Picos de Europa: Kalkstein zwischen Schluchten und Hochland
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 12:20 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Picos de Europa bilden bei Cangas de Onis eine Gebirgslandschaft aus hellem Kalkstein, tiefen Schluchten und hoch gelegenen Tälern. Zwischen den Felsmassiven liegen Spuren von Gletschern, Flüssen und menschlicher Weidenutzung. Der Ursprung des Schutzgebiets reicht in das Jahr 1918 zurück.
Kalkstein prägt die Picos de Europa
Die Picos de Europa gehören zur Cordillera Cantábrica im Norden Spaniens. Das Gebirge erstreckt sich über Asturien, Kantabrien sowie Kastilien und León. Cangas de Onis liegt auf der asturischen Seite und bildet einen Zugang zu den Landschaften rund um Covadonga und die westlichen Berge.
Das Gestein besteht überwiegend aus Kalkstein. Faltungen und Hebungen formten die Gebirgsmassive, während Eis und Wasser Schluchten, Karstflächen und geschlossene Senken herausarbeiteten. In den Felswänden zeigen sich helle Platten, scharf gebrochene Grate und dunkle Einschnitte der Täler. Kalkstein und Gletscherformen bestimmen den Landschaftscharakter.
Drei große Massivbereiche werden durch Flusstäler und Schluchten voneinander getrennt. Der Wechsel von steilen Wänden, grünen Hängen und offenen Hochflächen macht die Struktur des Gebirges aus. Unterirdische Wasserläufe gehören ebenfalls zum Karstrelief, dessen Formen an der Oberfläche nicht überall sichtbar sind.
Von Covadonga zum Nationalpark
Am 22. Juli 1918 entstand der Nationalpark Montaña de Covadonga. Das Schutzgebiet umfasste zunächst den westlichen Teil der Picos de Europa. Pedro Pidal, Marqués de Villaviciosa de Asturias, gehört zu den prägenden Namen dieser frühen spanischen Naturschutzgeschichte.
Der heutige Nationalpark Picos de Europa wurde am 30. Mai 1995 gesetzlich festgelegt. Seine Fläche beträgt 67.455 Hektar. Damit umfasst das Schutzgebiet die drei großen Massivbereiche und angrenzende Täler. Die Schutzgeschichte seit 1918 verbindet Covadonga mit dem heutigen Nationalpark.
Die Seen von Covadonga gehören zu den prägenden Landschaften im westlichen Massiv. Enol und Ercina liegen in einem von Bergen umschlossenen Hochland. Wege, Weideflächen, Felsränder und Wasserflächen liegen dort eng beieinander und machen den Übergang von Kulturlandschaft zu Hochgebirge sichtbar.
Im Jahr 2003 erhielt das Gebiet den Status eines UNESCO-Biosphärenreservats. Die Auszeichnung bezieht sich auf die Verbindung von Gebirgsökosystemen, Flusstälern, Hochweiden und Siedlungsräumen. Cangas de Onis gehört zu den Gemeinden innerhalb dieses Reservats. Der Status als Biosphärenreservat ergänzt den nationalen Schutz.
Hochland, Schluchten und menschliche Spuren
Die Picos de Europa zeigen keinen einheitlichen Landschaftstyp. Im Tal liegen Flüsse, Wälder und Ortschaften. Darüber folgen steile Hänge, Felsbänder und Hochflächen. In den höheren Bereichen bestimmen Kalkstein, Geröll und offene Weiden das Bild.
Die Flüsse haben tiefe Täler in den Fels geschnitten. Schluchten wie die Cares-Schlucht gehören zu den markanten Formen des Gebirges. Ihr Verlauf führt zwischen hohen Wänden durch ein Gelände, in dem Wasser, Gestein und Vegetation dicht aufeinander treffen.
Die Hochweiden sind Teil der regionalen Kultur. Viehhaltung, Käseherstellung und saisonale Nutzung der Bergflächen gehören zur Geschichte der Dörfer in und an den Picos de Europa. Diese Spuren stehen neben dem Naturraum, nicht außerhalb von ihm: Wege, Almen und Steinbauten verbinden die bewohnten Täler mit dem Hochland.
Der höchste Gipfel des Nationalparks ist Torre de Cerredo mit 2.648 Metern. Der Berg liegt im Zentralmassiv. Seine Höhe steht im starken Gegensatz zu den tiefen Flusstälern, die den Gebirgsraum gliedern. Torre de Cerredo mit 2.648 Metern gehört zu den festen geografischen Bezugspunkten des Schutzgebiets.
Auch die Tier- und Pflanzenwelt folgt den wechselnden Höhenstufen. Atlantische Wälder liegen unterhalb der offenen Bergweiden. In Felsspalten und an steinigen Hängen wachsen Pflanzen, die an nährstoffarme Böden und wechselnde Bedingungen angepasst sind. Steinadler, Gämsen und andere Bergtiere gehören zur Fauna der Region.
Picos de Europa besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Cangas de Onis liegt in Asturien am nördlichen Zugang zu den Picos de Europa. Von der Stadt führen Straßen in Richtung Covadonga, zu den Seen und in weitere Täler des Nationalparks.
- Das Gelände wechselt zwischen Flusstälern, Waldwegen, steilen Schluchten, Geröllflächen und hoch gelegenen Kalksteinpfaden. Bergwege können schmale Passagen, starke Steigungen und felsigen Untergrund aufweisen.
- Die Seen von Covadonga liegen im westlichen Massiv in einer Hochlandlandschaft. Torre de Cerredo erreicht 2.648 Meter und gehört zum Zentralmassiv.
- Amtssprache ist Spanisch, gezahlt wird in Euro.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
- Die Verhältnisse am Berg wechseln mit der Jahreszeit; Auskunft geben die örtlichen Bergbahnen und der Alpenverein.
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Picos de Europa: häufige Fragen
Wo liegen die Picos de Europa?
Die Picos de Europa liegen im Norden Spaniens in Asturien, Kantabrien sowie Kastilien und León. Cangas de Onis liegt auf der asturischen Seite des Gebirges.
Was bietet ein Besuch?
Zum Landschaftsbild gehören Kalksteinmassive, Schluchten, Flüsse, Hochweiden und die Seen von Covadonga. Wege führen durch Täler, Wälder und felsige Hochlagen.
Was kennzeichnet das Gebiet?
Der Nationalpark entstand aus dem Schutzgebiet Montaña de Covadonga von 1918 und wurde 1995 auf die drei Massivbereiche erweitert. Torre de Cerredo erreicht 2.648 Meter.
