Redwood National Park zwischen Urwaldriesen und Pazifikküste
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 17:34 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Redwood National Park liegt bei Crescent City an der nordkalifornischen Pazifikküste. Das Schutzgebiet verbindet Küstenmammutbaumwälder mit Flüssen, Prärien, Eichenwäldern und offenen Strandabschnitten. Zwischen den Baumstämmen entsteht ein Landschaftsbild, in dem Höhe, Feuchtigkeit und Meeresnähe unmittelbar nebeneinander stehen.
Redwood National Park und die Bäume der Pazifikküste
Die Küstenmammutbäume, wissenschaftlich Sequoia sempervirens, bilden den sichtbarsten Charakter des Parks. Ihre geraden Stämme steigen aus einem Unterwuchs aus Farnen, Moosen und immergrünen Pflanzen auf. Das Blätterdach liegt weit über dem Boden und prägt die Wege durch die Waldgebiete.
Die Baumart existiert seit rund 160 Millionen Jahren. Ihre heutigen natürlichen Bestände liegen an der feuchten Westküste Nordamerikas. Im Redwood National Park stehen alte Küstenmammutbäume neben jüngeren Waldflächen, Bächen und offenen Bereichen. Die Verbindung dieser Lebensräume gehört zum Schutzgedanken des Parks.
Das Holz der Küstenmammutbäume besitzt eine rötliche Färbung, die an Schnittflächen und abgestorbenen Stämmen deutlich hervortritt. Am lebenden Baum bestimmen dagegen die gewaltigen Stämme, die schmale Silhouette und die Höhe den Eindruck. Wege führen zwischen einzelnen Baumriesen, dichtem Farnbewuchs und liegendem Totholz.
Redwood National Park als Küstenlandschaft
Der Park liegt in den westlichen Klamath Mountains, nördlich von Humboldt County und südlich der Grenze zu Oregon. Seine Landschaft reicht von bewaldeten Hängen bis an den Pazifischen Ozean. Flüsse, Bäche und schmale Täler gliedern das Gelände.
Die Küste zeigt sich mit Fels, Sand, Brandung und offenen Wiesen. Im Landesinneren wechseln sich Waldhänge und Prärien ab. Dadurch besteht Redwood National Park nicht aus einer einzigen Waldfläche, sondern aus miteinander verbundenen Lebensräumen. Die Pazifikküste bildet dabei einen sichtbaren Gegenpol zum geschlossenen Wald.
Zu den prägenden Flüssen zählt der Redwood Creek. Auch der Klamath River und der Smith River gehören zur Landschaft des regionalen Schutzverbunds. An den Flussläufen liegen Kiesbänke, Ufervegetation und bewaldete Hänge. Die Gewässer durchziehen die Landschaft als eigenständige Elemente zwischen Wald und Küste.
Die staatlichen Schutzgebiete Prairie Creek Redwoods, Del Norte Coast Redwoods und Jedediah Smith Redwoods ergänzen den Nationalpark. Gemeinsam bilden sie Redwood National and State Parks. Diese Verbindung umfasst Wälder, Flussläufe, Prärien und Küstenbereiche.
Redwood National Park zwischen Schutzgeschichte und Welterbe
Redwood National Park entstand am 2. Oktober 1968 durch einen Beschluss des US-Kongresses. Der Nationalpark schloss an drei kalifornische State Parks an, die in den 1920er Jahren eingerichtet worden waren. Die staatlichen Gebiete bewahren unter anderem Prairie Creek Redwoods, Del Norte Coast Redwoods und Jedediah Smith Redwoods.
Der Schutzverbund wurde 1978 erweitert. Seit Mai 1994 arbeiten der National Park Service und California State Parks bei der Verwaltung der vier Parkeinheiten zusammen. Der Verwaltungssitz von Redwood National and State Parks liegt in Crescent City.
Im Jahr 1980 nahm die UNESCO Redwood National and State Parks in die Welterbeliste auf. Der formale Status bezieht sich auf die alten Küstenmammutbaumwälder und die damit verbundenen Küsten-, Fluss- und Waldlandschaften. Die UNESCO-Welterbestätte umfasst einen Schutzraum am nördlichen Abschnitt der kalifornischen Küste.
Die Gesamtfläche des gemeinsamen Schutzgebiets beträgt 54.168 Hektar. Davon entfallen 16.442 Hektar auf alte Redwood-Wälder. Die alten Redwood-Wälder stehen dabei nicht isoliert, sondern in Verbindung mit Prärien, Flüssen, Eichenbeständen und dem Pazifik.
Die Geschichte des Gebiets umfasst auch die Arbeit der Save the Redwoods League. Die Organisation wurde 1918 gegründet. In den 1920er Jahren entstanden die drei staatlichen Redwood-Parks, bevor 1968 der Bundespark hinzukam. Jedediah Smith Redwoods State Park liegt östlich von Crescent City am Smith River.
Redwood National Park besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Redwood National Park liegt an der Nordküste Kaliforniens bei Crescent City, nahe der Grenze zu Oregon. Die Zufahrt erfolgt über den U.S. Highway 101 und den U.S. Highway 199.
- Das Gelände reicht von der Pazifikküste bis in bewaldete Bergtäler. Wege führen über Waldflächen, Prärien, Flussufer und Strandabschnitte; einzelne Küstenbereiche enthalten Fels und wechselnde Untergründe.
- Der Verwaltungssitz von Redwood National and State Parks befindet sich in Crescent City. Die staatlichen Parkeinheiten liegen entlang der Küste und im Tal des Smith River.
- Amtssprache ist Englisch, gezahlt wird in US-Dollar.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
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Redwood National Park: häufige Fragen
Wo liegt Redwood National Park?
Redwood National Park liegt an der nordkalifornischen Pazifikküste bei Crescent City. Das Schutzgebiet reicht bis nahe an die Grenze zu Oregon und umfasst Küsten-, Wald- und Flusslandschaften.
Was bietet ein Besuch im Redwood National Park?
Zu sehen sind alte Küstenmammutbaumwälder, Prärien, Flüsse, bewaldete Täler und Abschnitte der Pazifikküste. Wege verbinden diese Landschaftsräume innerhalb des gemeinsamen Schutzgebiets.
Was kennzeichnet Redwood National Park?
Der Park verbindet die Küstenmammutbaumwälder mit drei kalifornischen State Parks. Redwood National Park wurde 1968 gegründet und gehört seit 1980 zum UNESCO-Welterbe.
