Phra Borom Maha Ratcha Wang und die Stadt aus Mauern, Höfen und Tempeln
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 12:53 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Phra Borom Maha Ratcha Wang liegt im historischen Zentrum von Bangkok am Chao Phraya. Die Anlage verbindet königliche Hallen, buddhistische Heiligtümer, Tore und ummauerte Höfe zu einer vielschichtigen Stadt innerhalb der Stadt.
Phra Borom Maha Ratcha Wang als königliche Stadt
Die Geschichte der Anlage beginnt im Jahr 1782. König Rama I., der Begründer der Chakri-Dynastie, machte Bangkok zur Hauptstadt von Siam und ließ den Palast am östlichen Ufer des Chao Phraya anlegen. König Rama I. ließ den Palast 1782 errichten.
Phra Borom Maha Ratcha Wang ist kein einzelnes Gebäude. Hinter den Mauern liegen Zeremonialräume, Audienzhallen, Höfe, Tore, Pavillons und der Tempelbezirk von Wat Phra Kaew. Die räumliche Ordnung zeigt die Verbindung von Hof, Staat und buddhistischer Religion im historischen Siam.
Wat Phra Kaew und der Smaragd-Buddha
Im Tempelbezirk steht Wat Phra Kaew, der Tempel des Smaragd-Buddha. Das Heiligtum gehört zum Palastkomplex, besitzt aber eine eigene religiöse Bedeutung. Der Smaragd-Buddha sitzt im Inneren des Tempels auf einem hohen Schrein.
Die Figur besteht nicht aus Smaragd, sondern aus Jadeit. Ihre Gewänder werden zu unterschiedlichen Jahreszeiten gewechselt. Der Tempelraum ist von vergoldeten Ornamenten, Wandbildern und architektonischen Details der thailändischen Sakralbaukunst geprägt.
Die Wandmalereien schildern Szenen aus dem Ramakien, der thailändischen Fassung des indischen Epos Ramayana. Dargestellt sind Kämpfe, Reisen, Paläste und Figuren aus der höfischen Mythologie. Wat Phra Kaew liegt im Zentrum des Komplexes.
Thai-Dächer neben europäischen Fassaden
Die Architektur von Phra Borom Maha Ratcha Wang vereint unterschiedliche Bauformen. Mehrstufige Dächer, farbige Keramik, vergoldete Flächen und mythologische Figuren prägen die traditionellen Gebäude. Naga-Schlangen und Garuda-Figuren erscheinen an Dächern, Giebeln und Balustraden.
Ergänzungen aus der Regierungszeit von König Chulalongkorn, Rama V., zeigen Fassaden mit europäischen Gestaltungselementen. Gerade Linien, klassische Säulenordnungen und verputzte Außenflächen stehen neben den geschwungenen Dachformen der Thai-Architektur. Der Komplex bewahrt dadurch mehrere Bauphasen der Chakri-Dynastie in räumlicher Nähe.
Die Anlage misst nicht nur einzelne Bauwerke, sondern auch Beziehungen zwischen ihnen: Mauern fassen den Bezirk ein, Höfe verbinden die Hallen, und Sichtachsen führen zu Toren, Heiligtümern und Dachlandschaften. Die Anlage umfasst zahlreiche Gebäude auf Rattanakosin.
Phra Borom Maha Ratcha Wang besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Phra Borom Maha Ratcha Wang liegt im Bezirk Phra Nakhon auf Rattanakosin am östlichen Ufer des Chao Phraya. Der Zugang befindet sich an der Na Phra Lan Road.
- Zum Gelände gehören befestigte Wege, Höfe, Treppen und Innenräume mit religiösen Kunstwerken. Im Tempelbezirk gelten für Kleidung und Verhalten besondere religiöse Gepflogenheiten.
- Bangkok ist über den Chao Phraya mit dem Flussboot erreichbar. In der Umgebung liegen Wat Pho, der Chao Phraya und das historische Viertel Rattanakosin.
- Amtssprache ist Thai, gezahlt wird in Thailändischen Baht.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
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Phra Borom Maha Ratcha Wang: häufige Fragen
Wo liegt Phra Borom Maha Ratcha Wang?
Die Anlage liegt in Bangkok im Bezirk Phra Nakhon auf Rattanakosin. Sie befindet sich am östlichen Ufer des Chao Phraya und nahe dem historischen Zentrum.
Was bietet ein Besuch?
Zu sehen sind königliche Hallen, ummauerte Höfe, reich verzierte Dächer und der Tempel Wat Phra Kaew. Hinzu kommen Wandbilder mit Szenen aus dem Ramakien.
Was kennzeichnet die Anlage?
Phra Borom Maha Ratcha Wang verbindet seit 1782 königliche Architektur mit einem bedeutenden buddhistischen Heiligtum. Thai-Bauformen stehen neben späteren europäischen Gestaltungselementen.
