Sassi di Matera, Matera

Sassi di Matera: die Höhlenviertel am Kalksteinhang

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 09:46 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Sassi di Matera in Matera in Italien sind uralte Höhlenviertel am steilen Kalksteinhang – ein UNESCO-Welterbe mit besonderer Stadtstruktur.

Makroaufnahme eines Materialdetails am Wahrzeichen Sassi di Matera, Matera Italien
Extreme Makroaufnahme eines Materialdetails am Wahrzeichen Sassi di Matera in Matera Italien, taktile Struktur und, Illustration mit AI erstellt.

Die Sassi von Matera bilden den historischen Kern der süditalienischen Stadt Matera und ziehen sich als Höhlenviertel über einen steilen Kalksteinhang oberhalb der Schlucht der Gravina di Matera. In den beiden Vierteln Sasso Caveoso und Sasso Barisano verbindet sich eine seit vorgeschichtlicher Zeit gewachsene Höhlensiedlung mit dicht gestaffelten Natursteinfassaden zu einer außergewöhnlichen Stadtlandschaft des Mittelmeerraums.

Sassi di Matera: Stadt aus Fels und Höhlen

Die Sassi liegen an den Flanken eines Kalksteinhanges in der Region Basilikata und bestehen aus einem Geflecht aus Wohnhöhlen, Natursteinhäusern, Treppen und Gassen, die sich eng an den Hang schmiegen. Viele Räume reichen tief in den Fels, während davor Mauern aus lokalem Tuffstein eine straßenseitige Fassade bilden, sodass sich Höhlen und Häuser zu terrassenartigen Reihen verdichten.Die Sassi und der Park der Felsenkirchen

Die beiden Viertel Sasso Caveoso und Sasso Barisano umgeben die Civita, den höher gelegenen Altstadtkern mit massiven Baukörpern und Kirchen. Zwischen den Häuserzeilen verlaufen enge Wege und Treppen, die vielfach zugleich Dächer unterliegender Räume sind und den Hang in kurze Stufen gliedern. Das Relief der Schlucht mit seinen Felsabbrüchen und Mulden prägt die Anordnung der Bebauung, sodass sich bewohnte Höhlen, freistehende Gebäude und kleine Plätze ineinander verschränken.

Jahrtausende der Besiedlung im Kalkstein

Die Höhlen im Bereich der späteren Sassi wurden bereits in der Vorgeschichte genutzt, und Spuren menschlicher Besiedlung reichen dort in das Paläolithikum und Neolithikum zurück.Das seit der Jungsteinzeit besiedelte Gebiet Aus natürlichen Felsunterständen entstand über lange Zeit eine troglodytische Siedlung, in der die Höhlen erweitert, vertieft und durch Mauern, Treppen und kleine Hofräume strukturiert wurden, bis ein zusammenhängendes Stadtgefüge mit mehreren Ebenen entstand.Die Entwicklung der Felsensiedlung

Mit der Ausbreitung christlicher Gemeinschaften entstanden in und über den Höhlen zahlreiche Felsenkirchen, deren einfache Außenformen sich in das Relief einfügen und deren Innenräume mit Fresken und Reliefs ausgestattet sind.Matera, die Sassi und die Felsenkirchen Über wechselnde Herrschaften hinweg blieb die Hanglage mit ihren Höhlenbewohnungen und einfachen Steinbauten eine Wohnform, in der Menschen über Generationen hinweg in unmittelbarer Nähe zu Zisternen, Ställen und kleinen Anbauflächen lebten.

UNESCO-Welterbe und heutige Stadtlandschaft

Die Sassi und der benachbarte Park der Felsenkirchen von Matera gehören seit 1993 zum UNESCO-Welterbe und werden als herausragendes Beispiel eines zusammenhängenden Ensembles von Felsensiedlungen und Kulturlandschaft anerkannt.Eintrag in die Welterbeliste Der Welterbestatus würdigt die enge Verbindung zwischen der in den Fels eingebetteten Stadtstruktur und der kargen Kalksteinhochebene der Murgia, in der Schluchten, Felsrücken und natürliche Höhlen ein eigenständiges Siedlungs- und Kirchensystem tragen.

Nach einer Phase des Verfalls im 20. Jahrhundert wurden die Sassi schrittweise restauriert und die Höhlenwohnungen und Häuser wieder instand gesetzt.Die Wiederherstellung der Höhlenviertel Heute finden sich dort Wohnräume, kleine Betriebe und Unterkünfte in umgebauten Höhlen und Häusern, während charakteristische Elemente wie Treppen, Hofflächen und Felswände sichtbar bleiben und die besondere Struktur der Hangstadt erhalten wird.

Sassi di Matera besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Die Sassi liegen am Hang der Gravina di Matera am Rand der Altstadt von Matera in der Region Basilikata in Italien und sind aus dem heutigen Stadtzentrum zu Fuß erreichbar.
  • Die Wege durch die Sassi führen über vielfach gestufte und teils unregelmäßige Treppen sowie über gepflasterte Platten, die als Dächer darunterliegender Räume dienen.
  • Auf der gegenüberliegenden Seite der Schlucht liegen der Park der rupestrischen Kirchen und weitere Höhlen, die den Blick auf den Hang mit den dicht gesetzten Häusern und Felswänden öffnen.
  • Amtssprache ist Italienisch, gezahlt wird in Euro.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Sassi di Matera auf Social-Media-Plattformen

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Sassi di Matera: häufige Fragen

Wo liegen die Sassi von Matera genau?

Die Sassi erstrecken sich an den Hängen der Gravina di Matera südlich und nördlich der Civita im historischen Kern von Matera in der Region Basilikata in Italien.

Was bietet ein Rundgang durch die Sassi?

Ein Rundgang führt über Treppen und Gassen zwischen Höhlenwohnungen, Natursteinhäusern und Felsenkirchen und gibt Einblicke in die dicht geschichtete Hangbebauung.

Was kennzeichnet die Sassi im Vergleich zu anderen Altstädten?

Die Sassi sind durch das Zusammenspiel von bewohnten Höhlen, Tuffsteinfassaden, Felsenkirchen und der Lage am Rand einer tiefen Schlucht gekennzeichnet.

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