Potala, Lhasa

Potala als gestufte Bergfestung über Lhasa

Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 10:56 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Potala erhebt sich als mehrstöckige Palastanlage über Lhasa in China und verbindet religiöse, politische und architektonische Geschichte auf engem Raum.

Aquarell-Illustration von Potala-Palast Lhasa in Lhasa, China als Reiseposter
Aquarellillustration des Wahrzeichens Potala-Palast Lhasa in Lhasa China, weiche Farbverläufe und pastelliges Reiseposter-Feeling, Illustration mit AI erstellt.

Potala ist eine monumentale Palastanlage auf einem Hügel über der Stadt Lhasa in China und verbindet auf engem Raum Klosterarchitektur, Herrschaftssitz und Symbolik des tibetischen Buddhismus. Der Palastkomplex wurde im 7. Jahrhundert unter König Songtsen Gampo begründet und erhielt seine bis heute prägende Gestalt im 17. Jahrhundert als Residenz der Dalai Lamas.

Potala als Palast auf dem Roten Berg

Der Potala-Palast steht auf dem sogenannten Roten Berg im Lhasatal, auf einer Höhe von etwa 3.700 m über dem Meeresspiegel und damit deutlich über der umliegenden Stadt. Die Anlage ist in den Hang des Hügels gesetzt und bildet mit ihren gestuften Terrassen, Mauern und Türmen ein zusammenhängendes Bauwerk, das den Hügel fast vollständig überzieht.Der Roten Berg in der Lhasa Der Palastkomplex erstreckt sich in Ost-West-Richtung über mehrere hundert Meter und nimmt auch in Nord-Süd-Richtung ein breites Band ein, sodass er die Silhouette von Lhasa deutlich prägt.

Die Mauern des Potala sind mächtig aus Stein und Erde errichtet und stützen ein vielstöckiges System aus Treppen, Höfen und Sälen, das sich über bis zu 13 Ebenen erhebt.Die Hauptstruktur umfasst 13 Geschosse Das Tragwerk kombiniert massive Außenwände mit Holzdecken und Dachkonstruktionen, wie sie für die traditionelle tibetische Architektur typisch sind. Aus der Ferne wirkt Potala wie eine befestigte Stadt, in der sich Wohnräume, Gebetshallen und Lagerflächen in einem einzigen Baukörper überlagern.

Weiße und Rote Paläste als Herz der Anlage

Das Zentrum des Komplexes bilden der Weiße Palast und der Rote Palast, die sich deutlich an der Fassade abzeichnen und jeweils eigene Funktionen tragen.Die beiden Palastteile gehören zum historischen Ensemble Der Weiße Palast besteht aus den ehemaligen Wohn- und Verwaltungsräumen der Dalai Lamas, einschließlich Audienzhallen und Arbeitszimmern, in denen weltliche Regierungsgeschäfte abgewickelt wurden. Im Roten Palast liegen die wichtigsten religiösen Räume, darunter große Versammlungshallen, Kapellen und die reich geschmückten Stupa-Gräber früherer Dalai Lamas.

Aus der Nähe zeigen sich an den Fassaden die für Tibet typischen farbigen Zonen mit weiß verputzten Wandflächen, dunklen Fensterbändern und rot gefärbten Bauteilen im oberen Bereich. Fensterrahmen aus Holz, farbige Balken und Dachaufbauten mit vergoldeten Elementen bilden einen starken Kontrast zu den massiven, hellen Außenwänden. Im Inneren folgen die Räume einer Abfolge von Höfen, Treppen und schmalen Gängen, die von großen Hallen mit Säulen und Altären unterbrochen werden.

Residenz der Dalai Lamas und UNESCO-Welterbe

Potala war über Jahrhunderte die Winterresidenz der Dalai Lamas und zugleich der Sitz der tibetischen Regierung, wodurch der Palast eine zentrale Rolle in der politischen und religiösen Geschichte des Landes einnahm.Zwischen dem 17. und 20. Jahrhundert lebten hier die Dalai Lamas Der Komplex vereint Wohnräume, Verwaltungszimmer, Klosteranlagen und Reliquienschreine, was ihn von vielen anderen Palast- oder Klosteranlagen unterscheidet. Die Stupa-Gräber mehrerer Dalai Lamas im Roten Palast gelten als besonders bedeutende religiöse Räume und sind aufwendig mit Gold, Gemälden und Textilien ausgestattet.

1994 wurde Potala als „Historic Ensemble of the Potala Palace, Lhasa“ in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen, später ergänzt um den Jokhang-Tempel und den Sommerpalast Norbulingka.Der Welterbestatus umfasst mehrere Anlagen in Lhasa Die Anerkennung gilt der architektonischen Bedeutung des Palastes, seiner Rolle als religiöses Zentrum und seiner Funktion als Sitz der historischen tibetischen Regierung. Gleichzeitig dokumentiert die Anlage in ihrer heutigen Form Schichten aus dem 7. Jahrhundert, der großen Ausbauphase im 17. Jahrhundert und späteren Ergänzungen.

Potala besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Potala steht auf einem Hügel nordwestlich des Stadtzentrums von Lhasa und ist über Straßen mit dem übrigen Stadtgebiet verbunden, in Lhasa liegt auch der wichtigste Flughafen der Region.
  • Der Zugang zum Palast führt über lange Treppen am Berghang, die einige Höhenmeter überwinden und stellenweise eng und steil verlaufen.
  • Im Inneren des Palastes verbinden schmale Gänge, Höfe und weitere Treppen die verschiedenen Ebenen, was je nach Route längere Wege zu Fuß bedeuten kann.
  • Amtssprachen in dieser Region sind Chinesisch und Tibetisch, gezahlt wird in Renminbi (Yuan).
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Potala auf Social-Media-Plattformen

Diese Links öffnen auf den jeweiligen Plattformen eine Suche nach dem Stichwort Potala.

Potala: häufige Fragen

Wo liegt Potala?

Der Potala-Palast steht auf dem Roten Berg am Rand der Stadt Lhasa in der Autonomen Region Tibet in China.

Was bietet ein Besuch im Potala?

Ein Besuch führt durch ehemalige Residenzräume der Dalai Lamas, durch Klosterbereiche mit Gebetshallen und an reich geschmückten Stupa-Gräbern vorbei.

Was kennzeichnet Potala besonders?

Potala verbindet eine gestufte Palastarchitektur über einem Hügel mit der Geschichte als Winterresidenz der Dalai Lamas und seinem Status als UNESCO-Welterbe.

Disclaimer...

de | unterhaltung | 70003078 |