Stephansdom in Wien und sein farbiges Ziegeldach
Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 10:30 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Der Stephansdom erhebt sich als gotische Dom- und Metropolitankirche mitten in der Altstadt von Wien und prägt mit seinem farbig gemusterten Ziegeldach die Silhouette der Stadt. Der Dom steht am Stephansplatz, dient als Kathedrale der Erzdiözese Wien und ist nach dem heiligen Stephanus benannt, der als erster christlicher Märtyrer verehrt wird.
Stephansdom und das Spiel der Ziegeldächer
Das Dach des Stephansdoms ist mit glasierten Tonziegeln gedeckt, die in geometrischen Mustern verlegt sind und in mehreren Farben schimmern. Die geneigten Flächen bilden ein langgestrecktes Dach über dem Langhaus, dessen Länge mit rund 110 m angegeben wird.Die Maße des Doms sind auf der offiziellen Informationsseite detailliert dokumentiert und nennen neben der Dachlänge auch die Höhe der Seitenschiffe und des Mittelschiffs.
Auf der Nordseite zeigt das Ziegeldach ein großflächiges Wappenmuster, das aus farbigen Rauten und Symbolen zusammengesetzt ist. Die Dachflächen spannen sich zwischen den Giebeln von Langhaus und Chor, sodass das Dach wie eine eigene, über dem Mauerwerk liegende Ebene wirkt. Aus der Nähe sind die einzelnen Ziegel zu erkennen, während aus größerer Entfernung vor allem die Muster und Farbfelder wahrnehmbar sind.
Gotische Staffelhalle und hohe Türme
Der Stephansdom ist als dreischiffige Staffelhalle der Hoch- und Spätgotik angelegt, deren Mittelschiff höher ist als die Seitenschiffe und von einem Rippengewölbe überspannt wird.Das Bauwerk wird als monumentales Beispiel einer süddeutsch-österreichischen Staffelkirche beschrieben, bei der sich die Gewölbehöhen staffelartig unterscheiden. Im Inneren tragen schlanke Pfeiler das Gewölbe und bilden eine Reihe von Jochen, die das Langhaus gliedern.
Der markanteste Turm des Stephansdoms ist der Südturm, der mit einer Höhe von rund 136 m über die Dächer der Innenstadt ragt.Die Domverwaltung nennt für den Südturm eine Höhe von 136,44 m, während der unvollendete Nordturm deutlich niedriger bleibt. An der Westfront stehen zusätzlich zwei ältere Türme, die sogenannten Heidentürme, deren Untergeschosse aus der romanischen Bauphase stammen und mit dem großen Portal an der Westseite verbunden sind.
Baugeschichte zwischen Romanik und Spätgotik
Die Geschichte des Stephansdoms reicht in das 12. Jahrhundert zurück, als auf Grundlage eines Tauschvertrags zwischen Markgraf Leopold IV. und dem Passauer Bischof Reginmar eine Pfarrkirche im sich erweiternden Wien errichtet wurde.Die erste romanische Kirche wurde 1147 geweiht und bildet den Ausgangspunkt für alle späteren Um- und Neubauten. Teile dieser frühen Phase, insbesondere das Westwerk mit den Heidentürmen und dem Riesentor, sind im heutigen Dom noch ablesbar.
Im 14. Jahrhundert entstand ein dreischiffiger Hallenchor, der nach Herzog Albrecht II. auch als Albertinischer Chor bezeichnet wird, und im Jahr 1359 legte Herzog Rudolf IV., genannt der Stifter, den Grundstein für die gotische Erweiterung des Langhauses.Die Hauptbauphase des gotischen Doms setzt damit im 14. Jahrhundert ein und prägt das heutige Erscheinungsbild des Bauwerks. Die Entwicklung vom romanischen Kernbau zur gotischen Staffelhalle lässt sich an der Kombination von Westwerk und Langhaus deutlich erkennen.
Stephansdom besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Der Stephansdom steht am Stephansplatz in der Inneren Stadt von Wien und ist mit U-Bahn- und Straßenbahnlinien über den zentralen Umsteigeknoten Stephansplatz erreichbar.
- Ein Besuch des Stephansdoms erfordert im Inneren mehrere Stufen, etwa beim Weg zu den Emporen oder beim Zugang zu den Turmbereichen.
- Rund um den Stephansdom liegen enge Gassen und Plätze der historischen Innenstadt, sodass ein Rundgang zu Fuß mit Kopfsteinpflaster und kurzen Wegen verbunden ist.
Stephansdom auf Social-Media-Plattformen
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Stephansdom: häufige Fragen
Wo liegt der Stephansdom?
Der Stephansdom liegt am Stephansplatz in der Inneren Stadt von Wien und ist von den historischen Straßenzügen der Altstadt umgeben.
Was bietet ein Besuch im Stephansdom?
Ein Besuch führt in eine gotische Staffelhalle mit hohem Mittelschiff, farbigen Glasfenstern, zahlreichen Altären und Sichtachsen auf das lange Dach und den Südturm.
Was kennzeichnet den Stephansdom besonders?
Der Dom ist durch sein farbig gemustertes Ziegeldach, den hohen Südturm und die Verbindung von romanischem Westwerk mit gotischem Langhaus gekennzeichnet.
