Plain of Jars, Phonsavan

Plain of Jars: steinerne Krüge auf dem Xieng-Khouang-Plateau

Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 14:29 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Plain of Jars bei Phonsavan in Laos ist eine weite Hochebene, auf der tausende rätselhafte Steinurnen aus der Eisenzeit stehen – ein Ort voller Fragen.

Editorial-Reisemagazinbild vom Wahrzeichen Ebene der Tonkrüge in Phonsavan, Laos
Editorialbild im Reisemagazin-Stil vom Wahrzeichen Ebene der Tonkrüge in Phonsavan Laos, ausgewogene Bildgestaltung und natuerliches, Illustration mit AI erstellt.

Plain of Jars bei Phonsavan in Laos ist eine archäologische Landschaft auf dem Xieng-Khouang-Plateau, in der tausende massive Steinurnen über Hügel und Senken verstreut stehen und ein zusammenhängendes Feld aus Megalithen bilden. Die Anlage gehört zu den bedeutendsten Fundorten der Eisenzeit in Südostasien und ist als „Megalithic Jar Sites in Xiengkhuang – Plain of Jars“ in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.

Plain of Jars: Landschaft aus Steinurnen

Die Plain of Jars liegt in der Provinz Xieng Khouang im Nordosten von Laos und umfasst mehrere archäologische Bereiche auf dem Hochplateau rund um die Stadt Phonsavan. Über die Hochebene ziehen sich sanfte Grasflächen, schmale Täler und niedrige Hügel, zwischen denen die Steinurnen in Gruppen oder einzeln stehen.Die dissected inner region des Xiangkhoang-Plateaus ist durch Flussläufe und Hügel aus Kalkstein und Sandstein gegliedert und bietet den Rahmen für diese ungewöhnliche Ansammlung von Megalithen.

Die Steinurnen selbst bestehen überwiegend aus Sandstein, Granit oder Kalkstein und wurden als große, meist zylindrische Körper aus dem Gestein geschlagen. Viele dieser Gefäße erreichen Höhen bis zu mehreren Metern und Gewichte von etlichen Tonnen, andere bleiben deutlich niedriger und stehen auf knappen Grasflächen oder an Hangkanten.Die megalithischen Stein­gefäße reichen von kniehohen bis fast drei Meter hohen Körpern, manche sind aufrecht erhalten, andere liegen gekippt oder zerbrochen auf dem Boden.

Eisenzeitliche Bestattungslandschaft

Archäologisch wird die Plain of Jars der Eisenzeit zugeordnet, mit einer Datierung der Jar Sites zwischen etwa 500 v. Chr. und 500 n. Chr. Für mehrere Fundplätze sind diese Zeiträume durch Grabbeigaben, Sekundärbestattungen und andere Funde gesichert.Die UNESCO nennt für die Jar Sites einen Zeitraum von 500 v. Chr. bis 500 n. Chr. und hebt die Verbindung der Steinurnen mit eisenzeitlichen Bestattungspraktiken hervor. In dem seriellen Welterbe sind fünfzehn einzelne Komponenten zusammengefasst, die über die Provinz verteilt liegen und Jar-Felder, Gräber, Steinplatten und ehemalige Steinbrüche einschließen.

Die Funktion der Steinurnen wird überwiegend in einem funerären Kontext gesehen, auch wenn viele Details nicht abschließend geklärt sind. An mehreren Jar Sites wurden menschliche Überreste, Beigaben und Steinplatten gefunden, die möglicherweise als Abdeckungen oder Markierungen dienten.Die seriellen Jar Sites enthalten große Steinurnen, Stein­scheiben, sekundäre Bestattungen, Grabmarkierungen, Steinbrüche und Fertigungsstellen, was die Interpretation der Plain of Jars als weiträumige Bestattungslandschaft stützt. Gleichzeitig bleibt die Frage nach der genauen Nutzung einzelner Gefäße und nach regionalen Unterschieden innerhalb des Plateaus offen.

UNESCO-Welterbe und Besuchsbereiche bei Phonsavan

Die Plain of Jars wurde als „Megalithic Jar Sites in Xiengkhuang – Plain of Jars“ in die UNESCO-Welterbeliste eingetragen und bildet eines der wenigen großen megalithischen Ensembles in Südostasien.Die Entscheidung des Welterbekomitees hebt mehr als 2.100 megalithische Steinurnen in fünfzehn Komponenten hervor, die über Xieng Khouang verteilt sind und zusammen die Welterbestätte bilden. Viele dieser Bereiche liegen auf Anhöhen oder an offenen Flächen, andere in der Nähe alter Steinbrüche, und sie lassen sich als zusammenhängende Kulturlandschaft lesen.

Für Besucher sind besonders die Jar Sites im Umfeld von Phonsavan von Bedeutung, die sich als Felder mit zahlreichen Steinurnen präsentieren. Drei dieser Bereiche werden häufig als Site 1, Site 2 und Site 3 bezeichnet und liegen jeweils im ländlichen Raum um die Stadt.Site 1, 2 und 3 befinden sich im Umland von Phonsavan und tragen unterschiedliche Konzentrationen von Steinurnen, die Besucher über Wege und leichte Steigungen erreichen. Die Gesamtzahl der bekannten Jar Sites in der Provinz liegt deutlich über diesen drei Feldern, doch sie bleiben zentrale Ausgangspunkte, um die Plain of Jars vor Ort zu erleben.

Plain of Jars besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Plain of Jars liegt in der Provinz Xieng Khouang auf dem Hochplateau rund um die Stadt Phonsavan im Nordosten von Laos; die Jar Sites bei Phonsavan werden über Straßenverbindungen aus anderen Städten des Landes erreicht.
  • Das Gelände der Jar Sites besteht aus Grasflächen, niedrigen Hügeln und teils steinigem Boden, und ein Besuch erfordert Wege zu Fuß über unbefestigte Pfade und kleinere Steigungen.
  • In der Umgebung der Jar Sites sind weitere Hügel und landwirtschaftlich genutzte Flächen sichtbar, sodass sich die Steinurnen als Felder innerhalb einer offenen Kulturlandschaft darstellen.
  • Amtssprache ist Lao, gezahlt wird in Laotischen Kip.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Plain of Jars auf Social-Media-Plattformen

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Plain of Jars: häufige Fragen

Wo liegt Plain of Jars?

Plain of Jars liegt auf dem Xieng-Khouang-Plateau in der Provinz Xieng Khouang im Nordosten von Laos, mit zentralen Jar Sites im Umland der Stadt Phonsavan.

Was bietet ein Besuch auf Plain of Jars?

Ein Besuch führt über Wege durch eine offene Hochebene zu Feldern aus massiven Steinurnen, die in Gruppen und einzeln auf Grasflächen und Hügeln stehen und eine zusammenhängende megalithische Landschaft bilden.

Was kennzeichnet Plain of Jars besonders?

Charakteristisch sind die vielen aus Sandstein, Granit und Kalkstein gehauenen Steinurnen der Eisenzeit, die über das Plateau verteilt sind und als Teil eines großflächigen, eisenzeitlichen Bestattungsensembles zum UNESCO-Welterbe gehören.

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