Sete Cidades: Zwei Seen in einer vulkanischen Caldera
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 01:54 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Sete Cidades liegt im Westen der Insel São Miguel bei Ponta Delgada. In einer großen vulkanischen Caldera liegen die Lagoa Azul und die Lagoa Verde, zwei miteinander verbundene Wasserflächen mit deutlich verschiedenen Farbtönen.
Sete Cidades und die Landschaft aus dem Vulkankrater
Die Caldeira das Sete Cidades gehört zum Vulkanmassiv am westlichen Ende São Miguels. Ihr Durchmesser beträgt im Mittel 5,3 Kilometer, die maximale Tiefe der Senke rund 630 Meter. Entstanden ist die Einbruchcaldera vor ungefähr 36.000 Jahren.
Die Kraterlandschaft besteht aus begrünten Hängen, vulkanischen Kegeln und mehreren Seen. Der große Kratersee nimmt dabei die zentrale Stellung ein. Daneben liegen die Lagoa de Santiago und die Lagoa Rasa innerhalb des Caldeirabereichs. Die Lagoa Azul und Lagoa Verde bilden die beiden bekanntesten Teile der Lagoa das Sete Cidades.
Lagoa Azul und Lagoa Verde als sichtbarer Gegensatz
Die beiden Wasserflächen liegen eng beieinander und sind durch eine schmale Verbindung miteinander verknüpft. Lagoa Azul erscheint blau, Lagoa Verde grün. Ihre Namen gehören fest zum Ortsbild und beschreiben den Gegensatz, der von den Aussichtspunkten über der Caldera sichtbar wird.
Die Gesamtfläche der beiden Hauptwasserflächen beträgt ungefähr 440 Hektar. Andere Angaben zur Lagoa das Sete Cidades nennen rund 4,3 Quadratkilometer und eine maximale Tiefe von etwa 33 Metern. Die unterschiedlichen Farbtöne werden mit der Wassertiefe und der Vegetation im Wasser in Verbindung gebracht. Die Lagoa das Sete Cidades ist ein Süßwassersee im Nordwesten São Miguels.
Vulkanische Schichten und geschützte Gewässer
Das Sete-Cidades-Massiv ist aus vulkanischen Ablagerungen aufgebaut. Dazu gehören Aschen, pyroklastisches Material sowie trachytische und basaltische Laven. Die Caldera entstand durch den Einsturz eines Vulkangebäudes; innerhalb der Senke folgten weitere explosive Ausbrüche.
Der letzte dieser Ausbrüche wird in der Caldeira Seca auf etwa 1439 datiert. Neben dem großen Zwillingssee gehören kleinere Kraterseen und vulkanische Kegel zur Landschaft. Die Caldera ist als geschützte Landschaft ausgewiesen, der See steht zudem im Zusammenhang mit internationalen Schutzkategorien für Feuchtgebiete.
Die Hänge der Caldera tragen Grasflächen, Buschwerk und Baumgruppen. An den oberen Rändern verlaufen Wege entlang der Cumeeiras das Sete Cidades. Von dort öffnen sich Ansichten auf die Seen, die Kraterwände und die Siedlung in der Talsohle. Der Aussichtspunkt Vista do Rei gehört zu den bekannten Blickstellen über Lagoa Azul und Lagoa Verde.
Sete Cidades besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Sete Cidades liegt im Westen von São Miguel im Município Ponta Delgada. Die Anreise erfolgt über Straßen von Ponta Delgada; der Ort ist mit Mietwagen, Taxi und regionalen Busverbindungen erreichbar.
- Die Landschaft liegt in einer vulkanischen Caldera. Wege an den Kraterrändern führen über ansteigende Geländeabschnitte und können an feuchten Stellen uneben sein.
- Zur Umgebung gehören der Vista do Rei, die Seen Lagoa Azul und Lagoa Verde, die Lagoa de Santiago sowie die kleinere Lagoa Rasa.
- Amtssprache ist Portugiesisch, gezahlt wird in Euro.
Sete Cidades auf Social-Media-Plattformen
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Sete Cidades: häufige Fragen
Wo liegt Sete Cidades?
Sete Cidades liegt auf São Miguel, der größten Insel des Archipels der Azoren, im Westen des Município Ponta Delgada. Die Siedlung befindet sich innerhalb der gleichnamigen vulkanischen Caldera.
Was bietet ein Besuch in Sete Cidades?
Zum Besuch gehören die Aussicht auf Lagoa Azul und Lagoa Verde, Wege an den Calderarändern sowie Einblicke in die vulkanische Landschaft mit weiteren Seen und Kraterkegeln.
Was kennzeichnet Sete Cidades?
Das Ortsbild wird durch eine große Einbruchcaldera und den verbundenen Zwillingssee geprägt. Die sichtbaren Farbtöne von Lagoa Azul und Lagoa Verde bilden den charakteristischen Gegensatz der Landschaft.
