Simien-Mountains-Nationalpark, Simien Mountains National Park

Simien-Mountains-Nationalpark: Äthiopiens dramatisches Dach der Welt

07.06.2026 - 13:03:31 | ad-hoc-news.de

Der Simien-Mountains-Nationalpark bei Debark in Äthiopien ist ein UNESCO-Welterbe voller Abgründe, Gelada-Paviane und Wolldecken aus Wolken – was Reisende aus Deutschland wissen sollten.

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Wenn im Simien-Mountains-Nationalpark (auf Deutsch sinngemäß „Nationalpark der Simien-Berge“) die Wolken wie ein Meer unter den Felsklippen treiben, wirkt das Hochland Äthiopiens wie eine andere Welt. Der Simien Mountains National Park nahe der Kleinstadt Debark ist ein spektakuläres Mosaik aus tiefen Schluchten, schroffen Tafelbergen und grasbewachsenen Hochebenen – und einer der eindrucksvollsten Nationalparks Afrikas.

Simien-Mountains-Nationalpark: Das ikonische Wahrzeichen von Debark

Der Simien-Mountains-Nationalpark liegt im Norden Äthiopiens im Bundesstaat Amhara, rund 100 km nordöstlich der Regionalhauptstadt Gondar und in unmittelbarer Nähe der Ortschaft Debark, dem zentralen Ausgangspunkt für Touren. Die Landschaft gehört zu den ältesten und spektakulärsten Hochgebirgen Afrikas: windgeformte Felsnadeln, bis über 4.000 m hohe Gipfel und bis zu 1.500 m tief eingeschnittene Täler prägen ein Panorama, das oft mit einer alpinen Version des Grand Canyon verglichen wird.

Für Reisende aus Deutschland ist der Simien-Mountains-Nationalpark ein Kontrastprogramm zu bekannten Alpenlandschaften: Statt dichter Wälder und Gletscher dominieren hier steppenartige Hochplateaus, afro-alpine Pflanzen wie die Riesenkreuzkraut-Arten und frei lebende Herden von Gelada-Pavianen, die im goldenen Abendlicht an den Abbruchkanten grasen. Gleichzeitig ist der Nationalpark ein bedeutender Rückzugsort für seltene und bedrohte Arten wie den Äthiopischen Wolf und den Walia-Steinbock.

Als UNESCO-Welterbestätte ist der Park nicht nur Naturparadies, sondern auch Symbol für Äthiopiens einzigartiges Hochland-Ökosystem und die Herausforderungen des Schutzes in einem Land mit rasantem Bevölkerungswachstum und begrenzten Ressourcen. Wer hier wandert, erlebt nicht nur große Landschaft, sondern auch den Alltag der Menschen, die auf den Hochebenen in traditionellen Dörfern leben und ihre Felder in unmittelbarer Nähe des Schutzgebietes bestellen.

Geschichte und Bedeutung von Simien Mountains National Park

Die Simien-Berge sind das Ergebnis von Vulkantätigkeit und Erosion über viele Millionen Jahre. Mächtige Basaltdecken wurden durch Flüsse, Wind und Wetter tief eingeschnitten und formten das heute so dramatische Relief. Lange bevor der Nationalpark entstand, waren die Hochplateaus Lebensraum für äthiopische Bauernfamilien und Teil eines historischen Kulturraums, der eng mit der Geschichte der äthiopischen Kaiserreiche verbunden ist. Die nahegelegene ehemalige Hauptstadt Gondar mit ihren mittelalterlichen Palästen zeigt, wie bedeutend diese Region einst politisch und kulturell war.

Der Simien-Mountains-Nationalpark wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als einer der ersten Nationalparks Äthiopiens eingerichtet, um die einzigartige Gebirgslandschaft und ihre endemischen Tierarten zu schützen. In der Folgezeit wurde das Gebiet schrittweise erweitert und besser erschlossen. Die Ausweisung zum Schutzgebiet sollte insbesondere den stark bedrohten Walia-Steinbock vor dem Aussterben bewahren, dessen Bestände durch Jagd und Lebensraumverlust dramatisch zurückgegangen waren.

International besondere Aufmerksamkeit erhielt der Nationalpark, als er in den 1970er-Jahren in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurde. Die UNESCO betonte in ihrer Begründung den außergewöhnlichen universellen Wert der Landschaft, die an ein „Gebirgs-Amphitheater“ mit außergewöhnlicher geologischer und biologischer Vielfalt erinnert. Zugleich machte die Einstufung deutlich, dass die Region nicht nur von nationaler, sondern von globaler Bedeutung ist.

In späteren Jahren wurde der Simien-Mountains-Nationalpark zusätzlich auf die Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt, weil Überweidung, landwirtschaftliche Nutzung und der Druck auf die natürlichen Ressourcen zunahmen. Diese Einstufung diente weniger als Stigma, sondern vielmehr als Instrument, um internationale Unterstützung für Schutzmaßnahmen zu mobilisieren. Inzwischen wurden in Zusammenarbeit mit der äthiopischen Regierung, internationalen Naturschutzorganisationen und lokalen Gemeinden verschiedene Programme zur Wiederherstellung und nachhaltigen Nutzung der Ökosysteme gestartet.

Die UNESCO und andere Fachinstitutionen heben hervor, dass der Nationalpark ein „lebendes Labor“ für Hochlandökologie ist. Hier lassen sich Anpassungsstrategien von Pflanzen und Tieren an große Höhen und starke Temperaturschwankungen studieren. Forscher:innen untersuchen unter anderem, wie sich Klimaveränderungen auf die afro-alpinen Ökosysteme auswirken, in denen viele Arten – von Gräsern bis zu Kleinsäugern – nur in einem schmalen Höhenkorridor vorkommen.

Für die lokale Bevölkerung hat der Nationalpark auch eine sozioökonomische Dimension. Naturtourismus ist zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden. Lodges, geführte Trekkingtouren, Mulitransporte und lokale Guides schaffen Einkommen in einer Region, in der die Landwirtschaft stark von Niederschlägen, Bodenqualität und saisonalen Schwankungen abhängig ist. Gleichzeitig müssen Nutzungskonflikte zwischen Schutzinteressen und traditionellen Landnutzungsformen moderiert werden.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Auch wenn der Simien-Mountains-Nationalpark kein Bauwerk im klassischen Sinn ist, beeindruckt er durch eine „Architektur der Natur“, die in ihrer Klarheit und Strenge an monumentale Kathedralen erinnert. Die prägnantesten „Bauwerke“ sind die Gipfel und Felsformationen: Der Ras Dashen, höchster Berg Äthiopiens, erreicht über 4.500 m und überragt damit deutlich den Kölner Dom. Weitere markante Formen sind turmartige Felsnadeln, säulenartige Basaltpfeiler und langgestreckte Grate, die sich wie Mauern durch die Landschaft ziehen.

Aus kulturhistorischer Perspektive verbinden sich im Simien-Mountains-Nationalpark Natur und menschliche Lebenswelt. Die traditionellen Rundhütten der Hochlandbewohner, sogenannte Tukuls aus Stein und Lehm mit Strohdächern, prägen die Dörfer an den Rändern des Schutzgebietes. Sie sind Ausdruck einer inhabitierten Berglandschaft, die trotz des formalen Schutzstatus seit Jahrhunderten von Menschen bewohnt und genutzt wird.

Die Pflanzenwelt des Parks besitzt einen eigenen ästhetischen Reiz. Typisch für die afro-alpine Zone sind beispielsweise riesige Lobelien und andere Hochgebirgspflanzen, die wie Skulpturen aus dem Boden wachsen. In der Trockenzeit wirkt das Gras golden, während in der Regenzeit saftiges Grün die Plateaus dominiert. Naturmagazine wie GEO und National Geographic Deutschland zeigen in Bildreportagen immer wieder, wie besonders das Licht in den Simien-Bergen ist: morgendlicher Nebel, der sich langsam auflöst, und Sonnenuntergänge, die die Felsabbrüche in warme Rottöne tauchen.

Tierisch gesehen ist der Simien-Mountains-Nationalpark berühmt für den Gelada, auch Blutbrustpavian genannt. Diese Affenart lebt hier in großen Gruppen auf den Hochebenen und ist an das Grasfressen in großer Höhe angepasst. Ihr auffälliger rötlicher Brustfleck erinnert in manchen Fotos an ein Stück abstrakte Kunst und hat dazu beigetragen, dass der Gelada zu einer Ikone des Parks geworden ist. Ebenso charakteristisch ist der Walia-Steinbock mit seinen mächtigen Hörnern, der steile Felsen wie eine natürliche Kletterwand nutzt.

Die UNESCO sowie Fachorganisationen wie IUCN (International Union for Conservation of Nature) betonen, dass die Simien-Berge einen der wichtigsten Lebensräume für endemische Hochlandarten in Ostafrika darstellen. Dies macht den Park zu einem bevorzugten Ziel für Naturfotograf:innen, Ornitholog:innen und Wissenschaftler:innen. Vogelliebhaber schätzen die Vielzahl an Greifvögeln, darunter Bartgeier und Steinadler, die majestätisch entlang der Klippen kreisen.

Auch die Stille der Landschaft ist ein besonderes Merkmal. Abseits der wenigen Pisten sind nur Wind, Vogelrufe und die Laute der Geladas zu hören. In Nächten ohne Wolken scheint der Sternenhimmel greifbar nahe – ein Erlebnis, das vielen Reisenden eindrücklich in Erinnerung bleibt, zumal Lichtverschmutzung hier deutlich geringer ist als in dicht besiedelten Regionen Europas.

Simien-Mountains-Nationalpark besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Der Simien-Mountains-Nationalpark liegt im Norden Äthiopiens, etwa zwei Fahrtstunden von der Stadt Gondar entfernt. Ausgangspunkt für die meisten Touren ist die Kleinstadt Debark am Westrand des Schutzgebietes. Für Reisende aus Deutschland führt der erste Schritt in der Regel mit dem Flugzeug nach Addis Abeba, den internationalen Flughafen der äthiopischen Hauptstadt. Von Frankfurt, München, Berlin oder anderen großen Drehkreuzen gibt es – teils mit Umstieg über andere Hubs – Verbindungen nach Addis Abeba. Von dort geht es mit einem Inlandsflug nach Gondar und anschließend per Fahrzeug nach Debark. Überlandreisen per Bus oder Auto sind prinzipiell möglich, erfordern aber Zeit und eine gute Vorbereitung.
  • Organisation von Touren
    Besuche im Simien-Mountains-Nationalpark werden meist als geführte Touren organisiert. In Debark gibt es das offizielle Parkbüro und mehrere Anbieter, die Trekkings mit lokalen Guides, Scouts und Trägern oder Mulis koordinieren. Mehrtägige Wanderungen mit Übernachtung in einfachen Camps oder Lodges sind gängig. Viele Reisende buchen bereits vorab über internationale oder äthiopische Reiseveranstalter, die Transfers, Verpflegung, Ausrüstung und Genehmigungen kombinieren. Kurzbesuche zu Aussichtspunkten in Parknähe sind ebenfalls möglich, bieten aber nur einen ersten Eindruck.
  • Öffnungszeiten und Zugang
    Der Simien-Mountains-Nationalpark ist grundsätzlich ganzjährig zugänglich. Konkrete Öffnungszeiten des Parkbüros, die Verfügbarkeit von Guides und die Bedingungen auf einzelnen Routen können jedoch variieren. Da Infrastruktur und Verwaltung sich weiterentwickeln und wetterbedingte Einschränkungen auftreten können, sollten aktuelle Informationen vor Reiseantritt direkt über offizielle Stellen des Nationalparks oder seriöse Reiseanbieter eingeholt werden. Es empfiehlt sich, einen zusätzlichen Zeitpuffer einzuplanen, falls Genehmigungen oder Formalitäten länger dauern.
  • Eintritt und Gebühren
    Für den Besuch des Simien-Mountains-Nationalparks fallen in der Regel Eintrittsgebühren und separate Kosten für Guides, Scouts, Fahrzeuge und gegebenenfalls Camping an. Die genauen Tarife können sich ändern und unterscheiden sich je nach Leistungsumfang und Dauer des Aufenthaltes. Da sich Preisangaben häufig aktualisieren, ist es ratsam, vorab beim Parkbüro, bei offiziellen Tourismusinformationen oder bei spezialisierten Reiseveranstaltern nach dem aktuellen Stand zu fragen. Als Anhaltspunkt sollte ein mehrtägiger Aufenthalt im Budget mit einem deutlich dreistelligen Betrag in Euro (umgerechnet in die lokale Währung Äthiopischer Birr) berücksichtigt werden, wobei Kurse schwanken.
  • Beste Reisezeit
    Der Simien-Mountains-Nationalpark kann prinzipiell das ganze Jahr über besucht werden, doch die Bedingungen variieren stark. Viele Reiseveranstalter empfehlen die Zeit außerhalb der Hauptregenmonate. Während der Trockenzeit sind die Wege meist besser begehbar und die Sichtverhältnisse klarer. In der Regenzeit dagegen wirken die Hänge besonders grün, gleichzeitig können Pfade rutschig und Fahrpisten herausfordernd sein. Da das Klima in den Bergen auf über 3.000 m Höhe selbst bei Sonnenschein kühl und windig sein kann, sollten Reisende auf wechselnde Temperaturen vorbereitet sein, ähnlich wie bei alpinen Touren im Sommer.
  • Gesundheit und Höhenlage
    Weite Teile des Nationalparks liegen auf über 3.000 m Höhe, manche Touren führen auf knapp 4.000 m oder mehr. Der Körper braucht Zeit, um sich an die dünnere Luft zu gewöhnen. Langsames Akklimatisieren, ausreichend Flüssigkeit, moderate Etappen zu Beginn und eine realistische Selbsteinschätzung der eigenen Kondition sind wichtig. Bei Vorerkrankungen oder Unsicherheiten empfiehlt sich eine ärztliche Beratung vor der Reise. Generell ist für Reisen nach Äthiopien eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport sinnvoll; deutsche gesetzliche Krankenkassen decken Behandlungen außerhalb Europas in der Regel nicht ab.
  • Sprache, Kultur und Kommunikation
    Die Amtssprache in Äthiopien ist Amharisch, in der Region Amhara ist sie weit verbreitet. Englisch wird in Städten, bei Tourenanbietern und von vielen jüngeren Menschen gesprochen, insbesondere im Tourismus. Deutschsprachige Guides sind deutlich seltener, können aber über spezialisierte Agenturen vermittelt werden. Ein respektvoller Umgang mit lokalen kulturellen Normen ist wichtig: Bescheidene Kleidung, Zurückhaltung beim Fotografieren von Menschen (immer vorher fragen) und Interesse an den Lebensbedingungen der Hochlandbewohner tragen zu einer positiven Begegnung bei.
  • Zahlung, Währung und Trinkgeld
    Die Landeswährung ist der Äthiopische Birr. Kartenzahlung ist eher in größeren Städten und Hotels verbreitet, in ländlichen Gebieten und im Umfeld des Nationalparks dominiert Bargeld. Reisende aus Deutschland sollten ausreichend Bargeld in lokaler Währung mitführen, das in Banken oder offiziellen Wechselstuben getauscht wurde. Trinkgeld hat im äthiopischen Tourismus eine wichtige Funktion und ist für Guides, Träger und Servicepersonal ein relevanter Einkommensbestandteil. Üblich sind je nach Leistungsumfang freiwillige, aber wertschätzende Beträge, die idealerweise in Birr gegeben werden.
  • Sicherheit und politische Lage
    Äthiopien hat in den vergangenen Jahren Phasen politischer Spannungen und regionaler Konflikte erlebt. Die Sicherheitslage kann sich regional unterschiedlich und auch kurzfristig verändern. Deutsche Staatsbürger sollten daher vor der Reise und während des Aufenthalts regelmäßig die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes unter auswaertiges-amt.de prüfen. Reisende sollten außerdem die Hinweise lokaler Behörden und seriöser Reiseveranstalter beachten und sich auf mögliche Anpassungen der Route einstellen.
  • Einreisebestimmungen
    Einreise- und Visabestimmungen für Äthiopien können sich ändern. Deutsche Staatsbürger, ebenso wie Reisende aus Österreich und der Schweiz, sollten vor der Reise die aktuellen Informationen beim Auswärtigen Amt (auswaertiges-amt.de) beziehungsweise bei den zuständigen Botschaften und Konsulaten prüfen. In vielen Fällen wird ein Reisepass mit Mindestgültigkeit über das Reiseende hinaus sowie ein Visum benötigt, das teils elektronisch beantragt werden kann. Außerdem können Gesundheitsnachweise, etwa zu Impfungen, relevant sein.
  • Zeitverschiebung
    Äthiopien liegt in der Regel zwei bis drei Stunden vor der Mitteleuropäischen Zeit, abhängig davon, ob in Deutschland gerade Winter- oder Sommerzeit gilt. Dies kann für die Planung von Inlandsflügen, Touren und Kommunikation nach Hause hilfreich sein. Zusätzlich nutzt Äthiopien ein eigenes traditionelles Kalendersystem im Alltag, doch für internationale Reisende sind die üblichen Gregorianischen Daten maßgeblich.
  • Ausrüstung und Kleidung
    Für Wanderungen im Simien-Mountains-Nationalpark sind robuste Wanderschuhe, warme Kleidung für kühle Nächte, Sonnenschutz (Hut, Sonnencreme, Sonnenbrille), Regen- und Windschutz sowie eine Stirnlampe empfehlenswert. Da die Sonneneinstrahlung in großer Höhe intensiver ist, sollten Reisende besonderen Wert auf UV-Schutz legen. Ein Schlafsack ist für Campingtouren vielfach sinnvoll; bei organisierten Reisen kann ein Teil der Ausrüstung gestellt werden, Details sollten vorab mit dem Anbieter geklärt werden.
  • Fotografie und Naturschutz
    Der Simien-Mountains-Nationalpark ist ein Paradies für Fotografie, doch der Schutzgedanke hat Vorrang. Tiere sollten nicht gefüttert werden, und ein respektvoller Abstand ist wichtig, auch wenn Geladas sich oft wenig scheu zeigen. Abfall muss wieder mitgenommen werden, und das Verlassen markierter Wege sollte mit Guides abgestimmt werden. Drohnen unterliegen in Äthiopien teils strengen Regularien, daher sollten rechtliche Vorgaben vorab geprüft und Genehmigungen eingeholt werden.

Warum Simien Mountains National Park auf jede Debark-Reise gehört

Wer Debark und den Simien-Mountains-Nationalpark besucht, erlebt eine der eigenständigsten Hochgebirgslandschaften der Erde. Anders als viele touristisch überformte Regionen bleibt der Park trotz steigender Bekanntheit vergleichsweise ruhig. Begegnungen auf den Pfaden beschränken sich oft auf kleine Wandergruppen, Hirten mit ihren Tieren und die neugierigen Blicke der Gelada-Paviane. Dieser relative „Raum“ für Naturerlebnis macht den Park für Reisende aus Deutschland besonders attraktiv.

Die Nähe zu Gondar und die Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Höhepunkten Nordäthiopiens – etwa den Felsenkirchen von Lalibela oder dem Tana-See – erlauben vielfältige Reiserouten. Viele Rundreisen verbinden kulturelle Sehenswürdigkeiten mit einigen Tagen im Nationalpark, sodass sich ein umfassendes Bild von Äthiopiens Geschichte, Religion und Natur ergibt. Dabei wird deutlich, dass die Simien-Berge nicht isoliert existieren, sondern Teil eines größeren kulturellen und ökologischen Gefüges sind.

Emotional prägend sind im Simien-Mountains-Nationalpark insbesondere die Kontraste: Morgens kann Frost auf dem Zelt liegen, während mittags die Sonne stark brennt. Die Ebenen wirken auf den ersten Blick karg, doch bei näherem Hinsehen wimmelt es vor Leben – von Kleinvögeln und Nagern, die in den Wiesen verschwinden, bis hin zu Bartgeiern, die in großer Höhe Kreise ziehen. Wanderer beschreiben häufig das Gefühl, auf einem „Dach der Welt“ zu stehen, wenn unter ihnen die Wolken wie Wattebäusche in den Schluchten hängen.

Für umweltbewusste Reisende bietet der Besuch die Chance, einen Beitrag zum Naturschutz zu leisten. Seriöse Anbieter arbeiten mit lokalen Gemeinden zusammen, setzen auf faire Bezahlung und unterstützten Projekte in den Dörfern. Wer bewusst bucht und auf nachhaltige Angebote achtet, kann dazu beitragen, dass die Einnahmen aus dem Tourismus den Menschen vor Ort zugutekommen und der Schutz der Biodiversität langfristig gestärkt wird.

Auch aus fotografischer und künstlerischer Sicht ist der Nationalpark eine Fundgrube. Die gewaltigen Linien der Felsen, die sanften Wellen der Graslandschaften und das Spiel von Licht und Schatten inspirieren Reisende, die Landschaft immer wieder neu zu sehen. Für viele Besucherinnen und Besucher wird der Simien-Mountains-Nationalpark zu einem jener Orte, die man nicht nur besucht, sondern die noch lange nach der Rückkehr in den Alltag nachwirken.

Simien-Mountains-Nationalpark in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien tauchen Bilder und Videos aus dem Simien-Mountains-Nationalpark regelmäßig als „Geheimtipps“ für Afrika-Reisen auf: Drohnenaufnahmen von tiefen Schluchten, Nahaufnahmen von Gelada-Pavianen und Timelapse-Videos von Wolken, die sich an den Felsabbrüchen entlangschieben, erzeugen hohe Aufmerksamkeit. Viele Reisende teilen ihre Eindrücke, geben Ausrüstungstipps und diskutieren die beste Reisezeit, sodass soziale Plattformen eine zusätzliche Informationsquelle und Inspirationsquelle ergänzend zu seriösen Reiseführern und Medienberichten bilden.

Häufige Fragen zu Simien-Mountains-Nationalpark

Wo liegt der Simien-Mountains-Nationalpark genau?

Der Simien-Mountains-Nationalpark befindet sich im Norden Äthiopiens im Bundesstaat Amhara, nordöstlich der Stadt Gondar. Die Kleinstadt Debark dient als Tor zum Park und Ausgangspunkt für die meisten Touren.

Warum ist der Simien Mountains National Park UNESCO-Welterbe?

Der Nationalpark wurde aufgrund seiner außergewöhnlichen Hochgebirgslandschaft, der tiefen Schluchten und der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt als Welterbe anerkannt. Besonders die endemischen Arten wie Walia-Steinbock, Gelada-Pavian und Äthiopischer Wolf unterstreichen seinen universellen ökologischen Wert.

Wie reise ich aus Deutschland in den Simien-Mountains-Nationalpark?

Von Deutschland aus führt der Weg in der Regel per Flugzeug nach Addis Abeba. Von dort geht es mit einem Inlandsflug nach Gondar und anschließend per Fahrzeug nach Debark. Touren in den Nationalpark werden meist über Agenturen oder das Parkbüro organisiert, individuelle Spontanbesuche ohne Vorbereitung sind nur eingeschränkt sinnvoll.

Was ist die beste Reisezeit für den Simien Mountains National Park?

Besuche sind ganzjährig möglich, doch außerhalb der regenreichsten Monate sind Wege und Sichtverhältnisse meist angenehmer. In der Trockenzeit sind die Pfade tendenziell besser begehbar, während die Regenzeit mit besonders grünen Landschaften lockt, aber auch mehr Schlamm und Wolken bringen kann.

Ist ein Besuch im Simien-Mountains-Nationalpark für Einsteiger im Trekking geeignet?

Grundsätzlich können auch Trekking-Einsteiger den Park besuchen, wenn sie gesundheitlich fit sind und sich der Höhenlage bewusst sind. Viele Anbieter haben Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden im Programm. Eine gute Grundkondition, passende Ausrüstung und die Begleitung durch erfahrene lokale Guides sind wichtig, um das Erlebnis sicher und entspannt zu gestalten.

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