Nyhavn Kopenhagen, Kopenhagen

Nyhavn Kopenhagen: Der farbenfrohe Kanal, der Dänemark verzaubert

20.05.2026 - 04:45:25 | ad-hoc-news.de

Nyhavn Kopenhagen, der „Neue Hafen“ von Kopenhagen in Dänemark, ist heute Postkartenmotiv, Szeneviertel und maritimes Denkmal zugleich. Warum dieser Kanal für Reisende aus Deutschland mehr ist als nur ein Fotospot.

Nyhavn Kopenhagen, Kopenhagen, Reise
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Wenn sich am Abend das Licht über den bunten Giebelhäusern spiegelt und historische Holzschiffe leise im Wasser schaukeln, zeigt Nyhavn Kopenhagen, warum dieser „Neue Hafen“ seit Jahren zu den meistfotografierten Orten Dänemarks gehört. Zwischen Jazzklängen, Restaurantterrassen und Blicken auf den Kanal mischt sich hier Hafenromantik mit moderner Lebenslust.

Nyhavn Kopenhagen: Das ikonische Wahrzeichen von Kopenhagen

Nyhavn Kopenhagen, auf Dänisch schlicht „Nyhavn“ für „Neuer Hafen“, ist heute das wohl bekannteste Postkartenmotiv der dänischen Hauptstadt. Der knapp 400 m lange Kanal verbindet den innerstädtischen Platz Kongens Nytorv mit dem Hafenbecken des Øresund und markiert den Übergang von der historischen Innenstadt zur modernen Uferzone. Reiseführer wie Marco Polo und das ADAC Reisemagazin beschreiben Nyhavn übereinstimmend als eine der zentralen Sehenswürdigkeiten Kopenhagens, die kaum eine Städtereise auslässt.

Was Nyhavn so besonders macht, ist die Mischung aus lebendigem Gegenwartsort und liebevoll bewahrtem Hafenensemble: farbig gestrichene Giebelhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert, dicht an dicht aneinandergereiht, davor historische Holzschiffe, die als Museumsschiffe oder Ausflugsschiffe dienen, dahinter ein Band aus Restaurants, Cafés und Bars. Die Dänische Zentrale für Tourismus (VisitDenmark) hebt hervor, dass Nyhavn heute nicht mehr als klassischer Warenhafen genutzt wird, sondern vor allem als Flaniermeile und als Ausgangspunkt für Bootstouren durch die Kanäle von Kopenhagen dient.

Für Reisende aus Deutschland ist Nyhavn oft erste Anlaufstelle nach der Ankunft: Der Kanal liegt nur wenige Gehminuten von vielen Hotels, der Einkaufsstraße Strøget und bedeutenden Kulturinstitutionen entfernt. Gleichzeitig vermittelt er schnell, was Kopenhagen ausmacht: Wasser, Design, Gelassenheit – und eine ausgeprägte Draußen-Kultur, die schon bei den ersten Sonnenstrahlen ganze Straßenzüge ins Freie verlagert.

Geschichte und Bedeutung von Nyhavn

Nyhavn entstand im 17. Jahrhundert in einer Phase, in der Kopenhagen seinen Hafen ausbauen und die Stadt wirtschaftlich stärken wollte. Laut Angaben der Stadt Kopenhagen und des dänischen Kulturministeriums wurde der Kanal zwischen 1670 und 1673 im Auftrag des dänischen Königs Christian V. ausgehoben. Damit ist Nyhavn rund 200 Jahre älter als das Brandenburger Tor in Berlin und gehört zu den frühesten noch sichtbaren Großprojekten der Kopenhagener Stadtgeschichte.

Der Kanal diente ursprünglich als Handelshafen: Schiffe brachten Waren direkt von der Ostsee bis an den Rand der Innenstadt. Entlang der Nordseite (Hausnummern 2–20) entstanden repräsentativere Kaufmannshäuser, während die Südseite (Hausnummern 17–71) eher einfache Wohn- und Lagerhäuser beherbergte. Historische Darstellungen, etwa in Veröffentlichungen des Nationalmuseet in Kopenhagen und in Beiträgen der dänischen Zeitung „Politiken“, betonen, dass Nyhavn zugleich Wohnort, Arbeitsort und Vergnügungsviertel war – mit Tavernen, einfachen Herbergen und einem Ruf als raues Hafenquartier.

Eine besondere kulturelle Bedeutung erhält Nyhavn durch den Schriftsteller Hans Christian Andersen, dessen Märchen in Deutschland stark rezipiert werden. Laut dänischem Hans-Christian-Andersen-Zentrum und VisitDenmark hat Andersen mehrfach in Nyhavn gewohnt, unter anderem in den Häusern Nyhavn Nr. 18, 20 und 67. Hier entstanden Teile seiner berühmten Märchen, darunter „Die Prinzessin auf der Erbse“. Damit ist Nyhavn nicht nur ein maritimer Ort, sondern auch literarischer Erinnerungsraum für die dänische und europäische Kulturgeschichte.

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert blieb Nyhavn zunächst ein wichtiger Handelshafen. Erst mit der Verlagerung des Güterumschlags in modernere Hafenanlagen und dem Strukturwandel im 20. Jahrhundert verlor der Kanal seine ursprüngliche Funktion. In den 1960er- und 1970er-Jahren war Nyhavn laut Berichten des dänischen Rundfunks DR und lokaler Medien teilweise heruntergekommen, mit wenig Wohnnutzung und starkem Autoverkehr entlang der Kais.

Ein Wendepunkt war die Umwandlung in eine Fußgängerzone und der beginnende Denkmalschutz für die historischen Gebäude. Die Stadt Kopenhagen entschied, die alte Hafensubstanz zu bewahren, anstatt sie zugunsten moderner Bebauung abzureißen. In den 1980er- und 1990er-Jahren wurden viele Fassaden restauriert, historische Schiffe als Kulturdenkmale erhalten und Nyhavn schrittweise zur Flaniermeile umgestaltet. Heute steht ein Großteil der Gebäude unter Schutz, und der innerstädtische Verkehr wird durch eine Kombination aus Fußgängerbereichen, Radwegen und begrenztem Autoverkehr geregelt.

Die Bedeutung von Nyhavn liegt inzwischen weniger im Warenumschlag als im kulturellen Gedächtnis Dänemarks. Offizielle Tourismusportale und Stadtführungen präsentieren den Kanal als Symbol für das maritime Erbe Kopenhagens. Zugleich gilt Nyhavn als Beispiel dafür, wie historische Hafenareale behutsam in lebendige Stadtviertel transformiert werden können – ein Thema, das auch in deutschen Hafenstädten wie Hamburg, Bremen oder Kiel relevant ist.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Die Architektur von Nyhavn ist auf den ersten Blick schlicht, aber in der Summe äußerst wirkungsvoll. Die charakteristischen farbigen Fassaden sind überwiegend 2- bis 4-geschossige Giebelhäuser. Sie stammen im Kern aus dem 17. und 18. Jahrhundert, wurden aber im Laufe der Zeit vielfach umgebaut und überformt. Fachpublikationen wie das „Kulturarvsstyrelsen“ (dänische Kulturbehörde) und architekturhistorische Beiträge von Dansk Arkitektur Center betonen, dass es sich im Wesentlichen um bürgerliche Stadthäuser im nordischen Barock und in klassizistischen Varianten handelt.

Die Farben – von warmem Ocker über kräftiges Rot bis zu sattem Blau und Grün – folgen keiner strengen historischen Norm, sondern sind Ergebnis verschiedener Renovierungen und Gestaltungsphasen. Dennoch wurden bei Restaurierungen in den vergangenen Jahrzehnten Farbtöne gewählt, die zu historischen Pigmenten passen und ein harmonisches Ensemble ergeben. Architekturkritiker heben hervor, dass Nyhavn damit ein gelungenes Beispiel für eine „postkartenfreundliche“, aber dennoch historisch respektvolle Farbgestaltung ist.

Zu den architektonisch und historisch wichtigen Häusern gehören unter anderem:

  • Nyhavn 9: Eines der ältesten Häuser am Kanal, dessen Ursprung auf Ende des 17. Jahrhunderts datiert wird. Es gilt als typisches Beispiel für die frühe Bebauung und wird in städtischen Denkmallisten als schützenswert geführt.
  • Nyhavn 17–21: Diese Häuser prägen mit kräftigen Farben zahlreiche Fotos. Sie sind typische Kaufmannshäuser mit steilen Satteldächern und schlichten Fassaden, die durch Fensterreihen gegliedert werden.
  • Nyhavn 18, 20, 67: Ehemalige Wohnorte von Hans Christian Andersen, gekennzeichnet durch Gedenktafeln, die an den Märchendichter erinnern.

Direkt im Wasser des Kanals liegen traditionelle Holzschiffe, die als „Veteranenschiffe“ unter Schutz stehen. Nach Angaben der dänischen Vereine für historische Schiffe sowie der Stadt Kopenhagen wird die Flotte von einem Zusammenschluss privater Eigner und Institutionen gepflegt. Einige Schiffe sind begehbar oder dienen für Rundfahrten. Zusammen mit den alten Häusern erzeugen sie ein Bild, das viele Besucher an norddeutsche Hansestädte erinnert, jedoch in kleinerem Maßstab und mit typisch skandinavischer Farbigkeit.

Kunst ist in Nyhavn nicht in Form großer Museen präsent, sondern eher im Detail: Straßencafés zeigen Werke lokaler Künstler, Straßenmusiker sorgen für eine akustische Kulisse, und entlang der Kais finden sich Skulpturen und Erinnerungszeichen. Besonders prägend ist die Nähe zum Platz Kongens Nytorv, wo das Königliche Theater und die traditionsreiche Einkaufspassage „Magasin du Nord“ liegen. Viele deutsche Reiseführer verweisen darauf, dass sich ein Spaziergang vom Theater über Kongens Nytorv hinunter nach Nyhavn ideal eignet, um die historische und die lebendige Seite des Viertels zu verbinden.

Ein wichtiges Merkmal von Nyhavn ist seine Funktion als Startpunkt für Kanaltouren. Zahlreiche Anbieter – von klassischen Panoramabooten bis zu kleineren, offenen Booten – legen bei Nyhavn oder in unmittelbarer Nähe ab. Laut VisitCopenhagen und Angaben lokaler Reedereien führen die beliebtesten Routen von Nyhavn durch die inneren Kanäle, vorbei an Sehenswürdigkeiten wie der Kleinen Meerjungfrau, dem Opernhaus, der Festung Kastellet und der modernen Hafenarchitektur in Richtung Islands Brygge. Damit wird Nyhavn für viele Besucher zum Ausgangspunkt, um Kopenhagen vom Wasser aus zu entdecken – ein Perspektivwechsel, den auch deutsche Reisemagazine ausdrücklich empfehlen.

Auch in der Abend- und Nachtbeleuchtung hat Nyhavn eine besondere Wirkung. Viele Fassaden und Schiffe sind dezent angestrahlt, Laternen spiegeln sich im Wasser, und die Terrassen der Restaurants sind oft bis spät in die Nacht gut besucht, besonders in den hellen Sommermonaten. Diese Atmosphäre wird regelmäßig in Bildstrecken internationaler Medien (etwa in Reisebeiträgen der BBC oder der „New York Times“) aufgegriffen, die Nyhavn als emblematisches Bild für das „hygge“-Gefühl – die dänische Form von Gemütlichkeit – inszenieren.

Nyhavn Kopenhagen besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Nyhavn liegt im Herzen von Kopenhagen, etwa 1 km östlich vom Rathausplatz und nur wenige Gehminuten vom Platz Kongens Nytorv entfernt. Die Metro-Station „Kongens Nytorv“ (Linien M1, M2, M3, M4) ist der nächstgelegene größere Verkehrsknotenpunkt. Von dort sind es zu Fuß nur wenige Minuten bis zum Kanal. Für Reisende aus Deutschland bietet sich die Anreise per Flug, Bahn oder Auto an:
    • Flug: Von Frankfurt, München, Berlin, Düsseldorf und Hamburg gibt es in der Regel mehrmals tägliche Direktflüge nach Kopenhagen-Kastrup (CPH). Die Flugzeit liegt im Schnitt zwischen 1 Stunde 15 Minuten und 1 Stunde 30 Minuten. Vom Flughafen fährt die Metro (Linie M2) in rund 15 Minuten bis „Kongens Nytorv“.
    • Bahn: Von Hamburg ist Kopenhagen mit Umstieg in z.B. Fredericia oder Odense in etwa 4,5 bis 5 Stunden per Bahn erreichbar. ICE- und Intercity-Verbindungen der Deutschen Bahn sowie der Dänischen Staatsbahn (DSB) verbinden Deutschland mit Kopenhagen. Von anderen deutschen Städten führt der Weg meist über Hamburg.
    • Auto: Mit dem Auto gelangt man aus Norddeutschland üblicherweise über die A7/E45 Richtung Flensburg und weiter durch Jütland, oder über die Fährverbindung Puttgarden–Rødby und anschließend über die Inseln Lolland und Seeland. Zwischen Deutschland und Dänemark besteht Mautfreiheit, jedoch können Brücken und einzelne Straßenabschnitte in Dänemark gebührenpflichtig sein. In Kopenhagens Innenstadt ist Parken kostspielig; viele Reiseführer empfehlen daher, das Auto in Parkhäusern außerhalb des Zentrums abzustellen und den Rest mit Metro oder zu Fuß zurückzulegen.
  • Öffnungszeiten
    Nyhavn selbst ist ein öffentlicher Straßenzug mit Kanal und damit rund um die Uhr frei zugänglich. Restaurants, Bars und Cafés haben unterschiedliche Öffnungszeiten; viele öffnen am späten Vormittag und sind bis in den späten Abend geöffnet. Da sich Zeiten saisonal ändern können, empfiehlt sich ein Blick auf die jeweiligen Websites oder Portale wie VisitCopenhagen: Öffnungszeiten können variieren – aktuelle Informationen direkt bei den Betrieben rund um Nyhavn Kopenhagen prüfen.
  • Eintritt
    Der Spaziergang entlang von Nyhavn ist kostenlos. Kosten entstehen nur für optionale Leistungen wie Kanaltouren oder Restaurantbesuche. Bootstouren variieren je nach Anbieter und Dauer, grob lässt sich ein Richtwert von etwa 12–20 € (ca. 90–150 DKK, Wechselkurse schwanken) für eine Standardrundfahrt nennen, wie verschiedene Anbieter auf ihren offiziellen Seiten angeben. Konkrete Preise sollten vor Ort oder online tagesaktuell geprüft werden.
  • Beste Reisezeit
    Kopenhagen hat ein gemäßigtes maritimes Klima. Die wärmsten Monate sind in der Regel Juni bis August, mit durchschnittlichen Höchsttemperaturen zwischen etwa 20 und 23 °C. In dieser Zeit ist Nyhavn besonders belebt; die Terrassen sind voll und es herrscht bis spät abends lebendige Stimmung. Frühling (April, Mai) und Frühherbst (September) bieten dagegen oft angenehme Temperaturen bei deutlich weniger Andrang – ideal, um in Ruhe zu fotografieren oder durch die Seitenstraßen zu schlendern. Im Winter kann es kühl, windig und feucht sein, doch Nyhavn hat dann einen besonderen Charme mit Weihnachtsbeleuchtung und ruhigerer Atmosphäre. Viele deutsche Reisemagazine empfehlen einen Besuch in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden, wenn die Reisegruppen weg sind und das Licht am schönsten ist.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Fotografieren
    • Sprache: Dänisch ist Amtssprache, doch in Kopenhagen sprechen viele Menschen sehr gut Englisch. Deutsch wird in touristischen Bereichen gelegentlich verstanden, ist aber weniger verbreitet. Mit Englisch kommt man an Nyhavn problemlos zurecht.
    • Zahlung: Dänemark nutzt die Dänische Krone (DKK). Kartenzahlung ist nahezu überall Standard; Kreditkarten und gängige Debitkarten werden in der Regel akzeptiert, ebenso Mobile Payment (z.B. Apple Pay, Google Pay). Bargeld wird zwar angenommen, spielt aber eine geringere Rolle als in vielen Teilen Deutschlands.
    • Trinkgeld: Service ist in Dänemark üblicherweise im Preis enthalten. Ein zusätzliches Trinkgeld ist nicht zwingend, wird aber bei gutem Service geschätzt. Üblich sind aufgerundete Beträge oder etwa 5–10 % in Restaurants. Kleine Beträge können auch bei Barkäufen oder an der Hotelrezeption gegeben werden.
    • Kleiderordnung: Nyhavn ist informell. Freizeitkleidung ist überall akzeptiert, allerdings ist wetterfeste Kleidung empfehlenswert, da der Wind vom Wasser her kühl sein kann – selbst im Sommer.
    • Fotografieren: Der Kanal und die Fassaden dürfen von öffentlichen Bereichen aus frei fotografiert werden; Nyhavn ist eines der beliebtesten Fotomotive des Landes. Bei Innenaufnahmen in Restaurants oder bei Nahaufnahmen von Personen sollte – wie überall – um Erlaubnis gefragt werden.
  • Einreisebestimmungen
    Dänemark ist Mitglied der EU und Teil des Schengen-Raums. Deutsche Staatsbürger können in der Regel mit Personalausweis oder Reisepass einreisen. Da sich Einreisebestimmungen ändern können, sollten deutsche Reisende vor der Abreise die aktuellen Hinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen.
  • Zeitzone
    Dänemark liegt – wie Deutschland – in der Mitteleuropäischen Zeitzone (MEZ) und stellt im Sommer ebenfalls auf Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) um. Es gibt daher keine Zeitverschiebung zwischen Deutschland und Kopenhagen.

Warum Nyhavn auf jede Kopenhagen-Reise gehört

Nyhavn ist weit mehr als eine hübsche Kulisse. Der Kanal fasst in konzentrierter Form zusammen, was viele an Kopenhagen schätzen: die Nähe zum Wasser, die entspannt-urbane Atmosphäre, das Zusammenspiel aus Geschichte und Gegenwart. Für Reisende aus Deutschland bietet Nyhavn einen niedrigschwelligen Einstieg in die Stadt – übersichtlich, zu Fuß gut erfahrbar, und voller Anknüpfungspunkte an vertraute europäische Stadtbilder.

Ein typischer Besuch beginnt mit einem Spaziergang entlang der Nordseite, wo sich Restaurants und Cafés aneinanderreihen. Viele bieten dänische Klassiker wie Smørrebrød (belegte Brote), frischen Fisch oder moderne nordische Küche an. Dabei lohnt sich ein Blick in die Seitenstraßen: Hier verbergen sich kleinere Bars, Designläden und Galerien, die einen ruhigeren Kontrapunkt zum Trubel am Wasser setzen.

Im Anschluss bietet sich eine Kanaltour an. Zahlreiche deutsche Reiseführer empfehlen, diese gleich zu Beginn des Aufenthalts zu machen, um sich einen Überblick über Kopenhagen zu verschaffen. Da viele Boote in oder nahe Nyhavn starten, lässt sich ein Besuch am Kanal gut mit einer Rundfahrt verbinden. Vom Wasser aus werden die Zusammenhänge der Stadt – vom königlichen Viertel Amalienborg über das moderne Opernhaus bis hin zur Kleinen Meerjungfrau und den Neubaugebieten auf der anderen Hafenseite – besonders anschaulich.

Auch für Familien ist Nyhavn attraktiv. Kinder können die bunten Häuser, die Schiffe und die Boote bestaunen, und viele gastronomische Betriebe sind auf Familien eingestellt. In Kombination mit einem Besuch im nahegelegenen Tivoli-Freizeitpark oder dem Experimentarium (interaktives Wissenschaftszentrum, etwas außerhalb) ergibt sich ein abwechslungsreiches Programm für mehrere Tage. Airlines und Bahnunternehmen verweisen in ihren Reisetipps oft darauf, dass ein langes Wochenende von 2–3 Tagen ausreicht, um Nyhavn, Tivoli und weitere Highlights zu erleben – wer mehr Zeit mitbringt, kann die Stadt entspannter und mit Abstechern in andere Viertel erkunden.

Nyhavn ist zugleich ein guter Ausgangspunkt für Spaziergänge: Zur Kleinen Meerjungfrau sind es je nach Route etwa 2 bis 3 km entlang der Uferpromenade. Die AD HOC NEWS-Berichterstattung zur „Kleinen Meerjungfrau Kopenhagen“ hebt hervor, dass sich so ein schöner Küstenspaziergang ergibt, vorbei an der Festung Kastellet und weiteren Aussichtspunkten über den Øresund. Richtung Westen erreicht man über die Innenstadt schnell Strøget, den Rathausplatz und später den Tivoli.

Ein weiterer Grund, warum Nyhavn auf kaum einer Kopenhagen-Reise fehlt, ist seine Rolle als „sozialer Treffpunkt“. Nach Feierabend oder am Wochenende sitzen Einheimische und Gäste gleichermaßen mit einem Getränk am Kai, manche bringen sogar eigenes Essen mit und nutzen die Kaimauern wie eine lange Bank. Diese informelle, wenig reglementierte Nutzung öffentlicher Räume beeindruckt viele Besucher aus Deutschland, wo Uferbereiche in Großstädten teils stärker reguliert sind.

Die Redaktion empfiehlt dennoch, beim Besuch einen bewussten Umgang mit dem Ort zu pflegen: Müll sollte selbstverständlich in Mülleimern entsorgt werden, Glasflaschen nicht in der Nähe des Wassers abgestellt werden, und auf die Ruhezeiten der Anwohner ist Rücksicht zu nehmen. In den letzten Jahren haben Städte wie Kopenhagen verstärkt darauf hingewiesen, dass nachhaltiger Tourismus auch Respekt gegenüber den Bewohnern historischer Viertel bedeutet.

Nyhavn Kopenhagen in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Netzwerken ist Nyhavn Kopenhagen längst ein Star. Unter Hashtags wie #Nyhavn, #Copenhagen oder #VisitCopenhagen werden täglich neue Fotos und Videos gepostet: Sonnenuntergänge, Spiegelungen im Wasser, Food-Fotos von Smørrebrød oder Hotdogs, aber auch kurze Clips von Kanaltouren oder winterlichen Lichterstimmungen. Reiseblogs, professionelle Fotografen und Privatpersonen tragen gleichermaßen dazu bei, dass Nyhavn als Sehnsuchtsort in den Feeds vieler Menschen in Deutschland auftaucht.

Häufige Fragen zu Nyhavn Kopenhagen

Wo liegt Nyhavn Kopenhagen genau?

Nyhavn liegt im Zentrum von Kopenhagen in Dänemark, zwischen dem Platz Kongens Nytorv und dem Hafenbecken des Øresund. Der Kanal befindet sich nur wenige Gehminuten von der Einkaufsstraße Strøget und zahlreichen Hotels entfernt. Die nächstgelegene Metro-Station ist „Kongens Nytorv“.

Wie alt ist Nyhavn und warum heißt der Kanal „Neuer Hafen“?

Nyhavn wurde im 17. Jahrhundert angelegt, die Bauarbeiten begannen um 1670 und waren Anfang der 1670er-Jahre weitgehend abgeschlossen. „Nyhavn“ bedeutet „Neuer Hafen“ und war zur Entstehungszeit tatsächlich ein moderner Erweiterungshafen, der Waren direkt in die Innenstadt brachte – deutlich jünger als einige ältere Hafenbereiche, aber heute selbst ein historischer Ort.

Was ist das Besondere an Nyhavn für Besucher aus Deutschland?

Für Reisende aus Deutschland verbindet Nyhavn kurze Wege mit intensiver Atmosphäre: Der Kanal ist fußläufig gut erreichbar, bietet einen starken Kontrast zu vielen deutschen Innenstädten durch die unmittelbare Wassernähe und die farbenfrohen Häuser, und ist zugleich Ausgangspunkt für Kanaltouren zu weiteren Sehenswürdigkeiten wie der Kleinen Meerjungfrau. Zudem ist der Ort eng mit dem Märchendichter Hans Christian Andersen verbunden, dessen Geschichten in Deutschland bekannt sind.

Wie viel Zeit sollte man für Nyhavn einplanen?

Für einen ersten Eindruck reichen etwa 1–2 Stunden, um den Kanal entlang zu spazieren, Fotos zu machen und vielleicht einen Kaffee zu trinken. Wer eine Kanaltour ab Nyhavn anschließt, sollte zusätzlich rund 1 Stunde einplanen. Im Rahmen einer Städtereise von 2–3 Tagen empfiehlt es sich, Nyhavn mindestens einmal tagsüber und einmal abends zu besuchen, um unterschiedliche Lichtstimmungen zu erleben.

Welche Jahreszeit eignet sich besonders für einen Besuch von Nyhavn?

Die Hauptsaison reicht von Juni bis August, wenn das Leben sich stark nach draußen verlagert und Nyhavn besonders lebendig ist. Im Frühling und Frühherbst erleben Besucher den Kanal ruhiger, oft mit milderen Temperaturen und weniger Andrang – eine gute Wahl für Fotografie und entspannte Spaziergänge. Im Winter bietet Nyhavn eine stimmungsvoll beleuchtete, eher ruhige Kulisse, die sich mit Weihnachtsmärkten und winterlichen Aktivitäten in Kopenhagen kombinieren lässt.

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