Schloss Vaux-le-Vicomte, Chateau de Vaux-le-Vicomte

Schloss Vaux-le-Vicomte: Frankreichs barockes Gesamtkunstwerk entdecken

14.06.2026 - 11:01:36 | ad-hoc-news.de

Schloss Vaux-le-Vicomte (Chateau de Vaux-le-Vicomte) bei Maincy in Frankreich ist ein barockes Meisterwerk mit spektakulären Gärten – warum es Reisende aus Deutschland bis heute fasziniert.

Schloss Vaux-le-Vicomte, Chateau de Vaux-le-Vicomte, Frankreich
Schloss Vaux-le-Vicomte, Chateau de Vaux-le-Vicomte, Frankreich

Wer zum ersten Mal die Allee hinauf auf Schloss Vaux-le-Vicomte blickt, das im Französischen Chateau de Vaux-le-Vicomte (sinngemäß „Schloss von Vaux im Tal“) heißt, versteht sofort, warum dieses Anwesen Generationen von Künstlern, Filmemachern und Reisenden in seinen Bann zieht. Die Symmetrie der Fassaden spiegelt sich im Wasser, dahinter öffnen sich streng komponierte französische Gärten, die scheinbar bis zum Horizont reichen.

Schloss Vaux-le-Vicomte: Das ikonische Wahrzeichen von Maincy

Schloss Vaux-le-Vicomte liegt in der Gemeinde Maincy, rund eine Autostunde südöstlich von Paris, und gilt als eines der bedeutendsten barocken Schlösser Frankreichs. Für Reisende aus Deutschland ist es eine Art „Missing Link“ in der europäischen Schlössergeschichte: weniger überlaufen als Versailles, aber stilistisch wegweisend für viele spätere Residenzen.

Die Anlage ist ein rares Beispiel für ein bewusst angelegtes Gesamtkunstwerk: Architektur, Gartenkunst, Innenausstattung und Ausblicke folgen einem durchdachten Plan. Französische Kulturinstitutionen beschreiben Schloss und Park immer wieder als Musterbeispiel des classicisme français, also des französischen Klassizismus des 17. Jahrhunderts. Der Reiseverlag GEO und andere renommierte Reisemedien heben vor allem die Harmonie der Proportionen, die theatralischen Blickachsen und die außergewöhnliche Lage in einem weiten, ländlichen Gebiet hervor.

Für Besucher aus Deutschland bietet das Chateau de Vaux-le-Vicomte einen dichten Querschnitt durch französische Geschichte: vom Aufstieg eines mächtigen Finanzministers über die Rivalität mit König Ludwig XIV. bis hin zur modernen, privaten Denkmalpflege. Zugleich ist der Besuch atmosphärisch – der Duft der Linden, das Knirschen des Kieses unter den Schuhen, das Licht auf dem Sandstein – und erlaubt eine entschleunigte Alternative zum hektischen Paris.

Geschichte und Bedeutung von Chateau de Vaux-le-Vicomte

Chateau de Vaux-le-Vicomte entstand in der Mitte des 17. Jahrhunderts im Auftrag von Nicolas Fouquet, dem mächtigen Finanzsuperintendenten des französischen Königs Ludwig XIV. Fouquet erwarb das Gelände in den 1640er-Jahren und ließ dort ab etwa 1656 ein repräsentatives Schloss mit weitläufigen Gärten anlegen. Französische und internationale Kulturmagazine betonen, dass Fouquet bewusst die besten Talente seiner Zeit versammelte: den Architekten Louis Le Vau, den Maler und Dekorateur Charles Le Brun und den Gartenarchitekten André Le Nôtre. Diese drei gelten heute als die Schöpfer des klassischen französischen Barockstils.

Die Einweihung des Schlosses fand Mitte des 17. Jahrhunderts im Rahmen eines legendären Festes statt, bei dem Ludwig XIV. zu Gast war. Zeitgenössische Berichte, die auch von heutigen Historikern und Kulturjournalen zitiert werden, schildern ein rauschendes Spektakel mit Feuerwerk, Theater und opulenten Tafeln. Kurz nach diesen Festlichkeiten geriet Fouquet jedoch in Ungnade: Ihm wurden Veruntreuung und Illoyalität vorgeworfen, und er wurde verhaftet und schließlich zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Frage, ob Fouquet tatsächlich schuldig war oder ob Ludwig XIV. schlicht Eifersucht und Misstrauen leiteten, wird bis heute in der Forschung diskutiert; gesicherte historische Fakten werden bewusst von Legenden und Interpretationen getrennt.

Wichtig für die europäische Architekturgeschichte ist die Wirkung des Schlosses auf Ludwig XIV.: Der König ließ sich bei der Planung von Versailles nachweislich von Vaux-le-Vicomte inspirieren. Fachliteratur und große Medienhäuser betonen, dass dieselben Künstler – Le Vau, Le Brun und Le Nôtre – später maßgeblich an Versailles mitarbeiteten und viele Motive, die in Vaux-le-Vicomte erprobt wurden, dort in größerem Maßstab wieder aufgriffen. Damit wurde das Schloss bei Maincy zum Prototyp des königlichen Repräsentationsbaus in Frankreich.

Nach Fouquets Sturz ging das Anwesen in die Hände der Krone über und wechselte später mehrfach die Besitzer. Im 19. Jahrhundert erlitt die Anlage, wie viele Schlösser Europas, Vernachlässigung und teilweisen Verfall. Erst im frühen 20. Jahrhundert begann eine neue Phase: Eine vermögende Familie erwarb Schloss und Park, begann mit umfassenden Restaurierungen und ließ die Räume im Geist des 17. Jahrhunderts wiederherstellen. Heute befindet sich Vaux-le-Vicomte in Privatbesitz, wird aber der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und von einer Stiftung sowie der Eigentümerfamilie denkmalpflegerisch betreut.

In der öffentlichen Wahrnehmung gilt das Chateau de Vaux-le-Vicomte mittlerweile als ein Schlüsselbauwerk des europäischen Barocks. Es wird regelmäßig in der Fachpresse, in Fernsehdokumentationen (etwa von öffentlich-rechtlichen Sendern in Frankreich und Deutschland) und in Reiseführern als Beispiel dafür zitiert, wie eng Machtpolitik, Kunstpatronage und Landschaftsgestaltung im 17. Jahrhundert miteinander verwoben waren. Für deutsche Leserinnen und Leser lässt sich die historische Bedeutung grob damit vergleichen, wie prägend der Ausbau von Schloss Versailles für Frankreich oder die barocken Residenzschlösser in Würzburg oder Dresden für den deutschsprachigen Raum waren – nur, dass Vaux-le-Vicomte die Blaupause lieferte.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist Schloss Vaux-le-Vicomte eine Komposition aus Sandstein, Schieferdächern und strenger Symmetrie. Louis Le Vau gestaltete eine zentrale Hauptachse, die vom Eingangsportal durch das Schloss hindurch in den Garten hinaus verläuft. Die berühmte Mittelkuppel des Corps de Logis, die in vielen Filmen zu sehen ist, war für die Zeit etwas Neues und sorgte für eine markante Silhouette. Kunsthistorische Standardwerke betonen, dass das Zusammenspiel von Vorhof, Schlossbau, Parterregärten und den weiter entfernten Wasserbecken ein bewusst dramatisches Erlebnis für den Besucher erzeugen soll.

Die Innenräume sind reich ausgestattet: Charles Le Brun entwarf Deckenmalereien, Wanddekorationen, Skulpturen und Möbelprogramme, die mythologische und allegorische Themen aufgreifen. Viele Bildprogramme stellen Tugenden dar oder verweisen symbolisch auf Reichtum, Fruchtbarkeit und Macht. Während in Versailles später die Figur des Sonnenkönigs klar dominiert, bleibt Vaux-le-Vicomte subtiler und dichter erzählerisch. In Ausstellungen und erklärenden Broschüren des Schlosses wird hervorgehoben, dass Le Brun hier einen Stil entwickelte, der später am königlichen Hof Maßstab wurde.

Ein besonderes Merkmal sind die Gärten von André Le Nôtre. Sie gelten als eines der frühesten und zugleich vollkommensten Beispiele des sogenannten jardin à la française, also des französischen Barockgartens mit geometrischen Formen, streng geschnittenen Hecken, Wasserbecken, Kanälen und perspektivisch angelegten Sichtachsen. Für Besucher aus Deutschland wirken die Gärten oft überraschend weitläufig: Wer am Schloss steht, überblickt zunächst nur das vordere Parterre, doch erst beim Spaziergang werden die Terrassierungen, optischen Täuschungen und die Länge der zentralen Achse deutlich.

Die Gestaltung nutzt bewusst optische Tricks: Rasenflächen und Wasserbecken sind so angelegt, dass sie aus der Distanz gleich groß erscheinen, obwohl sie unterschiedliche Dimensionen haben. Diese Illusionen sollten die Kontrolle des Menschen über die Natur demonstrieren – ein zentraler Gedanke des Absolutismus. Vergleichbare Effekte lassen sich in Deutschland etwa in den Parkanlagen von Herrenhausen in Hannover oder in Sanssouci bei Potsdam beobachten, doch Vaux-le-Vicomte ist deutlich älter und gilt als stilbildend.

Zu den heutigen Besonderheiten gehören thematische Führungen, saisonale Dekorationen und – an ausgewählten Abenden – Illuminationen mit Kerzen im Schloss und im Garten. Diese Programme werden in französischen und internationalen Medien regelmäßig als besonders stimmungsvoll hervorgehoben. Da genaue Termine und Formate variieren können, sollten Interessierte sich vorab auf der offiziellen Website des Schlosses oder bei offiziellen Tourismusstellen in Frankreich informieren.

Auch filmisch spielt Schloss Vaux-le-Vicomte eine Rolle: Es diente als Kulisse für internationale Produktionen, unter anderem für historische Dramen und Literaturverfilmungen. Seriöse Film- und Kulturmagazine nennen wiederholt Beispiele, bei denen die barocke Kulisse die Atmosphäre der Handlung maßgeblich prägte. Für Reisende kann es reizvoll sein, vor Ort Drehorte wiederzuerkennen, wobei sich die filmische Inszenierung und die tatsächliche Geschichte des Ortes nicht immer decken.

Schloss Vaux-le-Vicomte besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Schloss Vaux-le-Vicomte liegt bei Maincy in der Region Île-de-France, südöstlich von Paris. Für Reisende aus Deutschland bietet sich meist die Anreise über Paris an. Von Frankfurt am Main, München, Berlin oder Düsseldorf gibt es zahlreiche Flugverbindungen zu den Pariser Flughäfen Charles de Gaulle und Orly, oft mit Flugzeiten im Bereich von etwa 1,5 bis 2 Stunden, je nach Abflugort und Verbindung. Zeitlose Empfehlung: Direkt- oder Umsteigeverbindungen über große europäische Drehkreuze prüfen.
    Von Paris aus ist das Chateau de Vaux-le-Vicomte per Mietwagen, organisierter Tour oder einer Kombination aus Bahn und Taxi erreichbar. Häufig wird empfohlen, von Paris-Gare de l’Est Richtung Provins oder Melun zu fahren und von dort mit Taxi oder lokalen Angeboten weiterzufahren. Wer individuell mit dem Auto aus Deutschland anreist, kann über das französische Autobahnnetz zufahren; in Frankreich besteht auf vielen Autobahnen Mautpflicht. Für eine grobe Orientierung: Von Saarbrücken nach Maincy sind es per Auto mehrere hundert Kilometer, was einer ganztägigen Anreise entsprechen kann.
  • Öffnungszeiten
    Die Öffnungszeiten von Schloss und Garten variieren nach Saison und Wochentag. In der Regel ist die Anlage in den wärmeren Monaten häufiger und länger geöffnet als im Winter, teilweise mit zusätzlichen Abendveranstaltungen. Da sich Details – etwa wegen Restaurierungsarbeiten, Sonderveranstaltungen oder Feiertagen – ändern können, empfiehlt die Redaktion, die aktuellen Öffnungszeiten direkt bei Schloss Vaux-le-Vicomte oder über offizielle Tourismusinformationen zu prüfen. Viele seriöse Reiseführer weisen ausdrücklich darauf hin, dass kurzfristige Änderungen möglich sind.
  • Eintritt
    Für den Besuch von Schloss und Gärten wird ein Eintrittsgeld erhoben, oft mit unterschiedlichen Tarifen für Erwachsene, Kinder, Ermäßigungen sowie Kombitickets für Sonderveranstaltungen. Preise können zudem je nach Saison und Programm (zum Beispiel Kerzenabende oder spezielle Führungen) variieren. Da eine exakte Preisliste ohne tagesaktuelle Prüfung unseriös wäre, empfiehlt sich, vor der Reise die offiziellen Informationen von Schloss Vaux-le-Vicomte einzusehen. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass Eintrittskarten in Euro (€) bezahlt werden; Frankreich ist Mitglied der Eurozone, eine Umrechnung in andere Währungen ist daher für Besucher aus Deutschland in der Regel nicht notwendig.
  • Beste Reisezeit
    Für viele Reisemedien und Frankreich-Spezialisten gelten Frühling und Herbst als ideale Reisezeiten. Dann sind die Temperaturen meist angenehm, und die Gärten zeigen sich entweder frisch erblüht oder in warmen Herbstfarben. Der Hochsommer kann sehr heiß werden, insbesondere bei Spaziergängen in der Sonne, ist aber wegen der Schulferien zugleich eine beliebte Reisezeit. Wer größere Besucherströme meiden möchte, wählt Wochentage außerhalb der französischen Ferien. Für das berühmte Kerzenlicht-Ambiente und Abendveranstaltungen sind selbstverständlich späte Nachmittage und frühe Abende besonders geeignet. Im Winter ist mit eingeschränkten Öffnungszeiten und weniger üppiger Bepflanzung im Garten zu rechnen, dafür ist die Atmosphäre ruhiger.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleidung, Fotos
    In der Region Île-de-France ist Französisch die Alltagssprache. An touristischen Orten wie Schloss Vaux-le-Vicomte sind Englischkenntnisse beim Personal verbreitet, deutsche Sprachkenntnisse kommen vereinzelt vor, sollten aber nicht vorausgesetzt werden. Viele Beschilderungen und Audioguides werden neben Französisch zumindest auf Englisch angeboten; einige seriöse Reiseführer erwähnen zusätzliche Sprachversionen, dennoch sollten deutsche Besucher mit Englisch als Hauptfremdsprache planen.
    Bei der Bezahlung sind Kredit- und Debitkarten weit verbreitet akzeptiert, insbesondere an Kassen, in Shops und Cafés. Barzahlung in Euro ist ebenso üblich. Girocards deutscher Banken funktionieren häufig, können aber je nach Bank und Kartentyp Einschränkungen haben; eine international gängige Kreditkarte ist daher empfehlenswert. Mobile Payment (etwa Apple Pay oder Google Pay) setzt sich auch in Frankreich zunehmend durch, wird aber noch nicht überall angeboten.
    Trinkgeld ist in Frankreich im Restaurant meist bereits teilweise im Preis enthalten, doch ein kleines zusätzliches Trinkgeld für guten Service – etwa Aufrundungen um ein paar Euro – wird geschätzt. Im Café oder bei kleinen Beträgen genügt oft das Stehenlassen von Kleingeld. Im Schloss selbst ist Trinkgeld in der Regel nicht vorgesehen, außer vielleicht für besondere Dienstleistungen wie private Führungen.
    Bei der Kleidung gibt es für Besucher von Schloss und Garten keine strikte Kleiderordnung. Bequeme Schuhe sind jedoch sehr zu empfehlen, da Wege aus Kies und längere Spaziergänge üblich sind. Wer Innenräume besucht, sollte auf respektvolle, nicht zu legere Kleidung achten, etwa wie bei einem Museumsbesuch. Fotografieren ist für private Zwecke in vielen Bereichen erlaubt, teilweise jedoch mit Einschränkungen in bestimmten Räumen, bei Sonderausstellungen oder bei der Verwendung von Stativen. Die genauen Regeln werden in der Anlage ausgeschildert; aus Respekt vor anderen Gästen und vor den Kunstwerken sollte man diese Hinweisschilder beachten.
  • Einreisebestimmungen und Sicherheit
    Frankreich gehört zum Schengen-Raum. Deutsche Staatsbürger können in der Regel mit gültigem Personalausweis oder Reisepass einreisen. Da sich Einreise- und Sicherheitsbestimmungen ändern können, sollten Reisende aus Deutschland die aktuellen Hinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Für österreichische und schweizerische Staatsbürger gelten jeweils die Regelungen ihrer Heimatländer, die von den dortigen Außenministerien veröffentlicht werden. Innerhalb der EU ist die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), meist auf der Rückseite der eigenen Krankenkassenkarte, relevant; ergänzend kann eine private Auslandsreisekrankenversicherung sinnvoll sein.
  • Zeitzone
    Frankreich verwendet wie Deutschland in der Regel die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) und im Sommer die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Das bedeutet, dass es zwischen Deutschland und Maincy keine Zeitverschiebung gibt. Für die praktische Reiseplanung – etwa bei Zugverbindungen oder gebuchten Führungen – vereinfacht dies die Orientierung erheblich, da keine Umrechnung nötig ist.

Warum Chateau de Vaux-le-Vicomte auf jede Maincy-Reise gehört

Chateau de Vaux-le-Vicomte ist mehr als ein schönes Schloss – es ist ein Ort, an dem sich französische und europäische Kulturgeschichte exemplarisch ablesen lassen. Wer aus Deutschland anreist, erlebt in Maincy eine verdichtete Version des barocken Frankreichs: das Ideal der geometrisch gezähmten Natur, den Glanz höfischer Repräsentation, aber auch die Schattenseite politischer Intrigen und Machtkämpfe.

Die Atmosphäre auf dem Gelände ist bemerkenswert: Vom Ehrenhof aus öffnet sich der Blick über Parterres, Wasserbecken und weit entfernte Baumreihen. Viele Besucher berichten – auch in seriösen Reisemagazinen und Kulturberichten – von einem Gefühl, in ein Bühnenbild einzutreten. Tatsächlich war die Architektur darauf angelegt, Besucher zu beeindrucken und zu lenken: Ankommende Gäste sollten zunächst den Eindruck von Weite und Eleganz gewinnen, dann Schritt für Schritt weitere Details entdecken.

Für Reisende aus der DACH-Region bietet sich ein Vergleich mit bekannten Schlössern im deutschsprachigen Raum an. Während beispielsweise Schloss Herrenchiemsee in Bayern als „Versailles am Chiemsee“ gilt und die Pracht des französischen Vorbilds im 19. Jahrhundert romantisiert kopiert, steht Vaux-le-Vicomte für den Ursprung dieser Ästhetik. Ebenso wie die Würzburger Residenz oder Schloss Schönbrunn in Wien für die Höfe des Heiligen Römischen Reiches bzw. der Habsburger stehen, erzählt Vaux-le-Vicomte vom Aufstieg des absolutistischen Frankreichs.

In der Praxis lässt sich ein Besuch gut mit einem Paris-Aufenthalt verbinden. Viele Reisejournalisten empfehlen, einen Tag abseits der Metropole einzuplanen, um in Maincy zur Ruhe zu kommen. Gerade für kulturinteressierte Reisende, die vielleicht schon Versailles, den Louvre oder das Musée d’Orsay kennen, eröffnet Vaux-le-Vicomte eine etwas intimere, weniger überfüllte Perspektive auf die französische Kunst der Grand Siècle – also des „großen Jahrhunderts“ des 17. Jahrhunderts.

Ein weiterer Pluspunkt: Die Anlage ist weitgehend frei von den extremen Besucherströmen, die man aus anderen Weltberühmtheiten kennt. Zwar kann es an Wochenenden und während der Schulferien voll werden, doch lassen die Weitläufigkeit der Gärten und die klare Struktur genügend Raum, um eigene Blickwinkel zu finden. Wer sich Zeit nimmt, entdeckt stille Ecken, versteckte Skulpturen und Ausblicke, in denen Schloss, Himmel und Spiegelungen im Wasser zu beinahe malerischen Kompositionen verschmelzen.

Für Familien mit Kindern bieten die offenen Rasenflächen und Wege Möglichkeiten zum Entdecken, während kulturinteressierte Erwachsene in den Innenräumen und den Erklärungen zur Geschichte auf ihre Kosten kommen. Paare schätzen die romantische Stimmung, insbesondere an Abenden mit Beleuchtung. Und Fotografie-Begeisterte finden unzählige Motive – von Detailaufnahmen der Steinmetzarbeiten bis zu weiten Panoramaansichten der französischen Gärten.

Schloss Vaux-le-Vicomte in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien taucht Schloss Vaux-le-Vicomte regelmäßig als „verstecktes Versailles“ oder als Traumkulisse für Hochzeiten, Filmaufnahmen und Kunstfotografie auf. Nutzerinnen und Nutzer teilen Bilder von den perspektivischen Gärten, dem Blick aus den Schlossfenstern, detailreichen Deckenmalereien und stimmungsvollen Abendveranstaltungen. Für Reisende aus Deutschland können diese Eindrücke eine wertvolle Ergänzung zu klassischen Reiseführern sein, um ein Gefühl für die Atmosphäre vor Ort zu bekommen – immer mit dem Bewusstsein, dass Social-Media-Aufnahmen oft stark kuratiert und bearbeitet sind.

Häufige Fragen zu Schloss Vaux-le-Vicomte

Wo liegt Schloss Vaux-le-Vicomte genau?

Schloss Vaux-le-Vicomte befindet sich bei Maincy in der Region Île-de-France, südöstlich von Paris. Die Entfernung zur französischen Hauptstadt beträgt grob eine Autostunde, je nach Verkehrslage. Für Besucher aus Deutschland bietet sich daher meist eine Anreise über Paris an, von wo aus man das Schloss per Auto, organisierter Tour oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Kombination mit Taxi erreichen kann.

Welche historische Rolle spielte das Chateau de Vaux-le-Vicomte?

Das Chateau de Vaux-le-Vicomte wurde im 17. Jahrhundert vom Finanzminister Nicolas Fouquet errichtet und gilt als stilprägendes Beispiel des französischen Barocks. Die Anlage inspirierte König Ludwig XIV. maßgeblich bei der späteren Gestaltung von Versailles. Zugleich steht die Geschichte des Schlosses für den rasanten Machtverlust Fouquets und die Konzentration der Macht beim König – ein Thema, das von Historikern bis heute untersucht wird.

Wie lässt sich der Besuch von Schloss Vaux-le-Vicomte mit einer Reise aus Deutschland kombinieren?

Viele Reisende fliegen von deutschen Städten wie Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf nach Paris und planen von dort einen Tagesausflug oder eine Übernachtung in der Region ein. Alternativ ist die Anreise mit dem Zug nach Paris (zum Beispiel mit ICE oder TGV) möglich, von wo aus regionale Züge und Mietwagen zur Verfügung stehen. Wer mit dem Auto fährt, reist über das deutsche und französische Autobahnnetz, muss in Frankreich aber mit Mautstrecken rechnen.

Was ist das Besondere an den Gärten von Vaux-le-Vicomte?

Die Gärten von Vaux-le-Vicomte wurden von André Le Nôtre entworfen und sind ein frühes Meisterwerk des französischen Barockgartens. Sie zeichnen sich durch geometrische Formen, lange Sichtachsen, Wasserbecken und optische Illusionen aus, bei denen Distanzen und Proportionen bewusst gestaltet werden. Viele Fachleute sehen in dieser Anlage die Blaupause für spätere Gärten wie Versailles, wodurch Vaux-le-Vicomte für Gartenliebhaber besonders spannend ist.

Wann ist die beste Reisezeit für Schloss Vaux-le-Vicomte?

Frühling und Herbst gelten für viele Besucher als ideale Reisezeit, da die Temperaturen angenehm sind und die Gärten besonders eindrucksvoll wirken. Im Sommer ist die Anlage zwar üppig und lebendig, kann aber je nach Ferienzeit und Hitze anstrengender sein. Der Winter bietet eine ruhigere Atmosphäre, jedoch mit weniger Gartenpracht und teilweise eingeschränkten Öffnungszeiten. Wer stimmungsvolle Beleuchtungen und Abendveranstaltungen erleben möchte, sollte nach Terminen für spezielle Abendprogramme Ausschau halten.

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