Shibuya Crossing Tokio: Warum diese Kreuzung die ganze Stadt definiert
05.06.2026 - 06:10:50 | ad-hoc-news.deWenn in Tokio die Ampeln auf Grün springen und sich am Shibuya Crossing Tokio plötzlich Tausende Menschen gleichzeitig in Bewegung setzen, wirkt das Shibuya Scramble Crossing wie eine perfekt choreografierte Szene aus einem Film – nur dass sie sich alle paar Minuten wiederholt. Kaum ein anderer Ort in Japan steht so sehr für die Energie, Dichte und Dynamik der Metropole Tokio.
Shibuya Crossing Tokio: Das ikonische Wahrzeichen von Tokio
Das Shibuya Crossing Tokio gilt als eine der berühmtesten Fußgängerquerungen der Welt und ist längst zu einem visuellen Synonym für Tokio und das moderne Japan geworden. Wer aktuelle Filme, Serien oder Reisereportagen über Tokio sieht, begegnet fast zwangsläufig den Bildern des Shibuya Scramble Crossing: Menschenströme, Leuchtreklamen, Videowände und ein scheinbar kontrolliertes Chaos mitten im Herzen des Stadtteils Shibuya.
Das Besondere an dieser Kreuzung ist der sogenannte „Scramble“-Modus: Alle Fußgängerampeln schalten gleichzeitig auf Grün, und Passantinnen und Passanten dürfen die Straße nicht nur geradeaus, sondern kreuz und quer diagonal überqueren. In diesen etwa 30 bis 60 Sekunden verwandelt sich die Kreuzung in ein dichtes Geflecht aus Bewegungen, bevor die Autos wieder übernehmen. Dieses Hin und Her erzeugt eine Dramaturgie in Dauerschleife, die viele Besucherinnen und Besucher in ihren Bann zieht.
Für Reisende aus Deutschland ist Shibuya Crossing Tokio oft ein erster intensiver Kontakt mit der extrem verdichteten Urbanität Japans. Während Innenstadtplätze in deutschen Großstädten wie Berlin, Frankfurt oder München eher horizontal wirken, stapelt sich in Shibuya das Leben in die Höhe: Hochhäuser mit riesigen LED-Screens, Bahnhöfe, Einkaufszentren, Restaurants und Büros bilden eine vertikale Stadtlandschaft. Das Shibuya Scramble Crossing ist dabei der pulsierende Knotenpunkt – eine Art urbane Bühne, auf der sich Alltag, Werbung und Popkultur überlagern.
Zu den bekanntesten Gebäuden am Platz zählen heute vor allem der Komplex Shibuya Station mit seinen angeschlossenen Einkaufszentren sowie Hochhäuser wie Shibuya Hikarie oder Shibuya Scramble Square, von deren Aussichtsplattformen aus sich ein spektakulärer Blick auf die Kreuzung bietet. Auch wenn die genauen Besucherzahlen variieren, wird die Kreuzung im öffentlichen Diskurs häufig als eine der am stärksten frequentierten Fußgängerquerungen der Welt beschrieben – ein Eindruck, der sich unmittelbar einstellt, sobald die erste große Fußgängerwelle anrollt.
Geschichte und Bedeutung von Shibuya Scramble Crossing
Um die Faszination des Shibuya Scramble Crossing zu verstehen, lohnt sich ein Blick in die Geschichte des Stadtteils Shibuya. Shibuya entwickelte sich im 20. Jahrhundert von einem eher peripheren Bahnhofsvorort zu einem der bedeutendsten Einkaufs-, Freizeit- und Entertainment-Zentren Tokios. Der Bahnhof Shibuya wurde schrittweise zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt ausgebaut, an dem verschiedene Bahn- und U-Bahn-Linien zusammenlaufen.
Die Kreuzung, die heute als Shibuya Crossing Tokio weltbekannt ist, liegt direkt vor dem Haupteingang des Bahnhofs Shibuya und verband schon früh wichtige Geschäfts- und Einkaufsstraßen miteinander. Mit dem starken Wachstum des Bahnverkehrs und der zunehmenden Verdichtung des Stadtviertels nahm auch der Fußgängerverkehr stetig zu. So entstand die Notwendigkeit, die Wegeführung zu optimieren und den Menschenstrom effizient zu lenken – ein Grund dafür, warum der „Scramble“-Modus für Fußgängerampeln eingeführt wurde.
Der Begriff „Scramble Crossing“ bezeichnet im Englischen Fußgängerüberwege, bei denen die Verkehrsführung in einer Phase alle Autos stoppt und Fußgänger kreuz und quer laufen dürfen. Dieses System wurde in Japan an mehreren Orten umgesetzt, aber Shibuya ist zum berühmtesten Beispiel geworden. In japanischen Städten wurde der Ansatz insbesondere an Knotenpunkten mit sehr hohem Fußgängeraufkommen genutzt, um die Sicherheit zu erhöhen und den Verkehrsfluss zu glätten.
Die internationale Bekanntheit des Shibuya Scramble Crossing wuchs in den letzten Jahrzehnten vor allem durch Medien und Popkultur. Hollywood-Filme, internationale Werbekampagnen und Musikvideos nutzten die Kreuzung als Kulisse, um ein Bild von „Urbanität pur“ zu vermitteln. Auch deutsche Medien – von öffentlich-rechtlichen Dokumentationen bis zu Reisereportagen großer Tageszeitungen – zeigen Shibuya Crossing Tokio gerne als Verdichtung der Metropole Tokio in einem einzigen Bild.
Besonders ikonisch wurde der Standort durch die Nähe zur Statue des Hundes Hachik? vor dem Bahnhofsgebäude. Diese Bronzestatue erinnert an einen Hund, der in den 1920er-Jahren seinem verstorbenen Herrchen jahrelang am Bahnhof wartete. Die Geschichte ist in Japan weit verbreitet und wurde auch in internationalen Filmen aufgegriffen. Viele Besucherinnen und Besucher verabreden sich am Hachik?-Platz, bevor sie gemeinsam zum Shibuya Scramble Crossing gehen – eine Verbindung von emotionaler Historie und hypermoderner Stadterfahrung.
Heute gilt Shibuya allgemein als Symbol für Jugendkultur, Mode und Lifestyle in Tokio. Der Stadtteil ist bekannt für trendige Geschäfte, Musikclubs, Bars und Restaurants. Das Shibuya Crossing Tokio markiert dabei den Eingang zu diesem „Revier der jungen Generation“. Stadtplanerinnen und Stadtplaner, die sich mit Megastädten beschäftigen, führen Shibuya Scramble Crossing häufig als Beispiel für einen urbanen Raum an, in dem sich Mobilität, Konsum und Medien auf engstem Raum überkreuzen.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Architektonisch ist das Shibuya Crossing Tokio kein klassisches Monument wie ein Denkmal oder ein historischer Turm, sondern ein Ensemble aus Kreuzung, Gebäuden und visueller Inszenierung. Die Wahrnehmung des Ortes wird vor allem durch drei Elemente geprägt: die Geometrie der Kreuzung, die umgebende Hochhausarchitektur und die leuchtenden Bildschirmfassaden.
Das Shibuya Scramble Crossing liegt an einer mehrarmigen Kreuzung, an der mehrere größere Straßen aufeinandertreffen. Die Zebrastreifen sind so angelegt, dass sich Fußgänger nicht nur in Nord-Süd- oder Ost-West-Richtung bewegen, sondern auch diagonal. Aus der Vogelperspektive entsteht dadurch ein Muster aus weißen Streifen, das besonders von oben fotografiert sehr klar erkennbar ist. Diese geometrische Klarheit erzeugt einen starken Kontrast zum scheinbar chaotischen Menschenstrom.
Rund um die Kreuzung erheben sich mehrere Hochhäuser, in deren Fassaden große LED-Bildschirme und Leuchtreklamen integriert sind. Die architektonische Sprache ist überwiegend modern, mit Glas- und Stahlfassaden, die den visuellen Eindruck eines „urbanen Canyons“ verstärken. Besonders markant sind die großflächigen Werbe-Screens, auf denen Markenclips, Musikvideos und digitale Kunst gezeigt werden. Sie machen das Shibuya Crossing Tokio zu einem der intensivsten Werberäume in Japan und tragen stark zur ikonischen Bildwirkung bei.
In den letzten Jahren haben zahlreiche Neubauprojekte die Silhouette des Viertels verändert. Hochhäuser wie Shibuya Hikarie, Shibuya Scramble Square oder Shibuya Stream wurden gebaut oder umfassend modernisiert. Diese Projekte sind Teil eines langfristigen Stadtentwicklungsprogramms, das den Bahnhof Shibuya und die umliegenden Areale modernisieren soll. Viele dieser Gebäude bieten öffentlich zugängliche Aussichtsplattformen oder Cafés mit Blick auf die Kreuzung. Dadurch können Besucherinnen und Besucher das Shibuya Scramble Crossing nicht nur „von innen“, sondern auch „von oben“ erleben – eine Perspektive, die für Fotografie und Video besonders beliebt ist.
Ästhetisch kann das Shibuya Crossing Tokio als eine Art Gesamtkunstwerk aus Licht, Bewegung und Klang verstanden werden. Der Historikerblick verweist darauf, dass es sich hier um einen im Kern funktionalen Infrastrukturort handelt, der durch die Verdichtung von Menschen, Marken und Medien eine symbolische Ebene erreicht. Kunst- und Medienwissenschaftlerinnen analysieren Shibuya häufig als Paradebeispiel dessen, was man in der Stadtforschung „Space of Flows“ nennt: ein Raum, in dem sich Menschenströme, Waren- und Datenflüsse sichtbar kreuzen.
Auch die Geräuschkulisse trägt zum Charakter bei: Signal- und Bahnansagen, Musik aus Geschäften, Werbejingles von den Bildschirmen und das Stimmengewirr der Passanten verschmelzen zu einem Soundteppich. Wer von ruhigeren europäischen Altstädten kommt, erlebt hier eine akustische Verdichtung, die gerade am Abend ihren Höhepunkt erreicht. Viele Reisende beschreiben den ersten Moment im Shibuya Scramble Crossing daher als „sensorischen Schock“ – allerdings meist im positiven Sinn.
Die Kreuzung ist zudem ein beliebter Ort für temporäre künstlerische Interventionen und Markeninszenierungen. Internationale Unternehmen setzen Shibuya als Bühne für Produktpräsentationen ein, und auch japanische Popkultur-Phänomene – von Anime bis J-Pop – werden hier immer wieder großflächig inszeniert. Diese ständige Veränderung der visuellen Motive macht Shibuya Crossing Tokio zu einem Raum, der nie vollständig „fertig“ wirkt, sondern sich permanent aktualisiert.
Shibuya Crossing Tokio besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
Für Reisende aus Deutschland ist der Besuch des Shibuya Scramble Crossing meist problemlos in jede Tokio-Reise integrierbar. Die Kreuzung liegt direkt vor dem Bahnhof Shibuya, einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Stadt, der sowohl von mehreren JR-Linien als auch von U-Bahn-Gesellschaften bedient wird. Die genaue Linienführung kann sich im Laufe der Jahre leicht verändern, doch Shibuya bleibt einer der Hauptbahnhöfe im westlichen Zentrum Tokios.
Von touristisch wichtigen Stadtvierteln wie Shinjuku oder Tokyo Station ist Shibuya in der Regel mit direkten Bahnverbindungen erreichbar. Die Fahrtzeit liegt meist im Bereich von rund 10 bis 20 Minuten, abhängig von der gewählten Linie. Für Besucherinnen und Besucher, die zum ersten Mal in Tokio sind, lohnt es sich, eine Navigations-App oder den Linienplan griffbereit zu haben, da die Bahnhofsanlagen groß und mitunter unübersichtlich sein können.
- Lage und Anreise ab Deutschland: Shibuya Crossing Tokio liegt im Bezirk Shibuya im Südwesten des zentralen Tokyo. Von Deutschland aus wird Tokio von großen Drehkreuzen wie Frankfurt, München, Düsseldorf oder Berlin in der Regel mit Direkt- oder Umsteigeverbindungen über internationale Hubs angeflogen. Die Flugzeit bei Direktflügen liegt oft bei etwa 11 bis 13 Stunden, je nach Abflugort und Route. Vom Internationalflughafen Haneda oder Narita gelangt man mit Bahn oder Airport-Bus in die Stadt; von dort bestehen Umsteigeverbindungen nach Shibuya.
- Öffnungszeiten: Das Shibuya Scramble Crossing ist eine öffentliche Straßenkreuzung und damit grundsätzlich 24 Stunden am Tag frei zugänglich. Der intensivste Betrieb findet naturgemäß tagsüber und vor allem am frühen Abend statt, wenn Pendlerverkehr und Freizeitpublikum aufeinandertreffen. Da sich die Verkehrsführung und mögliche Bauarbeiten ändern können, sollten Reisende sich im Zweifel direkt vor Ort oder über aktuelle Stadtinformationen informieren. Öffnungszeiten angrenzender Gebäude, Aussichtsplattformen oder Cafés variieren und sollten jeweils auf den offiziellen Seiten der Betreiber geprüft werden.
- Eintritt: Der Aufenthalt auf der Kreuzung selbst ist kostenlos, da es sich um öffentlichen Straßenraum handelt. Kosten können jedoch für Zugangspunkte mit Aussicht – etwa in höheren Etagen von Einkaufszentren, Hotels oder Bürogebäuden – anfallen. Die Eintrittspreise für Aussichtsplattformen liegen häufig in einem moderaten Bereich; konkrete Beträge schwanken und können sich ändern, daher empfiehlt sich die Prüfung auf den offiziellen Webseiten der jeweiligen Einrichtungen. Als grobe Orientierung können Eintrittspreise in Tokio für Aussichtsplattformen im Bereich von einigen Hundert Yen bis zu einem mittleren zweistelligen Betrag in Euro liegen, abhängig von Lage und Angebot. Da Wechselkurse schwanken, sollten Reisende stets aktuelle Angaben beachten.
- Beste Reisezeit: Tokio ist ganzjährig bereisbar. Für das Shibuya Crossing Tokio sind besonders der Frühling (Kirschblüte) und der Herbst mit häufig klarer Luft und angenehmen Temperaturen bei vielen Reisenden beliebt. Sommermonate können heiß und feucht sein, während der Winter meist kühl, aber oft sonnig ist. Für die Atmosphäre des Shibuya Scramble Crossing spielt die Tageszeit eine große Rolle: Am Abend, wenn die Leuchtreklamen in voller Intensität strahlen, wirkt die Kreuzung besonders eindrucksvoll. Fotografisch interessante Momente ergeben sich auch bei leichtem Regen, wenn sich die Lichter in den nassen Straßen spiegeln.
- Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld: In Tokio ist die Alltagssprache Japanisch, doch in touristisch geprägten Bereichen wie Shibuya sind Basisinformationen, Beschilderungen und Automaten häufig zweisprachig (Japanisch und Englisch). Viele jüngere Menschen und Mitarbeitende im Servicebereich verfügen über grundlegende Englischkenntnisse; Deutsch wird hingegen selten gesprochen. Bei der Zahlung sind Kreditkarten in Tokio weit verbreitet, insbesondere in größeren Geschäften, Hotels und Kettenrestaurants. Dennoch bleibt Bargeld in Japan wichtig, vor allem in kleineren Lokalen. Karten aus Deutschland (Visa, Mastercard) werden meist akzeptiert; Girocard ohne Kreditkartenfunktion kann eingeschränkt nutzbar sein. Mobile Payment-Lösungen sind verbreitet, allerdings stärker an lokale Dienste gebunden. Trinkgeld ist in Japan unüblich und kann sogar als unhöflich empfunden werden – der auf der Rechnung ausgewiesene Preis wird einfach bezahlt.
- Kleiderordnung und Fotografieren: Eine spezielle Kleiderordnung für das Shibuya Scramble Crossing gibt es nicht; Besucherinnen und Besucher kleiden sich entsprechend Wetter, Jahreszeit und persönlichem Stil. Wer fotografieren oder filmen möchte, sollte bedenken, dass es sich um einen stark frequentierten Verkehrsbereich handelt. Stative oder umfangreiche Ausrüstung können den Fußgängerstrom behindern und sind in den Straßen häufig nicht erlaubt oder unerwünscht. Rücksichtnahme und das Freihalten von Fluchtwegen sind wichtig. Auf privaten Flächen innerhalb von Einkaufszentren oder Büros können eigene Foto-Regeln gelten; Hinweise vor Ort sollten beachtet werden.
- Einreisebestimmungen und Zeitverschiebung: Für deutsche Staatsbürger gelten bei Reisen nach Japan spezifische Einreisebestimmungen, die sich ändern können. Reisende sollten daher vor Abreise die aktuellen Hinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Generell ist bei Auslandsreisen außerhalb der EU der Reisepass erforderlich, und es wird empfohlen, eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Japan liegt je nach Jahreszeit mehrere Stunden vor der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ/MESZ). In der Praxis bedeutet das: Wenn es in Deutschland Mittag ist, kann es in Tokio bereits später Nachmittag oder Abend sein. Diese Zeitverschiebung sollten Reisende bei Flugplanung und Jetlag-Management berücksichtigen.
Für Besucherinnen und Besucher aus der DACH-Region ist es hilfreich zu wissen, dass der öffentliche Nahverkehr in Tokio sehr zuverlässig ist. Zugverspätungen sind selten und werden meist genau kommuniziert. Gleichzeitig kann der Berufsverkehr sehr dicht sein, insbesondere morgens und abends. Wer das Shibuya Crossing Tokio in ruhigerem Rahmen erleben möchte, wählt daher eher Randzeiten außerhalb der Pendlerströme.
Warum Shibuya Scramble Crossing auf jede Tokio-Reise gehört
Was macht das Shibuya Scramble Crossing zu einem Pflichtpunkt auf der Tokio-Liste vieler Reisender? Zum einen ist es die unmittelbare Erfahrbarkeit der Megastadt. Anders als bei klassischen Sehenswürdigkeiten mit Eintritt, festen Öffnungszeiten oder langen Warteschlangen lässt sich Shibuya Crossing Tokio spontan und kostenfrei erleben. Man tritt einfach aus dem Bahnhof, positioniert sich am Rand der Kreuzung und wartet auf die nächste Grünphase – und schon ist man Teil der Inszenierung.
Zum anderen bündelt dieser Ort viele Themen, die Japan und Tokio aus deutscher Perspektive besonders faszinierend machen: die technologische Durchdringung des Alltags, die hohe Dichte und gleichzeitig die starke soziale Ordnung. Trotz der Menschenmassen verläuft das Kreuzen der Wege in der Regel erstaunlich geordnet und konfliktarm. Man weicht einander aus, nimmt Rücksicht, drängt selten. Dieser Kontrast aus visuellem Chaos und sozialer Disziplin wirkt auf viele Besucherinnen und Besucher beeindruckend.
Für Fotografie- und Video-Fans ist Shibuya Crossing Tokio zudem ein Traummotiv. Ob klassische Langzeitbelichtung von einem erhöhten Standpunkt oder spontane Street-Fotografie mitten im Strom – die Motive wechseln permanent. Besonders beliebt sind Aufnahmen von oben, beispielsweise aus Cafés oder Aussichtsbereichen in den umliegenden Gebäuden. Einige Einkaufszentren und Bürohochhäuser sind sich dieser Beliebtheit bewusst und bieten bewusst „View Spots“ mit Blick auf die Kreuzung an.
Auch inhaltlich lässt sich der Besuch gut mit anderen Sehenswürdigkeiten in Shibuya verbinden. In der Nähe finden sich große Kaufhäuser, Modeketten, kleine Boutiquen, Spielhallen, Karaoke-Bars und Restaurants. Wer sich für japanische Popkultur interessiert, kann Shibuya mit anderen Szenevierteln wie Harajuku, Shinjuku oder Akihabara kombinieren. Damit fügt sich Shibuya Scramble Crossing ideal in eine Städtereise nach Tokio ein, bei der man unterschiedliche Facetten der Stadt kennenlernen möchte.
Aus kulturhistorischer Sicht ist der Ort außerdem spannend, weil er exemplarisch zeigt, wie sich öffentliche Räume in global vernetzten Städten verändern. Stadtforscherinnen und Stadtforscher betonen, dass Plätze wie Shibuya nicht mehr nur lokale Infrastrukturpunkte sind, sondern durch ihre mediale Repräsentation weltweit präsent sind. Wer in Deutschland auf Social Media unterwegs ist, hat das Motiv wahrscheinlich schon oft gesehen, bevor er oder sie tatsächlich vor Ort steht. Dieser Moment des Wiedererkennens – „Das kenne ich aus dem Film“ – verstärkt die emotionale Wirkung des Besuchs.
Für Reisende aus der DACH-Region kann Shibuya Crossing Tokio zudem ein guter Einstieg in die japanische Metropolenerfahrung sein, bevor man sich an komplexere Erkundungen wagt, etwa an ruhigere Wohnviertel oder weniger bekannte Bezirke. Die Orientierung fällt dank der starken visuellen Landmarken leichter, und viele touristische Einrichtungen haben sich auf internationales Publikum eingestellt.
Shibuya Crossing Tokio in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
Das Shibuya Scramble Crossing ist eines der meistgefilmten und -fotografierten urbanen Motive weltweit. In sozialen Medien tauchen täglich neue Clips auf: Zeitrafferaufnahmen, Drohnenperspektiven (wo erlaubt), POV-Videos mitten aus der Menschenmenge, Mode-Shootings oder stille Beobachtungen von einem Café aus. Für viele Influencerinnen und Influencer, aber auch für private Reisende aus Deutschland, gehört mindestens ein Foto an dieser Kreuzung zum Tokio-Aufenthalt dazu.
Shibuya Crossing Tokio — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Shibuya Crossing Tokio
Wo genau liegt das Shibuya Crossing Tokio?
Das Shibuya Crossing Tokio befindet sich direkt vor dem Bahnhof Shibuya im Stadtteil Shibuya im südwestlichen Teil des zentralen Tokyo. Die Kreuzung liegt an der Schnittstelle mehrerer Hauptstraßen und bildet den Zugang zu Einkaufs- und Entertainmentvierteln rund um den Bahnhof. Für Reisende ist der Bahnhof Shibuya der Orientierungspunkt: Von den meisten Ausgängen, insbesondere in Richtung Hachik?-Statue, gelangt man unmittelbar zur Kreuzung.
Was ist das Besondere am Shibuya Scramble Crossing?
Das Shibuya Scramble Crossing ist eine Fußgänger-Großkreuzung, bei der alle Fußgängerampeln gleichzeitig auf Grün schalten. In dieser Phase dürfen Menschen die Straße in alle Richtungen, auch diagonal, überqueren. Durch die enorme Zahl an Passanten entsteht ein eindrucksvoller Menschenstrom, der in Kombination mit den umliegenden Hochhäusern, Leuchtreklamen und Videowänden ein starkes Bild von der Dynamik Tokios vermittelt. Diese Kombination aus Dichte, Ordnung und visueller Inszenierung macht die Kreuzung einzigartig.
Wann ist die beste Zeit, um Shibuya Crossing Tokio zu besuchen?
Besonders spannend ist das Shibuya Crossing Tokio am frühen Abend und in den Abendstunden, wenn die Leuchtreklamen und Bildschirme ihre volle Wirkung entfalten und gleichzeitig viele Menschen unterwegs sind. Wer eher ruhigere Eindrücke bevorzugt, kann die Kreuzung auch vormittags oder tagsüber besuchen, wenn das Gedränge etwas geringer ist. Wetterstimmungen wie leichter Regen können die Atmosphäre zusätzlich verstärken, da sich die Lichter in den nassen Straßen spiegeln.
Wie erreicht man das Shibuya Scramble Crossing vom Flughafen aus?
Vom Flughafen Haneda oder Narita führen Bahn- und Busverbindungen in die Innenstadt von Tokio. Reisende fahren in der Regel zunächst zu wichtigen Knotenpunkten wie Tokyo Station oder Shinagawa und steigen dort in Linien um, die den Bahnhof Shibuya bedienen. Die genaue Route hängt von der gewählten Bahnlinie und Tageszeit ab; aktuelle Informationen bieten Fahrplanauskünfte, Apps und Hinweisschilder vor Ort. Insgesamt ist Shibuya gut in das öffentliche Verkehrsnetz eingebunden.
Ist Shibuya Crossing Tokio für Familien oder Alleinreisende geeignet?
Ja, das Shibuya Scramble Crossing lässt sich sowohl allein als auch mit Familie besuchen. Wichtig ist, Kinder und Mitreisende in der Menschenmenge im Blick zu behalten und Handzeichen oder Treffpunkte zu vereinbaren, falls man sich trennt. Da der Ort stark frequentiert ist, empfiehlt es sich, Kinder an die Hand zu nehmen und mit Gepäck möglichst platzsparend unterwegs zu sein. Durch seine zentrale Lage, gute Beleuchtung und hohe Polizeipräsenz wird das Viertel im Allgemeinen als sicher erlebt.
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