Nitmiluk-Nationalpark: Grandiose Schluchten im Herzen des Top End
24.05.2026 - 02:15:47 | ad-hoc-news.deWenn die ersten Sonnenstrahlen die roten Felswände des Nitmiluk-Nationalparks zum Glühen bringen und Nebelschleier über dem Katherine River hängen, wirkt der Nitmiluk National Park wie eine fremde Welt: 13 dramatische Schluchten hintereinander, uralte Felsmalereien der Jawoyn-Aborigines und eine Stille, die im australischen Outback selten geworden ist.
Nitmiluk-Nationalpark: Das ikonische Wahrzeichen von Katherine
Der Nitmiluk-Nationalpark, lokal Nitmiluk National Park („Ort der Zikaden“ in der Sprache der Jawoyn) genannt, ist eine der berühmtesten Naturlandschaften im Northern Territory von Australien. Der Park liegt östlich der Kleinstadt Katherine, etwa 320 km südlich von Darwin, und schützt einen rund 20.000 km² großen Kultur- und Naturraum entlang des Katherine River und des Edith River. Die Hauptattraktion sind die spektakulären Nitmiluk-Gorges – eine Abfolge von 13 Schluchten mit steil aufragenden Sandsteinwänden, die je nach Sonnenstand in Ocker, Orange und tiefes Rot wechseln.
Die Tourismusbehörde Tourism NT beschreibt Nitmiluk als „ikonisches Top-End-Erlebnis“, das Naturdramatik mit lebendiger Aboriginal-Kultur verbindet. Auch das ADAC Reisemagazin und australische Reiseführer wie „Lonely Planet Australia“ heben hervor, dass sich hier eine der eindrucksvollsten Fluss-Schluchtenlandschaften Australiens mit einem vergleichsweise gut erschlossenen Wegenetz und unterschiedlichen Perspektiven – Boot, Kanu, Helikopter und Wanderwege – kombinieren lässt. Für Reisende aus Deutschland ist Nitmiluk damit ein idealer Kontrast zu europäischen Gebirgs- und Flusslandschaften wie Alpen oder Rhein – rauer, ursprünglicher und kulturell anders verankert.
Die Atmosphäre variiert stark mit der Jahreszeit: In der Trockenzeit (Dry Season) zwischen etwa Mai und Oktober fällt kaum Regen, der Himmel ist tiefblau, und der Katherine River führt vergleichsweise ruhiges Wasser. In der Regenzeit (Wet Season) kann das Gebiet dagegen von tropischen Schauern, hohen Flusspegeln und temporären Sperrungen geprägt sein. Die offizielle Parkverwaltung von Nitmiluk, eine Kooperation zwischen der Jawoyn Aboriginal Corporation und dem Northern Territory Government, betont deshalb, dass die Bedingungen und Zugänglichkeit der Schluchten saisonal stark schwanken können und Besucher vorab tagesaktuelle Informationen einholen sollten.
Geschichte und Bedeutung von Nitmiluk National Park
Nitmiluk ist nicht nur eine Natursensation, sondern auch ein bedeutender Kulturraum der Jawoyn, einem der traditionellen Aboriginal-Völker im Top End. Archäologische und mündliche Überlieferungen deuten darauf hin, dass die Region seit Zehntausenden von Jahren besiedelt ist. Felsmalereien, heilige Stätten und Geschichten der „Dreaming“-Zeit (Traumzeit) verankern die Schluchten im spirituellen und identitätsstiftenden Gefüge der Jawoyn. Tourism NT und die Jawoyn Aboriginal Corporation weisen darauf hin, dass viele markante Felsformationen in Nitmiluk in diesen Erzählungen eine konkrete Rolle spielen – etwa als Versteinerungen von Ahnenwesen oder als Schauplätze mythischer Ereignisse.
Die moderne Schutzgeschichte des Parks ist eng mit dem Landrechtskampf der Jawoyn verbunden. In den 1970er- und 1980er-Jahren verstärkten Aboriginal-Gemeinschaften im Northern Territory – unter anderem unterstützt durch die nationale Debatte um das Landrecht (Land Rights) – ihre Forderungen nach Anerkennung traditioneller Landrechte. Laut Dokumentationen der Northern Territory Government Parks and Wildlife Commission wurde das Gebiet um die Schluchten zunächst als Katherine Gorge National Park ausgewiesen, bevor 1989/1990 ein entscheidender Schritt erfolgte: Die Landrechte wurden an die Jawoyn Traditional Owners zurückübertragen und das Gebiet anschließend an die Regierung verpachtet.
Im Zuge dieser Landrechtsregelung erhielt der Park seinen heutigen Namen Nitmiluk National Park, der auf die Jawoyn-Bezeichnung zurückgeht. Der Park wird seitdem in einem Co-Management-Modell von der Jawoyn Aboriginal Corporation und der Regierung des Northern Territory verwaltet. Dieses Modell – in offiziellen Dokumenten des Northern Territory als „Joint Management“ bezeichnet – dient in Australien als Referenz für die Zusammenarbeit von Aboriginal-Eigentümern und staatlichen Naturschutzbehörden. Es ähnelt in seiner Grundidee der Mitverwaltung von Nationalparks wie Kakadu, wo ebenfalls traditionelle Besitzer und Regierung gemeinsam entscheiden.
International hat Nitmiluk zwar keinen UNESCO-Welterbe-Status wie etwa der Kakadu-Nationalpark, spielt aber in der australischen Debatte um kulturell sensiblen Tourismus eine wichtige Rolle. Der öffentlich-rechtliche Sender ABC Australia und australische Umweltorganisationen verweisen immer wieder auf Nitmiluk, wenn es um Beispiele für respektvolle Besucherlenkung und die Integration indigener Perspektiven in das Parkmanagement geht. Für deutsche Reisende bietet ein Besuch die seltene Möglichkeit, Naturerlebnis und Einblick in zeitgenössische Aboriginal-Gesellschaften zu verbinden – fern von folkloristischen Klischees.
Die Region um Katherine war im 19. Jahrhundert Teil des kolonialen Vorstoßes ins australische Inland. Mit dem Bau der Overland Telegraph Line und später der Bahnverbindung zwischen Adelaide und Darwin (heute The Ghan) stieg die strategische Bedeutung. Gleichzeitig wuchsen Landkonflikte zwischen Siedlern und Aboriginal-Gemeinschaften. Historikerinnen und Historiker, darunter Autoren für das renommierte australische Nationalmuseum, betonen, dass die Anerkennung von Nitmiluk als Aboriginal- Land Ende des 20. Jahrhunderts auch als symbolische Korrektur dieser kolonialen Enteignungen gesehen werden kann.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Im Gegensatz zu klassischen Bauwerken besteht die „Architektur“ von Nitmiluk aus Naturformen: mächtigen Sandsteinplateaus, tief eingeschnittenen Schluchten und saisonalen Wasserfällen. Geologisch gehört das Gebiet zum Arnhem-Plateau, einer uralten Sandsteinformation, die durch tektonische Hebung und Erosion über Hunderte Millionen Jahre modelliert wurde. Die Parkverwaltung beschreibt die Nitmiluk-Schluchten als Serie von Stufen, in denen der Katherine River sein Bett in das Plateau geschnitten hat. Während der Trockenzeit bilden sich ruhige Flussabschnitte und tiefe Pools, in der Regenzeit dagegen starke Strömungen und eindrucksvolle Wasserfälle.
Besonders markant sind die senkrechten, oft 70 bis über 100 m hohen Felswände entlang der ersten Schlucht. Sie erinnern in ihrer vertikalen Wucht an die Wände der Sächsischen Schweiz, sind aber durch ihre intensive Rotfärbung, tropische Vegetation und die schiere Länge der Schluchtenkette deutlich exotischer. An vielen Stellen sind horizontale Bänderungen im Gestein zu erkennen – Zeugnisse wechselnder Sedimentationsphasen. Geologische Informationsschilder vor Ort und Broschüren der Northern Territory Regierung erläutern, wie Wind, Wasser und chemische Verwitterung diese Formen geschaffen haben.
Kulturell bedeutsam ist der Park vor allem durch Aboriginal-Felskunst. In ausgewiesenen Bereichen, zu denen Besucher geführte Touren buchen können, finden sich Malereien, die Figurendarstellungen, Tiere, Jagdszenen und abstrakte Motive zeigen. Australische Kulturinstitutionen wie das Museum and Art Gallery of the Northern Territory erklären, dass solche Malereien nicht nur als dekorativ, sondern als Teil eines lebendigen Wissenssystems verstanden werden: Sie transportieren Geschichten, Landrechte, Jagdtechniken und spirituelle Zusammenhänge. Aus Respekt vor den traditionellen Eigentümern dürfen viele heilige Stätten nicht ohne Begleitung betreten und nicht fotografiert werden.
In der touristischen Infrastruktur zeigt sich ein bewusst zurückhaltender Baustil. Die Bootsanleger, Besucherzentren und Campingbereiche sind so gestaltet, dass sie sich optisch in die Landschaft einfügen. Laut Tourism NT wurde bei den Hauptgebäuden auf flache Dächer, Naturfarben und Materialien geachtet, die Hitze reflektieren und zugleich wenig visuelle Konkurrenz zu den Felswänden bieten. Für Reisende, die aus europäisch geprägten Nationalparks mit massiven Besucherzentren kommen, wirkt Nitmiluk dadurch erstaunlich ruhig und unaufgeregt, trotz der Popularität des Ortes.
Ein weiteres markantes Merkmal sind die Tiere: In und am Katherine River leben Süßwasserkrokodile (Freshwater Crocodiles) sowie saisonal auch Leistenkrokodile (Estuarine Crocodiles). Die Parkverwaltung betont in Sicherheitsinformationen, dass Badebereiche nur freigegeben werden, wenn sie zuvor auf gefährliche Krokodile kontrolliert wurden. Während der Trockenzeit gibt es ausgeschilderte, temporär sichere Badeplätze, die von vielen Reisenden genutzt werden. Für deutsche Gäste, die Krokodile bisher nur aus Zoos kennen, gehört der respektvolle Umgang mit diesen Tieren zu den prägendsten Eindrücken.
Nitmiluk-Nationalpark besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise: Der Nitmiluk-Nationalpark liegt etwa 30 km nordöstlich von Katherine im Northern Territory. Von Darwin sind es auf dem Stuart Highway rund 320 km (etwa 3,5 bis 4 Stunden Fahrt mit dem Auto). Von Deutschland aus erfolgt die Anreise in der Regel per Langstreckenflug nach Darwin, häufig mit Umstieg etwa in Singapur, Doha oder Dubai. Die gesamte Flugzeit ab Frankfurt, München oder Berlin liegt – je nach Verbindung – typischerweise bei über 20 Stunden, inklusive Umstiegszeiten. Von Darwin aus geht es per Mietwagen, Campervan, Linienbus oder Inlandsflug nach Katherine. Die Bahnlinie The Ghan verbindet Darwin mit Alice Springs und Adelaide und hält in Katherine; von dort sind es rund 30 Autominuten zum Park. Für aktuelle Fahrpläne sollten Reisende die Webseiten der jeweiligen Bahn- oder Busunternehmen konsultieren.
- Öffnungszeiten: Nitmiluk ist grundsätzlich ganzjährig zugänglich, doch einzelne Bereiche und Aktivitäten (Bootstouren, Wanderwege, Badeplätze) können je nach Wasserstand, Wetter und Sicherheitslage vorübergehend gesperrt sein. Die offizielle Verwaltung von Nitmiluk weist darauf hin, dass insbesondere in der Regenzeit kurzfristige Änderungen möglich sind. Öffnungszeiten des Besucherzentrums sowie tagesaktuelle Informationen sollten direkt auf den offiziellen Seiten von Parks and Wildlife Commission of the Northern Territory bzw. Nitmiluk Tours oder telefonisch vor Ort geprüft werden. Formulierungen wie „ganzjährig geöffnet“ sind daher stets im Kontext von Wetter und Straßenzustand zu verstehen.
- Eintritt und Touren: Für den Zutritt zum Park selbst erhebt das Northern Territory bei vielen Nationalparks eine Gebühr, deren Höhe und Struktur (tagesbezogen, saisonal, online-Registrierung) sich in den letzten Jahren verändert hat. Die aktuellen Konditionen sollten direkt bei der offiziellen Parkverwaltung geprüft werden. Zusätzlich fallen für geführte Bootstouren, Kanuverleih, Helikopterflüge oder geführte Wanderungen gesonderte Gebühren an. Als grobe Orientierung liegen Standard-Bootstouren pro Person oft im Bereich mehrerer Dutzend Euro, zum Beispiel umgerechnet etwa 60–100 € (Preisangaben in australischen Dollar variieren und unterliegen Wechselkursen). Da konkrete Beträge saisonal angepasst werden können, empfiehlt die Redaktion, Preise unmittelbar vor der Reise auf den Websites der Anbieter zu checken.
- Beste Reisezeit: Die trockenere Phase von etwa Mai bis Oktober gilt als beste Reisezeit für den Nitmiluk-Nationalpark. In diesen Monaten sind die Temperaturen tagsüber warm bis heiß, die Luftfeuchtigkeit ist jedoch deutlich niedriger als in der Regenzeit, und viele Wanderwege sind offen. Früh morgens oder spätnachmittags ist es angenehmer zu wandern und zu fotografieren, das Licht ist weicher, und Bootstouren erleben die Felswände im goldenen Licht. In der Wet Season (ungefähr November bis April) sorgen Monsunregen und Gewitter für spektakuläre Wasserfälle und üppige Vegetation, allerdings kann es sehr heiß und schwül werden, Wege sind teilweise matschig oder gesperrt, und bestimmte Touren finden nicht statt. Deutsche Reisende sollten ihre Reisezeit daher nach geplanter Aktivität (Wandern, Baden, Fotografieren, Ruhe vs. dramatische Wet-Season-Stimmungen) wählen.
- Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld: Englisch ist im Northern Territory die dominierende Sprache; in touristischen Betrieben wird Englisch fließend gesprochen, Deutsch dagegen nur vereinzelt. Solide Englischkenntnisse erleichtern die Teilnahme an geführten Touren und das Verständnis von Sicherheitsanweisungen, etwa zu Krokodilen oder Wetterrisiken. Bezahlt wird in Australien mit Australischem Dollar (AUD). Kreditkarten von Visa und Mastercard werden in der Regel akzeptiert, auch kontaktlose Zahlungen via Smartphone sind verbreitet. Deutsche Girokarten funktionieren nicht immer zuverlässig. Es empfiehlt sich, etwas Bargeld in AUD für kleinere Ausgaben mitzuführen. Trinkgeld ist in Australien nicht verpflichtend; in Restaurants wird bei gutem Service gelegentlich ein Trinkgeld von etwa 5–10 % gegeben, bei Touren können ein paar Dollar als Anerkennung für besonders engagierte Guides sinnvoll sein, sind aber keine Pflicht.
- Klima, Kleidung und Sicherheit: Nitmiluk liegt in den Tropen. In der Dry Season liegen die Tagestemperaturen häufig zwischen etwa 25 und 35 °C, Nächte können vergleichsweise kühl sein. In der Wet Season sind Temperaturen über 30 °C bei hoher Luftfeuchtigkeit üblich. Leichte, atmungsaktive Kleidung, Sonnenschutz (Hut, Sonnenbrille, Sonnenschutzmittel mit hohem LSF), ausreichend Trinkwasser und festes Schuhwerk sind unerlässlich. Die Parkverwaltung weist darauf hin, dass Besucher niemals unmarkierte Pfade benutzen und Warnschilder zu Krokodilen beachten sollten. Baden ist nur in ausdrücklich freigegebenen Bereichen empfehlenswert. Wer aus Deutschland kommt, sollte auf ausreichenden Mückenschutz achten, insbesondere in der Dämmerung.
- Einreisebestimmungen und Gesundheit: Für die Einreise nach Australien benötigen deutsche Staatsbürger in der Regel ein Visum, das vorab online beantragt werden muss (z. B. eVisitor oder ETA, je nach Regelung). Die Bedingungen können sich ändern; deshalb sollten Reisende die aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de sowie bei den australischen Behörden prüfen. Eine Auslandskrankenversicherung mit ausreichender Deckung ist dringend zu empfehlen, da medizinische Leistungen in Australien kostenintensiv sein können. Impfempfehlungen sollten mit einem Reisemediziner abgestimmt werden.
- Zeitzone und Zeitverschiebung: Das Northern Territory verwendet die Zeitzone Australian Central Standard Time (ACST), die in der Regel 8,5 Stunden vor Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) liegt, während der mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) sind es meist 7,5 Stunden Zeitverschiebung. Da weder Deutschland noch das Northern Territory ihre Sommerzeit identisch beginnen oder beenden, kann sich die effektive Zeitdifferenz im Jahresverlauf leicht ändern. Ein Blick auf eine aktuelle Zeitzonen-App oder -Website vor Reiseantritt ist sinnvoll.
Warum Nitmiluk National Park auf jede Katherine-Reise gehört
Die Frage, warum der Nitmiluk-Nationalpark für eine Reise nach Katherine unverzichtbar ist, lässt sich aus mehreren Perspektiven beantworten. Zum einen ist da die Landschaft: Wer bereits den Litchfield- oder Kakadu-Nationalpark gesehen hat, erlebt in Nitmiluk eine andere Dimension – schmalere, tiefere Schluchten, ein stärker eingegrenzter Flusslauf, der sich wie ein Band durch die Felsen windet, und eine ungewöhnliche Kombination aus tropischer Vegetation und teils kargem Felsplateau. Bootsfahrten durch die erste und zweite Schlucht ermöglichen es, diese Landschaft ohne körperliche Anstrengung zu genießen, während Wanderwege wie der Baruwei Lookout Track oder Abschnitte des längeren Jatbula Trail eindrucksvolle Panoramablicke bieten.
Zum zweiten ist Nitmiluk einer der zugänglichsten Orte, um Aboriginal-Kultur nicht nur aus der Distanz zu betrachten, sondern im Rahmen von geführten Touren, Geschichten und Erklärungen zu erleben. Jawoyn-Guides erläutern auf manchen Touren, welche Bedeutung bestimmte Pflanzen, Tiere oder Felsen in der Traumzeit haben und wie traditionelle Nutzung und moderne Lebenswirklichkeit zusammenfinden. Australische Medien wie die ABC betonen, dass diese Form von „Cultural Tourism“ ein wichtiges Standbein für lokale Communities geworden ist, wenn sie selbst die Kontrolle über Inhalte und Ablauf behalten.
Drittens ist der Park vielseitig: Manche Reisende beschränken sich auf einen halben Tag mit Bootsfahrt und kurzem Aussichtspunkt, andere planen mehrere Tage ein, um zu wandern, zu paddeln und im Outback zu übernachten. Der mehrtägige Jatbula Trail, der den Nitmiluk-Gorges folgt und weiter nach Norden führt, gilt in australischen Wanderkreisen als einer der schönsten Mehrtages-Treks des Landes. Er erfordert jedoch Erfahrung im Wandern unter tropischen Bedingungen, gute Planung und rechtzeitige Reservierung. Für deutsche Fernwanderer, die etwa den Rheinsteig oder die Alpen kennen, ist der Jatbula Trail eine deutlich wildere, einsamere und klimatisch anspruchsvollere Herausforderung.
In Kombination mit anderen Zielen im Top End, etwa dem Kakadu-Nationalpark oder Litchfield, ergibt sich eine abwechslungsreiche Reise, die Wasserfälle, Feuchtgebiete, Kulturstätten und Outback-Landschaften verbindet. Nitmiluk nimmt in dieser Route eine besondere Stellung ein, weil die Schluchten entlang des Katherine River eine klare Struktur und Orientierung bieten – man reist gewissermaßen dem Fluss entlang in die Tiefe des Plateaus. Für Fotografie-Enthusiasten sind die Morgen- und Abendstunden in den Schluchten besonders reizvoll; auch Drohnen-Bilder, die häufig in sozialen Medien geteilt werden, zeigen die Schlangenlinien des Flusses und die geometrischen Kanten des Plateaus. Die Nutzung von Drohnen ist jedoch genehmigungspflichtig und unterliegt strengen Regeln, weshalb Besucher sich unbedingt vorab bei der Parkverwaltung informieren sollten.
Schließlich ist Nitmiluk ein Ort, an dem sich viele Stereotype über Australien – rote Felsen, weites Land, Krokodile, Aboriginal-Kunst – tatsächlich verdichten, ohne in eine Kulissenhaftigkeit zu kippen. Die relative Abgeschiedenheit von Katherine im Vergleich zu großen Städten wie Sydney oder Melbourne sorgt dafür, dass der Besucherandrang zwar deutlich spürbar, aber selten überwältigend ist. Gerade für Reisende aus Deutschland, die in Europa oft sehr stark frequentierte Natur-Hotspots kennen, kann diese Mischung aus Popularität und Weite befreiend wirken.
Nitmiluk-Nationalpark in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In den sozialen Medien taucht der Nitmiluk-Nationalpark immer wieder als visuell beeindruckendes Beispiel für das „Red Centre“ und das tropische Top End auf – auch wenn er geographisch eher an der Schnittstelle dieser Begriffe liegt. Reise-Influencer posten Bilder von Kanu-Touren bei Sonnenuntergang, von Wandernden auf Felskanten über dem Katherine River und von Krokodilbegegnungen aus sicherer Distanz. Offizielle Tourismuskanäle des Northern Territory nutzen Nitmiluk häufig, um nachhaltigen Tourismus und respektvollen Umgang mit Aboriginal-Land zu promoten.
Nitmiluk-Nationalpark — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Nitmiluk-Nationalpark
Wo liegt der Nitmiluk-Nationalpark genau?
Der Nitmiluk-Nationalpark liegt im Northern Territory im Norden von Australien, etwa 30 km nordöstlich der Stadt Katherine und rund 320 km südlich von Darwin. Er erstreckt sich entlang des Katherine River und des Edith River und bildet einen wichtigen Teil der Natur- und Kulturlandschaft des Top End.
Was macht den Nitmiluk National Park so besonders?
Besonders sind die 13 aufeinanderfolgenden Schluchten des Katherine River mit ihren roten Sandsteinwänden, die je nach Lichtstimmung in unterschiedlichen Farben leuchten. Hinzu kommen bedeutende Aboriginal-Felskunst, die enge Verbindung zur Kultur der Jawoyn, ein vielseitiges Aktivitäten-Angebot von Bootsfahrten über Kanutouren bis zu Mehrtageswanderungen sowie die Möglichkeit, Krokodile und andere Wildtiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten.
Wann ist die beste Reisezeit für den Nitmiluk-Nationalpark?
Die beste Reisezeit sind in der Regel die trockenen Monate von etwa Mai bis Oktober. Dann sind Temperaturen und Luftfeuchtigkeit für viele Reisende angenehmer, und die meisten Wanderwege sowie Bootstouren sind gut zugänglich. In der Regenzeit von ungefähr November bis April kann die Landschaft besonders dramatisch und grün sein, gleichzeitig können Wege und Touren witterungsbedingt eingeschränkt sein.
Wie viel Zeit sollte man für einen Besuch einplanen?
Für einen ersten Eindruck mit Bootsfahrt durch die ersten Schluchten und einem kurzen Spaziergang oder Lookout-Besuch genügt ein Tag. Wer mehrere Perspektiven erleben, wandern oder paddeln möchte, sollte mindestens zwei bis drei Tage einplanen. Mehrtageswanderungen wie der Jatbula Trail benötigen zusätzlich eine sorgfältige Planung und mehrere Tage Aufenthalt.
Welche Besonderheiten gelten für Reisende aus Deutschland?
Reisende aus Deutschland sollten neben der längeren Anreise eine deutliche Zeitverschiebung, tropisches Klima und andere Sicherheitsaspekte (Krokodile, starke Sonne, große Entfernungen zwischen Versorgungsstellen) einkalkulieren. Ein gültiges Visum, eine passende Auslandskrankenversicherung, ausreichender Sonnenschutz, Mückenschutz und gute Englischkenntnisse sind empfehlenswert. Zusätzlich sollten die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes beachtet werden.
Mehr zu Nitmiluk-Nationalpark auf AD HOC NEWS
Mehr zu Nitmiluk-Nationalpark auf AD HOC NEWS:
Alle Beiträge zu „Nitmiluk-Nationalpark" auf AD HOC NEWS ansehen ?Alle Beiträge zu „Nitmiluk National Park" auf AD HOC NEWS ansehen ?
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
