Retiro-Park Madrid: Warum Parque del Retiro Madrids grüne Bühne ist
20.05.2026 - 09:02:06 | ad-hoc-news.deAm frühen Abend färbt die Sonne den See im Retiro-Park Madrid golden, Ruderboote ziehen ihre Kreise, Straßenmusiker spielen Flamenco, Familien und Jogger teilen sich die Wege – der Parque del Retiro („Park der Muße“) ist Madrids grüne Bühne für Alltag und Geschichte zugleich.
Nur wenige Schritte von den großen Museen entfernt erleben Reisende hier eine seltene Mischung aus königlichem Garten, Open-Air-Galerie und lebendigem Stadtpark, wie sie selbst in Europa kaum ein zweites Mal zu finden ist.
Retiro-Park Madrid: Das ikonische Wahrzeichen von Madrid
Der Retiro-Park Madrid gilt heute als einer der wichtigsten urbanen Rückzugsorte Spaniens und ist für viele Madrilenen das emotionale Herz ihrer Stadt. Der rund 125 Hektar große Stadtpark liegt östlich des historischen Zentrums und schließt direkt an das weltberühmte „Museumsdreieck“ mit dem Prado-Museum, dem Museo Thyssen-Bornemisza und dem Museo Reina Sofía an. Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) hebt den Retiro in ihren Spanien-Empfehlungen ausdrücklich als „grüne Lunge“ Madrids hervor, die Kultur und Erholung direkt miteinander verbindet.
Ursprünglich als königlicher Rückzugsort angelegt, ist der Parque del Retiro seit dem 19. Jahrhundert für die Öffentlichkeit zugänglich. Laut dem Madrider Rathaus (Ayuntamiento de Madrid) besuchen jedes Jahr Millionen von Menschen den Park – sowohl Einheimische als auch internationale Gäste. Die Atmosphäre erinnert an eine Mischung aus Englischem Garten in München und Tiergarten Berlin, nur mit typisch spanischer Leichtigkeit: Straßencafés, spontane Konzerte, Schachspieler und Rollerblader gehören ebenso zum Bild wie historische Denkmäler.
Besonders für Reisende aus Deutschland ist der Retiro-Park Madrid ein idealer Ort, um nach Museumsbesuchen oder Stadtbummel Tempo herauszunehmen, sich zu orientieren und Madrid „wie eine Madrilenin oder ein Madrilene“ zu erleben. Nicht zufällig empfehlen renommierte Reiseführer wie „Marco Polo Madrid“ und das „ADAC Reisemagazin Spanien“ den Park als Pflichtstopp jeder Städtereise.
Geschichte und Bedeutung von Parque del Retiro
Die Geschichte des Parque del Retiro spiegelt die politischen und kulturellen Umbrüche Spaniens wider. Seine Wurzeln reichen in das 17. Jahrhundert zurück. Unter König Philipp IV. aus dem Haus Habsburg wurde in den 1630er- und 1640er-Jahren ein weitläufiger Schloss- und Gartenkomplex außerhalb der damaligen Stadtmauern angelegt: der „Real Sitio del Buen Retiro“, der königliche Sitz der guten Muße. Historische Darstellungen, unter anderem vom Prado-Museum und von der spanischen Kulturverwaltung, betonen, dass der Retiro ursprünglich als Rückzugsort des Hofes diente – ein Ort für Feste, Theateraufführungen und höfische Zeremonien.
Große Teile des ursprünglichen Palastes wurden im 19. Jahrhundert zerstört, insbesondere während der Napoleonischen Besatzung und der anschließenden Konflikte. Die Gartenanlagen wurden jedoch im Laufe der Jahre umgestaltet und der Stadt angepasst. Im 19. Jahrhundert verlor der Hof das exklusive Nutzungsrecht, und ab der Mitte des Jahrhunderts entwickelte sich der Retiro schrittweise zum öffentlichen Park für die Bürger Madrids. Spanische Historiker sprechen vom Retiro als einem Symbol des Übergangs von absolutistischer Hofkultur zu einem bürgerlichen, offenen Stadtraum.
Ein markanter Wendepunkt war die Weltausstellung von 1887 in Madrid, für die Teile des Parks als Ausstellungsflächen dienten. Viele Pavillons verschwanden wieder, doch Strukturen wie der Palacio de Velázquez erinnern bis heute an diese Epoche. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich der Retiro zu einem demokratisierten Freizeit- und Kulturraum – mit Kinderzonen, Sportflächen, Lesesälen und Open-Air-Bühnen.
Im Jahr 2021 wurden der Retiro-Park und das angrenzende „Barrio de las Letras“ (Literatenviertel) von der UNESCO gemeinsam mit dem Paseo del Prado in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Die UNESCO beschreibt den Komplex „Paseo del Prado und Buen Retiro, Landschaft der Künste und Wissenschaften“ als frühes Beispiel einer europäischen Stadtplanung, die Natur, Wissenschaft und Kunst in enger räumlicher Verbindung denkt. Damit wurde die Bedeutung des Parks weit über Madrid hinaus offiziell anerkannt – eine Anerkennung, die ihn für kulturinteressierte Reisende aus Deutschland zusätzlich interessant macht.
Auch in der spanischen Literatur und Malerei taucht der Retiro immer wieder auf. Autoren der „Generación del 98“ und später der Madrider Nachkriegsliteratur beschrieben ihn als Ort der Reflexion und als Bühne gesellschaftlicher Debatten. Für Madrid ist der Parque del Retiro daher nicht nur ein Freizeitgelände, sondern ein identitätsstiftender Kulturschatz, der die Verbindung von Monarchie, Moderne und demokratischer Stadtgesellschaft sichtbar macht.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Was den Retiro-Park Madrid von vielen anderen Stadtparks unterscheidet, ist die Dichte an bedeutenden Kunstwerken, Gartenarchitekturen und historischen Strukturen. Besucherinnen und Besucher erleben hier nicht nur Wiesen, Bäume und Wege, sondern ein Freiluft-Ensemble aus Skulpturen, Pavillons und thematischen Gärten.
Herzstück ist der „Estanque Grande del Retiro“, der große künstliche See im Norden des Parks. Er wurde bereits im 17. Jahrhundert angelegt und diente ursprünglich als Bühne für Wasserfeste und nautische Inszenierungen des Hofes. Heute können Besucher Ruderboote mieten und die Szenerie vom Wasser aus genießen. Am Ostufer erhebt sich ein monumentales Denkmal für König Alfons XII., das Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts gestaltet wurde. Laut Angaben der Stadt Madrid und Kunsthistorikern, die von der spanischen Zeitung „El País“ zitiert werden, wurde das Ensemble maßgeblich vom Architekten José Grases Riera entworfen. Der halbkreisförmige Säulenkranz, die Reiterstatue und die breite Treppe zum Wasser gehören zu den meistfotografierten Motiven Madrids.
Ein weiteres ikonisches Bauwerk ist der „Palacio de Cristal“, der Glaspalast im südlichen Teil des Parks. Er wurde 1887 im Zuge einer Ausstellung über Flora aus den Philippinen errichtet und ist, wie die Kulturinstitution „Museo Reina Sofía“ erklärt, von britischen Gewächshaus-Bauten wie dem Crystal Palace in London inspiriert. Der filigrane Bau aus Glas und Eisen liegt an einem kleinen See, umgeben von üppigem Grün. Heute dient er als Außenstelle des Reina-Sofía-Museums und beherbergt wechselnde zeitgenössische Kunstinstallationen. Der Eintritt in den Palacio de Cristal ist in der Regel kostenlos; die genauen Modalitäten werden von der Museumsverwaltung festgelegt und können sich ändern, weshalb ein Blick auf die offizielle Website des Museo Reina Sofía empfohlen wird.
Gleich in der Nähe steht der „Palacio de Velázquez“, benannt nach dem Architekten Ricardo Velázquez Bosco. Auch er entstand im Kontext der Weltausstellungen des späten 19. Jahrhunderts und kombiniert Backstein, Eisen und Keramikdekoration im damals beliebten eklektischen Stil. Wie der Palacio de Cristal wird er heute vor allem für temporäre Kunstschauen genutzt. Zusammen bilden beide Paläste eine Art „weißen Kubus im Grünen“ – ein Dialog zwischen Natur und Avantgarde, den Kunstkritiker immer wieder hervorheben.
Über den Park verteilt findet sich eine Vielzahl an Skulpturen, Springbrunnen und Denkmälern. Besonders bekannt ist der „Fuente del Ángel Caído“, der Brunnen mit dem gefallenen Engel. Er gilt als eines der wenigen prominenten Denkmäler weltweit, die Luzifer zum Thema haben. Laut Recherchen in spanischen Kulturquellen und Reiseführern liegt der Brunnen auf etwa 666 m über dem Meeresspiegel – eine Zahl, die immer wieder für mythische Deutungen sorgt, auch wenn die Stadtverwaltung keine symbolische Absicht bestätigt. Für Besucher ist der Brunnen vor allem ein markanter, leicht mystischer Stopp auf einem Spaziergang durch die südliche Parkhälfte.
Botanisch bietet der Retiro eine Mischung aus geometrischen, formalen Anlagen und landschaftlich gestalteten Bereichen. Der „Jardín de Vivaces“ mit seiner saisonalen Bepflanzung, Rosenbeete und der „Jardines de Cecilio Rodríguez“, ein traditioneller Garten mit Springbrunnen und Pfauen, zeigen verschiedene Stadien spanischer Gartenkunst. Offizielle Stadtpläne und Informationsschilder vor Ort helfen bei der Orientierung. Kunsthistoriker betonen, dass man im Retiro verschiedene Stilphasen – vom barocken Garten bis zur romantischen Landschaftsgestaltung – auf relativ kleiner Fläche verfolgen kann.
Für Familien wichtig: Im Park gibt es mehrere Spielplätze, unter anderem nahe der Avenida de México. Zudem finden sich öffentliche Sportflächen, Joggingrouten und Fahrradwege. Die Stadt Madrid nutzt den Retiro außerdem regelmäßig als Bühne für Kultur- und Sportveranstaltungen, etwa für Lesetage, kleine Festivals oder Laufveranstaltungen. Ein eigenes Umweltbildungszentrum, die „Aula Ambiental La Cabaña del Retiro“, organisiert saisonale Aktivitäten rund um Natur- und Klimaschutz, was das offizielle Programm des Bezirks Retiro belegt.
Retiro-Park Madrid besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise aus Deutschland
Der Retiro-Park Madrid liegt unmittelbar östlich der historischen Innenstadt, zwischen der Achse Paseo del Prado und dem Stadtteil Salamanca. Die nächste ikonische Kreuzung ist die Plaza de la Independencia mit der Puerta de Alcalá, einem der markantesten Stadttore Madrids. Der Haupteingang am monumentalen Tor ist für viele Besucher der beeindruckendste Zugang zum Park.
Für Reisende aus Deutschland ist Madrid von mehreren Flughäfen gut erreichbar. Direktflüge von Frankfurt (FRA), München (MUC), Berlin (BER), Düsseldorf (DUS) oder Hamburg (HAM) dauern in der Regel rund 2,5 bis 3 Stunden, abhängig von Flugroute und Wetterbedingungen. Vom Flughafen Madrid-Barajas Adolfo Suárez gelangt man mit der Metro, dem Vorortzug (Cercanías) oder Taxi in etwa 30 bis 45 Minuten ins Stadtzentrum; von dort ist der Retiro mit der Metro (z.?B. Station „Retiro“, Linie 2) oder zu Fuß erreichbar. Auch mit der Bahn ist Madrid angebunden: Hochgeschwindigkeitszüge (AVE) verbinden Madrid mit Barcelona, Sevilla oder Valencia, sodass sich der Retiro gut in Spanien-Rundreisen einbauen lässt. - Öffnungszeiten
Der Parque del Retiro ist nach Angaben der Stadt Madrid grundsätzlich täglich geöffnet, mit saisonal wechselnden Zeiten. Typischerweise öffnet der Park am Morgen und schließt nach Einbruch der Dunkelheit. Konkrete Uhrzeiten – etwa 6:00 oder 7:00 Uhr bis 22:00 oder 24:00 Uhr – können je nach Jahreszeit und städtischer Regelung variieren, insbesondere bei Wetterwarnungen wie stürmischem Wind. Die Stadt veröffentlicht kurzfristige Hinweise auf ihrer offiziellen Website. Es empfiehlt sich daher, kurz vor dem Besuch die aktuellen Informationen auf den Seiten des Ayuntamiento de Madrid zu prüfen. - Eintritt
Der Zugang zum Retiro-Park selbst ist kostenlos. Weder für den Eintritt in den Park noch für das Flanieren, den See oder die meisten Denkmäler wird ein Ticket benötigt. Für Sonderausstellungen, etwa im Palacio de Velázquez oder im Palacio de Cristal, können je nach Veranstalter gesonderte Regelungen gelten. Oft ist auch dort der Eintritt frei, einzelne Formate können jedoch ausgenommen sein. Da Preise und Modalitäten sich ändern können, ist ein Blick auf die Website des Museo Reina Sofía und der Stadt Madrid vorab sinnvoll. - Beste Reisezeit und ideale Tageszeit
Madrid hat ein kontinentales Klima mit heißen Sommern und eher milden Wintern. Für eine Städtereise, bei der der Retiro eine wichtige Rolle spielt, empfehlen viele Reiseführer Frühling (April bis Juni) und Herbst (September bis Oktober). Dann sind die Temperaturen meist angenehm zwischen etwa 15 und 25?°C, die Bäume stehen im frischen Grün oder in warmer Herbstfärbung, und der Park ist belebt, aber nicht überfüllt. Im Hochsommer können Werte deutlich über 30?°C liegen; dann eignet sich der Retiro vor allem in den frühen Morgenstunden oder in den langen, lauen Abenden als schattiger Rückzugsort. Im Winter ist der Park ruhiger, aber die klare Luft und das oft sonnige Wetter machen Spaziergänge ebenso reizvoll.
Hinsichtlich Tageszeit lohnt sich der Besuch besonders am Vormittag für ruhige Spaziergänge sowie gegen Sonnenuntergang, wenn der See und das Denkmal für Alfons XII. in warmes Licht getaucht werden. Wochenenden sind deutlich stärker frequentiert als Werktage, bieten aber auch das lebendigste Bild mit Straßenkünstlern, Puppenspielen und spontanen Konzerten. - Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung und Trinkgeld
In Madrid ist Spanisch die Amtssprache. In touristisch geprägten Bereichen, zu denen auch die Umgebung des Retiro zählt, kommen Reisende mit Englisch meist gut zurecht, vor allem in Hotels, Museen und Restaurants. Deutsch wird deutlich seltener gesprochen, ist aber in größeren Häusern und bei einigen Stadtführungen gelegentlich verfügbar. Für simple Situationen lohnt es sich, ein paar spanische Floskeln zu beherrschen („hola“, „gracias“, „por favor“).
Beim Bezahlen ist Kartenzahlung weit verbreitet. Kreditkarten (Visa, Mastercard) werden in den meisten Cafés, Restaurants und Geschäften akzeptiert, ebenso kontaktloses Zahlen mit Smartphone oder Smartwatch. Kleinere Beträge – etwa an Kiosken oder für Straßenkünstler – werden jedoch häufig in bar beglichen. Ein Mix aus Karte und etwas Bargeld in Euro ist daher sinnvoll. Trinkgeld ist in Spanien nicht so formal geregelt wie in einigen anderen Ländern: In Cafés und Bars werden oft kleine Beträge aufgerundet, im Restaurant sind 5 bis 10?% üblich, wenn man zufrieden ist. Für Stadtführer oder Musiker im Park ist eine freiwillige Anerkennung nach eigenem Ermessen üblich. - Einreisebestimmungen, Zeitverschiebung und Sicherheit
Spanien ist Mitglied der Europäischen Union und des Schengen-Raums. Deutsche Staatsbürger können in der Regel mit Personalausweis oder Reisepass einreisen. Da Regelungen sich ändern können, sollten Reisende vor der Abreise die aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Für die medizinische Versorgung in Spanien empfiehlt sich die Mitnahme der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) sowie gegebenenfalls einer zusätzlichen Auslandskrankenversicherung.
Madrid liegt in derselben Zeitzone wie Deutschland (Mitteleuropäische Zeit bzw. Mitteleuropäische Sommerzeit), sodass keine Zeitumstellung nötig ist. Sicherheitshalber sollte man – wie in jeder Großstadt – auf Taschendiebstahl achten, vor allem in der Nähe großer Zugänge, bei Veranstaltungen und rund um den See, wenn es sehr voll ist. Die Stadtpolizei zeigt im Retiro regelmäßige Präsenz. - Orientierung, Infrastruktur und Barrierefreiheit
Der Park verfügt über zahlreiche Zugänge; wichtige Eingänge befinden sich an der Puerta de Alcalá, an der Plaza de la Independencia, an der Plaza de España de Chile sowie gegenüber des Bahnhofs Atocha. Informationspläne am Rand des Parks geben Orientierung. Wege sind überwiegend befestigt und relativ ebenerdig, sodass der Park im Allgemeinen gut für Kinderwagen und viele Rollstuhlnutzer geeignet ist, auch wenn einzelne Bereiche mit Gefälle oder Schotterwegen anspruchsvoller sein können.
Im Park finden sich verteilt Kioske, kleine Cafés und saisonale Verkaufsstände, an denen Getränke und Snacks erhältlich sind. Öffentliche Toiletten sind an mehreren Punkten eingerichtet; im Umfeld des Parks stehen weitere sanitäre Anlagen in Cafés und Museen zur Verfügung. Besonders praktisch für Städtereisende: In der Nähe des Retiro liegen zahlreiche Hotels unterschiedlicher Kategorien; viele werben explizit mit der fußläufigen Distanz zum Park.
Warum Parque del Retiro auf jede Madrid-Reise gehört
Für viele Madrid-Besucher ist der Retiro-Park mehr als nur ein zusätzlicher Programmpunkt – er ist der Ort, an dem sich die Stadt emotional erschließt. Während der Prado oder das Reina Sofía Kunst in musealen Räumen präsentieren, verknüpft der Parque del Retiro Kultur und Alltag unter freiem Himmel. Hier treffen Ruderboote und Skateboards auf barocke Gartenachsen, moderne Kunst auf alte Bäume und zeitgenössische Jogger auf historische Denkmäler.
Gerade für Reisende aus Deutschland, die oft einen dicht gefüllten Städtetrip mit mehreren Museumsbesuchen planen, bietet der Retiro eine wichtige Balance. Nach Stunden in den Galerien ist der Weg in den Park kurz, aber der Perspektivwechsel groß: Statt sich durch Säle zu bewegen, kann man auf einer Bank sitzen, das Treiben beobachten, ein Bocadillo essen und sich an Straßentheater oder Musik erfreuen. In diesem Sinne erfüllt der Retiro eine ähnliche Rolle wie der Englische Garten in München oder der Tiergarten in Berlin – doch mit der besonderen Lichtstimmung, Geräuschkulisse und Lebensfreude Madrids.
Hinzu kommt die Nähe zu weiteren Sehenswürdigkeiten. Die Puerta de Alcalá markiert den Übergang vom repräsentativen Paseo del Prado in die grüne Weite des Parks. In wenigen Gehminuten erreichen Besucher den Bahnhof Atocha mit seinem tropisch angelegten Innenhof, den Botanischen Garten, das Prado-Museum oder die noble Einkaufsstraße Serrano. Der Retiro dient quasi als „Drehscheibe“ der Stadt, von der aus sich viele Erkundungen planen lassen.
Wer den Park bewusst erlebt, kann mehrere Themen miteinander verbinden: eine kulturhistorische Route zu Denkmälern und Palästen, eine naturorientierte Tour durch die botanischen Bereiche, eine Familienrunde über Spielplätze und Bootsverleih oder eine sportliche Einheit am Morgen. Viele Reiseführer empfehlen, mindestens zwei Besuche einzuplanen – etwa einen am Tag für Architektur und Natur sowie einen in den Abendstunden, wenn Musiker und Künstler die Hauptwege säumen.
Auch in der Wahrnehmung der Madrilenen spielt der Retiro eine besondere Rolle: Er ist Treffpunkt für politische Kundgebungen, Ort für Yoga im Grünen, Kulisse für Hochzeitsfotos und schlicht Alltagshintergrund für Hundespaziergänge. Wer hier eine Weile verweilt, bekommt einen authentischen Eindruck davon, wie die spanische Hauptstadt lebt – jenseits von Tapasbars und Sightseeing-Routen. Insofern ist der Besuch des Retiro-Parks Madrid nicht nur empfehlenswert, sondern fast unverzichtbar, um Madrid in seiner ganzen Bandbreite zu verstehen.
Retiro-Park Madrid in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In den sozialen Medien ist der Parque del Retiro längst zu einem Lieblingsmotiv geworden: Sonnenuntergänge am See, Spiegelungen im Palacio de Cristal und Street-Performer vor der Kulisse historischer Denkmäler prägen das Bild des Parks auf Instagram, TikTok und Co. Viele Reisende teilen Ruderboot-Selfies, Zeitraffer von Joggingrunden oder kurze Clips von spontanen Konzerten. Die visuelle Vielfalt des Parks – von ruhigen Wegen bis zu belebten Plätzen – macht ihn zu einem idealen Schauplatz für Reels und Stories.
Retiro-Park Madrid — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Retiro-Park Madrid
Wo liegt der Retiro-Park Madrid genau?
Der Retiro-Park Madrid befindet sich östlich der historischen Innenstadt von Madrid, Spanien, zwischen dem Paseo del Prado und dem Stadtteil Salamanca. Wichtige Orientierungspunkte sind die Puerta de Alcalá an der Plaza de la Independencia und der Bahnhof Atocha im Süden. Mehrere Metro-Stationen, darunter „Retiro“ (Linie 2), erschließen den Park.
Seit wann ist der Parque del Retiro öffentlich zugänglich?
Der Parque del Retiro wurde im 17. Jahrhundert als königlicher Rückzugsort angelegt und war zunächst der Hofgesellschaft vorbehalten. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurde er schrittweise für die Öffentlichkeit geöffnet und entwickelte sich zum heutigen Stadtpark. Genau datierte Öffnungsschritte werden in historischen Quellen unterschiedlich angegeben, doch Konsens ist, dass der Retiro seit dem späten 19. Jahrhundert als öffentlicher Park genutzt wird.
Welche Highlights sollte man im Retiro-Park Madrid nicht verpassen?
Zu den wichtigsten Highlights zählen der große See „Estanque Grande“ mit dem monumentalen Denkmal für König Alfons XII., der Glaspalast „Palacio de Cristal“, der „Palacio de Velázquez“ mit wechselnden Ausstellungen sowie die Puerta de Alcalá am nördlichen Parkrand. Viele Besucher empfehlen außerdem einen Besuch des Brunnens „Fuente del Ángel Caído“ und einen entspannten Spaziergang durch die geometrischen Gärten und Rosenanlagen.
Wie viel Zeit sollte man für den Parque del Retiro einplanen?
Für einen ersten Eindruck kann eine Stunde genügen, etwa für einen Spaziergang vom Eingang an der Puerta de Alcalá zum See und zurück. Wer den Park intensiver erleben möchte, inklusive Ruderbootfahrt, Fotostopps an den Palästen und vielleicht einem Café-Besuch, sollte eher zwei bis drei Stunden einplanen. Viele Reisende kehren im Laufe eines Madrid-Aufenthalts mehrfach in den Retiro zurück, etwa morgens zum Joggen und abends zum Sonnenuntergang.
Wann ist die beste Jahreszeit für einen Besuch des Retiro-Parks?
Als besonders angenehm gelten Frühling und Herbst, wenn Temperaturen und Lichtverhältnisse ideal für längere Spaziergänge sind. Der Frühling bietet frisches Grün und Blüten, im Herbst überzeugen warme Farben und mildes Wetter. Im Sommer lohnt sich der Park vor allem als schattiger Rückzugsort außerhalb der Mittagshitze, im Winter ist er ruhiger, aber durch häufig sonnige Tage dennoch attraktiv.
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