilden. Auf der Südseite zeigt es geometrische Rauten, auf der Nordseite die Wappenmotive. Diese Dachgestaltung ist in Mitteleuropa einzigartig und wird häufig als „Steinernes Teppichmuster“ bezeichnet. Im Sonnenlicht entstehen je nach Tageszeit unterschiedliche Farbwirkungen; besonders eindrucksvoll ist der Anblick am späten Nachmittag oder in den frühen Abendstunden, wenn die Ziegel glitzern.
Die Westfassade, auch „Riesentor“ genannt, ist ein Relikt der romanischen Vorgängerbauten. Ihr Name wird in seriösen Quellen meist auf das alte Wort „ris“, also Eingang, zurückgeführt, nicht auf „Riese“. Das Portal ist mit Reliefs und Figuren geschmückt, die biblische Szenen und symbolische Darstellungen zeigen. Kunsthistoriker weisen darauf hin, dass manche Figuren im Zuge von Restaurierungen ersetzt oder ergänzt wurden, während andere noch aus dem Mittelalter stammen.
Im Inneren des Stephansdoms erwartet Besucher ein dichtes Geflecht aus Altären, Kapellen, Grabmälern und Kunstwerken. Zu den bedeutendsten zählen:
- Der Hochaltar: ein barocker Altar mit einer Darstellung der Steinigung des heiligen Stephanus, dem Patron des Doms. Er wurde im 17. Jahrhundert errichtet und ersetzt ältere gotische Vorgängeraltäre.
- Die Wiener Neustädter Kapelle: eine Seitenkapelle mit einem spätgotischen Flügelaltar, der zu den kunsthistorisch wertvollsten Stücken des Doms zählt.
- Die Pummerin: eine der größten Glocken Europas, die heute im Nordturm hängt. Sie wurde nach Kriegsverlusten neu gegossen und ist eng mit österreichischen Gedenkfeiern, etwa zu Silvester und zum Nationalfeiertag, verbunden.
- Inschriften und Epitaphien: zahlreiche Grabplatten erinnern an Adelige, Kirchenleute und Bürger, die im Laufe der Jahrhunderte mit der Stadt verbunden waren.
Die UNESCO und das Österreichische Bundesdenkmalamt betonen, dass der Stephansdom ein herausragendes Beispiel für die Verbindung von Baukunst, religiöser Praxis und städtischem Gedächtnis darstellt. Restaurierungen und konservatorische Maßnahmen werden daher in enger Abstimmung mit Denkmalpflege-Experten durchgeführt. In den letzten Jahrzehnten lagen Schwerpunkte etwa auf der Reinigung der Fassaden, der Sicherung der Maßwerke und der Modernisierung der Haustechnik im Inneren, ohne das historische Erscheinungsbild zu verfälschen.
Innenräumlich hat der Dom sich behutsam dem heutigen Besucherstrom angepasst. Lichttechnik, Informationssysteme, Absperrungen und gesonderte Bereiche für stille Andacht ermöglichen, dass sowohl Touristengruppen als auch Gläubige ihren Platz finden. Die Dommusik – mit Orgelkonzerten, Chormusik und liturgischer Musik – trägt zur besonderen Atmosphäre bei. Internationale Musikzeitschriften und der ORF verweisen immer wieder auf die hohe Qualität der Kirchenmusik am Stephansdom.
Stephansdom Wien besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist der Stephansdom ein idealer Einstieg in die Wiener Altstadt. Die Lage in der Fußgängerzone am Stephansplatz macht ihn leicht erreichbar, gleichzeitig ist er Startpunkt für viele Stadtrundgänge.
- Lage und Anreise ab Deutschland
Der Stephansdom liegt im 1. Bezirk (Innere Stadt) von Wien, direkt am Stephansplatz. Von hier aus sind viele weitere Sehenswürdigkeiten wie die Hofburg, die Kärntner Straße, die Staatsoper oder der Graben zu Fuß erreichbar.
Von Deutschland aus ist Wien unkompliziert erreichbar:
- Flug: Von Frankfurt, München, Berlin, Düsseldorf oder Hamburg bestehen in der Regel Direktflüge zum Flughafen Wien-Schwechat. Die Flugzeit beträgt je nach Abflugort meist etwa 1 bis 1,5 Stunden. Vom Flughafen gelangt man mit Schnellbahn, CAT (City Airport Train) oder Bus in rund 15–30 Minuten ins Stadtzentrum. Die Anbindung unterliegt dem regulären europäischen Flugverkehr und kann sich ändern; aktuelle Verbindungen sollten bei den Airlines oder der Bahn geprüft werden.
- Bahn: Von München verkehren tägliche Fernverkehrszüge (z. B. Railjet) nach Wien mit einer Fahrzeit von rund 4–5 Stunden. Auch von Frankfurt und Berlin bestehen Verbindungen, teilweise mit Umstieg in Nürnberg oder Passau. Die genauen Fahrzeiten und Verbindungen variieren; die Deutsche Bahn und die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) bieten Fahrplanauskünfte.
- Auto: Mit dem Auto ist Wien über das deutsche und österreichische Autobahnnetz erreichbar, etwa über die A3/A8 via Passau oder Salzburg. In Österreich besteht Mautpflicht auf Autobahnen; es ist eine Vignette erforderlich. In der Wiener Innenstadt gelten Kurzparkzonen mit begrenzten Parkzeiten und Gebühren. Für Besucher empfiehlt sich häufig ein Parkhaus am Rand der Innenstadt oder die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. - Öffnungszeiten
Der Stephansdom ist in der Regel tagsüber für Besucher geöffnet, wobei es unterschiedliche Bereiche für Gottesdienstbesucher und Touristinnen/Touristen geben kann. Während der Hauptgottesdienste kann der Zugang zu bestimmten Teilen des Doms eingeschränkt sein, um die liturgischen Feiern nicht zu stören. Da sich Öffnungszeiten und Zugangsregelungen ändern können – etwa an Feiertagen, bei Renovierungen oder Sonderveranstaltungen – sollten Reisende die aktuellen Zeiten direkt auf der offiziellen Website des Stephansdoms oder bei der Erzdiözese Wien prüfen. - Eintritt und Führungen
Der Zugang zum Hauptraum des Doms ist traditionell zumindest teilweise frei, um die religiöse Funktion des Gebäudes zu wahren. Für bestimmte Bereiche – etwa geführte Touren, Katakomben, Turmbesteigungen oder besondere Ausstellungen – wird in der Regel ein Eintrittsgeld erhoben. Die Höhe der Gebühren kann sich ändern und hängt vom jeweiligen Angebot ab. Offizielle Informationen zur aktuellen Preisgestaltung stellen die Domverwaltung und große Reiseführer bereit. Es empfiehlt sich, vor dem Besuch zu prüfen, ob Kombitickets oder Familienkarten verfügbar sind, da viele Reiseführer darauf hinweisen, dass sich diese für intensivere Besichtigungen lohnen können. - Beste Reisezeit und Tageszeit
Wien kann grundsätzlich das ganze Jahr über besucht werden. Klassische Hauptreisezeiten sind Frühling (April bis Juni) und Herbst (September, Oktober), wenn das Klima meist mild ist und die Stadt nicht ganz so überfüllt wie in der Sommerferienzeit. Der Stephansdom ist in diesen Phasen oft gut besucht, aber nicht so überlaufen wie an manchen Hochsommertagen oder rund um Weihnachten.
In vielen Reiseberichten und in Publikationen wie „Merian Wien“ wird empfohlen, den Dom früh am Morgen oder am späten Nachmittag zu besuchen. Dann ist der Besucherandrang tendenziell geringer, und das Licht, das durch die Fenster fällt, schafft eine besondere Atmosphäre. Bei schlechtem Wetter ist der Stephansdom ein idealer Rückzugsort, um Kultur und Geschichte im Trockenen zu erleben. - Sprache, Zahlung und Trinkgeld
In Wien ist die Amtssprache Deutsch, mit österreichischer Ausprägung. Für Besucher aus Deutschland ist die Verständigung problemlos, auch wenn einzelne Begriffe (etwa im Gastronomiebereich) regional anders lauten. Englisch ist vor allem in touristischen Bereichen und bei jüngeren Menschen weit verbreitet. Informationsmaterial zum Stephansdom wird häufig auf Deutsch und Englisch angeboten; teilweise sind weitere Sprachen verfügbar.
Als Währung dient der Euro, wie in Deutschland. Kartenzahlung ist in Wien weit verbreitet, insbesondere in Hotels, Restaurants, größeren Geschäften und bei offiziellen Ticketstellen. In kleineren Betrieben oder bei Kirchenopfern kann Bargeld praktischer sein. Kontaktloses Zahlen (auch per Smartphone) ist üblich. Beim Trinkgeld folgt Wien in etwa den in Deutschland gewohnten Gepflogenheiten: In Restaurants werden meist 5–10 % als Trinkgeld aufgerundet, je nach Zufriedenheit. Für Führungen, Stadtführer und individuelle Leistungen ist ein kleines Trinkgeld üblich, aber nicht verpflichtend. - Kleiderordnung und Verhalten im Dom
Als aktiver Gottesdienstraum erwartet der Stephansdom eine respektvolle Kleidung und Haltung. Eine strenge formelle Kleiderordnung wie in manchen Heiligtümern gibt es in der Regel nicht, dennoch sollten Schultern und Knie idealerweise bedeckt sein – besonders bei Gottesdiensten. Laute Gespräche, Telefonate und Essen im Innenraum sind unpassend. Während der Messen sollten Besichtigungen diskret und im Zweifelsfall auf später verschoben werden. Der Dom stellt meist Hinweisschilder in mehreren Sprachen bereit, die auf Verhaltensregeln aufmerksam machen. - Fotografieren
Fotografieren ist im Stephansdom grundsätzlich möglich, kann aber in bestimmten Bereichen oder während Gottesdiensten eingeschränkt sein. Für professionelle Foto- und Videoaufnahmen kann eine ausdrückliche Genehmigung erforderlich sein. Der Blitz sollte zum Schutz der Kunstwerke vermieden werden. Offizielle Hinweise vor Ort oder auf der Website des Doms geben Auskunft über die jeweils gültigen Regeln. Viele Reiseführer empfehlen, den Moment auch jenseits von Smartphone und Kamera zu genießen, da die Lichtstimmung schwer einzufangen ist. - Gesundheit und Einreise
Für Reisende aus Deutschland ist die medizinische Versorgung in Österreich mit der in Deutschland vergleichbar. Deutsche gesetzlich Versicherte können in der Regel ihre Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) nutzen; Details erläutert die jeweilige Krankenkasse. Eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung kann sinnvoll sein, bleibt aber eine individuelle Entscheidung.
Da Österreich Mitglied der Europäischen Union und des Schengen-Raums ist, können deutsche Staatsbürger in der Regel mit gültigem Personalausweis oder Reisepass einreisen. Ein Visum ist für touristische Kurzaufenthalte nicht erforderlich. Da Einreisebestimmungen sich ändern können, sollten deutsche Staatsbürger die aktuellen Hinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. - Zeitzone
Wien liegt wie Deutschland in der Mitteleuropäischen Zeitzone (MEZ) bzw. Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ). Es besteht daher keine Zeitverschiebung, was die Reiseplanung aus Deutschland sehr einfach macht.
Warum Stephansdom auf jede Wien-Reise gehört
Der Stephansdom ist weit mehr als ein Pflichtpunkt auf der To-do-Liste. Wer sich Zeit nimmt, entdeckt an diesem Bauwerk die verschiedenen Schichten der Wiener Stadtgeschichte. Im Außenbereich mischen sich Straßenmusiker, Fiaker, Touristengruppen und eilige Büroangestellte; im Inneren ist es dämmrig, kühl und überraschend still. Dieser Kontrast macht die besondere Faszination aus.
Für Reisende aus Deutschland bietet der Dom mehrere Ebenen der Erfahrung:
1. Historische Perspektive: Beim Rundgang durch den Dom wird spürbar, wie eng Österreich und insbesondere Wien mit Mitteleuropa verflochten sind. Vom Mittelalter über die Habsburgerzeit bis in die Gegenwart war der Stephansdom Zeuge politischer Umbrüche, religiöser Reformen und kultureller Blüte. Wer etwa die Geschichte des Heiligen Römischen Reiches, der Reformation oder des Barock kennt, erkennt am Dom entsprechende Spuren.
2. Architektonische Entdeckung: Im Vergleich zu deutschen Kathedralen fällt die hallenartige Weite des Innenraums auf. Säulen, Gewölbe und Altäre bilden Sichtachsen, die sich immer wieder neu öffnen. Die Kunstgeschichte der Gotik und des Barock lässt sich hier exemplarisch nachvollziehen, etwa im Wechsel von strengeren gotischen Formen zu reich dekorierten barocken Ausstattungselementen.
3. Spirituelle Dimension: Unabhängig von der eigenen religiösen Orientierung kann der Dom als Ort der Ruhe und inneren Einkehr erlebt werden. Viele Besucher berichten, dass sie sich nach dem hektischen Treiben der Innenstadt im schummrigen Licht des Doms sammeln und zur Ruhe kommen. Kerzenlichter, Orgelklänge oder eine leise Messe im Hintergrund vermitteln eine Atmosphäre, die in säkularen Museen so nicht zu finden ist.
4. Blick auf das moderne Wien: Wer den Südturm besteigt, erlebt nicht nur das historische Zentrum, sondern auch das moderne Wien: Glaspaläste wie das Haas-Haus, die Donau und die neuen Stadtviertel im Hintergrund. Die Gegenüberstellung von mittelalterlicher Architektur und zeitgenössischer Stadtentwicklung macht deutlich, wie Wien Tradition und Moderne verbindet.
In unmittelbarer Nähe des Stephansdoms finden sich zudem zahlreiche weitere Attraktionen: berühmte Kaffeehäuser, Traditionskonditoreien, Konzertsäle und Museen. Eine typische Wien-Reise lässt sich daher sehr gut mit einem Ausgangspunkt am Stephansplatz planen – morgens Der Dom, später ein Spaziergang zur Hofburg oder zur Oper, abends ein Konzert oder ein Heurigenbesuch am Stadtrand.
Reiseführer wie Marco Polo oder Merian heben hervor, dass der Stephansdom auch bei wiederholten Besuchen Neues offenbart: eine unentdeckte Kapelle, ein bisher übersehenes Relief, eine andere Lichtstimmung. Für kulturinteressierte Besucher aus Deutschland ist er damit ein Ort, der sich bei jeder Wienreise neu erschließen lässt, ähnlich wie der Kölner Dom oder die Frauenkirche in Dresden im deutschen Kontext.
Stephansdom Wien in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In den sozialen Medien ist der Stephansdom überaus präsent: Er taucht in Reisevideos, Architektur-Feeds, Fotografie-Accounts und spirituellen Beiträgen gleichermaßen auf. Besonders beliebt sind Panoramaaufnahmen vom Dach, Nahaufnahmen der Fassadendetails und stimmungsvolle Bilder bei Abendlicht oder im Schnee. Viele Reisende aus Deutschland teilen ihre Eindrücke mit Hashtags, sodass sich schon vor der Reise ein authentisches Gefühl für Atmosphäre und Andrang gewinnen lässt.
Stephansdom Wien — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Stephansdom Wien
Wo liegt der Stephansdom Wien genau?
Der Stephansdom steht im Herzen der Wiener Altstadt am Stephansplatz im 1. Bezirk (Innere Stadt). Der Platz ist Knotenpunkt mehrerer U-Bahn-Linien und ein zentraler Orientierungspunkt für Besucher. Von hier aus lassen sich viele Sehenswürdigkeiten Wiens zu Fuß erreichen.
Wie alt ist der Stephansdom und wann wurde er fertiggestellt?
Die Anfänge des Stephansdoms reichen ins 12. Jahrhundert zurück, als zunächst eine romanische Kirche errichtet wurde. Der gotische Ausbau, der das heutige Erscheinungsbild prägt, erfolgte vor allem im 14. und 15. Jahrhundert. Da der Dom immer wieder erweitert, umgebaut und restauriert wurde, gibt es kein einziges „Fertigstellungsjahr“ im modernen Sinne; vielmehr handelt es sich um ein über Jahrhunderte gewachsenes Bauwerk.
Kostet der Besuch des Stephansdoms Eintritt?
Der Zugang zum inneren Hauptraum ist traditionell zumindest in bestimmten Bereichen kostenlos, damit der Dom als Kirche zugänglich bleibt. Für spezielle Angebote wie Führungen, Turmbesteigungen oder den Besuch der Katakomben wird jedoch in der Regel ein Eintritt erhoben. Die genauen Preise können sich ändern und sollten direkt bei der Domverwaltung oder auf der offiziellen Website geprüft werden.
Wie kommt man am besten von Deutschland zum Stephansdom?
Von vielen deutschen Städten gibt es Direktflüge nach Wien mit einer Flugzeit von etwa 1 bis 1,5 Stunden. Alternativ verkehren Fernzüge, etwa Railjet-Verbindungen von München, die Wien in rund 4–5 Stunden erreichen. Vom Flughafen oder den Bahnhöfen gelangt man mit öffentlichen Verkehrsmitteln in kurzer Zeit zum Stephansplatz. Wer mit dem Auto anreist, muss die österreichische Maut (Vignette) und die Parkregelungen in der Wiener Innenstadt beachten.
Wann ist die beste Zeit, den Stephansdom zu besuchen?
Angenehme Reisezeiten für Wien sind Frühling und Herbst, wenn das Wetter meist mild ist und die Stadt etwas weniger überlaufen wirkt als in der Hochsaison. Für den Dom selbst empfehlen viele Reiseführer einen Besuch am frühen Morgen oder späten Nachmittag, wenn der Besucherandrang geringer und das Licht im Inneren besonders stimmungsvoll ist. Ein Besuch bei schlechtem Wetter ist ebenfalls lohnend, da der Dom ein wetterunabhängiges Kulturerlebnis bietet.
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