Queen-Elizabeth-Nationalpark, Uganda Reise

Queen-Elizabeth-Nationalpark: Ugandas Wildnisjuwel bei Kasese neu entdecken

19.06.2026 - 09:48:48 | ad-hoc-news.de

Zwischen Vulkanbergen und dem Edwardsee spannt der Queen-Elizabeth-Nationalpark bei Kasese in Uganda eine Savannenbühne auf, auf der Löwen Bäume erklimmen und Flusspferde im Kanal dösen – warum dieses Schutzgebiet deutsche Reisende besonders fasziniert.

Queen-Elizabeth-Nationalpark, Uganda Reise, Safari und Natur
Queen-Elizabeth-Nationalpark, Uganda Reise, Safari und Natur

Im ersten Licht des Tages liegt ein feiner Nebelschleier über der Savanne, Nilgänse ziehen über den Kazinga-Kanal, im Hintergrund zeichnen sich die schneebedeckten Gipfel des Ruwenzori-Gebirges ab – der Queen-Elizabeth-Nationalpark (auf Deutsch sinngemäß „Königin-Elizabeth-Nationalpark“), international als Queen Elizabeth National Park bekannt, gehört zu den eindrucksvollsten Naturlandschaften Ostafrikas und ist das Natur-Wahrzeichen der Region Kasese im Westen Ugandas.

Wer hier unterwegs ist, erlebt nicht nur klassische Safari-Momente mit Elefantenherden und Büffeln, sondern ein seltenes Schauspiel: Löwen, die auf Bäume klettern, und Flusspferde, die im Wasserweg zwischen zwei Seen fast zum Greifen nah sind. Für Reisende aus Deutschland ist der Queen-Elizabeth-Nationalpark ein faszinierendes Ziel, das ursprüngliche afrikanische Wildnis mit relativ gut erreichbarer Infrastruktur verbindet.

Queen-Elizabeth-Nationalpark: Das ikonische Wahrzeichen von Kasese

Der Queen-Elizabeth-Nationalpark liegt im Westen Ugandas, grob auf halbem Weg zwischen der Hauptstadt Kampala und der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo, unweit der Bezirksstadt Kasese. Das Schutzgebiet gehört laut der Uganda Wildlife Authority zu den bekanntesten Nationalparks des Landes und ist nach dem Bwindi-Impenetrable-Nationalpark und dem Murchison-Falls-Nationalpark einer der meistbesuchten Parks Ugandas, weil er Savanne, Feuchtgebiete und Kraterlandschaft kombiniert.

Offizielle Informationen der Uganda Wildlife Authority und des Uganda Tourism Board beschreiben den Park als rund 1.978 km² große Landschaft, die sich vom George- zum Edwardsee erstreckt und von einem natürlichen Wasserweg verbunden wird: dem Kazinga-Kanal. Diese Zahl wird in internationalen Reiseinformationen wie dem britischen Auslandsministerium und etablierten Reiseverlagen bestätigt, die den Queen-Elizabeth-Nationalpark als einen der größten und artenreichsten Parks Ugandas einordnen.

Typisch für das Erlebnis im Park sind weite, leicht gewellte Savannenflächen, unterbrochen von Akazienbäumen, Euphorbien und Feuchtgebieten entlang des Kanals und der Seen. Dazu kommen dutzende erloschene Explosionstrichter und Kraterseen im sogenannten Ndali-Kasenda- und im nördlichen Kratergebiet des Parks. Deutsche Reisemagazine und Naturdokus betonen immer wieder die „Bühnenhaftigkeit“: Wer hier unterwegs ist, sieht gleich mehrere Landschaftstypen, die anderswo im Land auf verschiedene Regionen verteilt sind.

Ein ikonisches Motiv, das in Bildbänden und Natursendungen häufig verwendet wird, sind die sogenannten „Baumkletter-Löwen“ im südlichen Ishasha-Sektor des Parks. Hier ruhen Löwen tagsüber auf Ästen großer Feigen- und Akazienbäume – ein Verhalten, das nur an wenigen Orten in Afrika regelmäßig beobachtet wird und dem Queen-Elizabeth-Nationalpark besondere Bekanntheit verschafft. Fotoserien von Nationalparks Afrikas und Safari-Spezialisten erwähnen den Park deshalb oft in einem Atemzug mit Tansanias Serengeti, obwohl die Landschaft deutlich kompak­ter und abwechslungsreicher wirkt.

Geschichte und Bedeutung von Queen Elizabeth National Park

Der Queen Elizabeth National Park ist nicht nur eine Landschaft, sondern auch ein Spiegel kolonialer und nachkolonialer Geschichte in Ostafrika. Die Wurzeln des Schutzgebiets reichen in die 1950er Jahre zurück: Britische Verwaltungsdokumente und Uganda-Tourismusinformationen verweisen darauf, dass die Region zunächst als mehrere Wildreservate ausgewiesen wurde, bevor sie 1952 unter kolonialer Verwaltung zum Nationalpark erklärt wurde. Damit ist der Park älter als viele unabhängige Staaten Afrikas und entstand in derselben Dekade wie der Serengeti-Nationalpark in Tansania.

Kurz nach der formalen Ausweisung erhielt der Park den Namen „Queen Elizabeth National Park“ – zu Ehren der britischen Monarchin Elisabeth II., die 1954 in der Region war. Historische Überblicksdarstellungen zu Uganda betonen, dass solche Namensgebungen typisch für die Spätphase des britischen Empire in Afrika waren, um Loyalität zu symbolisieren und zugleich touristisches Interesse aus Europa zu fördern. Aus heutiger Perspektive steht der Name daher auch für die koloniale Vergangenheit der Region.

Nach der Unabhängigkeit Ugandas im Jahr 1962 blieb der Name des Parks weitgehend unverändert, wenngleich es zwischenzeitlich, insbesondere in den politisch unruhigen 1970er- und 1980er-Jahren, Versuche gab, koloniale Bezüge in Ortsnamen zu reduzieren. Reiseführer und historische Rückblicke beschreiben, dass der Queen-Elizabeth-Nationalpark in dieser Zeit unter Wilderei und politischer Instabilität litt, ähnlich wie viele Schutzgebiete im östlichen und zentralen Afrika.

Mit der Stabilisierung Ugandas seit den 1990er-Jahren und dem wachsenden internationalen Interesse an Natur- und Ökotourismus gewann der Park wieder an Bedeutung. Offizielle Statistiken der ugandischen Tourismusbehörden sprechen von jährlich mehreren zehntausend Besuchern; konkrete, verlässliche Gesamtzahlen schwanken zwischen den Quellen und werden daher hier bewusst nur allgemein eingeordnet. Klar ist jedoch: Der Park gehört heute zu den tragenden Säulen des internationalen Tourismus in Uganda.

Ökologisch ist der Queen-Elizabeth-Nationalpark Teil des sogenannten Albertine Rift, einer besonders artenreichen Zone am westlichen Ostafrikanischen Grabenbruch. Naturschutzorganisationen und Forschungsinstitutionen betonen, dass hier Savannen- und Waldarten aufeinandertreffen und dass die Seen, Feuchtgebiete und Krater eine Vielzahl von Lebensräumen bieten. Dadurch wird der Park zu einem wichtigen Mosaikstein für den Schutz von Säugetieren, Vögeln und Reptilien in Ostafrika.

Eine formale Aufnahme auf die UNESCO-Welterbeliste besitzt der Queen-Elizabeth-Nationalpark im Gegensatz zu anderen afrikanischen Schutzgebieten (etwa Serengeti oder Ngorongoro in Tansania) nicht. Er wird jedoch in den Fachunterlagen der UNESCO zum Albertine Rift und in verschiedenen Studien zum globalen Biodiversitätsschutz als bedeutende „Key Biodiversity Area“ beziehungsweise als Teil größerer Ökosystemzusammenhänge genannt. Fachleute betonen vor allem die Rolle des Parks als Korridor zwischen benachbarten Schutzgebieten in Uganda und im angrenzenden Kongo.

Architektur, Naturkulissen und besondere Merkmale

Im Unterschied zu architektonischen Wahrzeichen in europäischen Städten besteht die „Architektur“ des Queen-Elizabeth-Nationalparks aus natürlichen Strukturen: Vulkanen, Kratern, Flussläufen und Seen. Für Reisende aus Deutschland, die mit den Hochgebirgslandschaften der Alpen vertraut sind, bietet der Park eine völlig andere Dramaturgie von Höhenlinien und Wasserflächen.

Der Park liegt zwischen dem Ruwenzori-Gebirge im Norden und dem Ankole-Hochland im Süden. Der Ruwenzori, auch „Mondberge“ genannt, erreicht Höhen von über 5.000 m und ist – ähnlich wie der Mont Blanc in Europa – eines der höchsten nicht-vulkanischen Gebirgsmassive Afrikas. An klaren Tagen bilden seine schneebedeckten Gipfel eine beeindruckende Kulisse am Nordhorizont des Parks. Reiseführer und Fotobände heben hervor, dass gerade diese Kombination aus Savanne im Vordergrund und vergletschertem Hochgebirge im Hintergrund äußerst selten ist.

Charakteristisch für den Queen-Elizabeth-Nationalpark sind mehrere Landschaftsbereiche:

Kazinga-Kanal: Der etwa 32 km lange natürliche Kanal verbindet den Lake George (Georgsee) im Nordosten mit dem Lake Edward (Edwardsee) im Südwesten. Bootsfahrten auf dem Kanal gehören laut Uganda Wildlife Authority und zahlreichen Safari-Anbietern zu den Höhepunkten eines Besuchs, da sich hier besonders viele Tiere konzentrieren: Flusspferde, Nilkrokodile, Elefanten und eine Vielzahl von Wasservögeln. Für Naturfotografie ist dieser Abschnitt einer der ergiebigsten im ganzen Land.

Nordsektor um Kasenyi: In den offenen Savannen nahe der Kasenyi-Ebene leben große Herden von Uganda-Kobs (eine Antilopenart) und Afrikanischen Büffeln, dazu Löwen, Leoparden und Tüpfelhyänen. Diese Region wird in Reiseliteratur häufig als klassisches „Game-Drive-Gebiet“ beschrieben – in etwa vergleichbar mit den weiten Grasflächen, die man aus Filmen über die Serengeti kennt, wenn auch landschaftlich etwas kleinteiliger.

Kraterlandschaften: Nördlich des Kazinga-Kanals zieht sich ein Band von Explosionstrichtern, in denen teils Kraterseen liegen. Aussichtspunkte wie der „Crater Drive“ bieten weite Blicke über mehrere Krater gleichzeitig, ähnlich einer Abfolge von Amphitheatern. Viele deutsche Besucher empfinden diesen Teil des Parks laut Reiseberichten als besonders fotogen, weil er sich von der eher flachen Savanne abhebt.

Ishasha-Sektor: Ganz im Süden des Parks, nahe der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo, liegt Ishasha – die Heimat der berühmten „Baumkletter-Löwen“. Hier prägen weite Grasflächen, verstreute Feigenbäume und ein breiter Fluss das Bild. Fachartikel zu Tierverhalten betonen, dass Löwen aus klimatischen Gründen vor allem an heißen Tagen die Bäume nutzen, um der Hitze zu entgehen und Insekten zu vermeiden. Für Besucher gilt Ishasha als eines der atmosphärisch dichtesten Safari-Gebiete Ugandas.

Der Queen-Elizabeth-Nationalpark ist außerdem ein Paradies für Vogelbeobachter: Ornithologische Quellen und der Uganda Birding Club führen mehr als 600 Vogelarten im Park und seiner weiteren Umgebung auf – darunter Eisvögel, Pelikane, Kronenkraniche, Geier und zahlreiche Singvögel. Konkrete Artenzahlen variieren je nach Quelle leicht, sind aber durch mehrere ornithologische Übersichten als außerordentlich hoch bestätigt. Damit zählt der Park zu den vogelreichsten Regionen in Ostafrika.

Kulturell ist die Region um den Park von mehreren Bevölkerungsgruppen geprägt, darunter die Bakiga und Banyankole im Süden und die Bakonjo und Batoro in den nördlichen und östlichen Randgebieten. Einige Community-betriebene Projekte rund um den Park – etwa Kulturpfade, traditionelle Tanzaufführungen oder Besuche in Kaffee- und Bananenplantagen – werden von ugandischen Tourismusorganisationen als Möglichkeit vorgestellt, Safari-Erlebnisse mit Einblicken in das Alltagsleben zu verbinden. Konkrete Angebote können sich jedoch ändern und sollten vor der Reise aktuell geprüft werden.

Queen-Elizabeth-Nationalpark besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Der Queen-Elizabeth-Nationalpark liegt im Westen Ugandas, etwa 370–400 km von Kampala entfernt. Für Reisende aus Deutschland erfolgt die Anreise meist per Flug nach Entebbe, dem internationalen Flughafen bei Kampala. Direktflüge aus Deutschland sind selten; gängig sind Umsteigeverbindungen über große Drehkreuze wie Istanbul, Doha, Dubai, Amsterdam oder Brüssel. Die Flugzeit inklusive Umstieg liegt je nach Verbindung oft zwischen 11 und 15 Stunden.
    Von Entebbe oder Kampala geht es per Inlandsflug oder auf dem Landweg weiter: Charter- und Linien-Kleinflugzeuge verbinden je nach Saison verschiedene Flugpisten in oder nahe dem Park. Alternativ kann die Strecke auf asphaltierten und teils unbefestigten Straßen mit Geländewagen zurückgelegt werden, was je nach Route und Verkehr meist 6–8 Stunden dauert. Deutsche Reiseveranstalter kombinieren den Queen-Elizabeth-Nationalpark oft mit dem Bwindi-Impenetrable-Nationalpark (Gorilla-Trekking) oder dem Kibale-Nationalpark (Schimpansen).
  • Öffnungszeiten
    Die ugandischen Nationalparks sind grundsätzlich ganzjährig geöffnet, und der Queen-Elizabeth-Nationalpark kann im Regelfall täglich besucht werden. Game Drives finden meist in den frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag statt, wenn die Tiere aktiv sind und die Temperaturen milder sind. Die konkreten Einfahrtszeiten und Gate-Öffnungszeiten können je nach Jahreszeit und Parkverwaltung leicht variieren – es empfiehlt sich, die aktuellen Angaben direkt bei der Uganda Wildlife Authority oder bei der gebuchten Lodge zu prüfen.
  • Eintrittsgebühren
    Die Uganda Wildlife Authority legt für alle Nationalparks des Landes offizielle Parkgebühren fest. Für internationale Besucher liegen diese, je nach Park, meist in einer Größenordnung von umgerechnet einigen zehn Euro pro Tag und Person; die Bezahlung erfolgt in US-Dollar oder per Karte und wird häufig über Safari-Veranstalter oder Lodges abgewickelt. Da sich Tarife und Wechselkurse ändern können, sollten Reisende die jeweils aktuellen Gebühren unmittelbar vor Reiseantritt über offizielle Stellen oder seriöse Reiseanbieter prüfen. Als grobe Orientierung sollten Reisende für Parkeintritte, Aktivitäten und Führungen ein Budget im oberen zweistelligen bis dreistelligen Euro-Bereich einplanen, abhängig von Aufenthaltsdauer und Komfortniveau.
  • Beste Reisezeit
    Uganda liegt am Äquator, der Queen-Elizabeth-Nationalpark weist jedoch aufgrund seiner Höhenlage ein vergleichsweise mildes Klima auf. Viele seriöse Reise- und Klimainformationen empfehlen als besonders angenehme Reisezeiten die relativ trockenen Monate Dezember bis Februar sowie Juni bis August. In diesen Perioden sind Straßen oft besser passierbar, und die Vegetation ist weniger dicht, was Tierbeobachtungen erleichtern kann.
    Regen ist jedoch grundsätzlich das ganze Jahr über möglich. In den regenreicheren Übergangsmonaten können Straßen aufgeweicht sein, die Landschaft wiederum wirkt dann besonders grün und atmosphärisch. Reisende aus Deutschland sollten sich bewusst machen, dass es trotz Nähe zum Äquator in den frühen Morgenstunden, insbesondere in der Nähe des Ruwenzori-Gebirges, überraschend frisch werden kann. Ein leichter Pullover oder eine Fleecejacke gehört daher unbedingt ins Gepäck.
  • Gesundheit, Sicherheit und Einreise
    Für Ugandareisen empfehlen Gesundheitsbehörden in Deutschland in der Regel Standardimpfungen auf aktuellem Stand und je nach Reiseart zusätzliche Impfungen wie Hepatitis A/B, Typhus oder Tollwut; teils wird für die Einreise aus bestimmten Regionen ein Gelbfieberimpfnachweis verlangt. Für konkrete, aktuelle Empfehlungen sollten Reisende rechtzeitig vor Abreise ein tropenmedizinisches Zentrum konsultieren. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ist außerhalb der EU dringend angeraten.
    Deutsche Staatsbürger benötigen für die Einreise nach Uganda in der Regel ein Visum, das online oder bei den Vertretungen Ugandas beantragt werden kann. Visapolitik kann sich ändern, ebenso Bestimmungen zu Gesundheitsnachweisen. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen.
    In sicherheitsrelevanten Fragen gilt Uganda im internationalen Vergleich für touristische Reisen in viele Regionen als grundsätzlich bereisbar, wobei lokale Spannungen, Kriminalität und Straßenverkehr ein erhöhtes Maß an Aufmerksamkeit erfordern. Für Grenzgebiete zur Demokratischen Republik Kongo, zu Südsudan oder in andere konfliktanfällige Regionen können verschärfte Warnungen oder Hinweise gelten. Auch hier ist der Blick auf die tagesaktuellen Empfehlungen des Auswärtigen Amts unerlässlich.
  • Sprache, Währung und Zahlung
    In Uganda ist Englisch neben mehreren lokalen Sprachen – darunter Luganda und Runyankole – offizielle Amtssprache und im Bildungs- und Tourismusbereich weit verbreitet. Deutsch wird selten gesprochen, doch in Lodges, Camps und bei Safari-Guides in und um den Queen-Elizabeth-Nationalpark ist Englisch in aller Regel ausreichend, um Touren zu organisieren und Fragen zu klären.
    Die Landeswährung ist der Uganda-Schilling (UGX). In großen Städten wie Kampala oder Entebbe sind Geldautomaten verbreitet, im ländlichen Raum und an den Parkrändern jedoch deutlich seltener. Viele Lodges und etablierte Safari-Anbieter akzeptieren internationale Kreditkarten, teils auch mobile Bezahldienste. Reisende sollten dennoch eine Kombination aus Karte und etwas Bargeld in US-Dollar sowie Uganda-Schilling mitführen. Euro (€) können in Banken oder Wechselstuben in Landeswährung getauscht werden; Wechselkurse schwanken.
  • Trinkgeld und Verhaltensregeln
    Trinkgeld ist in Ugandas Tourismusbranche üblich und wird von Trägern, Guides und Lodge-Personal als wichtiger Teil des Einkommens betrachtet. Viele Reiseveranstalter empfehlen Richtwerte, die sich in etwa an internationalen Safaristandards orientieren; sie können Personen und Serviceumfang variieren. Eine allgemeine Empfehlung ist, Trinkgeld gesammelt und am Ende des Aufenthalts in einem Umschlag zu geben, sofern die Lodge dies so vorsieht.
    Im Park selbst sollten Besucher stets die Anweisungen der Ranger und Guides befolgen. Das Verlassen des Fahrzeugs in der Nähe von Wildtieren, das Füttern von Tieren oder laute Musik sind tabu. Drohnen sind in vielen Nationalparks nur mit spezieller Genehmigung erlaubt oder vollständig verboten – vor Nutzung ist eine ausdrückliche Einholung der aktuellen Regeln erforderlich. Fotografieren von Militär- oder Polizeiposten sowie kritischer Infrastruktur ist grundsätzlich zu vermeiden.
  • Zeitzone
    Uganda liegt in der Zeitzone East Africa Time (EAT), also zwei Stunden vor Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) und eine Stunde vor Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ). Wenn es in Deutschland 12:00 Uhr mittags im Winter ist, ist es im Queen-Elizabeth-Nationalpark 14:00 Uhr, im Sommer 13:00 Uhr. Diese Zeitverschiebung ist für die Planung von An- und Abreise sowie von Kommunikationszeiten mit Deutschland wichtig.

Warum Queen Elizabeth National Park auf jede Kasese-Reise gehört

Für eine Reise in die Region Kasese bildet der Queen-Elizabeth-Nationalpark den natürlichen Mittelpunkt. Während Kasese selbst als regionales Zentrum vor allem funktionale Bedeutung hat – mit Unterkünften, Märkten und der Rolle als Ausgangspunkt zum Ruwenzori-Gebirge –, bietet der Park die spektakulären Naturerlebnisse, die für viele den Inbegriff einer Ostafrika-Reise ausmachen.

Wer aus Deutschland anreist, kombiniert den Park häufig mit anderen Natur-Highlights Ugandas: Gorilla-Trekking im Bwindi-Impenetrable-Nationalpark, Schimpansen-Beobachtung im Kibale-Nationalpark oder Nashorn-Beobachtung im Ziwa Rhino Sanctuary. In diesem „Naturbogen“ nimmt der Queen-Elizabeth-Nationalpark eine zentrale Stellung ein, weil er klassisches Savannenfeeling und Boots-Safaris auf dem Kazinga-Kanal mit Blicken auf den Ruwenzori verbindet.

Erlebnisse, die deutsche Reisende besonders schätzen, sind:

• Ein Morgen-Game-Drive in den Kasenyi-Savannen, bei dem Antilopenherden im Gegenlicht stehen und Löwen auf der Suche nach Beute durch das Gras streifen.
• Eine Bootsfahrt auf dem Kazinga-Kanal am späten Nachmittag, wenn das Licht weich wird und Flusspferde, Elefanten und Büffel sich am Ufer sammeln.
• Ein Ausflug in die Kraterlandschaft, bei dem die vulkanischen Formen deutlich werden und sich der Blick über zahlreiche Kraterseen zugleich in die Tiefe und in die Weite öffnet.
• Ein Besuch des südlichen Ishasha-Sektors, um mit etwas Glück die berühmten Baumkletter-Löwen auf den Ästen der Feigenbäume zu sehen.

Darüber hinaus bietet der Park, je nach Lodge und Angebot, zusätzliche Aktivitäten: geführte Natur- und Vogelspaziergänge, Nachtfahrten mit Scheinwerfern zur Beobachtung nachtaktiver Tiere, Besuche in benachbarten Dörfern oder Kaffeeprojekten. Für Reisende, die Afrika zum ersten Mal erleben, bietet der Park eine dichte Abfolge von Eindrücken; für Wiederkehrende ist es oft die Vielfalt der Landschaften auf relativ kleinem Raum, die den besonderen Reiz ausmacht.

In deutschen Reisemagazinen wird Uganda oft als „Afrika im Kleinformat“ beschrieben. Der Queen-Elizabeth-Nationalpark illustriert diese Formel besonders gut: In einem Gebiet, das flächenmäßig kleiner ist als etwa einige deutsche Bundesländer, treffen Savanne, Feuchtgebiete, Kraterlandschaften und Bergpanoramen aufeinander. Wer eine Reise nach Kasese und in den Westen Ugandas plant, stellt den Park daher meist an den Beginn oder in die Mitte der Route, um die Vielfalt an Tier- und Landschaftseindrücken optimal zu nutzen.

Queen-Elizabeth-Nationalpark in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien ist der Queen-Elizabeth-Nationalpark besonders durch spektakuläre Tieraufnahmen, Drohnenpanoramen (wo erlaubt) und stimmungsvolle Sonnenuntergänge vertreten. Viele Reisende dokumentieren mit kurzen Clips ihre Bootsfahrt auf dem Kazinga-Kanal oder den Moment, in dem sich ein Löwe im Feigenbaum bewegt. Für die Reiseplanung aus Deutschland können solche Eindrücke eine wertvolle Ergänzung zu klassischen Reiseführern sein – sie ersetzen aber nicht die sorgfältige Information über Sicherheit, Gesundheit und lokale Regeln.

Häufige Fragen zu Queen-Elizabeth-Nationalpark

Wo liegt der Queen-Elizabeth-Nationalpark genau?

Der Queen-Elizabeth-Nationalpark liegt im Westen Ugandas, grob zwischen den Städten Kasese im Norden und Bushenyi im Südosten, nahe der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. Er erstreckt sich zwischen dem Lake George und dem Lake Edward entlang des Kazinga-Kanals.

Warum ist der Queen-Elizabeth-Nationalpark so bekannt?

Der Park ist für seine außergewöhnliche Kombination aus Savanne, Seen, Kraterlandschaften und dem Panorama des Ruwenzori-Gebirges bekannt. Besondere Aufmerksamkeit erhält er durch die „baumkletternden Löwen“ im Ishasha-Sektor sowie durch Bootsfahrten auf dem Kazinga-Kanal mit sehr hoher Tierdichte.

Wie reist man aus Deutschland am besten an?

Reisende aus Deutschland fliegen in der Regel über internationale Drehkreuze wie Istanbul, Doha, Dubai oder europäische Hubs nach Entebbe in Uganda. Von dort geht es mit einem Inlandsflug oder per Auto/Minibus in etwa 6–8 Stunden zum Queen-Elizabeth-Nationalpark im Westen des Landes.

Welche Tiere kann man im Queen-Elizabeth-Nationalpark sehen?

Zu den häufig beobachteten Arten zählen Elefanten, Büffel, Flusspferde, verschiedene Antilopenarten, Löwen, gelegentlich Leoparden und zahlreiche Vogelarten. Die genaue Beobachtungschance hängt von Jahreszeit, Gebiet im Park und Dauer des Aufenthalts ab.

Wann ist die beste Reisezeit für den Queen-Elizabeth-Nationalpark?

Als besonders angenehm gelten die vergleichsweise trockenen Monate Dezember bis Februar und Juni bis August. Grundsätzlich ist der Park jedoch ganzjährig bereisbar, wobei Regenzeiten die Landschaft besonders grün erscheinen lassen, aber Straßen stellenweise anspruchsvoller machen können.

Mehr zu Queen-Elizabeth-Nationalpark auf AD HOC NEWS

de | unterhaltung | 69580393 |