Queen Elizabeth National Park: Savannen, Seen und Krater bei Kasese
Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 21:43 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Queen Elizabeth National Park im Westen Ugandas gilt als einer der artenreichsten Nationalparks Ostafrikas und liegt in der Region um die Stadt Kasese im Bereich der Westlichen Rift Valley-Senke. Die Schutzfläche erstreckt sich zwischen dem Lake George und dem Lake Edward, eingebettet in sanft gewellte Savannen, Feuchtgebiete und markante vulkanische Kraterfelder des Albertine-Rifts.
Queen Elizabeth National Park zwischen Seen und Kraterlandschaften
Der Queen Elizabeth National Park liegt in der Western Region Ugandas auf dem Boden des Albertine-Riftgrabens und umfasst Teile der Distrikte Kasese, Kamwenge, Rubirizi und Rukungiri. Die offizielle Flächengröße des Nationalparks wird mit rund 1.978 Quadratkilometern angegeben, was eine abwechslungsreiche Landschaft aus Grassavanne, Buschland, Feuchtgebieten und Waldresten ermöglicht.Die offizielle Flächengröße Zwischen Lake George im Osten und Lake Edward im Westen verläuft der Kazinga-Kanal als natürlicher Verbindungskanal der beiden Seen und bildet eine zentrale Achse des Parks.Der Kazinga-Kanal verbindet die beiden Seen
In den nördlichen und östlichen Bereichen wechseln sich offene Savannen mit flachen Hügelketten und Einschnitten ab, in denen sich kleinere Feuchtgebiete und Papyrussümpfe ausbreiten. Südlich des Kazinga-Kanals prägen die weiten Ebenen der Ishasha-Region das Bild, während nordöstlich des Lake Edward und westlich des Lake George Ketten von Kraterseen und erodierten Vulkankegeln sichtbar sind. Diese Kraterlandschaften bilden zusammen mit den beiden großen Seen und dem durchziehenden Kanal das beobachtbare Leitmotiv des Parks: Wasserflächen und Savannen, die sich unmittelbar gegenüberstehen und immer wieder von dunklen Kraterrändern unterbrochen werden.
Geschichte und Schutzstatus des Nationalparks
Das Gebiet des heutigen Queen Elizabeth National Park wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts als Schutzgebiet ausgewiesen und zunächst unter der Bezeichnung Kazinga National Park geführt.Die Ausweisung als Kazinga National Park im Jahr 1952 Kurz nach der Gründung erhielt der Park seinen heutigen Namen Queen Elizabeth National Park, der an den Besuch der damaligen britischen Königin Elisabeth II. in Uganda in den 1950er Jahren anknüpft. Seit dieser Umbenennung wird die Bezeichnung durchgehend verwendet und hat sich in Karten und offiziellen Dokumenten etabliert.
Verwaltet wird der Queen Elizabeth National Park durch die Uganda Wildlife Authority als Teil des landesweiten Netzes von Nationalparks und Schutzgebieten.Die Uganda Wildlife Authority Die Lage im Albertine-Rift, einer geologisch aktiven Zone mit hoher Biodiversität, trägt dazu bei, dass der Park als wichtiges Refugium für Großsäuger, Primaten und eine besonders große Zahl an Vogelarten gilt. Über die Jahrzehnte wurden einzelne Bereiche des Parks weiter erschlossen, etwa für regulierte Bootsfahrten auf dem Kazinga-Kanal oder für Pirschfahrten auf ausgewiesenen Pisten in den Savannen, während große Flächen als Rückzugsräume für Wildtiere ohne touristische Infrastruktur erhalten geblieben sind.
Tierwelt und Landschaftserlebnis im Queen Elizabeth National Park
Die Tierwelt des Queen Elizabeth National Park umfasst nach Angaben der Schutzgebietsverwaltung mehr als neunzig Arten von Säugetieren und über sechshundert dokumentierte Vogelarten, was den Park zu einem wichtigen Beobachtungsgebiet für ostafrikanische Fauna macht.Die Zahl der Säugetier- und Vogelarten Auf den offenen Grasflächen und in den Buschlandschaften leben Elefanten, Flusspferde, Büffel, verschiedene Antilopenarten wie Uganda-Kob und Wasserbock sowie Warzenschweine und Riesenwaldschweine. In den Savannen und an den Waldrändern sind außerdem Raubtiere wie Löwen, Leoparden und Hyänen präsent.
Besonders bekannt ist der Park für Baumkletterlöwen im Ishasha-Sektor, die sich tagsüber häufig in großen Feigenbäumen aufhalten. Entlang des Kazinga-Kanals sammelt sich eine hohe Dichte an Flusspferden, Krokodilen und Wasservögeln, während in den Wald- und Schluchtbereichen wie der Kyambura-Schlucht verschiedene Primatenarten vorkommen, darunter Schimpansen, Colobusaffen, Meerkatzen und Paviane.Die Primatenvielfalt und die Baumkletterlöwen Zusammen mit den Kraterseen, den breiten Grasflächen und den Panoramen über die Rift Valley-Senke entsteht ein Landschaftsbild, das durch den Kontrast aus offenen Savannen und Wasserflächen geprägt ist.
Queen Elizabeth National Park besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Der Queen Elizabeth National Park liegt im Westen Ugandas, mit der Stadt Kasese nördlich des Schutzgebiets am Rand der Rift Valley-Senke und Straßenverbindungen aus Richtungen wie Fort Portal und Mbarara.
- Innerhalb des Parks bestehen Pisten und Wege auf Naturboden, teils mit ausgeprägten Spurrillen und unbefestigten Abschnitten, sodass Fahrten und geführte Aktivitäten über ausgewiesene Routen erfolgen.
- Für Bootstouren auf dem Kazinga-Kanal und Fahrten in Sektoren wie Ishasha werden Anlegestellen und Zufahrtspunkte genutzt, die direkt an den Ufern beziehungsweise an den Savannenabschnitten liegen.
- Amtssprache ist Englisch, gezahlt wird in Uganda-Schilling.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Queen Elizabeth National Park auf Social-Media-Plattformen
Diese Links öffnen auf den jeweiligen Plattformen eine Suche nach dem Stichwort Queen Elizabeth National Park.
Queen Elizabeth National Park: häufige Fragen
Wo liegt der Queen Elizabeth National Park in Uganda?
Der Queen Elizabeth National Park liegt in der Western Region Ugandas im Albertine-Rift, zwischen Lake George und Lake Edward, mit Kasese als nächstgelegener größeren Stadt am Nordrand.
Was bietet ein Besuch im Queen Elizabeth National Park?
Ein Besuch im Queen Elizabeth National Park führt durch Savannen, Kraterlandschaften und Uferbereiche von Seen und dem Kazinga-Kanal, mit Beobachtungsmöglichkeiten für Großsäuger, Primaten und viele Vogelarten.
Was kennzeichnet den Queen Elizabeth National Park besonders?
Besonders kennzeichnend sind die Kombination aus Seen, Kazinga-Kanal und Kraterfeldern im Albertine-Rift sowie eine hohe Dichte an Großtieren wie Flusspferden, Büffeln, Elefanten und Baumkletterlöwen im Ishasha-Sektor.
