Parque Nacional dos Lencois Maranhenses zwischen Dünen und Lagunen
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 04:22 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Parque Nacional dos Lencois Maranhenses liegt im brasilianischen Bundesstaat Maranhão, nahe Barreirinhas. Weiße Küstendünen und Süßwasserlagunen prägen eine Landschaft, die auf den ersten Blick an eine Wüste erinnert und zugleich vom Regenwasser geformt wird.
Parque Nacional dos Lencois Maranhenses als Landschaft aus Sand und Wasser
Der Nationalpark umfasst 156.608,16 Hektar und erstreckt sich an der Ostküste von Maranhão. Seine zentrale Landschaft besteht aus ausgedehnten Dünenfeldern, zwischen denen sich temporäre und dauerhafte Lagunen befinden. Die hellen Sandrücken ziehen sich über weite Flächen und bilden ein wechselndes Relief aus Kuppen, Mulden und offenen Horizonten.
Etwa 90.000 Hektar entfallen auf Dünenfelder und Lagunen. Das Wasser der Lagunen stammt aus Niederschlägen. In den Senken zwischen den Dünen entstehen dadurch klare Süßwasserflächen, die sich deutlich von der trockenen Sandoberfläche abheben. temporäre und dauerhafte Lagunen gehören zu den prägenden Bestandteilen des Parks.
Parque Nacional dos Lencois Maranhenses zwischen drei Biomen
Der Park liegt in einer Übergangszone zwischen Cerrado, Caatinga und Amazonasgebiet. Zur geschützten Landschaft gehören neben den offenen Dünen auch Restinga, Mangroven, Flussbereiche und die Atlantikküste. Sand, Süßwasser, Meer und salzgeprägte Pflanzenräume liegen innerhalb desselben Schutzgebiets nebeneinander.
Diese Verbindung verschiedener Lebensräume macht den Ort geographisch vielseitig. Die Dünen bilden dabei nicht die gesamte Fläche. Entlang der Küste und in den feuchteren Bereichen erscheinen Vegetationsformen, die sich von der offenen Sandlandschaft unterscheiden. Cerrado, Caatinga und Amazonasgebiet treffen hier in einer marinen Übergangslandschaft aufeinander.
Parque Nacional dos Lencois Maranhenses als geschütztes Naturgebiet
Der Nationalpark wurde durch das Dekret Nr. 86.060 am 2. Juni 1981 eingerichtet. Er umfasst Gebiete der Gemeinden Barreirinhas, Santo Amaro und Primeira Cruz. Die staatliche Schutzkategorie bewahrt Dünen, Lagunen, Küstenräume, Mangroven und weitere Ökosysteme innerhalb eines zusammenhängenden Naturraums.
Im Jahr 2024 nahm die UNESCO den Park als Naturerbe in die Welterbeliste auf. Die Auszeichnung bezieht sich auf die geomorphologische Gestalt der Landschaft und auf das Zusammenspiel von Küstendünen und durch Regenwasser gespeisten Lagunen. Aufnahme in die Welterbeliste ordnet den Ort in einen internationalen Rahmen des Natur- und Landschaftsschutzes ein.
Parque Nacional dos Lencois Maranhenses besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Der Park liegt im Bundesstaat Maranhão an der brasilianischen Atlantikküste. Barreirinhas ist ein wichtiger Ausgangsort für den Besuch der Dünenlandschaft.
- Das Gelände besteht aus tiefem Sand, ansteigenden Dünen und Senken mit Lagunen. Wege führen durch offenes Dünenrelief und über unbefestigte Naturflächen.
- Amtssprache ist Portugiesisch, gezahlt wird in Brasilianischen Real.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Parque Nacional dos Lencois Maranhenses auf Social-Media-Plattformen
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Parque Nacional dos Lencois Maranhenses: häufige Fragen
Wo liegt Parque Nacional dos Lencois Maranhenses?
Der Nationalpark liegt im Bundesstaat Maranhão im Nordosten Brasiliens. Barreirinhas gehört zu den Gemeinden am Parkgebiet und ist ein zentraler Bezugspunkt für die Landschaft.
Was bietet ein Besuch im Parque Nacional dos Lencois Maranhenses?
Die Landschaft verbindet helle Wanderdünen, offene Sandflächen und Süßwasserlagunen. Hinzu kommen Küstenabschnitte, Mangroven und Vegetationsräume der Übergangszone.
Was kennzeichnet Parque Nacional dos Lencois Maranhenses?
Der Park ist durch das Zusammenspiel von Küstendünen und regenwassergespeisten Lagunen geprägt. Seine Schutzgeschichte begann am 2. Juni 1981, die Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste erfolgte 2024.
