Sassi di Matera, Matera

Sassi di Matera zwischen Fels und Stadtlandschaft

Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 10:12 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Sassi di Matera in Matera in Italien verbinden jahrtausendealte Höhlensiedlungen mit einer dicht gestaffelten Steinstadt und bilden eine eigene Felslandschaft.

Editorial-Reisemagazinbild vom Wahrzeichen Sassi di Matera in Matera, Italien
Editorialbild im Reisemagazin-Stil vom Wahrzeichen Sassi di Matera in Matera Italien, ausgewogene Bildgestaltung und natuerliches, Illustration mit AI erstellt.

Die Sassi di Matera in der süditalienischen Stadt Matera wirken wie eine Stadt, die direkt aus dem Fels gewachsen ist, und bilden eine dicht gestaffelte Landschaft aus Häusern, Höhlen und Treppen. In diesem historischen Viertel verbindet sich ein jahrtausendealter Siedlungsraum mit einer heute sichtbar zusammenhängenden Stadtstruktur.

Sassi di Matera als Felsstadt am Rand der Schlucht

Die Sassi di Matera liegen am Rand einer tief eingeschnittenen Schlucht, durch die der Fluss Gravina fließt, und schmiegen sich an die Kalkhänge der Hochebene der Murgia. Die Altstadt von Matera mit ihrem historischen Kern, der Civita, erhebt sich als Felsrücken zwischen den beiden Vierteln Sasso Caveoso und Sasso Barisano.Die Sassi und der Parco delle Chiese Rupestri umfassen ein Gebiet aus Felsen, Schluchten und in den Kalkstein gehauenen Hohlräumen.

Die Felsen bestehen aus einem weichen Kalkgestein der Murgia, das sich für das Aushöhlen von Räumen eignet und die typische hellgraue Farbe der Häuserfronten prägt.Der UNESCO-Eintrag zum Welterbe beschreibt die Sassi di Matera als Zusammenspiel von Naturform und in den Fels gearbeiteten Strukturen. Die Häuser, Treppen und Höfe stehen teilweise auf früheren Höhlen, sodass die Siedlung den Hang in mehreren Ebenen staffelt.

Von prähistorischen Höhlen zur historischen Stadtstruktur

Die Höhlen in den Felsen der heutigen Sassi di Matera wurden bereits in der Vorgeschichte als Unterkünfte genutzt und gehören zu einem der ältesten kontinuierlich bewohnten Siedlungsräume Europas.Der Tourismusauftritt von Matera verweist auf Spuren der Besiedlung seit vorgeschichtlicher Zeit, die sich in den Höhlen und Terrassen ablesen lassen. Die heute erkennbare Stadtstruktur mit Gassen, Plätzen und aufgesetzten Häusern entwickelte sich in der mittelalterlichen Epoche.

Die Sassi di Matera wurden 1993 zusammen mit dem Parco delle Chiese Rupestri als Kulturerbe in die Welterbeliste der UNESCO eingetragen, mit den Kriterien (iii), (iv) und (v) für ihren kulturellen Wert.Die italienische Beschreibung der Sassi hebt die Sassi di Matera als historischen Stadtkern mit einer typischen Felsarchitektur hervor. Die Kombination aus Höhlen, später aufgesetzten Bauteilen und Sakralbauten dokumentiert die Entwicklung eines Siedlungsraums von frühen Höhlen über mittelalterliche Wohnformen bis in die Neuzeit.

Häuser, Felsen und Felskirchen in den Sassi di Matera

In den Sassi di Matera bilden Wohnhäuser, Höfe, Treppen und Felsräume ein enges Geflecht mit zahlreichen Übergängen zwischen aus dem Fels gehauenen Räumen und aufgemauerten Fassaden. Viele Häuser sind als sogenannte „Casa grotta“ organisiert, bei denen ein Hof oder eine kleine Fassade nach außen zeigt, während die dahinterliegenden Räume direkt in den Fels geschnitten sind.Die englische Übersicht zu den Sassi beschreibt Sasso Caveoso und Sasso Barisano als zwei historisch gewachsene Viertel, die gemeinsam den Kern der Anlage bilden.

Zwischen den Wohnbereichen sind Felskirchen, Klöster und Eremitenanlagen in den Fels gearbeitet, deren Innenräume mit Malereien und architektonischen Details versehen sind.Der Eintrag zu Matera und den Sassi verweist auf die rupestrischen Kirchen als Teil des Welterbes. Viele dieser Kirchen liegen in der Nähe der Häuserreihen oder in kurzen Abständen am Rand der Schlucht, sodass Wohnen und Sakralarchitektur im gleichen Felsband erscheinen.

Sassi di Matera besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Die Sassi di Matera liegen am Rand der Altstadt von Matera in der Region Basilikata in Italien und sind von der modernen Stadt aus zu Fuß über Straßen und Treppen erreichbar.
  • Das Gelände fällt steil zur Gravina-Schlucht ab, die Wege führen über viele Stufen und teils unebene Pflaster, und in den Gassen wechseln schmale Durchgänge mit kleinen Plätzen.
  • In der Umgebung der Sassi di Matera verläuft die Hochebene der Murgia, und auf der gegenüberliegenden Seite der Schlucht liegt der Parco della Murgia Materana mit weiteren Felskirchen.
  • Amtssprache ist Italienisch, gezahlt wird in Euro.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Sassi di Matera auf Social-Media-Plattformen

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Sassi di Matera: häufige Fragen

Wo liegen die Sassi di Matera?

Die Sassi di Matera liegen in der Stadt Matera in der Region Basilikata in Italien, am Rand der Gravina-Schlucht und der Hochebene der Murgia.

Was bietet ein Besuch der Sassi di Matera?

Ein Besuch der Sassi di Matera zeigt eine historische Felsstadt mit in den Kalk gehauenen Höhlen, aufgesetzten Steinhäusern, Felskirchen und einem dichten Netz aus Gassen und Treppen.

Was kennzeichnet die Sassi di Matera besonders?

Die Sassi di Matera sind durch die Verbindung von prähistorischen Höhlen, mittelalterlichen Wohnbauten und rupestrischen Kirchen in einem zusammenhängenden Felsstadtraum gekennzeichnet, der seit 1993 als UNESCO-Welterbe gilt.

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