Sommerpalast Peking: Wie Yiheyuan Chinas Kaiserträume spürbar macht
05.06.2026 - 16:28:49 | ad-hoc-news.deWenn sich am Kunming-See die Pavillons im Wasser spiegeln und die Dächer des Sommerpalasts Peking goldfarben in der Abendsonne leuchten, wird spürbar, warum der Yiheyuan (sinngemäß „Garten der kultivierten Harmonie“) bis heute als schönster kaiserlicher Rückzugsort Chinas gilt. Zwischen bewaldeten Hügeln, bemalten Wandelgängen und stillen Tempeln öffnet sich hier ein Panorama, das Peking von einer ganz anderen, fast poetischen Seite zeigt – weit weg vom Verkehrslärm der Metropole.
Sommerpalast Peking: Das ikonische Wahrzeichen von Peking
Der Sommerpalast Peking, international als Summer Palace und auf Chinesisch Yiheyuan bekannt, gehört zu den eindrucksvollsten kaiserlichen Anlagen Chinas. Er liegt am nordwestlichen Stadtrand von Peking, rund 15 km vom Platz des Himmlischen Friedens entfernt, und gilt heute als eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt. Die Anlage kombiniert klassische chinesische Gartenkunst, Palastarchitektur und eine weite Seenlandschaft zu einem Gesamtkunstwerk, das Besucherinnen und Besucher aus aller Welt anzieht.
Die UNESCO bezeichnet den Sommerpalast als „Meisterwerk der chinesischen Gartenkunst“, in dem Landschaft und Architektur bewusst so gestaltet wurden, dass sie klassische Motive der chinesischen Malerei und Dichtung nachbilden. Diese Einordnung macht deutlich, dass es sich nicht nur um einen Garten mit Palastgebäuden handelt, sondern um einen symbolischen Mikrokosmos des alten Kaiserreichs. Für Reisende aus Deutschland bietet Yiheyuan damit einen seltenen Einblick in die Ästhetik, Philosophie und Alltagswelt der späten Qing-Dynastie.
Besonders charakteristisch ist die Lage des Ensembles: Der langgestreckte Kunming-See dominiert die Sicht, darüber erhebt sich der Hügel der Langlebigkeit mit der markanten Pagode des buddhistischen „Halle des Wohlwollens und der Langlebigkeit“-Komplexes. Dazwischen verlaufen überdachte Wandelgänge mit Tausenden bemalter Holztafeln, kleine Brücken überspannen Kanäle, und immer wieder öffnen sich Blicke auf Pavillons, Höfe und Tempel. Für viele Besucher wirkt der Sommerpalast wie eine Bühne, auf der sich kaiserliche Geschichte, Natur und Kunst in ständig wechselnden Bildern inszenieren.
Geschichte und Bedeutung von Yiheyuan
Die Ursprünge des Sommerpalasts reichen in die Zeit der Qing-Dynastie zurück, die von 1644 bis 1911 über China herrschte. Bereits im 18. Jahrhundert entstand an diesem Ort eine kaiserliche Gartenanlage, die unter dem Qianlong-Kaiser erheblich erweitert wurde. In dieser Phase sollte ein Rückzugsort entstehen, der den Kaiser im heißen Pekinger Sommer aus der verbotenen Stadt an einen windgekühlten See brachte und zugleich die Macht und Raffinesse des Reiches demonstrierte.
Der Name Yiheyuan, wörtlich etwa „Garten der genährten Harmonie“ beziehungsweise „Garten der kultivierten Harmonie“, verweist auf das Ideal eines ausgewogenen, harmonischen Universums, in dem Mensch und Natur im Gleichgewicht stehen. Der Sommerpalast ist damit nicht nur ein Vergnügungsort, sondern ein bewusst gestalteter Ausdruck der kosmischen Ordnung, wie sie im konfuzianischen und daoistischen Denken angelegt ist. Die Anlage sollte dem Kaiser ermöglichen, sich symbolisch als Mittler zwischen Himmel und Erde zu inszenieren.
Im 19. Jahrhundert wurde der Sommerpalast mehrfach schwer beschädigt. Besonders einschneidend war die Zerstörung während des Zweiten Opiumkriegs, als 1860 Truppen aus Großbritannien und Frankreich in Peking einmarschierten. Teile der kaiserlichen Gärten, vor allem der nahegelegene Alte Sommerpalast (Yuanmingyuan), wurden geplündert und niedergebrannt. Auch Yiheyuan erlitt erhebliche Schäden und musste in der Folgezeit wiederaufgebaut werden.
Eine weitere Zäsur markierte der Boxeraufstand um 1900. In dieser Zeit war der Sommerpalast ein zentraler Rückzugsort der kaiserlichen Familie, insbesondere der einflussreichen Kaiserinwitwe Cixi. Die historische Forschung und zahlreiche Reiseführer betonen, dass Cixi Teile der für die Modernisierung der chinesischen Marine vorgesehenen Mittel stattdessen in den Ausbau und die Verschönerung des Sommerpalasts investiert haben soll – ein bis heute diskutierter Punkt, der Yiheyuan ein zusätzliches narratives Moment verleiht.
Mit dem Ende der Qing-Dynastie 1911/1912 und der Ausrufung der Republik China verlor der Sommerpalast seine Funktion als exklusiver Hofgarten. Schrittweise öffnete sich die Anlage für die Öffentlichkeit und entwickelte sich zu einem nationalen Symbol für das kulturelle Erbe Chinas. In der Volksrepublik China wurde der Sommerpalast als wichtiges historisches Monument unter staatlichen Schutz gestellt und umfassend restauriert.
1998 wurde der Sommerpalast von der UNESCO zum Welterbe erklärt. Die UNESCO begründet dies insbesondere mit der außergewöhnlichen Verbindung von Landschaftsgestaltung, Architektur und reicher Ausstattung, die die hohe Kunst der kaiserlichen Gärten in Ostasien beispielhaft verkörpert. Damit steht der Sommerpalast in einer Reihe mit anderen ikonischen Welterbestätten wie der Verbotenen Stadt in Peking oder dem Kaiserkanal. Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland bedeutet dies: Yiheyuan ist nicht nur ein schöner Park, sondern ein zentraler Baustein des global anerkannten Kulturerbes.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Die Architektur des Sommerpalasts Peking folgt den Prinzipien der klassischen chinesischen Garten- und Palastkunst. Statt strenger Symmetrie und gerader Perspektiven, wie sie in europäischen Barockgärten üblich sind, setzt Yiheyuan auf ein Spiel mit Blickachsen, Höhenunterschieden und wechselnden Raumeindrücken. Wege, Brücken und Pavillons sind so angeordnet, dass sich bei jedem Schritt ein neues, malerisches Bild ergibt – ganz im Sinne traditioneller chinesischer Landschaftsmalerei.
Das zentrale landschaftliche Element ist der Kunming-See, der etwa drei Viertel der Gesamtfläche des Sommerpalasts einnimmt. Er ist teilweise künstlich angelegt und wurde so gestaltet, dass er entfernte chinesische Seenlandschaften symbolisch nachbildet. Auf dem See verkehren in den wärmeren Monaten Ausflugsboote, und die Ufer sind von Weiden, Stegen und kleinen Pavillons gesäumt. Besonders eindrucksvoll ist die 17-Bogen-Brücke, deren sanft geschwungener Bogen und steinerne Löwenfiguren zu einem der meistfotografierten Motive des Parks gehören.
Über dem See erhebt sich der Hügel der Langlebigkeit, auf dessen Flanke sich eine dichte Abfolge von Tempeln, Hallen und Pagoden hinaufzieht. Herzstück ist die „Halle des Wohlwollens und der Langlebigkeit“, ein prächtiger Bau mit vergoldeten Dachziegeln und reich geschnitzten Holzdetails. Von hier aus blickten die Kaiser über den See und den Park – ein Panorama, das bis heute zu den Höhepunkten eines Besuchs gehört.
Ein weiteres markantes Element ist der Lange Korridor, ein überdachter Wandelgang, der sich am Südufer des Kunming-Sees entlangzieht. Er gilt als einer der längsten bemalten Wandelgänge der Welt und ist berühmt für seine reich verzierten Querbalken und Decken, auf denen unzählige Szenen aus chinesischer Mythologie, Geschichte und Landschaftsmalerei dargestellt sind. Für kunstinteressierte Besucherinnen und Besucher eröffnet sich hier eine Art Galerie im Freien, in der man motivisch in die Bildwelt der Qing-Zeit eintauchen kann.
Die UNESCO und zahlreiche Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker heben hervor, dass der Sommerpalast bewusst als „Miniatur-China“ konzipiert wurde. Viele Bereiche nehmen bekannte Landschaften des Reiches auf: So soll der Kunming-See an den Westsee von Hangzhou erinnern, während bestimmte Felsformationen Gebirge aus dem Süden des Landes symbolisieren. Diese Praxis des Nachbildens und Neuinterpretierens von Naturbildern ist typisch für chinesische Gartenkunst und unterscheidet sie deutlich von europäischen Vorbildern wie Versailles oder Sanssouci.
Neben Palästen und Gärten beherbergt der Sommerpalast auch religiöse Bauwerke, vor allem buddhistische Tempel und Pavillons. Sie dienten den Kaisern und ihren Familien nicht nur als Orte des Rückzugs, sondern auch für Zeremonien und Gebete um Wohlstand und langes Leben. Viele Statuen, Wandmalereien und dekorative Elemente kombinieren buddhistische, daoistische und konfuzianische Symbole – ein Spiegel der religiösen und philosophischen Vielfalt der chinesischen Kaiserzeit.
Ein besonderes Highlight ist das sogenannte Marmorboot, ein pavillonartiger Bau auf einem steinernen Bootsrumpf am Ufer des Kunming-Sees. Obwohl es nicht tatsächlich schwimmen kann, symbolisiert es Stabilität und Wohlstand. Seine weiße Struktur hebt sich deutlich von den farbigen Holzgebäuden des restlichen Geländes ab und schafft einen bewussten Kontrast, der in vielen Fotomotiven aufgegriffen wird.
Die sorgfältige Restaurierung und Pflege des Sommerpalasts wird von chinesischen Denkmalbehörden und Fachleuten aus der Denkmalpflege überwacht. Internationale Fachorganisationen wie ICOMOS (International Council on Monuments and Sites) begleiten die Erhaltung des Welterbes mit Guidelines und Expertisen. Für Reisende bedeutet dies, dass wesentliche Bereiche des Parks heute wieder in einem Zustand erlebbar sind, der der historischen Wirkung zumindest nahekommt, auch wenn viele Elemente rekonstruierte Strukturen sind.
Sommerpalast Peking besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise
Der Sommerpalast liegt im Nordwesten Pekings, im Stadtbezirk Haidian. Vom Stadtzentrum (z. B. Platz des Himmlischen Friedens) sind es etwa 15 bis 20 km, abhängig von der Route. Für Reisende aus Deutschland ist Peking von großen Flughäfen wie Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf per Langstreckenflug erreichbar, häufig nonstop oder mit einmaligem Umstieg über internationale Drehkreuze. Die Flugzeit liegt je nach Verbindung typischerweise bei rund 9 bis 11 Stunden. Vom Flughafen oder dem Stadtzentrum aus gelangt man mit Taxi, Metro oder Bus zum Sommerpalast. In Peking ist das U-Bahn-Netz gut ausgebaut; mehrere Linien führen in die Nähe des Yiheyuan, von wo aus ein kurzer Fußweg oder eine kurze Taxifahrt zum Eingang erforderlich ist. - Öffnungszeiten
Der Sommerpalast ist ganzjährig geöffnet, in der Regel täglich von den frühen Morgenstunden bis in den Abend. Üblich sind getrennte Zeiten für Parkzugang und die Innenräume bestimmter Hallen. Da sich Öffnungszeiten saisonal oder aus organisatorischen Gründen ändern können, empfiehlt es sich, die aktuell gültigen Zeiten unmittelbar vor dem Besuch auf der offiziellen Website des Sommerpalasts Peking oder bei der Tourismusbehörde von Peking zu prüfen. Kurzfristige Schließungen einzelner Bereiche, etwa für Restaurierungen oder Veranstaltungen, sind möglich. - Eintrittspreise
Für den Besuch des Sommerpalasts wird ein Eintritt erhoben. In der Praxis unterscheiden viele chinesische Sehenswürdigkeiten zwischen einem Grundticket für die Parkanlage und zusätzlichen Tickets für bestimmte Innenräume oder Sonderbereiche. Die Preise können saisonal variieren und werden gelegentlich angepasst. Um böse Überraschungen zu vermeiden, ist es ratsam, die aktuellen Tarife vorab auf der offiziellen Website des Sommerpalasts oder bei der städtischen Tourismusinformation nachzulesen. In internationalen Reiseguides werden meist Preise in der lokal üblichen Währung Renminbi (Yuan, CNY) genannt; zur eigenen Orientierung lohnt sich ein Blick auf den tagesaktuellen Wechselkurs in Euro, da dieser Schwankungen unterliegt. - Beste Reisezeit und Tageszeit
Peking hat ein kontinentales Klima mit heißen Sommern und kalten Wintern. Für den Besuch des Sommerpalasts sind vor allem Frühling (April bis Anfang Juni) und Herbst (September bis Oktober) beliebt, wenn die Temperaturen milder sind und die Luft oft klarer ist. Im Sommer können Temperaturen über 30 °C erreicht werden; dann bietet der See zwar angenehme Brisen, doch die Anlage ist meist sehr gut besucht. Im Winter kann es dagegen trocken und frostig sein, und der See friert teilweise zu – eine atmosphärisch besondere, aber kalte Variante. Morgens gleich zur Öffnung oder am späteren Nachmittag ist der Andrang häufig geringer, und das Licht am See ist besonders schön. Wochenenden und chinesische Feiertage, etwa das Neujahrsfest oder die Goldene Woche, sind deutlich stärker frequentiert; wer es ruhiger mag, plant möglichst an Wochentagen. - Sprache, Orientierung und Tickets
In Peking kommen Reisende mit Englisch meist in Hotels, an großen Sehenswürdigkeiten und in Teilen des Verkehrsnetzes relativ gut zurecht; im Alltag ist Englischkenntnis jedoch nicht flächendeckend verbreitet. An den Haupteingängen des Sommerpalasts sind wesentliche Hinweise und Lagepläne häufig auch auf Englisch ausgeführt. Audioguides oder Apps mit mehrsprachigen Erklärungen werden teilweise angeboten. Für deutschsprachige Besucherinnen und Besucher lohnt sich ein guter gedruckter oder digitaler Reiseführer, der die kulturellen Hintergründe erläutert. Tickets können in der Regel an den Kassen vor Ort oder über chinesische Buchungsplattformen erworben werden; vor Ort ist es hilfreich, den Namen „Yiheyuan“ auf Chinesisch und/oder die Adresse auf dem Smartphone bereitzuhalten, um Taxifahrern den Zielort zu zeigen. - Zahlung und Trinkgeld
China hat in den letzten Jahren sehr stark auf mobile Bezahlsysteme wie Alipay und WeChat Pay umgestellt. In vielen Geschäften, Restaurants und bei Sehenswürdigkeiten sind diese Methoden Standard. Internationale Kreditkarten (Visa, Mastercard) werden an vielen touristischen Orten, in Hotels und größeren Restaurants akzeptiert, jedoch nicht überall. Bargeld in Renminbi (CNY) ist zwar nach wie vor verwendbar, wird aber teilweise weniger bevorzugt. Deutsche Girokarten werden im chinesischen Zahlungsverkehr meist nicht akzeptiert. Es ist daher sinnvoll, eine Kreditkarte mitzunehmen und sich im Vorfeld über eventuelle Möglichkeiten zu informieren, mobile Bezahllösungen mit ausländischen Karten zu verknüpfen. Trinkgeld ist in China traditionell nicht üblich und wird im Alltag eher selten erwartet. In gehobenen Hotels oder bei individuell organisierten Touren kann ein kleines Trinkgeld jedoch willkommen sein. - Kleiderordnung und Verhalten
Der Sommerpalast ist zwar kein Tempelkomplex im engeren Sinn, enthält aber zahlreiche religiöse Gebäude. Eine strenge Kleiderordnung gibt es nicht, dennoch sind respektvolle, nicht zu freizügige Kleidung und ein rücksichtsvoller Umgang angemessen. Besonders in Innenräumen und Tempeln sollte laute Unterhaltung vermieden werden. Regeln zum Fotografieren sind je nach Bereich unterschiedlich: Im Freien ist Fotografieren in der Regel erlaubt, in bestimmten Hallen oder bei Ausstellungen kann es Einschränkungen geben. Hinweise vor Ort sollten aufmerksam beachtet werden. - Einreise und Visa
Für die Einreise nach China gelten für deutsche Staatsbürger Visabestimmungen, die sich ändern können. In der Vergangenheit war für touristische Aufenthalte meist ein Visum vorab erforderlich, das bei den zuständigen chinesischen Vertretungen beantragt wird. Es gibt zudem zeitlich und regional begrenzte visafreie oder vereinfachte Transitregelungen für bestimmte Flughäfen und Städte. Da sich die Bedingungen je nach politischer Lage und bilateralen Vereinbarungen ändern können, sollten Reisende die jeweils aktuellen Informationen auf der Website des Auswärtigen Amts (auswaertiges-amt.de) sowie bei der chinesischen Botschaft oder den Konsulaten prüfen. Ebenso wichtig sind Hinweise zu Gesundheits- und Sicherheitslage sowie möglichen Reisebeschränkungen. - Zeitverschiebung
Peking liegt in der Zeitzone China Standard Time (CST), die gegenüber Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) in der Regel um +7 oder +6 Stunden versetzt ist, je nachdem, ob in Deutschland Winterzeit (MEZ) oder Sommerzeit (MESZ) gilt. Diese Verschiebung ist bei der Reiseplanung, insbesondere bei An- und Abreise sowie bei der Kommunikation mit Familie oder Arbeit in Deutschland, zu berücksichtigen. - Gesundheit und Versicherung
Bei Reisen nach China ist eine Auslandsreisekrankenversicherung mit Rücktransportoption dringend empfohlen, da die gesetzliche Krankenversicherung aus Deutschland dort in der Regel nicht greift. Vor der Reise sollten aktuelle medizinische Hinweise und empfohlene Impfungen auf den Seiten des Auswärtigen Amts und entsprechender Gesundheitsinstitutionen nachgelesen werden. In Peking gibt es internationale Krankenhäuser und Kliniken, deren Leistungen kostenpflichtig sind. Für den Besuch des Sommerpalasts sind bequeme, stabile Schuhe wichtig, da viele Wege, Treppen und unebene Passagen zu bewältigen sind.
Warum Yiheyuan auf jede Peking-Reise gehört
Der Sommerpalast Peking ist mehr als ein schöner Park am Stadtrand. Wer Yiheyuan besucht, erhält einen seltenen Einblick in die Lebenswelt der letzten chinesischen Kaiser, zugleich aber auch in die ästhetischen und philosophischen Vorstellungen, die das alte China geprägt haben. Während die Verbotene Stadt eher als streng organisierter Machtapparat erscheint, vermittelt der Sommerpalast ein Bild von Muße, Naturverbundenheit und kontemplativem Rückzug.
Für Reisende aus Deutschland bietet Yiheyuan zudem einen wohltuenden Kontrast zum dichten und oft hektischen Stadtgefüge Pekings. Nach einem Vormittag zwischen Hochhausschluchten und Hauptverkehrsadern wirkt die Weite des Kunming-Sees fast wie ein Urlaub im Urlaub. Der Blick vom Hügel der Langlebigkeit über Wasser, Gärten und Pavillons gehört zu den Momenten, die viele Besucher noch lange nach der Reise in Erinnerung behalten.
Die Verbindung von Natur und Architektur erinnert in gewisser Weise an europäische Landschaftsgärten, etwa in Sanssouci oder im Englischen Garten – und doch ist die Bildsprache eine völlig andere. Wo in Deutschland Wiesen und Sichtachsen auf Schlösser dominieren, inszeniert Yiheyuan Wasser, Felsen, Pinien und Pagoden in einer Art, die tief in der chinesischen Literatur- und Maltradition verwurzelt ist. Dieser kulturelle Perspektivwechsel macht den Sommerpalast zu einem idealen Ort, um China nicht nur als moderne Wirtschaftsmacht, sondern als jahrtausendealte Kulturnation zu erleben.
Ein weiterer Pluspunkt: Yiheyuan lässt sich gut mit anderen Highlights Pekings kombinieren. Wer früh startet, kann etwa einen Halbtagsbesuch im Sommerpalast mit einem Abstecher in die nahe gelegene Altstadt oder zu einer Teestunde in einem traditionellen Teehaus verbinden. Auch Ausflüge zur Chinesischen Mauer sind logistisch gut planbar, sodass der Sommerpalast problemlos in ein dichtes Programm integrierbar ist.
Viele Reiseführer und Reisejournalistinnen betonen zudem, dass der Sommerpalast ein hervorragender Ort ist, um das Alltagsleben Pekings zu beobachten. Familien machen hier Picknick, ältere Menschen praktizieren Tai-Chi oder tanzen in Gruppen, Studierende spazieren am Ufer entlang – das Gelände ist nicht nur Museum, sondern auch lebendiger Stadtpark. Diese Mischung aus Weltkulturerbe und Alltagsnutzung verleiht Yiheyuan eine besondere Authentizität.
Sommerpalast Peking in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In den sozialen Medien zählt der Sommerpalast Peking zu den meistgeteilten Motiven aus der chinesischen Hauptstadt. Besonders beliebt sind Fotos vom Kunming-See bei Sonnenuntergang, der 17-Bogen-Brücke im Winternebel oder Detailaufnahmen der bemalten Decken im Langen Korridor. Reisende aus Deutschland nutzen Plattformen wie YouTube, Instagram oder TikTok zunehmend, um sich vorab ein Bild von der Atmosphäre vor Ort zu machen und praktische Besuchstipps zu sammeln.
Sommerpalast Peking — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Sommerpalast Peking
Wo liegt der Sommerpalast Peking genau?
Der Sommerpalast Peking (Yiheyuan) befindet sich im Nordwesten der chinesischen Hauptstadt Peking, im Stadtbezirk Haidian, etwa 15 bis 20 km vom historischen Zentrum rund um den Platz des Himmlischen Friedens entfernt. Er ist mit Metro, Bus und Taxi gut erreichbar und gehört zu den wichtigsten Ausflugszielen der Stadt.
Warum ist Yiheyuan historisch so bedeutend?
Yiheyuan diente über Generationen hinweg als Sommerresidenz der Kaiser der Qing-Dynastie und spiegelt in seiner Architektur und Landschaftsgestaltung die Macht, Kultur und philosophischen Vorstellungen der damaligen Herrscher wider. Die Anlage hat Zerstörungen und Wiederaufbauten erlebt, war Schauplatz politischer Entscheidungen – insbesondere unter Kaiserinwitwe Cixi – und ist heute als UNESCO-Welterbestätte ein Symbol für das kulturelle Erbe Chinas.
Wie viel Zeit sollte man für einen Besuch einplanen?
Für einen ersten Eindruck sollte mindestens ein halber Tag eingeplant werden, um die wichtigsten Bereiche wie den Kunming-See, den Hügel der Langlebigkeit, den Langen Korridor und das Marmorboot zu erleben. Wer tiefer eintauchen und in Ruhe fotografieren oder Pausen einlegen möchte, kann problemlos einen ganzen Tag im Sommerpalast verbringen.
Was ist das Besondere an der Architektur des Sommerpalasts?
Die Architektur des Sommerpalasts kombiniert Palastbauten, Tempel, Pavillons und Gartenlandschaften zu einem bewusst komponierten Gesamtbild. Anders als viele europäische Gärten setzt Yiheyuan auf verschlungene Wege und ständig wechselnde Blickachsen, die klassische Motive der chinesischen Landschaftsmalerei nachbilden. Der Kunming-See, der Hügel der Langlebigkeit, die 17-Bogen-Brücke und der Lange Korridor sind zentrale Bausteine dieser Inszenierung.
Wann ist die beste Reisezeit für den Sommerpalast aus deutscher Sicht?
Aus Sicht von Reisenden aus Deutschland eignen sich vor allem Frühling (April bis Anfang Juni) und Herbst (September bis Oktober) für einen Besuch, da die Temperaturen in Peking dann moderater sind und die Luft häufig klarer ist. Im Sommer kann es sehr heiß und voll werden, während der Winter mit eisigen Temperaturen, aber mit besonderen Stimmungen wie zugefrorenem See lockt. Wer Menschenmengen meiden möchte, besucht den Sommerpalast möglichst an Wochentagen und meidet große chinesische Feiertage.
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