Shwedagon-Pagode Yangon: Goldener Herzschlag Myanmars
17.06.2026 - 12:49:05 | ad-hoc-news.deWenn am Abend das Licht über Yangon weicher wird, beginnt die Shwedagon-Pagode Yangon zu leuchten: Die Shwedagon Pagoda („Goldener Dagon“) taucht die Stadt in Myanmar in ein warmes, goldenes Glühen, begleitet von Gebetsfahnen, Räucherstäbchen und dem Murmeln von Mantras. Für viele Besucher aus Deutschland ist dieser Moment der erste, in dem aus einem Foto-Icon ein zutiefst lebendiger Ort wird – ein Heiligtum, das Religion, Geschichte und Gegenwart auf engstem Raum verdichtet.
Shwedagon-Pagode Yangon: Das ikonische Wahrzeichen von Yangon
Die Shwedagon-Pagode Yangon gilt als wichtigstes buddhistisches Heiligtum Myanmars und als spirituelles Zentrum des Landes. Sie thront auf dem Singuttara-Hügel nördlich der Innenstadt von Yangon und ist schon von weitem als markanter, vergoldeter Stupa zu erkennen, der von Hunderten kleinerer Schreine, Gebetshallen und Pagoden umgeben ist. Die Deutsche Welle beschreibt die Anlage als „heiligsten Ort der Buddhisten in Myanmar“, an dem nach Überlieferung Reliquien von vier historischen Buddhas verehrt werden. BBC-Reisereportagen heben hervor, dass kaum ein anderes Bauwerk so eng mit der Identität des Landes verknüpft ist wie diese Pagode.
Die zentrale Stupa erreicht eine Höhe von rund 99 m und ist mit Tausenden dünner Blattgoldlagen überzogen, die Gläubige im Laufe der Jahrhunderte stifteten. Nach offiziellen Angaben des Pagodenkomitees wird der Schirmaufsatz (hti) mit Hunderten von Diamanten und Rubinen geschmückt, darunter ein einzelner großer Diamant in der Spitze. Die Pagode ist dabei nicht nur Monument, sondern lebendiger Kultort: Gläubige umrunden den Stupa im Uhrzeigersinn, entzünden Öllampen, bringen Blumen und frische Kokosnüsse dar und gießen Wasser über kleine Buddhafiguren ihrer Wochentags-Ecke.
Für Reisende aus Deutschland verbindet sich hier die Faszination fernöstlicher Religionspraxis mit einem selten dichten Geschichtserlebnis. Myanmar war über Jahrzehnte politisch weitgehend isoliert; ein Besuch der Shwedagon-Pagode Yangon erlaubt daher einen Blick in kulturelle Kontinuitäten, die auch politische Umbrüche überdauert haben. Reisemagazine wie GEO und National Geographic Deutschland betonen, dass die Pagode gleichermaßen spirituelles Zentrum, symbolische Bühne politischer Entwicklungen und Alltagsort für die Menschen in Yangon ist.
Geschichte und Bedeutung von Shwedagon Pagoda
Die Entstehungsgeschichte der Shwedagon Pagoda ist von Legenden und historischer Forschung gleichermaßen geprägt. Nach traditioneller birmanischer Überlieferung soll der Stupa bereits zur Zeit des historischen Buddha Siddhartha Gautama entstanden sein. Die Legende berichtet von zwei Kaufmannsbrüdern aus dem Gebiet des heutigen Myanmar, Tapussa und Bhallika, die Buddha in Nordindien trafen, von ihm acht Haarreliquien erhielten und diese auf dem Singuttara-Hügel in einem Stupa einschließen ließen. Die Deutsche Welle verweist darauf, dass diese Legende die Pagode zu einem der ältesten buddhistischen Heiligtümer der Welt erklärt – eine Datierung, die historisch nicht belegt werden kann, die aber für das Selbstverständnis myanmarischer Buddhisten zentral ist.
Historiker sehen die Anfänge der Anlage deutlich später. Schriftliche und archäologische Hinweise deuten darauf hin, dass der Stupa in seiner frühesten Form vermutlich zwischen dem 11. und 15. Jahrhundert entstand und in den folgenden Jahrhunderten mehrfach umgebaut und erhöht wurde. Britische und internationale Fachliteratur nennt besonders die Herrschaftszeiten der Mon-Könige und später der birmanischen Dynastien als Phasen intensiver Erweiterung. So soll der Stupa unter König Dhammazedi im 15. Jahrhundert deutlich erhöht und mit einer massiven Goldverkleidung versehen worden sein.
Die Geschichte der Shwedagon-Pagode Yangon ist eng mit der Kolonial- und Unabhängigkeitsgeschichte Myanmars verknüpft. Während der britischen Kolonialzeit diente der Singuttara-Hügel zeitweise als militärischer Stützpunkt; Teile des Pagodenplateaus wurden besetzt, und britische Truppen errichteten Befestigungen. Berichte der BBC und historischer Studien halten fest, dass die Pagode gleichzeitig Schauplatz von Protesten und Versammlungen war, etwa während der Unabhängigkeitsbewegung im 20. Jahrhundert. Auch nach der Unabhängigkeit brachten Oppositionelle und Mönche hier ihren politischen Protest zum Ausdruck, etwa während der Studentenbewegungen oder der Mönchsproteste von 2007.
Religiös ist die Shwedagon Pagoda eines der wichtigsten Pilgerziele des Theravada-Buddhismus in Myanmar. Nationale Medien und das für religiöse Angelegenheiten zuständige Ministerium betonen regelmäßig, dass die Pagode als Aufbewahrungsort von Reliquien gleich mehrerer Buddhas verehrt wird, darunter angeblich nicht nur Haarreliquien Siddhartha Gautamas, sondern auch Reliquien früherer Buddhas vergangener Zeitalter. Für Gläubige aus Myanmar ist ein Besuch der Pagode daher eine Art „Lebenspflicht“, vergleichbar mit der Bedeutung großer Wallfahrtsorte im Christentum wie Lourdes oder Santiago de Compostela für europäische Pilger.
Auch kulturell strahlt die Shwedagon-Pagode Yangon weit über die Landesgrenzen hinaus. Sie ist in unzähligen Kunstwerken, Fotografien und Filmen präsent und wird in Reiseführern wie dem Marco-Polo-Myanmar-Band oder dem Lonely-Planet-Myanmar als „spirituelle Ikone“ des Landes charakterisiert. Ihre Silhouette steht heute ähnlich sinnstiftend für Myanmar wie das Brandenburger Tor für Deutschland – als Bild für Identität, Geschichte und Hoffnung.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Architektonisch handelt es sich bei der Shwedagon-Pagode Yangon um einen klassischen, birmanischen Stupa-Komplex, der sich aus dem zentralen Hauptstupa und einem weitläufigen Plateau mit Nebentempeln, Pavillons, Gebetshallen und kleineren Stupas zusammensetzt. Kunsthistorische Publikationen und Berichte von National Geographic beschreiben die Anlage als Musterbeispiel für die traditionelle burmesische Sakralarchitektur des Theravada-Buddhismus. Der goldene Hauptstupa steht auf einer gemauerten Basis und verjüngt sich nach oben in weichen, konkaven Kurven, bevor er in den reich dekorierten Schirmaufsatz (hti) übergeht.
Die Höhe des Hauptstupas wird in offiziellen Angaben und Reiseführern mit rund 99 m angegeben. Damit ist er nur etwas niedriger als der Kölner Dom (157 m), wirkt aber durch die exponierte Lage auf dem Singuttara-Hügel und die dichte Bebauung der Umgebung besonders dominant. Laut offiziellen Informationen der Pagodenverwaltung ist der Stupa mit mehreren Tonnen Blattgold überzogen, das regelmäßig erneuert und durch Spenden der Gläubigen finanziert wird. Die obere Struktur des hti soll mit Hunderten Diamanten, Rubinen und anderen Edelsteinen geschmückt sein; ein einzelner Diamant an der Spitze wird in internationalen Medienberichten mit stattlicher Größe beschrieben. Exakte Zahlen variieren und werden traditionell eher symbolisch als präzise kommuniziert – ein Ausdruck religiöser Verehrung, weniger ein nüchterner technischer Befund.
Rund um den Hauptstupa gruppieren sich eine Vielzahl von kleineren Stupas, Tempeln und Pavillons in unterschiedlichen Stilformen, die verschiedene Epochen der birmanischen Kunst widerspiegeln. Besucher bewegen sich über eine Art „Sakralstadt“ mit kreisförmigen Wegen, in deren Verlauf sich immer neue Perspektiven auf die goldene Kuppel eröffnen. Detailreiche Holzschnitzereien an den Dachvorsprüngen, vergoldete Figuren mythischer Wesen wie Naga-Schlangen oder Chinthe-Löwen und bunte Glas- und Spiegelmosaike fügen sich zu einem hochverdichteten Gesamtbild.
Besonders eindrucksvoll ist die Anlage in den frühen Morgenstunden und in den Abendstunden kurz nach Sonnenuntergang. Dann spiegelt sich das warme Licht an der Goldoberfläche und lässt den Stupa fast unwirklich leuchten. BBC-Reisereportagen empfehlen, den Moment abzuwarten, in dem die elektrischen Beleuchtungen eingeschaltet werden und die Pagode gleichsam „von innen heraus“ zu strahlen scheint. Gleichzeitig sind diese Tageszeiten auch aus klimatischen Gründen angenehmer, da die Temperaturen in Yangon tagsüber oft deutlich über 30 °C liegen und die intensive Sonne die Steinflächen stark aufheizt.
Kunsthistoriker heben außerdem die Vielzahl von Buddha-Statuen und Reliefdarstellungen hervor, die unterschiedliche Aspekte des Lebens und Lehrens des Buddha zeigen. In kleineren Schreinen findet man Darstellungen für die verschiedenen Wochentage, denen im birmanischen Buddhismus bestimmte Himmelsrichtungen, Tierkreiszeichen und Rituale zugeordnet sind. Besucher – auch ausländische – sind eingeladen, an den Wochentagsstationen Wasser über die Buddhafigur zu gießen, eine Geste der Reinigung und Verdiensterlangung.
Auch der Klang gehört zur Architektur dieses Ortes: Glockenspiele, das leise Klirren von kleinen, im Wind baumelnden Metallfahnen am hti und das Murmeln von Sutra-Rezitationen schaffen eine akustische Atmosphäre, die viele Reisende als besonders eindrücklich beschreiben. Reisejournalistische Texte in deutschsprachigen Medien betonen immer wieder, dass die Shwedagon Pagoda nicht nur visuell überwältigt, sondern auch ein Gesamterlebnis aus Licht, Klang, Duft (Räucherstäbchen, Blumen) und Bewegung bietet.
Shwedagon-Pagode Yangon besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist ein Besuch der Shwedagon-Pagode Yangon oft Höhepunkt einer Myanmar-Reise. Wer die Reise plant, sollte aufgrund der politischen Lage und der Infrastruktur im Land besonders sorgfältig vorgehen und aktuelle Hinweise beachten. Grundlegende, allgemeingültige Informationen lassen sich jedoch zeitlos geben.
- Lage und Anreise ab Deutschland
Die Shwedagon-Pagode Yangon liegt auf dem Singuttara-Hügel im nördlichen Stadtbereich von Yangon, unweit des Kandawgyi-Sees. Vom Stadtzentrum (z. B. Sule-Pagode oder Yangon River) sind es je nach Verkehrslage etwa 15–30 Minuten mit dem Taxi oder einem privaten Fahrdienst. Für die Anreise aus Deutschland gibt es in der Regel keine Nonstop-Flüge; Reisende fliegen meist von Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf über große Drehkreuze wie Bangkok, Singapur, Doha oder Dubai nach Yangon. Die Gesamtflugzeit inklusive Umstieg liegt je nach Verbindung typischerweise deutlich über 12 Stunden. Aufgrund sich ändernder Flugpläne und der politischen Situation in Myanmar sollten konkrete Verbindungen stets aktuell über Airlines oder Reisebüros geprüft werden. Innerhalb Yangons sind Taxis ein gängiges Verkehrsmittel; Fahrpreise sollten vor Fahrtantritt vereinbart oder per App-Dienst abgewickelt werden. - Öffnungszeiten
Die Shwedagon Pagoda ist traditionell von den frühen Morgenstunden bis in den späten Abend geöffnet; viele Quellen nennen Öffnungszeiten in einem Rahmen etwa von Sonnenaufgang bis spätabends. Genaue Zeiten können jedoch variieren, etwa an religiösen Feiertagen oder bei besonderen Veranstaltungen. Daher empfiehlt die offizielle Verwaltung der Shwedagon-Pagode Yangon, die jeweils aktuellen Öffnungszeiten unmittelbar vor dem Besuch zu prüfen, etwa über offizielle Informationsstellen vor Ort oder die zuständige Pagodenverwaltung. Besonders beliebt sind Besuche im Morgengrauen und in den frühen Abendstunden, wenn die Temperaturen milder und die Lichtstimmungen besonders eindrucksvoll sind. - Eintritt
Für ausländische Besucher wird üblicherweise ein Eintritts- beziehungsweise Spendenbeitrag erhoben, der unter anderem in die Pflege und Instandhaltung der Anlage fließt. Die Höhe dieses Beitrags kann sich im Lauf der Zeit ändern und wird vor Ort ausgewiesen. Reiseführer und Reiseberichte aus den vergangenen Jahren nennen einen Betrag im Bereich von umgerechnet deutlich unter 20 € pro Person, oft deutlich darunter, wobei Schwankungen durch Wechselkurse und Anpassungen der Tarife möglich sind. Da sich die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Myanmar verändern können, sollten Reisende die aktuell gültigen Eintrittspreise kurz vor dem Besuch über offizielle Informationsquellen oder seriöse Reiseanbieter recherchieren. - Beste Reisezeit und beste Tageszeit
Yangon liegt in einem tropischen Monsunklima mit einer ausgeprägten Regenzeit grob zwischen Mai und Oktober und einer vergleichsweise trockenen, etwas kühleren Phase von etwa November bis Februar. Viele Reisemagazine empfehlen die Monate am Übergang zwischen Regen- und Trockenzeit, wenn die Temperaturen etwas angenehmer sind und die Luft klar sein kann. Allgemein gilt: Wer starke Regenfälle und sehr hohe Luftfeuchtigkeit meiden möchte, plant den Besuch eher in den trockeneren Monaten. Unabhängig von der Jahreszeit sind die frühen Morgenstunden und die Abendstunden angenehmste Besuchszeiten, sowohl klimatisch als auch aus fotografischer Sicht. Der Sonnenuntergang über Yangon und das anschließende Aufleuchten der goldenen Stupa-Beleuchtung zählen zu den eindrucksvollsten Momenten eines Besuchs. - Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Kleidung, Verhalten, Fotografieren
In Yangon wird hauptsächlich Burmesisch (Myanmar) gesprochen; in touristisch geprägten Bereichen wie der Shwedagon-Pagode Yangon sind grundlegende Englischkenntnisse relativ verbreitet, vor allem bei jüngeren Menschen und beim Servicepersonal. Deutsch wird kaum gesprochen; Englisch ist für Reisende aus Deutschland daher die wichtigste Kommunikationssprache.
Die Landeswährung ist der Kyat (MMK). In größeren Städten wie Yangon werden internationale Kreditkarten in vielen Hotels und einigen Restaurants akzeptiert; an kleineren Verkaufsständen, in Taxis oder bei Spendenkästen an Pagoden ist Bargeld üblich. Mobile Payment-Dienste sind vor allem lokal verbreitet; auf eine breite Nutzung internationaler Mobile-Payment-Lösungen sollte man sich nicht verlassen. Es empfiehlt sich, ausreichend lokale Währung in bar mitzuführen, insbesondere für kleinere Ausgaben, Spenden und Trinkgelder.
Trinkgeld ist in Myanmar nicht in allen Bereichen fest etabliert, wird in touristischen Kontexten (Hotels, Restaurants, Führungen) aber zunehmend erwartet oder zumindest dankbar angenommen. Kleine Beträge in lokaler Währung als Anerkennung guten Service sind üblich.
Als religiöser Ort unterliegt die Shwedagon Pagoda strengen Kleidervorschriften: Schultern und Knie sollten bedeckt sein, für Frauen wie Männer gleichermaßen. Eng anliegende oder sehr freizügige Kleidung ist unpassend. Schuhe und Socken müssen vor Betreten der Pagodenplattform ausgezogen werden; sie werden am Eingang deponiert oder in einer mitgebrachten Tasche mitgeführt. Reisende sollten sich auf barfußes Gehen auf teilweise heißen Steinflächen einstellen. Beim Fotografieren ist Rücksicht geboten: Fotografieren im Außenbereich ist in der Regel erlaubt, doch sollten betende Menschen nicht respektlos gestört oder ungefragt frontal aufgenommen werden. In einigen Innenräumen oder bei bestimmten Zeremonien können Einschränkungen gelten; Hinweisschilder und Anweisungen des Personals sind zu beachten. - Einreisebestimmungen und Sicherheit
Myanmar befindet sich seit einigen Jahren in einer politisch angespannten Lage, die Sicherheitssituation kann regional sehr unterschiedlich sein. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen, Visaregeln und Sicherheitshinweise unbedingt vor Reiseplanung und -antritt beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dies betrifft unter anderem mögliche Visaerfordernisse, Hinweise zu innerer Sicherheit, Reisewarnungen für bestimmte Landesteile sowie Empfehlungen zur Gesundheitsvorsorge und zu Auslandskrankenversicherungen. Da sich die Lage ändern kann, sind tagesaktuelle Informationen unverzichtbar. - Zeitzone
Myanmar verwendet die Zeitzone Myanmar Time (MMT), die 6,5 Stunden vor Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) liegt. Während der mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) beträgt der Zeitunterschied 4,5 Stunden. Wer etwa von Frankfurt nach Yangon reist, erlebt somit einen deutlichen Zeitsprung, der bei der Planung des ersten Besuchstages an der Shwedagon-Pagode Yangon berücksichtigt werden sollte.
Warum Shwedagon Pagoda auf jede Yangon-Reise gehört
Die Shwedagon-Pagode Yangon ist weit mehr als eine „Sehenswürdigkeit“; sie ist das emotionale Zentrum vieler Reiseberichte über Myanmar. Deutsche Medien, die sich mit dem Land beschäftigen, setzen die Pagode fast zwangsläufig an den Anfang ihrer Bildstrecken und Reportagen. Der Grund liegt nicht nur in der spektakulären Optik des goldenen Stupas, sondern auch in der dichten, spürbaren Religiosität des Ortes. Anders als in manchen historischen Monumenten Europas ist die Shwedagon Pagoda kein Museum, sondern ein lebendiger Ort, an dem Tag und Nacht gebetet, meditiert und geopfert wird.
Für Besucher aus Deutschland ist besonders eindrucksvoll, wie selbstverständlich sich Alltag und Religion vermischen. Familien kommen mit Kindern, junge Paare sitzen in stillen Ecken, Mönche und Nonnen gehen ihren Ritualen nach, Straßenhändler bieten Blumenkränze, Kerzen und Räucherstäbchen an. Wer sich respektvoll zurücknimmt und Zeit mitbringt, kann hier eine selten unmittelbare Begegnung mit einem gelebten Theravada-Buddhismus erleben, der in Myanmar kulturell tief verankert ist.
Darüber hinaus ist die Shwedagon Pagoda ein sinnlicher Ort: das Glitzern der Goldfläche in der Sonne, das weiche Licht der Öllampen nach Einbruch der Dunkelheit, der Duft von Jasminblüten und Sandelholz, das leise Rascheln von Longyis (traditionellen Wickelröcken), wenn Gläubige vorbeigehen. Viele Reiseführer empfehlen, mindestens zwei Besuche einzuplanen – einen am Tag und einen in der Dämmerung –, um die unterschiedlichen Stimmungen zu erleben.
Auch stadtplanerisch bildet der Singuttara-Hügel einen Orientierungspunkt in Yangon. Von verschiedenen Punkten der Stadt aus ist die goldene Spitze zu sehen, ähnlich wie man in Berlin den Fernsehturm oder in Köln den Dom von weitem erkennt. In Kombination mit anderen Sehenswürdigkeiten wie der Sule-Pagode, dem kolonialen Stadtzentrum oder dem Inya- und Kandawgyi-See lässt sich so ein abwechslungsreicher Stadttag planen, der Kulturgeschichte, Natur und urbane Eindrücke verbindet.
Für viele Reisende, die Myanmar trotz der Herausforderungen bewusst besuchen, ist die Shwedagon-Pagode Yangon zudem ein Ort, an dem sich Fragen nach der Zukunft des Landes bündeln. Der Kontrast zwischen der zeitlosen Strahlkraft des Stupas und den politischen Spannungen im Land führt häufig zu nachdenklichen Momenten. Seriöse Reiseberichte raten dazu, die Situation sensibel wahrzunehmen, gleichzeitig aber den Menschen und ihrer Kultur mit Respekt und Offenheit zu begegnen.
Shwedagon-Pagode Yangon in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In sozialen Medien ist die Shwedagon Pagoda längst ein wiederkehrendes Motiv: Reisende teilen Panoramen der goldenen Stupa bei Sonnenuntergang, Nahaufnahmen von Blattgold und Edelsteinen, aber auch stille Momente, in denen Mönche meditieren oder Kinder spielerisch zwischen den Pagoden unterwegs sind. Hashtags rund um Yangon und Myanmar zeigen, wie stark die Anlage weltweit als Symbol für das Land wahrgenommen wird – zugleich erinnern viele Posts daran, dass die Pagode ein heiliger Ort ist, der Respekt und Zurückhaltung verlangt.
Shwedagon-Pagode Yangon — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Shwedagon-Pagode Yangon
Wo liegt die Shwedagon-Pagode Yangon genau?
Die Shwedagon-Pagode Yangon befindet sich auf dem Singuttara-Hügel im nördlichen Teil von Yangon in Myanmar, unweit des Kandawgyi-Sees und etwa 3 km nördlich des historischen Stadtzentrums mit der Sule-Pagode.
Wie alt ist die Shwedagon Pagoda wirklich?
Religiösen Legenden zufolge reicht die Geschichte der Shwedagon Pagoda bis zur Zeit des historischen Buddha zurück und macht sie zu einem der ältesten buddhistischen Heiligtümer überhaupt. Historische und archäologische Forschungen datieren die heutige Anlage jedoch eher in die Zeit zwischen dem 11. und 15. Jahrhundert, wobei der Stupa in späteren Jahrhunderten mehrfach vergrößert und erneuert wurde.
Welche Kleidung ist beim Besuch vorgeschrieben?
Als heiliger Ort verlangt die Shwedagon-Pagode Yangon angemessene, bedeckende Kleidung: Schultern und Knie müssen sowohl bei Frauen als auch Männern bedeckt sein, eng anliegende oder sehr freizügige Kleidung ist unpassend. Schuhe und Socken müssen vor Betreten der Pagodenplattform ausgezogen werden; barfußes Gehen auf dem Gelände ist obligatorisch.
Wie erreicht man die Shwedagon Pagoda von Deutschland aus?
Von Deutschland aus führt der Weg zur Shwedagon-Pagode Yangon über den internationalen Flughafen von Yangon; es gibt in der Regel keine Direktflüge aus der DACH-Region, daher erfolgt die Anreise meist mit Umstieg über große Drehkreuze wie Bangkok, Singapur, Doha oder Dubai. Die Flugzeit liegt inklusive Umstieg deutlich über 12 Stunden; innerhalb Yangon werden für den Transfer zur Pagode üblicherweise Taxis oder App-basierte Fahrdienste genutzt.
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?
Climatisch sind die trockeneren Monate, grob von November bis Februar, für einen Besuch in Yangon besonders angenehm, da die Temperaturen etwas milder und die Niederschläge geringer sind. Unabhängig von der Jahreszeit bieten sich frühe Morgenstunden und die Abenddämmerung an, um die Shwedagon-Pagode Yangon zu besuchen, da die Lichtstimmungen spektakulär und die Temperaturen meist erträglicher sind.
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