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Reisen, Steak auf einem Grill

SPD-Chef fordert eine Erhöhung der Fleischpreise

22.06.2020 - 08:28:01

Der SPD-Parteivorsitzende Norbert Walter-Borjans fordert nach dem Ausbruch von Corona im Schlachtkonzern Tönnies höhere Fleischpreise sowie eine Debatte über die Gerechtigkeit der Verteilung in Deutschland.

Norbert Walter Borjans sagte gegenüber dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland", das Fleisch entstehe mit einem hohen Einsatz an Energie und weiteren Rohstoffen, Preis und Wert würden oftmals in einem krassen Missverhältnis stehen.
Der SPD Chef kritisierte zudem, der Fall Tönnies zeige, wie wenig Beachtung der Frage in Bezug auf die Produktion von Nahrungsmitteln geschenkt werde.
"Alles werde der Effizienz und dem Streben nach Gewinn untergeordnet, in der Hauptsache gelte am Wochenende das Steak als Sonderangebot." Artgerechte Tierhaltung sowie gute Arbeitsbedingungen zu gewährleisen gehöre zu den Aufgaben der Politik, so Norbert Walter Borjans weiter.
Dass die Produkte dadurch teurer würden, sei klar. Deshalb gehörten zu den Lösungen, dass Klein- und Mittelverdienende mehr Geld durch faire Löhne und ein gerechtes Steuersystem zur Verfügung bleibt.
Ein Beweis, dass sich Menschen mit einem geringen Verdienst nur billiges Fleisch leisten können, sei darin zu begründen, dass in Deutschland die Verteilung des Reichtums nicht stimme.
"Wenn in Deutschland der Lebensstandard von Klein- und Mittelverdiener nur gesichert ist, wenn Näherinnen in Bangladesch für die Textilien oder Osteuropäer in deutschen Schlachthöfen ausgebeutet werden, dann laufe etwas gewaltig schief" äußerte sich der Chef der SPD. "Der Lebensstandard von Geringverdienern dürfe nicht durch die Ausbeutung von noch Schwächeren gesichert sein, es müsse eine Verteilung gesichert werden."
Die SPD wolle im Bundestagswahlkampf über die Frage der Verteilung sprechen.
Scharfe Kritik übte Norbert Walter Borjans an der Fleischbranche sowie der Union.
"Im aufgebauten System der Fleischindustrie würden die Arbeitskräfte wie Glieder in einer Lieferkette behandelt; alles müsse möglichst billig sein.
Des Weiteren äußerte sich der SPD-Politiker gegenüber dem RND, dass es unanständig sei, dies als Begleiterscheinung der Marktwirtschaft zuzuschreiben, wie es Ralph Brinkhaus, CDU/CSU Fraktionschef, lange versucht habe.
"Hubertus Heil in seiner Funktion als Arbeitsminister benötige nun jede Unterstützung, um mit den Missständen, welche in der Fleischindustrie vorherrschen, aufzuräumen.“ Der SPD-Politiker fordert die CSU und CDU zur Unterlassung von weiteren Verzögerungsmanöver auf.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, Ever True Smile

@ ad-hoc-news.de