Perito-Moreno-Gletscher, Glaciar Perito Moreno

Perito-Moreno-Gletscher: Argentiniens Eisgigant hautnah erleben

27.05.2026 - 04:16:27 | ad-hoc-news.de

Der Perito-Moreno-Gletscher bei El Calafate in Argentinien, lokal Glaciar Perito Moreno genannt, ist einer der spektakulärsten Gletscher der Welt – was macht ihn für Reisende aus Deutschland so besonders?

Perito-Moreno-Gletscher, Glaciar Perito Moreno, Reise
Perito-Moreno-Gletscher, Glaciar Perito Moreno, Reise

Ein dumpfes Grollen, dann bricht eine haushohe Eiswand ab und stürzt krachend in das milchig-türkisschimmernde Wasser des Lago Argentino: Wer am Perito-Moreno-Gletscher steht, dem Glaciar Perito Moreno („Gletscher Perito Moreno“) bei El Calafate in Argentinien, erlebt Natur in einer Intensität, die man kaum je vergisst. Dieser Eisgigant in Patagonien ist nicht nur eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Südamerikas, sondern auch ein faszinierendes Naturphänomen, das gerade für Reisende aus Deutschland eine eigene Magie entfaltet.

Perito-Moreno-Gletscher: Das ikonische Wahrzeichen von El Calafate

Der Perito-Moreno-Gletscher liegt im Süden Argentiniens, im Nationalpark Los Glaciares in der Provinz Santa Cruz, rund 80 km von der kleinen Stadt El Calafate entfernt. Er ist einer der wenigen großen Gletscher der Erde, der sich langfristig betrachtet als weitgehend stabil gilt – in Zeiten des globalen Gletscherrückgangs ein außergewöhnlicher Umstand, der ihn zu einem Symbolthema in Klimadiskussionen und Naturreportagen macht.

Die Eismasse erstreckt sich über eine Länge von etwa 30 km von ihrem Nährgebiet im patagonischen Inlandeis hinunter bis zum Lago Argentino und erreicht an ihrer Abbruchkante eine Höhe von rund 60 bis 70 m über der Wasseroberfläche. Dahinter türmen sich weitere Eisschichten zu einer Gesamtmächtigkeit von bis zu rund 170 m auf. Wer über die gut ausgebauten Stege und Aussichtsplattformen an der Front des Gletschers entlangwandert, kann die unterschiedlichen Blau- und Weißtöne des Eises aus nächster Nähe beobachten – und mit etwas Glück erleben, wie sich gewaltige Eisblöcke lösen und ins Wasser stürzen.

Der gesamte Nationalpark Los Glaciares mit seinen Gletschern – darunter neben dem Glaciar Perito Moreno auch der Upsala- und der Spegazzini-Gletscher – gehört zum UNESCO-Welterbe. Die UNESCO betont die besondere geologische und landschaftliche Bedeutung des Gebiets sowie die einzigartige Verbindung von patagonischer Steppe, Andenmassiv und gewaltigen Eismassen. Für Reisende ist der Perito-Moreno-Gletscher damit nicht nur ein Fotomotiv, sondern ein Besuch in einem der markantesten Kältereiche der Südhalbkugel.

Geschichte und Bedeutung von Glaciar Perito Moreno

Der Glaciar Perito Moreno trägt seinen Namen zu Ehren von Francisco Pascasio Moreno, einem argentinischen Geographen und Naturforscher des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Moreno spielte eine zentrale Rolle bei der Erforschung Patagoniens und bei Grenzverhandlungen zwischen Argentinien und Chile. Der Gletscher wurde nach ihm benannt, um seine Verdienste um das Land und seine naturkundlichen Studien zu würdigen.

Geologisch ist der Gletscher Teil des patagonischen Inlandeises, einer der größten zusammenhängenden Eisflächen außerhalb der Polarregionen. Dieses Inlandeis bildete sich über Jahrtausende aus aufeinanderliegenden Schneeschichten, die unter ihrem eigenen Gewicht zu Eis verdichtet wurden. Durch die Schwerkraft fließt dieses Eis langsam talabwärts – beim Perito-Moreno-Gletscher mit einer Geschwindigkeit von mehreren Metern pro Tag im unteren Bereich –, bis es am Lago Argentino endet und dort die spektakuläre Gletscherfront bildet.

Historisch hat der Glaciar Perito Moreno immer wieder Schlagzeilen gemacht, weil er einen besonderen Mechanismus zeigt: In unregelmäßigen Abständen bewegt sich die Gletscherzunge so weit vor, dass sie einen Arm des Lago Argentino aufstaut. Dann bildet sich eine Art Eisbarriere zwischen dem südlichen und dem Brazo Rico genannten Seitenarm. Der Wasserstand im aufgestauten Teil des Sees kann deutlich ansteigen, bis der Druck so groß ist, dass sich im Eis eine Höhle bildet, die schließlich spektakulär kollabiert. Dieses sogenannte „Ruptura“-Ereignis hat dem Gletscher internationale Aufmerksamkeit eingebracht, wurde in Fernsehreportagen gezeigt und zieht regelmäßig Medienberichte an, wenn wieder einmal ein größerer Durchbruch stattfindet.

Für Argentinien ist der Perito-Moreno-Gletscher ein wichtiges nationales Wahrzeichen. Er ziert Bildbände, Schulbücher, Reisewerbung und fungiert als Symbol für die Naturschätze Patagoniens. In El Calafate ist er der wirtschaftliche Motor des Tourismus und prägt die Identität der Region, ähnlich wie bei deutschen Städten große Wahrzeichen – etwa der Kölner Dom oder das Brandenburger Tor – als identitätsstiftende Symbole wirken.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Auch wenn der Perito-Moreno-Gletscher kein menschlich geschaffenes Bauwerk ist, hat sich rund um ihn eine Art „Architektur des Besuchens“ entwickelt, die das Naturerlebnis zugänglich und zugleich vergleichsweise schonend macht. An der gegenüberliegenden Uferseite des Lago Argentino wurden ein Netz aus Stegen und mehreren Aussichtsplattformen angelegt, die sich auf verschiedenen Höhenstufen befinden. So können Besucherinnen und Besucher unterschiedliche Perspektiven auf die Gletscherfront einnehmen, ohne die empfindliche Vegetation zu zerstören.

Die Stege sind in Form eines Rundwegs angelegt, der verschiedene „Miradores“ (Aussichtspunkte) verbindet. Dabei wurde darauf geachtet, dass die Konstruktion sich möglichst in die Landschaft einfügt, zugleich aber sicher und barrierearm ist. Je nach Sichtpunkt eröffnen sich andere Blickachsen: von der direkten Frontalansicht über seitliche Perspektiven bis hin zu etwas erhöhten Standpunkten, von denen man das Zusammenspiel aus Eis, See und Bergen überblicken kann.

Ein besonderes Merkmal des Glaciar Perito Moreno ist seine Farbpalette. Je nach Licht, Tageszeit und Bewölkung wirken Teile des Eises fast weiß, während andere Passagen in intensivem Blau leuchten. Dieses Blau entsteht, weil das dichte Eis die roten und gelben Anteile des Sonnenlichts stärker absorbiert, während die kürzerwelligen blauen Anteile reflektiert werden. In Spalten und Höhlen, in denen das Licht nur indirekt einfällt, kann dieser Effekt extrem stark sein und sorgt für fast magische Lichtstimmungen.

In der Kunst- und Fotografie-Szene gilt der Gletscher als eines der ausdrucksstärksten Motive Patagoniens. Zahlreiche Bildbände, Kalender und Ausstellungen zeigen ihn aus immer neuen Blickwinkeln: bei klarem Sonnenschein, im Schneetreiben, in der tief stehenden Wintersonne oder unter dramatisch dunklen Wolken. Reisemagazine wie GEO oder National Geographic haben den Perito-Moreno-Gletscher immer wieder als Paradebeispiel für die Schönheit und zugleich Verletzlichkeit der Eislandschaften porträtiert.

Die Geräuschkulisse ist ein weiteres charakteristisches Merkmal. Neben dem steten Knacken und Knistern im Eis hören Besucherinnen und Besucher immer wieder laute Donnergeräusche, wenn Eisbrocken abbrechen. Entsteht dabei ein großer Eisfall, erzeugt der Aufprall im Wasser Wellen, die wie Mini-Tsunamis gegen das Ufer rollen. Dieses akustische Erlebnis gehört für viele Menschen zu den eindrücklichsten Erinnerungen an den Glaciar Perito Moreno.

Perito-Moreno-Gletscher besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Der Perito-Moreno-Gletscher befindet sich im Südwesten der argentinischen Provinz Santa Cruz, im Nationalpark Los Glaciares. Nächster Ausgangspunkt ist die Stadt El Calafate, die am Südufer des Lago Argentino liegt. Von El Calafate aus sind es rund 80 km bis zu den Besucherparkplätzen am Gletscher; die Strecke wird in der Regel in etwa 1,5 bis 2 Stunden mit dem Bus oder Mietwagen zurückgelegt.

    Für Reisende aus Deutschland führt der Weg meist zunächst über einen Langstreckenflug nach Buenos Aires. Ab Frankfurt am Main, München oder Berlin ist mit einer Flugzeit von etwa 13 bis 14 Stunden nach Buenos Aires zu rechnen, häufig mit einem Zwischenstopp an einem europäischen oder südamerikanischen Drehkreuz. Von Buenos Aires (Flughäfen Ezeiza für internationale Ankünfte und Aeroparque für Inlandsflüge) aus geht es weiter mit einem Inlandsflug nach El Calafate, was je nach Verbindung rund 3 Stunden dauert. Direktverbindungen aus Europa nach El Calafate gibt es nicht; es ist immer ein Umstieg in Argentinien oder an einem südamerikanischen Hub erforderlich.

    Eine Anreise über Land – etwa mit Fernbussen innerhalb Argentiniens – ist grundsätzlich möglich, aber sehr zeitintensiv und für die meisten Besucherinnen und Besucher aus Europa eher nur als Teil einer längeren Patagonien-Rundreise interessant.
  • Öffnungszeiten
    Der Perito-Moreno-Gletscher liegt im Nationalpark Los Glaciares, der grundsätzlich ganzjährig zugänglich ist. Die genauen Öffnungszeiten der Parkzugänge und der Serviceeinrichtungen (Besucherzentrum, Kassen, Gastronomie, Bootsanbieter) können je nach Saison und Wetterbedingungen variieren. Es empfiehlt sich daher, die aktuell gültigen Zeiten und eventuelle kurzfristige Sperrungen direkt bei den offiziellen Stellen des Nationalparks oder bei lokalen Anbietern in El Calafate zu prüfen, bevor man aufbricht.

    In der Regel öffnen die Zufahrten morgens und bleiben bis in den späten Nachmittag oder frühen Abend geöffnet. In der Hochsaison im südamerikanischen Sommer sind die Zeitfenster meist länger, während in der ruhigeren Winterzeit kürzere Öffnungszeiten möglich sind.
  • Eintritt
    Für den Besuch des Perito-Moreno-Gletschers wird ein Eintritt in den Nationalpark Los Glaciares erhoben. Die Preise unterscheiden nach Nationalität und Altersgruppe. Für ausländische Besucherinnen und Besucher liegt der Betrag deutlich über dem Tarif für Einheimische; er versteht sich pro Tag und Person. Da sich die Gebühren und ihre Umrechnung in Euro regelmäßig ändern können, sollte man sich vor dem Besuch bei offiziellen argentinischen Quellen oder bei seriösen Reiseinformationen über die aktuell gültigen Tarife informieren.

    Für deutsche Reisende ist zudem wichtig: Vor Ort wird in der Regel in argentinischen Pesos gezahlt. Bei der Umrechnung kann man zur groben Orientierung mit einem Richtwert rechnen, sollte aber die tagesaktuellen Wechselkurse beachten. Kreditkarten werden an vielen Stellen akzeptiert, aber nicht überall – insbesondere kleinere Anbieter können eher auf Bargeld bestehen.
  • Beste Reisezeit
    Patagonien liegt in der südlichen Hemisphäre, die Jahreszeiten sind also gegenüber Europa vertauscht. Der südamerikanische Sommer von etwa Dezember bis Februar bringt die mildesten Temperaturen, die längsten Tage und die größte Chance auf angenehmes Wetter. Entsprechend ist dies die Hauptsaison, in der der Andrang am Perito-Moreno-Gletscher besonders hoch ist. Wer sich an mehr Trubel und höheren Preisen bei Unterkünften nicht stört, findet in dieser Zeit viele Tourangebote und eine gute touristische Infrastruktur vor.

    Der Frühling (Oktober/November) und der frühe Herbst (März/April) gelten vielen als ideale Reisezeit: Es ist etwas ruhiger, die Temperaturen können noch relativ angenehm sein und manche Lichtstimmungen – etwa das warme, tiefe Sonnenlicht am Morgen oder Abend – sind für Fotografie besonders reizvoll. Im Winter (ungefähr Juni bis August) ist die Region kälter, einzelne Angebote können eingeschränkt sein, und es wird deutlich früher dunkel. Im Gegenzug wirkt die Landschaft oft besonders klar und still, und es sind weniger Besucher unterwegs.

    Unabhängig von der Jahreszeit sollten Reisende in Patagonien immer mit rasch wechselnden Wetterbedingungen rechnen. Starker Wind, schnelle Temperaturwechsel und plötzliche Schauer sind möglich. Mehrere Kleidungsschichten, wind- und wasserdichte Außenschicht, Mütze und Handschuhe sind daher empfohlen – auch im Sommer.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleidung, Fotografieren
    Sprache: Die offizielle Sprache in Argentinien ist Spanisch. In El Calafate und im Umfeld des Perito-Moreno-Gletschers sprechen Mitarbeitende in Hotels, bei Touranbietern und an touristischen Einrichtungen in der Regel auch Englisch, manchmal auch etwas Deutsch. Dennoch ist es hilfreich, ein paar einfache spanische Redewendungen zu beherrschen.

    Zahlung: Kreditkarten (vor allem Visa und Mastercard) sind in vielen Hotels, Restaurants und bei größeren Anbietern üblich. In kleineren Geschäften oder bei lokalen Dienstleistern kann Bargeld bevorzugt werden. Deutsche Girokarten werden nicht überall akzeptiert; daher ist es ratsam, mit Kreditkarte und einem gewissen Bargeldbestand zu planen. Mobile Payment-Dienste wie Apple Pay oder Google Pay sind noch nicht flächendeckend etabliert, können aber in internationalen Ketten oder modern ausgerichteten Betrieben vorkommen.

    Trinkgeld: In der argentinischen Gastronomie ist ein Trinkgeld von etwa 10 % des Rechnungsbetrags üblich, sofern der Service zufriedenstellend war. Auch Reiseleiter, Fahrer und Guides freuen sich über ein freiwilliges Trinkgeld, das häufig in bar gegeben wird. Die Höhe hängt von Dauer und Qualität der Leistung ab; eine moderate, symbolische Anerkennung wird im Allgemeinen geschätzt.

    Kleidung: Für den Besuch des Gletschers empfiehlt sich ein Zwiebelschalenprinzip mit mehreren Schichten. Wind- und Regenjacke, festes Schuhwerk mit gutem Profil, Mütze und Handschuhe sind je nach Jahreszeit wichtig. Selbst bei Sonnenschein kann der Wind kalt sein, und der mit Eis und Wasser reflektierte UV-Anteil ist erhöht – Sonnenbrille und Sonnenschutz sind daher ebenfalls empfehlenswert.

    Fotografie: Fotografieren ist an den Stegen und Aussichtspunkten allgemein erlaubt. Wer an speziellen Touren teilnimmt, etwa an Bootsausflügen oder geführten Gletscherwanderungen, sollte sich nach möglichen Einschränkungen bei Foto- und Videoaufnahmen erkundigen, insbesondere wenn Drohnen zum Einsatz kommen sollen. Für Drohnen gelten in der Regel strikte Regeln, da die Tierwelt und andere Besucher geschützt werden sollen.
  • Bootstouren und Gletscherwanderungen
    Rund um den Glaciar Perito Moreno werden unterschiedliche geführte Aktivitäten angeboten. Dazu gehören Bootstouren, die entlang der Gletscherfront führen und es ermöglichen, das Eis aus nächster Nähe vom Wasser aus zu sehen. Darüber hinaus gibt es – je nach Saison – organisierte Gletscherwanderungen, bei denen Besucher mit Steigeisen und in Begleitung erfahrener Guides kurze oder längere Routen über das Eis gehen. Diese Touren vermitteln einen besonders intensiven Eindruck von der Struktur des Gletschers, seinen Spalten, kleinen Eishöhlen und Oberflächenformen.

    Die Teilnahme an solchen Aktivitäten erfolgt über lizenzierte Anbieter, die in El Calafate oder direkt im Umfeld des Gletschers ihre Services anbieten. Die Verfügbarkeit kann saisonabhängig sein; Vorabreservierungen, gerade in der Hochsaison, sind sinnvoll. Sicherheitsanweisungen der Guides sollten unbedingt beachtet werden, da das Bewegen auf Gletschereis besondere Risiken birgt.
  • Einreisebestimmungen und Gesundheit
    Argentinien liegt außerhalb der Europäischen Union. Deutsche Staatsbürger benötigen für touristische Aufenthalte üblicherweise kein Visum, wenn der Aufenthalt eine bestimmte Dauer nicht überschreitet; sie reisen mit einem Reisepass ein, der noch eine gewisse Mindestgültigkeit haben sollte. Da sich Einreisebestimmungen ändern können, sollten deutsche Reisende die aktuellen Hinweise und Anforderungen – etwa zur Passgültigkeit, zu notwendigen Nachweisen oder zu Gesundheitsbestimmungen – beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen, bevor sie ihre Reise antreten.

    Innerhalb Argentiniens gilt das lokale Gesundheitssystem; die europäische Krankenversicherungskarte hat dort keine Gültigkeit. Es empfiehlt sich der Abschluss einer privaten Auslandskrankenversicherung, die im Idealfall auch medizinisch notwendige Rücktransporte abdeckt. In Patagonien ist die medizinische Versorgung in touristisch geprägten Orten wie El Calafate grundsätzlich vorhanden, aber Spezialbehandlungen können nur in größeren Städten erfolgen.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung
    Argentinien verwendet in der Regel die Zeitzone UTC?3. Damit liegt die Zeit im Vergleich zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ, UTC+1) meist 4 Stunden zurück, zur Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ, UTC+2) entsprechend 5 Stunden. Das bedeutet: Wenn es in Deutschland 18:00 Uhr ist, ist es in El Calafate je nach Saison etwa 13:00 oder 14:00 Uhr. Eine Zeitumstellung wie in Europa wird in Argentinien aktuell nicht praktiziert, sodass sich die Differenz je nach deutscher Sommer- oder Winterzeit verändert.

Warum Glaciar Perito Moreno auf jede El Calafate-Reise gehört

Viele Reisende beschreiben den Besuch am Perito-Moreno-Gletscher als einen der emotionalen Höhepunkte ihrer Südamerika-Reise. Die Kombination aus der gewaltigen Dimension der Eismassen, den sich ständig verändernden Strukturen und Geräuschen sowie der patagonischen Bergkulisse im Hintergrund schafft ein Erlebnis, das weit über einen „normalen“ Ausflug hinausgeht.

Anders als viele andere Gletscher weltweit ist der Glaciar Perito Moreno vergleichsweise bequem erreichbar. Aus El Calafate führen gut ausgebaute Straßen an den Rand des Nationalparks, vor Ort stehen Parkplätze, sanitäre Anlagen, Gastronomie und beschilderte Wege bereit. Dadurch ist der Gletscher auch für Reisende zugänglich, die kein spezielles Outdoor- oder Bergsteigerwissen mitbringen. Wer möchte, kann einfach auf den Stegen spazieren, Pausen auf den Aussichtsterrassen einlegen und in Ruhe die Eisfront auf sich wirken lassen.

Gleichzeitig gibt es für Abenteuerlustige zahlreiche Möglichkeiten, das Erlebnis zu intensivieren – etwa durch Bootstouren, Kajakangebote in der weiteren Region oder Gletscherwanderungen. So lässt sich der Besuch gut in unterschiedliche Reiseprofile integrieren: vom klassischen Komfortreisenden über fotografiebegeisterte Naturfans bis hin zu sportlich ambitionierten Besucherinnen und Besuchern.

Für deutsche Reisende kommt hinzu, dass Patagonien in vielen Reportagen und Bildbänden präsent ist. Der Perito-Moreno-Gletscher ist damit ein Motiv, das man oft schon aus Medien kennt, dessen Wirkung aber vor Ort noch einmal sehr viel direkter und körperlicher ist. Diese Diskrepanz zwischen vorweggenommener Erwartung und tatsächlichem Erlebnis wird häufig als besonders eindrücklich beschrieben: Wer das Donnern des brechenden Eises selbst gehört und die Kälte im Gesicht gespürt hat, versteht die Dimension dieser Landschaft unmittelbar.

Der Gletscher lässt sich zudem gut mit anderen Zielen in Patagonien kombinieren – etwa mit Trekkingtouren bei El Chaltén, Fahrten zu weiteren Gletscherarmen des Lago Argentino, Aufenthalten in Estancias (traditionellen Landgütern) oder Weiterreisen nach Feuerland und zum Beagle-Kanal. Dadurch ist der Perito-Moreno-Gletscher oft ein zentraler Baustein in einer größeren Argentinien- oder Patagonienroute.

Perito-Moreno-Gletscher in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Netzwerken ist der Glaciar Perito Moreno seit Jahren ein beliebtes Motiv. Reisende teilen Zeitraffer-Videos von abbrechenden Eisblöcken, Panoramabilder von den Stegen und persönliche Eindrücke von Gletscherwanderungen. Die Bildsprache reicht von künstlerisch inszenierten Aufnahmen bis hin zu spontanen Clips, in denen Überraschung und Staunen der Besucherinnen und Besucher spürbar sind.

Häufige Fragen zu Perito-Moreno-Gletscher

Wo liegt der Perito-Moreno-Gletscher genau?

Der Perito-Moreno-Gletscher liegt im Südwesten der argentinischen Provinz Santa Cruz, im Nationalpark Los Glaciares. Nächster touristischer Ausgangspunkt ist die Stadt El Calafate am Lago Argentino, etwa 80 km vom Gletscher entfernt. Von dort verkehren Ausflugsbusse und private Transfers; alternativ kann die Strecke mit einem Mietwagen zurückgelegt werden.

Warum ist der Glaciar Perito Moreno so bekannt?

Der Glaciar Perito Moreno ist wegen seiner beeindruckenden Dimension, seiner leichten Erreichbarkeit und seines spektakulären Kalbverhaltens berühmt. Im Gegensatz zu vielen anderen Gletschern gilt er als vergleichsweise stabil, wodurch die Gletscherfront seit Jahrzehnten an ungefähr derselben Stelle endet. Touristisch spielt zudem eine Rolle, dass von gut ausgebauten Stegen aus regelmäßig das Abbrechen großer Eisstücke beobachtet werden kann – ein Schauspiel, das in Medien und sozialen Netzwerken häufig geteilt wird.

Wie kommt man als Reisende oder Reisender aus Deutschland zum Perito-Moreno-Gletscher?

Die typische Route führt von Deutschland per Flug nach Buenos Aires, meist mit einem Zwischenstopp in Europa oder an einem amerikanischen Drehkreuz. Von Buenos Aires geht es weiter mit einem Inlandsflug nach El Calafate (Flugzeit rund 3 Stunden). In El Calafate bieten zahlreiche Agenturen Tagesausflüge zum Gletscher an; darüber hinaus besteht die Möglichkeit, mit einem Mietwagen individuell zu fahren. Eine direkte Bahnanbindung gibt es aufgrund der großen Distanzen in Patagonien nicht.

Welche Aktivitäten kann man am Perito-Moreno-Gletscher unternehmen?

Neben dem klassischen Besuch der Aussichtsstege und Plattformen werden Bootstouren entlang der Gletscherfront sowie – je nach Saison – geführte Gletscherwanderungen angeboten. Einige Touren kombinieren Bootsfahrten mit kurzen Wanderungen an Land. Wer tiefer einsteigen möchte, kann mehrstündige Trekkingtouren auf dem Eis buchen, bei denen die Gletscherstruktur aus unmittelbarer Nähe erlebt wird. Aufgrund des wechselnden Angebots sollten Reisende sich vorab bei seriösen lokalen Veranstaltern informieren.

Wann ist die beste Reisezeit für den Besuch des Glaciar Perito Moreno?

Die meisten Reisenden bevorzugen den südamerikanischen Sommer von Dezember bis Februar, wenn die Tage lang und die Temperaturen milder sind. Allerdings ist dies auch die Hauptsaison mit entsprechend vielen Besucherinnen und Besuchern. Der Frühling (Oktober/November) und der frühe Herbst (März/April) bieten oft einen guten Kompromiss aus relativ stabilen Wetterbedingungen und geringerer Auslastung. Im patagonischen Winter sind zwar weniger Menschen unterwegs, dafür können einzelne Angebote und Zugänge wetterbedingt eingeschränkt sein.

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